Beiträge von Sovereign

    hat von euch jemand Erfahrungen mit dem Vermögensverwalter Fischer Investments?

    (nachträglich gefettet von mir)

    Dazu an anderer Stelle:

    Wenn damit "Fisher Investments" gemeint ist ... Aus meiner Sicht: Extrem penetranter Laden. Eine derartige Akquisitionspraxis hat eine gute Vermögensverwaltung (Ratio "Preis/Leistung") - nach meinen Erfahrungen - nicht nötig.

    Hierzu

    Ich überlege, ob es Sinn macht die Verwaltung meines Aktiendepots an einen professionellen Vermögensverwalter zu übergeben.

    (nachträglich gefettet von mir)

    Aus meiner Sicht entfaltet das eher keinen Sinn.

    Dazu kommt: Würde ich die "Verwaltung meines Aktiendepots an einen professionellen Vermögensverwalter" delegieren wollen oder müssen - wäre dies jedenfalls nicht Fisher Investments.

    Ganz generell:

    Was eine "sinnvolle" Anlage ist, leitet sich aus Deiner "individuellen Situation" heraus ab (Gesamtbilanz/Vermögensstatus, schon vorhandene Altersvorsorgeansprüche, ggf. Versorgungslücke, Höhe derselben, Anlagehorizont, objektive Risikotragfähigkeit, subjektive Risikobereitschaft (Risikotoleranz) - um einige typische Stichworte zu nennen).

    Soll dies via rein passiver Anlage-Vehikel umgesetzt werden, ermöglichen ETFs eine breit gestreute (global diversifizierte) und sehr kostengünstige Möglichkeit.

    Will man mit dem Thema ("Verwaltung" oder "Bewirtschaftung" seiner Finanzmittel) - aus welchen Gründen auch immer - absolut nichts zu tun haben, würde ich für eher überschaubare Volumina einen der bankenunabhängigen Vermögensverwalter wählen und bei größerem Vermögen (ab achtstellig und aufwärts) mich an eines der renommierten Family-Offices dranhängen oder ein eigenes gründen.

    Die Kosten für eine aktive Vermögensverwaltung (Gebühren) werden auf jeden Fall (sehr) deutlich über denen liegen, die bei einer Abbildung der Asset-Allocation via passiver ETFs anfallen. Grundregel in dem Segment: Je geringer die der Vermögensverwaltung (VV) zur Verfügung gestellten Mittel, je höher die Kosten (Gebühren) oder vereinfacht: Mit dem der VV zur Verfügung gestellten Volumen sinken in aller Regel die Kosten (inkl. des Management Fees) also das verhält sich sozusagen umgekehrt proportional.


    Gute Gedanken und danach ebensolche Entscheidungen wünsche ich ... !

    Nur das zuvor die Boomer erst mal alt werden. Und damit deutlich höhere Kosten für die Sozialsysteme anfallen werden (GKV/PV). Und diese Kosten müssen temporär auch geschultert werden.

    :thumbup:

    Und im Übrigen so "geschultert" oder gestaltet werden, daß unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Attraktivität des Investitionsstandort Deutschlands nicht noch mehr leiden bzw. erodieren.

    Kann man ja Alles über Sondervermögen lösen. :evil:

    Die Verschiebung oder Verlagerung auf zukünftige Generationen via Verschuldung inkl. der daraus resultierenden Zinslasten (oder präziser die "Abgaben und Steuern von morgen" ...) - siehe beispielsweise die historische Rekord-Neuverschuldung hierzulande - ist ein beliebtes politisches Instrument.


    Apropos "Sondervermögen": Dieses politische Wording (präziser Framing) habe ich längst für die Kommunikation mit meinem Banken übernommen bezüglich meiner Immobiliendarlehen und den damit verbundenen Rest-Schulden. In dem Kontext spreche und schreibe ich mit den Banken ausschließlich nur noch von meinen diversen "Sondervermögen" ... ;)

    Das demografische Problem der GRV wird übrigens temporär sein, wenn die Boomer mal unter der Erde sind, wird alles wieder gut.

    Unabhängig von der Frage, was bei dieser Einlassung konkret unter "temporär" zu verstehen ist und ob dem tatsächlich rechnerisch dann so wäre ...

    Ob in dem "Ableben" (Restlebenserwartung) einer bestimmten Alterskohorte generell eine "Lösung" gesehen werden kann, die zudem Reformen im "Hier und Jetzt" ersetzt oder überflüssig macht, wäre eine eigenständige Fragestellung. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Attraktivität des Investitionsstandort Deutschlands (inkl. der Arbeitskosten) sind jetzt (bzw. seit vielen Jahren) ein entscheidendes Problem.


