Anlage im Sicherheitsbaustein

  • Unser Kapitalvermögen, aktuell rd. 850k, ist mit 1/3 risikoreich (davon 90 % im Vanguard All World und 10 % Barrengold) und mit 2/3 risikoarm (davon 70 % im Geldmarktfonds-ETF DBX0A2, Rest Festgeld und Tagesgeld) angelegt. Der Überblick ist damit gut gegeben. Ich bin 72 Jahre alt, meine Frau auch, wir sind kinderlos. Unsere Renten zzgl. der Kapitalerträge sind für die Ausgabendeckung ausreichend (an das Kapitalvermögen brauchte ich seit Renteneintritt vor 6 Jahren nicht). Mich beschäftigt die Frage sollte ich den Geldmarktfonds DBX0A2 nicht besser reduzieren und das Volumen (aktuell fast 400k) auf mehrere GMF´s verteilen und wenn ja, welche ausschüttenden (nur solche kommen in Betracht) wären eine sinnvolle Ergänzung und/oder Alternative. Man hört ja immer wieder das physische besser sind als synthetische. So genau kenne ich mich da nicht aus. Den Risikobaustein (zu Lasten des Sicherheitsbausteines) zu erhöhen würde mir Bauchschmerzen bereiten, mit dem Verhältnis 2 : 1 (risikoarm-/reich) fühle ich mich eigentlich ganz wohl. Herzlichen Dank für die Antworten schon mal im voraus die mir helfen würden (es so zu belassen wie es ist oder zu ändern).

  • Du brauchst keine Erträge aus Deinem Vermögen und Dein "Wohlfühl-Risiko" liegt bei 1:2 (risikoreich:risikoarm). Ich wüsste keinen Grund warum Du daran etwas ändern sollst.

    Natürlich kann man im risikoarmen Bereich anfangen zu optimieren aber renditetechnisch wird das nicht viel bringen unterm Strich und allzu mutig solltest Du dabei auch nicht sein, wenn das Risikoverhältnis nicht verschoben werden soll. Ideen wäre dazu eine Beimischung im Bereich von erstklassigen 1-3 jährige Euroanleihen. Tages-/Festgeldhopping wäre auch noch denkbar und die Prüfung welche Geldmarktartigen Fonds die größte Sicherheit bieten. Gerade bei den genannten Beträgen würde ich das Geld auf mindestens zwei Produkte aufteilen. Nicht weil ich Angst hätte, dass das Geld bei einem Anbieter nicht sicher untergebracht ist. Es ginge mir dabei um eine höchstmögliche Verfügbarkeit sicher zu stellen, falls es bei einem Anbieter mal klemmt.

  • Ich würde 100.000 Euro für 4 Monate entspannt zu 4 % zu Chase schieben. Empfehlung von Finanztip.
    In der App ist es in 5 Minuten freigeschaltet.

    Monatliche Verzinsung mit Zinseszinseffekt. Anleihen der KfW bringen um die 3 Prozent. Anleihetreppe bauen…

    Kann man alles bei solchen Summen machen.

  • Je nachdem, wo das Depot ist, könnte man schauen, ob anstelle des Xtrackers ETFs ein klassischer Geldmarktfonds, über KVG handelbar, in Frage kommt, das würde bei Kauf und Verkauf (falls das notwendig würde) keine Kosten erzeugen. Ob es solche mit vergleichbar niedrigen TER gibt, weiß ich leider nicht auswendig. Oder geht es um das theoretische Risiko von Swaps?

  • Ich habe tatsächlich ein Problem nachvollziehen zu können in welche Papiere der Xtrackers investiert, aus dem Factsheet kann man das nicht ableiten. Generell präferiere ich schon physisch hinterlegte, deshalb überlege ich den Bestand meines DBX0A2 abzubauen und andere/n dafür hinzunehmen, wäre z.B. der A0F426 eine gute Wahl?

  • Dein größtes Risiko ist, dass Du mit viel zu geringer Rendite investiert bist.

    Aber ich habe verstanden das Du das Geld gar nicht brauchst und auch keine Erben hast.

    Vor allen weiteren Überlegungen solltest du erstmal einen Plan machen was du mit dem Vermögen vorhast. Stiften? Notfall? Pflege?