Hallo,
Ich bin 53, selbstständig. Ich will demnächst 80.000€ in einen FTSE All World (thesaurierend) investieren, dazu ein monatlicher Sparplan, den ich mit etwa 60 und 63 Jahren erhöhen werde, wenn Ausgaben für Kinder und Immobilienkredit wegfallen.
Der entscheidende Punkt: meine großen Ausgaben (Kinder, Immobilienkredit, Beiträge) fallen alle vor dem 67. Lebensjahr weg, und die erwartete gesetzliche Rente sollte die verbleibenden Kosten allein decken. Das Depot ist für mich also kein Renteneinkommen, sondern eine langfristige Reserve, Horizont 85/90 Jahre, mit Entnahmen in Raten und eventuell einer zusätzlichen Entnahme zwischen 70 und 75.
Deshalb möchte ich auf das klassische De-Risking zehn Jahre vor Rentenbeginn verzichten und auch mit 67 über 90% Aktienquote bleiben. Meine Risikobereitschaft dafür ist hoch, getestet unter anderem bei einem Kursrückgang von 40%, mit lediglich einem Liquiditätspuffer von einigen Jahresentnahmen, aufgebaut aus neuen Einzahlungen statt aus Verkäufen.
Ist das vertretbar oder unterschätze ich hier etwas?
Vielen Dank!![]()