    Im Übrigen: Beim Blick auf meine durchgängigen - sprich nahtlosen - Ekst.-Bescheide seit Mitte der 70er Jahre bis zum heutigen Tag - und den meinerseits zusätzlich entrichteten Sozialbeiträgen, Abgaben und staatlichen Gebühren (von der Mwst. über die indirekten Steuern bis zur Grunderwerbssteuer) - drängt sich zwangsläufig die Frage auf, ob mein Wohnsitzfinanzamt im Speziellen und der (jeweilige) Finanzminister im Allgemeinen diese Deine Haltung teilen, daß "wenn die Boomer mal unter der Erde sind, alles wieder gut wird " ... ^^


    In diesem Sinne ...

    Ein kleiner Gegenentwurf:

    https://www.dgb.de/rentenkommission/

    Die Lektüre habe ich mir erspart ... , weil ich ungefähr ahne, welche Vorschläge das sind ...

    Mir sind aus der Vergangenheit diverse Vorschläge des DGB zu diversen Themen erinnerlich, die aber im Ergebnis oft bis meist auf eine Schwächung sprich Verschlechterung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und der Attraktivität des Standorts Deutschland (private Investitionen betreffend) hinausliefen.

    Ausgerechnet diese beiden elementaren Aspekte (seit Jahren gesunkene Internationale Wettbewerbsfähigkeit sowie sehr schwache private Investitionsquote (Stichworte: Negative Nettoinvestitionen, Investitionsstreik des privaten Sektors) bilden aber schon seit Jahren das interne Kernproblem des deutschen Dilemma inkl. realem Nullwachstum seit vielen Jahren - neben den ohnehin externen Belastungen (Russland a la Putin, Amerika a la Trump und einem China a la Xi Jinping).

    Daneben wäre eine veränderte Gewichtung mit dem Schwerpunkt "Workfare statt Welfare" indiziert, um Fehlanreizen im Sozialstaat zu begegnen sowie parallel (endlich) ein spürbarer Rückbau der hierzulande längst überbordenden Bürokratie und ebensolchen EU-Regulatorik im Allgemeinen. Die Thematik einer zielführenden "Wende in der Energiepolitik", die ebenfalls unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit adäquat berücksichtigt, überlasse ich gerne den Protagonisten, die sowohl Ökonomen als auch Naturwissenschaftler sind.

    Die Rentenkommission (von Bärbel Bas (SPD) und/oder Friedrich Merz (CDU) als "Gesamtkunstwerk" bezeichnet ... ?) hat - meines Erachtens und dem vieler anderer - ein richtungsweisendes Reformpaket vorgelegt, welches auch zügig umgesetzt werden sollte.

    Auch wenn so manches (Stichwort: "Gesetzliche Kapitalrente"), wie der sukzessive Einbezug kapitalgedeckter Elemente beispielsweise - vor dem Hintergrund der lange absehbaren demographischen Entwicklung - bereits vor 30 oder 35 Jahren zwingend angezeigt war (sprich erforderlich gewesen wäre ...).

    Von politischer Seite sollte jedenfalls die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland bei allen Entscheidungen und Reformen (auch denen die GRV betreffend) die prioritäre Rolle spielen.


    War sonst noch was ... ? Ach ja ...

    Dazu gehört auch das Unterlassen von politischen Diskussionen, Ansätzen oder gar eingeleiteten Maßnahmen, die den Investitionsstandort Deutschland und unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit (noch) weiter schwächen - und auch einzelne Themen betreffend kontraproduktiv sind. Stichwort: Die Hauptstadt Berlin und dortige Koalitionsverhandlungen.


    In diesem Sinne ...

    Ich habe auf einer Schweizer Finanz-Seite einen interessanten Artikel gefunden:

    ETF-Boom in Deutschland: Was Schweizer Anbieter aufhorchen lässt

    ...

