Erfahrungen mit der Ideal-Pflegeversicherung

KI-Zusammenfassung

: Ist eine Pflegezusatzversicherung der IDEAL für eine Familie mit 74, 69, 47 und 44 Jahren sinnvoll? Die Community sieht die drei Gesundheitsfragen nicht als entscheidenden Vorteil. Wichtiger sind garantierte Leistungen, Beiträge über viele Jahre, 5 % Dynamik und Vertragsbedingungen. Das konkrete Angebot für den 44-jährigen Fragesteller kostet 35 € im Monat, enthält eine nicht garantierte Plusrente und bietet laut Diskussion eher niedrige garantierte Leistungen im Verhältnis zu möglichen Pflegekosten. Mehrere Beiträge ordnen das Preis-Leistungs-Verhältnis daher kritisch ein. Der Fragesteller tendiert am Ende dazu, die Versicherung für sich nicht abzuschließen.

Ist eine Pflegezusatzversicherung der IDEAL für eine Familie mit 74, 69, 47 und 44 Jahren sinnvoll? Die Community sieht die drei Gesundheitsfragen nicht als entscheidenden Vorteil. Wichtiger sind garantierte Leistungen, Beiträge über viele Jahre, 5 % Dynamik und Vertragsbedingungen. Das konkrete Angebot für den 44-jährigen Fragesteller kostet 35 € im Monat, enthält eine nicht garantierte Plusrente und bietet laut Diskussion eher niedrige garantierte Leistungen im Verhältnis zu möglichen Pflegekosten. Mehrere Beiträge ordnen das Preis-Leistungs-Verhältnis daher kritisch ein. Der Fragesteller tendiert am Ende dazu, die Versicherung für sich nicht abzuschließen.

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  • Hallo zusammen,

    ich habe einen Flyer der IDEAL-Pflegeversicherung erhalten.

    Die Versicherung wirbt damit, dass bis zum 31.12.2026 nur drei statt sechs Gesundheitsfragen gestellt werden.

    Da wollen wir uns nächste Woche mit meiner Familie beraten lassen.

    Meiner Familie besteht aus meinem 74jährigen Vater, 69jähriger Mutter, 47jähriger Schwester und mir (44 Jahre).

    Hat jemand Erfahrungen mit dieser Versicherung?

    Ich persönlich habe im dem Bereich leider gar keine Kenntnisse.

    Stellt mir gerne Fragen, die wichtig sein könnten, um das zu besprechen.


    Vielen Dank im Voraus.

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  • Ich wäre bei solchen Angeboten vorsichtig. Drei statt sechs Gesundheitsfragen klingen zunächst attraktiv, sind aber kein Qualitätsmerkmal. Entscheidend sind die Leistungen, Ausschlüsse, Wartezeiten und Beiträge im Pflegefall.

    Gerade bei Deinen Eltern mit 74 und 69 Jahren würde ich zuerst prüfen, ob der Versicherungsschutz noch bezahlbar ist und in welchem Verhältnis die Beiträge zu den möglichen Leistungen stehen.

    Lasst Euch nicht nur von einem „Versicherungsmenschen“ beraten, sondern vergleicht die Bedingungen und rechnet nach, was Ihr für die Beiträge tatsächlich bekommt. Eine private Pflegezusatzversicherung ist außerdem kein Ersatz für eine solide finanzielle Vorsorge.

    Dr. Schlemann kann vielleicht auch etwas dazu beitragen.

    Und passt bitte unbedingt auf, dass euch nicht zu diesem Anlass auch noch irgendwelche anderen Versicherungen angeboten werden.

  • Diese Versicherung sagt mir nichts, allerdings hatten wir vor einigen Jahren auch diese Idee und haben uns in der Familie damit beschäftigt. Auf Grund der Preis/Leistung schnell davon Abstand genommen, zu dieser Zeit waren alle Kandidaten noch top fit und wesentlich jünger als deine Eltern. Ich würde mich auch unabhängig informieren und nicht dem Versicherungsverkäufer vertrauen, die Anzahl der Gesundheitsfragen sind erst ganz am Ende einzuordnen, wo ich wieder bei Preis/Leistung bin.

  • Hallo markus_ks , gut, dass Sie sich vor dem Termin vorbereiten!

