Hallo zusammen,
bisher war ich stiller Mitleser und hab einfach meine ETFs bespart - meine Finanzen waren schön langweilig. Jetzt bin ich reich geworden (konnte 1.000-2.000 Euro monatlich wegsparen, aber v.a. haben wir Zwillinge bekommen :)) und die Wohnung ist zu klein, sodass wir doch über ein Eigenheim nachdenken. Hierzu kommen sicher noch andere Fragen. Aktuell stellt sich mir die Frage, was ich mit meinem Uralt-Wohnriester mache.
Als Student hab ich den fleißig bespart (60 Euro Einzahlung, maximale Zulage), dann hab ich zweimal sinnlos eingezahlt bis ich die Problematik erkannt habe und dannach hab ihn lange Zeit brachliegen lassen. 1% Zinsen waren in der Negativzeit ja auch ok. Letztes Jahr hab ich nochmal den Maximalbeitrag eingezahlt, weil wir unser zu versteurendes Einkommen fürs Elterngeld reduzieren mussten.
Der aktuelle Stand ist somit:
- Tarif LBS-F9-R, Bausparsumme: 10.000,00, 1 % Guthabenzins
- 18 Euro Jahresentgelt (ich werde mit dem aktuellen BGH-Urteil nochmals einen Versuch starten, die erstattet zu bekommmen, bisher war das nicht erfolgreich
- Bisherige Wohnriester-Zulagen 1.411,85
- Gebildetes Kapital 8.535,27 Euro
Mein Hauptproblem ist, dass ich nicht weiß, wie ich Kompetenzen aufbaue um überhaupt zu verstehen, was sinnvoll damit ist.
Meine Überlegungen sind:
- Förderschädlich auflösen: Ich kenne meinen Steuervorteil (noch) nicht, aber ich fürchte viel wird nicht überigbleiben, da imho das Verhältnis von Förderung und Einzahlung nicht super schlimm ist ==> Problem ist aber gelöst
- Liegen lassen und schauen was passiert ==> Einfach, sollte kein Jahresentgelt anfallen auch ok.
- In ein AV-Depot umwandeln (hat die LBS was angekündigt, aber noch keine Konditionen) ==> Ok, aber damit keine freie Wahl des AV-Depot-Anbieters und Zulage kann nicht ins Eigenheim fließen.
- Fürs Bauen hernehmen, eigentlich cool, aber ich muss mich mit dem fiktiven Wohnförderkonto beschäftigen und hier weiß ich nicht, wie ich am besten Kopetenzen aufbau - und ob sich das für die paar Tausend Euro lohnt.
- Weiter einzahlen (mit Zwillingen ist die Zulage ja schon halbwegs attraktiv) und später den Kredit ablösen. Dadurch ist das Wohnförderkonto kleiner. Außerdem könnte dann die Zulage ins Eigenheim fließen und nicht ins AV-Depot (wäre ggf. flexibler) Frage: Mir ist nicht klar, was passiert, wenn der Bausparer "voll ist" - klar, Kredit gibt's keinen, aber kann ich den überzahlen? Dazu find ich nichts konkretes in den Bedingungen.
Meine Hoffnung an die Community: Habt ihr noch gaz andere Ideen? Hab ich was übersehen? Was mach ich am besten?
Viele Grüße
Michael