    Ich würde mal behaupten, die Grundlagen die Finanztip gelegt hat, sind nicht ganz ohne Wirkung

    Zum Realitätsbezug bzw. finanziellen Status Quo hierzulande:

    Ob vor dem Hintergrund von 8,5 Mio. Menschen mit dem Konto im Minus (Dispokredit), fast 20 Mio. Menschen mit Ratenkrediten und 7 Mio. Menschen mit Immobilienkrediten - in dem ganzen Paket aus Miesen und Krediten ist der Trend zu "Mikrokrediten" oder das "Buy now, pay later" Phänomen noch gar nicht berücksichtigt - dann lediglich rund 14 Mio. Besitzer von Aktien und ETFs (wobei da eventuell die Direktanleger und Besitzer aktiver Fonds auch noch mitgezählt werden ... ?) eher viel oder eher wenig sind, dürfte im Auge des jeweiligen Betrachters liegen.

    (Zahlen aus der Erinnerung - Kundigere mögen das gerne präzisieren bzw. korrigieren)

    Das - aus meiner Sicht - eigentliche Faszinosum hier in dem Forum sind die nicht ganz wenigen "Salon-Kommunisten" oder zumindest "Salon-Sozialisten", die aber dann nicht in Kuba, Laos, Vietnam oder China investieren (oder in deutsche Unternehmen mit staatlicher Beteiligung oder der eines Bundeslandes wie Volkswagen AG, Deutsche Telekom AG usw.) - sondern als "ETF-Sparbüchsen" ausgerechnet in einen globalen Aktien-ETF (nicht selten auch noch einen mit starker oder sehr starker US-Gewichtung ...), also in Unternehmen, Unternehmer und unternehmerische Leistungen ...

    Eine Erklärung könnte hier zu finden sein

    Eventuell liefert das auch eine (von diversen) Erklärungen, warum sich - aus meiner Sicht (und nicht nur der meinigen) - ein solches Finanz-Forum teilweise durch eine Melange "auszeichnet", die einerseits aus einer erstaunlichen Ferne zu Unternehmen, Unternehmern und dem Unternehmertum generell gekennzeichnet ist (bei parallel aber ausgeprägtem Staatsvertrauen) und andererseits durch dagegen eher nur geringes Vertrauen in marktwirtschaftliche Dynamik, Anreize und Prozesse. Diese ganze Melange dann manchmal noch garniert mit einer Portion "Sozialromantik" und dem Negieren ökonomischer Gesetzmäßigkeiten (auch wenn selbst damit die - früher oder später unvermeidlichen - "Rendezvous mit der Realität" nicht verhindert werden können; Frankreich beispielsweise nähert sich seit vielen Jahren einem solchen "Rendezvous-Termin").


    Nichtsdestotrotz: Für meinen Teil kann ich jede Initiative und Anstrengung, die eine Verbesserung der Finanzbildung und Finanzkompetenz hierzulande - auf objektiver Basis - zum Ziel hat, nur begrüßen. Ebenso, wie jedes Prozentpünktchen mehr an Menschen, die neben ihren Nominalwerten und Nominalansprüchen auch Sachwerte (im weitesten Sinne) in ihrem Portfolio haben.

    Von Vorteil, da zielführend, wäre sicherlich auch ein Initiative für wieder mehr Eigeninitiative, Selbstverantwortung und Selbstwirksamkeit. Nach meinem Eindruck scheinen das hierzulande nicht wenige (etwas bis ziemlich) verlernt zu haben und/oder es wurde ihnen abtrainiert. Das wäre aber wieder ein anderes Thema.

    Thema ist für mich durch.

    Insoweit besteht immerhin Konsens. :)

    Dein Beitrag bzw. Replik (Nr. 139) ist - aus meiner Sicht - so (ab)wertend, abseitig und abwegig, daß ich mir da jedes weitere Wort zu erspare.

    Wobei für mich hier auch so einige Foristen längst "durch sind" (nur um Deine Formulierung aufzugreifen)- was aber ein anderes Thema wäre.

    Abschließend: Mußte in dem Kontext unseres kleinen Austauschs (bzw. des kleinen verbalen "Scharmützels") zwangsläufig an den ehemaligen Mitforisten "Achim Weiss" denken - dieser hatte sich nach der X-ten Sperre hier freiwillig verabschiedet. Auch wenn ich bei so einigen Themen dezidiert anderer Meinung war als er - meines Erachtens ein Verlust für das Forum, da er - nach meiner Einschätzung - zum einen über ein breites Spektrum an Sach- und Fachwissen verfügte und zum anderen auch die üblichen Standardsprüche, Phrasen, Pauschalempfehlungen, Floskeln usw. stets kritisch hinterfragt sprich auf den Prüfstand gestellt hatte.

    Nach meiner Einschätzung hier passend aus seinem (überlangen aber in weiten Teilen zutreffenden) Statement zu seinem freiwilligen Abschied:

    Dieses Forum ist voller Wokies, und diese sind nunmal aus Prinzip schnell mal ausgesprochen respektlose Gesellen.