    Drei statt sechs Gesundheitsfragen sind nur dann relevant, wenn die Gesundheit den Abschluss ansonsten erschweren würde. Davon würde ich mich nicht unnötig hetzen lassen. Die Ideal PflegeRente ist an sich ein solides Produkt. Eine Pflegerente ist aber meist deutlich teurer als ein Pflegetagegeld. Bei Ihren Eltern ist außerdem das Alter relevant - die Eintrittsgrenze liegt soweit ich weiß bei 75 Jahren.

    Meine Empfehlung: Lassen Sie sich für alle vier Personen schriftliche Beispielrechnungen geben, mit Leistung je Pflegegrad, Beitrag und Rückkaufswert. Rechnen Sie zusätzlich ein Pflegetagegeld als Vergleich und prüfen Sie, ob die Leistung die Lücke zur gesetzlichen Pflegeversicherung (im Schnitt laut VDEK rund 3.700 € monatlich) wirklich abdeckt. Beantworten Sie die Gesundheitsfragen sorgfältig und vollständig - und lassen Sie sich dabei die nötige Zeit.

    Wie Tomarcy schon schreibt, darf die weitere Vorsorge nicht zu kurz kommen. Sollten Sie oder Ihre Schwester vor der Wahl stehen, entweder Geld für eine BU oder eine Pflegezusatzversicherung auszugeben, dann hat die Absicherung Ihres Einkommens m.E. erst einmal die höhere Priorität.

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH
    Von Finanztip empfohlene Spezialisten für Berufsunfähigkeit und private Krankenversicherung | Angaben gem. § 15 VersVermV, § 12 FinVermV: https://schlemann.com/erstinformationen | Beiträge in der Finanztip Community erstelle ich mit größtmöglicher Sorgfalt, jedoch ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität. Deren Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.

  • "Angst" vor dem Thema Pflege macht hoffentlich nicht der Makler, sondern die Berichterstattung über die rasant steigende Höhe der selbst zu tragenden Kosten. Wenn genug Geld da ist, kein Problem, wenn nicht - oder wenn das Geld anders verwendet werden soll - dann kann eine Versicherung sinnvoll sein.

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  • Hallo zusammen,

    ich habe folgendes Angebot erhalten:


    • Monatsbeitrag: 35,00 Euro.
    • Pflegerente bei PG 2: 55,47 Euro, durch Plusrente 72,11 Euro.
    • PG 3: 240,35 Euro, durch Plusrente 312,45 Euro.
    • PG 4: 369,77 Euro, durch Plusrente 480,70 Euro.
    • Leistung bei Todesfall vor Eintritt des Pflegefalls: 80% der eingezahlten Beiträge.


    Wie ist die Meinung dazu?

  • Wie sieht es denn mit den exakten Leistungen aus? Zahlst du weiter, wenn du einen PG hast? Wie oft steigen die Beiträge? Was genau ist Plusrente?


    Du kannst solche Angebote auch bei der Verbraucherschutzzentrale prüfen lassen.

  • Hallo zusammen,

    ich habe folgendes Angebot erhalten:


    • Monatsbeitrag: 35,00 Euro.
    • Pflegerente bei PG 2: 55,47 Euro, durch Plusrente 72,11 Euro.
    • PG 3: 240,35 Euro, durch Plusrente 312,45 Euro.
    • PG 4: 369,77 Euro, durch Plusrente 480,70 Euro.
    • Leistung bei Todesfall vor Eintritt des Pflegefalls: 80% der eingezahlten Beiträge.


    Wie ist die Meinung dazu?

    Kennst du dich etwas aus ?

    Dann schaue dir bitte die Kosten an, die ZUSÄTZLICH zu den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung aufgebracht werden müssen.

    Bei häuslicher Pflege ist das je nach Pflegegrad 2 bis 5 unterschiedlich, bei stationärer Pflege ist der Zuzahlungsbetrag immer gleich.

    Die Leistungen sind niedrig. Bei PG 4 sind es 369,77 € (mit Plusrente 480,70 €). Das Der Eigenanteil im Pflegeheim beträgt im Schnitt oft über 2.500 € bis 4.000 € pro Monat. Je nach verbrachter Zeit dort. Die Lücke bleibt also riesig.

    Was ist mit PG 5 fehlt. Gerade die höchste Stufe ist der teuerste Fall bei häuslicher Pflege.
    Die „Plusrente“ ist wahrscheinlich nicht garantiert. Meist ist das eine Überschussbeteiligung, die der Versicherer ändern kann. Rechne nur mit den garantierten Beträgen.


