Neuerungen in der gesetzlichen Krankenversicherung

  • Probier das doch mal aus!

    Genau das ist der Punkt. Aktuell bin ich bei der TK, die haben so einen Wahltarif auch, https://www.tk.de/techniker/vers…waehlen-2008184 doch es werden nur verhältnismäßig geringe Anteile (25% der Behandlungskosten) übernommen. Da überwiegt bei mir etwas die Skepsis. Auch wenn es deutlich teurer ist, scheint es mir so, als würde man bei der Securvita immerhin fürs Geld was bekommen. Stimmt das, oder lasse ich mich blenden? Sonst könnte man sich das ja mal überlegen. Alternative wäre das Blackbox-Thema Wechsel in die PKV; scheint aber auch nicht viel günstiger.

    Ich schreibe aus der glücklichen Situation heraus, dass bei mir dankenswerterweise keine akuten Zipperlein vorherrschen. Bis auf den Bereich der ärztlichen Vorsorge halten sich die Berührungspunkte mit dem Gesundheitssystem bisher in Grenzen. Aber ich kenne mich: wenn doch mal was wäre und mir jemand sagt ich könnte ja kommendes Jahr November meinen Termin wahrnehmen, wär meine erste Frage ob’s nicht schneller ginge wenn ich’s selber Zahl. Da wär es natürlich klasse, wenn man hier dennoch aus den GKV Beiträgen einen Nutzen ziehen und nicht alles zahlen müsste. Immerhin könnte man recht schnell die Krankenkasse wechseln und für sich den Privattarif aktivieren. Bisschen opportunistisch, aber hey, besser als Nix.

    Auch scheint der Tarif dann für die Familienversicherung zu gelten. Zwar läuft das Kind aktuell bei der Mama in der Versicherung mit, aber wenn möglich könnte man das bestimmt ändern.

    Sprich, auch wenn’s natürlich in absoluten Zahlen weit teurer ist als die TK, vielleicht hat man hier das „da gibts was fürs Geld“-Gefühl.

  • Nur so als Anregung: man kann in meinen Beispieltarif jährlich wechseln. Bei der TK ist man sogar nur Quartalsweise gebunden. Das Risiko ist also überschaubar (Achtung: ich hab keine Ahnung von Versicherungen ^^).

    Vielleicht sollte man das einfach mal testen. Oder besser noch: jemand kennt sich aus oder kann vielleicht aus erster Hand einen Erfahungsbericht liefern.

  • Erhält er dadurch, mal unabhängig von den Mehrkosten, auch nachweislich eine bessere Behandlung/Versorgung?

    Frag ihn doch. :)

    Es ist dein guter Bekannter.... ;)

    Du hast nicht die richtige Frage gestellt.
    Eine sehr viel richtigere Frage ist:
    Erhält er als Privatpatient denn auch nachweislich einen früheren Termin beim Facharzt.

    Das wird man so wohl bestätigen können. Im ambulanten Bereich zahlen Privatpatienten für die grundsätzlich gleiche Behandlung ein Mehrfaches an Honorar, es liegt nahe, daß gerade Fachärzte mit knappem Terminkalender Privatpatienten vorziehen. Man mag es beklagen, es ist aber so, und der Staat kann daran so lange nichts ändern, wie er einen Beamten in die Praxen setzt, der die Terminvergabe überwacht.

  • .. dies hatte ich ja schon eingeräumt... ich wollte aber wissen, ob dein Freund auch eine nachweislich bessere Behandlung nur dadurch erhält, dass er privat Zusatzversichert ist? Als aktiver Teilnehmer über mehr als 35 Jahre im medizinischen Bereich (Rettungsdienst- Krankenhaus) möchte ich dies nämlich bezweifeln.

  • .. dies hatte ich ja schon eingeräumt... ich wollte aber wissen, ob dein Freund auch eine nachweislich bessere Behandlung nur dadurch erhält, dass er privat zusatzversichert ist?

    Ohne Frage. Derjenige, der bei Beschwerden einen Arzttermin bekommt, wird ohne jeden Zweifel besser behandelt als einer, der keinen Arzttermin bekommt.

    Wenn er mal auf dem Stuhl sitzt, wird möglicherweise der Kassenpatient besser behandelt als der Privatpatient, weil bei dem nämlich von der Tendenz her nur das gemacht wird, was nötig ist (Tendenz: Unterbehandlung), wohingegen beim Privatpatienten das gemacht wird, was abrechenbar ist (Tendenz: Überbehandlung). Beim Arzt des Vertrauens, den man häufiger sieht (und der einen häufiger sieht), ist das weniger ein Problem. Bei neuen Ärzten, bei denen man das erste Mal ist, kommt das eher zum Tragen.

    :)

  • .. dies hatte ich ja schon eingeräumt... ich wollte aber wissen, ob dein Freund auch eine nachweislich bessere Behandlung nur dadurch erhält, dass er privat Zusatzversichert ist? Als aktiver Teilnehmer über mehr als 35 Jahre im medizinischen Bereich (Rettungsdienst- Krankenhaus) möchte ich dies nämlich bezweifeln.

    Unzweifelhaft, da eine Sachgesetzlichkeit, bleibt aber als Tatsache festzuhalten:

    Vor jeder Chance auf eine wie auch immer geartete Behandlung, steht überhaupt erstmal das Erhalten eines Termins (ambulanter Bereich). Da sind meine Erfahrungen als Mitglied der GKV: Geht sofort oder zumindest sehr zeitnah als Selbstzahler oder Mitglied der PKV - dauert tendenziell länger oder gestaltet sich terminlich zäh bis sehr zäh als lediglich Mitglied der GKV.

    Im stationären Bereich und/oder bei absoluten Notfällen dürften die Unterschiede deutlich geringer sein, das rein Medizinische betreffend jedenfalls (Ambiente, Zimmer, Essen usw. eher ausgenommen).

  • Bundessozialgericht - Pressemitteilungen - Kein Zugang zur beitragsfreien Familienversicherung über kurzzeitigen Bezug einer Teilrente

    Die Gerichte in Deutschland haben langsam auch Lack gesoffen, wenn selbst einfachste Gesetze nicht mehr gelten, nur weil einem das Ergebnis nicht gefällt.