    In diesem Sinne ...

    Spar dir ...

    Apropos: Was ich von meinem selbst verdienten Geld spare oder ggf. ausgebe, hatte ich schon als 15-jähriger Schüler eigenständig entschieden. Gleiches gilt für Meinungsäußerungen meinerseits. Auch da gehört es zu meinen Usancen eigenständig zu entscheiden, welche ich mir spare und welche nicht. Gehe Du daher von Folgendem aus: Das werde ich nicht ändern.

    Dazu kommt, daß diesbezügliche Bewertungen meiner Beiträge von fremden Dritten - bis auf wenige Ausnahmen generell und hier (zu denen Du nicht zählst) - für mich ohne Belang sind.

    ... diese oberlehrerhafte Art insgesamt und mir gegenüber.

    Diese Deine Interpretation steht Dir völlig frei.

    So wie mir meine Meinung und die Schilderung meiner Erfahrungen. Wenn Du das (bereits) als "oberlehrerhafte Art" wahrnimmst, sagt dies - nach meinem Dafürhalten - mehr über Dich und Deine Haltung aus - als über den besagten Beitrag.

    Du gräbst ein fast zwei Jahre altes Zitat aus

    Apropos: Wie schon in Nr. 129 ganz einfach nachzulesen, war mir dieses Dein Statement in Erinnerung geblieben und ich hatte es mir "gemerkt",

    Ich finde ein Buch ist schon echt extrem voraussetzungsvoll. Ich glaube selbst schon einige Ahnung über das Thema zu haben, aber ein Buch über Finanzsachen würde ich mir tatsächlich selbst nie reinziehen.

    welches ich daher binnen Sekunden auch wieder gefunden hatte. Unter "Ausgraben" verstehe ich etwas anderes.

    es ging damals um den ersten Einstieg für komplette Neulinge ...

    Die Ich-Aussage Deines Statements (siehe oben) hat einen anderen Tenor und Inhalt.


    Meinen eigenen 10 Finanz-Geboten folgend (und da dem § 1)

    "Paragraph Eins - jeder macht Seins"

    bleibt es Dir - natürlich und selbstverständlich - völlig unbenommen, Dich zu Finanzthemen so zu informieren, wie es Dir gefällt, nützlich, sinnvoll, bequem, hilfreich etc. pp. erscheint - und dies auch zu propagieren sprich anderen zu empfehlen. So wie es mir - natürlich und selbstverständlich - völlig unbenommen bleibt, mich da an meine eigene Vorgehensweise, eigene Erfahrungen und meine Usancen zu halten und diese zu empfehlen. Zumal dieser mein Ansatz nicht ohne Erfolg geblieben ist, sprich sich für mich als ein probater herausgestellt hat.

    Das Eingehen auf diverse Deiner Zuschreibungen

    ... irgendwelche Strohmänner zusammenzubauen.

    ... schlechter Stil.

    ... ist schlicht Quatsch.

    erspare ich mir, weil auch diese - meines Erachtens - für sich selbst sprechen.


    In diesem Sinne ...

    Nachtrag: Hier sind einige unterwegs, die soweit abgehoben sind, dass sie die Finanz- und Gedankenwelt der Durchschnittsmenschen, deren Eigenheim Erwerb das größte Geschäft ihres ganzen Lebens ist, nicht mehr nachvollziehen können.

    Unabhängig von der Tatsache dieser Deiner kryptischen Andeutung ("hier sind einige unterwegs") und ohne "Ross und Reiter" zu nennen ... :rolleyes:

    Für meinen Teil beispielsweise kann ich das ("die Gedankenwelt des Durchschnittsmenschen, deren Eigenheim-Erwerb das größte Geschäft ihres ganzen Lebens ist") bestens nachvollziehen, weil das bei mir Mitte der 70er exakt auch so war.

    Es ist nur nicht das "größte Geschäft meines ganzen Lebens" geblieben.


    Oder, wie von mir hier schon mehrfach betont:

    Eine eigengenutzte Immobilie stellt in aller Regel stets eine Melange aus "Konsum/Lebensstil" einerseits und "Vermögensaufbau/Altersvorsorge" andererseits dar - mit im Einzelfall ggf. (sehr) unterschiedlicher Gewichtung der beiden Aspekte. Und: Das Projekt selbst genutztes "Wohneigentum" sollte stets als ein integraler Bestandteil des eigenen Finanzplans inkl. der eigenen privaten Altersvorsorge gesehen und verstanden werden - sprich es stellt in nicht wenigen Fällen bis oftmals, isoliert betrachtet und allein, noch keine finanziell auskömmliche Altersvorsorge/Ruhestandsplanung dar.