    Die 80 % Beitragsrückgewähr im Todesfall klingen gut, kosten aber. Du bezahlst damit eine Sparkomponente mit, die den Beitrag erhöht oder die Leistung drückt. Ein reiner Pflegetagegeld-Tarif ohne Rückgewähr bietet für das gleiche Geld meist deutlich mehr Pflegeleistung.

    Für welches Alter ist dieses Angebot ?

  • Das Angebot ist für mich persönlich. Ich bin 44 Jahre alt.

    Die Dynamik liegt bei 5 Prozent.

    Beitragsdauer bei Pflege ist lebenslang.

    Ab Pflegegrad 2 habe ich eine Beitragsbefreiung.

    Die Plusrente ist eine nicht garantierte Überschussbeteiligung und wird jedes Jahr neu festgelegt.

  • Im Durchschnitt kommt der Deutsche mit 81 bis 84 Jahren ins Pflegeheim. Rechne dir bitte einmal aus, was du dann in den nächsten 37 bis 40 Jahren zahlen müsstest bei der Dynamik. Dann noch einmal neu bewerten.

    Klar, es ist wie bei allen Versicherungen, man sichert sich für den Fall der Fälle ab.

    Ggf. kann Dr. Schlemann hierzu noch etwas sagen.

  • Der Durchschnitt hilft nicht so viel, wenn man nicht im Durchschnitt liegt. Eine unserer Kundinnen wurde mit 32 Jahren vergewaltigt. Aufgrund massiver psychischer Problem ist sie seither Pflegefall, Grad 2. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt eine durch uns vermittelte Pflegetagegeldversicherung, die durch zwischenzeitliche Erhöhungen einen Betrag von knapp 5.000 EUR im Monat leistet. Das hilft in so einer Situation immens.

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  • Vielen Dank erstmal für die Hilfen und Anmerkungen.

    Dr. Schlemann Können Sie mir etwas zu Ihrer Einschätzung des Preis-/ Leistungsverhältnisses sagen?

    Hier wurde schon angemerkt, dass im Leistungsfall eine riesige Lücke besteht von den Leistungen der Versicherung im Verhältnis zu den erwarteten Kosten.

    Stand jetzt würde ich die Versicherung nicht abschließen.

    Brauchen Sie dazu noch weitere Informationen?

  • Dr. Schlemann Können Sie mir etwas zu Ihrer Einschätzung des Preis-/ Leistungsverhältnisses sagen?

    Ich formuliere es mal so: Je nach Anbieter amortisieren sich 45 Jahre Beitragszahlung für eine Pflegetagegeldversicherung nach ca. zwei Jahren Leistungsbezug.

    Am Ende ist es - wie bei jeder Versicherung - eine Wahrscheinlichkeitsrechnung. Zentral ist die Frage, wie ruinös der Eintritt des Leistungsfalls ist und wie "weh" einem im Verhältnis dazu die Beiträge tun. Meistens fallen die Ausgaben für eine Pflegetagegeldversicherung im Gesamtbudget nicht so sehr ins Gewicht, Geldknappheit im Pflegefall / Alter aber schon.

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH
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  • Hmm, klingt nicht nach einem guten Preis-/ Leistungsverhältnis.

    Noch dazu habe ich keine Kinder und plane in meinem Alter auch keine mehr.

    Also würde mein Haus und Vermögen bei Eintritt des Pflegefalls aufgebraucht und danach hätte ich nichts mehr. Es gibt also keine Erben, die leer ausgehen würden.

    Ich denke aktuell nicht, dass sich die Versicherung für mich lohnt.

  • Wenn Sie sich damit abfinden wollen, ab dem Zeitpunkt, in dem Sie als Pflegefall ihr Vermögen aufgebraucht haben (der je nach Vermögen früher oder später eintritt), von Sozialleistungen zu leben, um jetzt einen überschaubaren Geldbetrag zu sparen, dann kann das ein Ergebnis sein.

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  • Wenn Sie sich damit abfinden wollen, ab dem Zeitpunkt, in dem Sie als Pflegefall ihr Vermögen aufgebraucht haben (der je nach Vermögen früher oder später eintritt), von Sozialleistungen zu leben, um jetzt einen überschaubaren Geldbetrag zu sparen, dann kann das ein Ergebnis sein.

    Sollte dieses Risiko bestehen, werden ihn die oben bei der Versicherung genannten Gelder im Pflegefall auch nicht vor dem Antrag auf „Stütze“ bewahren.
    Ich kenne hier die Preise für Pflegeheime im Großraum Stuttgart.

    Auch nach über 36 Monaten liegt das locker noch bei 2500 € im Monat bei der Zuzahlung.

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