    Dazu gehört übrigens u. a. auch mein hier ebenfalls mehrfach geäußerter Hinweis, daß solche Protagonisten mit selbst genutztem Wohneigentum neben der ohnehin üblichen adäquaten "Rücklage für Notfälle" - auch eine solche adäquate "Rücklage für die selbst genutzte Immobilie" benötigen.


    In diesem Sinne ...

    Rein rational, dürften die meisten gar keine Immobilie kaufen, weil das Volumen so hoch ist, dass es ohne mindestens temporäre Klumpenbildung gar nicht gehen würde. Wenn die alle der Ratio folgen würden, wäre die Wohneigentumsquote noch viel niedriger als sie so schon ist.

    Was "rational" ist, liegt zudem nicht ganz selten im Auge des Betrachters ...

    Siehe hier schon Nr. 104:

    Für meinen Teil wollte ich aber gerne schön und nett wohnen und insbesondere auch mein Zuhause nach meinen Wünschen gestalten. Halte ich übrigens auch für eine sehr rationale Heran- und Vorgehensweise, denn "Du hast nur ein Leben" ...

    Ein kleiner Nebeneffekt oder Zusatznutzen (da ich als Kind mit finanziell prekären Verhältnissen in Berührung gekommen war): Danach hatte ich mit keinem Vermieter, keinen Mieterhöhungen und keiner Kündigungsgefahr bezüglich meinem Zuhause mehr zu tun.

    Sovereign, was genau bezweckt dieses gekürzte und aus dem Kontext genommene Zitat aus dem Februar 2025?

    MoR , es "bezweckt" (nur um Deine Formulierung aufzugreifen) nichts - sondern steht exemplarisch für meine langjährigen Erfahrungen im realen Leben (also abseits von einem Internet-Forum, wie diesem beispielsweise).

    Siehe schon hier in Nr. 129

    Um nur ein Beispiel zu erwähnen, welches ich mir hier gemerkt hatte - und was mir auch im wirklichen Leben diverse Male aufgefallen war, als eine fast symptomatisch zu nennende fehlende Bereitschaft sich selbst und eigenständig mit dem Thema näher zu beschäftigen - und sich daraus dann auch seine eigene Meinung bilden zu können

    In dem Kontext

    Hier ist es in voller Länge:

    Selbstverständlich hatte ich das zuvor in voller Länge konsumiert ...

    Ich finde ein Buch ist schon echt extrem voraussetzungsvoll. Ich glaube selbst schon einige Ahnung über das Thema zu haben, aber ein Buch über Finanzsachen würde ich mir tatsächlich selbst nie reinziehen. Gerade bei Leuten, die sich nicht selbst damit beschäftigen, würde ich immer mit Videos, Zeitschriftartikeln oder Podcast einsteigen. Und dann müssen sie selber sehen ob sie sich das zu trauen oder halt nicht.

    (nachträglich gefettet von mir)

    Unabhängig von der schlichten Tatsache, daß ich so niemals an ein wenigstens rudimentäres Finanzwissen oder eine rudimentäre Finanzbildung gelangt wäre - denn damals gab es weder Internet noch Smartphones und damit auch keine YouTube-"Videos" (Filmchen) oder "Podcasts" und "Zeitschriftartikel" zu dem Thema waren auch eine eher (absolute) Seltenheit ...

    Wie soll jemand ohne ein zumindest Grund- oder Basiswissen denn bewerten und/oder beurteilen können, ob irgendeiner dieser YouTube-Filmchen, Podcasts etc. pp. eine für ihn geeignete, kompetente und seriöse Quelle ist ... ?

    Dazu kommt: Aufgrund einer einzigen Quelle hatte ich mich noch niemals informiert. Eine eigene Meinung und ein eigenes Urteil kann man sich am besten - bzw. eigentlich nur - aus der Beschäftigung mit unterschiedlichen Quellen und auch aus unterschiedlichen Meinungen und Haltungen bilden. Wie denn sonst ... ?

    An den Ansatz "One Size fits all" habe ich außerdem noch nie geglaubt.


    Last but not least: Wenn man weiß, warum man finanziell agiert und aufgestellt ist, wie man finanziell agiert und aufgestellt ist - erhöht dies signifikant die "Compliance" den eigenen Finanzplan betreffend. Einer der - auf längere Sicht - spielentscheidenden Faktoren für den finanziellen Erfolg.


    In diesem Sinne ...

    Ausreichende finanzielle Bildung fängt viel früher an, ist viel breiter und definiert sich nicht daran, ob jemand Aktien oder Fonds besitzt.

    Sehe ich ebenso.

    Nur am Rande: "Auskommen mit dem Einkommen" - gehört beispielsweise ebenso dazu ... wie beispielsweise die Tatsache, daß "adäquates Versichern" vor jeder Aktie, jedem Fonds oder jedem ETF kommt ... wie beispielsweise auch die Tatsache, daß ein mittelmäßiger Finanzplan mit ebensolchen Vehikeln, verbunden mit einer Top-Compliance - in aller Regel jeden Top-Finanzplan mit ebensolchen Vehikeln, verbunden aber mit schwacher oder fehlender Compliance, auf lange Sicht schlagen wird ...

    Dazu gehört auch, daß man sich (subjektiv) und seine Situation (objektiv) kennt und versteht (sprich analysiert hat) und auch sein(e) Finanz-Ziel(e) definiert hat. Der Einsatz und die Dosis der Finanz-Vehikel zur finalen Umsetzung des eigenen Finanzplans kommt als Letztes und spielt auf der untersten Stufe (einer strukturierten Vorgehensweise).

    Dabei würde ich - ganz persönlich - immer wieder einen sozusagen Top-Down-Ansatz empfehlen, da dieser mir sehr geholfen hat. Für meinen Teil gehört somit zu einer ausreichenden Finanzbildung auch ein Grundverständnis unseres Geldsystems (Fiat-Money - seit Mitte der 70er) und dem Umgang damit seitens der Staaten und staatlichen Notenbanken im Allgemeinen sowie ein Grundverständnis zu dem Währungsexperiment Euro (ab Ende der 90er) und dem Umgang damit seitens der beteiligten Staaten und der zuständigen Notenbank. Zumindest rudimentäre Kenntnisse zur Geld-, Finanz- und Währungsgeschichte dürften generell auch sehr hilfreich sein, da sich Geschichte zwar selten exakt wiederholt, aber oftmals reimt. Auf dieser Basis fällt es leichter - war jedenfalls bei mir so - seine eigene Asset-Allocation zu finden.


    Zum ganzen Bild bei dem Thema dürfte aber auch gehören, daß

    rund 8-9 Prozent der Menschen hierzulande überschuldet sind - da geht es also nicht um thesaurieren, akkumulieren, investieren usw. sondern prioritär um Entschuldung ...

    weitere rund 25% (manchmal werden auch 30% genannt) zwar nicht überschuldet sind und somit finanziell "über die Runden" kommen, aber eben keine Mittel zum Anlegen oder gar Investieren (übrig) haben

    es auch eine nicht ganz kleine Gruppe gibt, die zwar sparen, anlegen und investieren kann präziser könnte - aber dies dennoch nicht praktiziert bzw. viel eher konsumiert und im "Hier und Jetzt" lebt.

    es daneben noch eine weitere Gruppe gibt, die trotz relativ gutem Einkommen entweder mit dem Sparen, Anlegen und Investieren erst (sehr) spät anfängt und/oder noch unter der durchschnittlichen Sparquote der Deutschen bleibt (diese dürfte um die 10 bis 11 Prozent herum spiralieren). Besonders fatal als Pflichtmitglied der GRV, da bei höherem oder hohem Einkommen die Rentenlücke tendenziell höher sein dürfte, als bei einem nur durchschnittlichen Einkommen

    (Kundigere mögen das und/oder die Zahlen gerne korrigieren)


    Meine diesbezügliche Haltung gegenüber Dritten ist aus Erfahrungen und guten Gründen entstanden:

    Für meinen Teil lehne ich anderen aufgedrängte Ratschläge oder auch nur Hinweise in Sachen "private Finanzen" (fast könnte man sagen apodiktisch) ab. Spricht mich aber jemand explizit an und/oder taucht ein konkretes Finanz-Thema im Gespräch auf, äußere ich mich eher bis in der Regel dazu. Im Rahmen meiner bescheidenen Kenntnisse - als Finanz-Laie, wenn auch an solchen Themen Interessierter - natürlich nur.

    Von der Vorgehensweise, jemand als Erwachsenem die Beschäftigung mit dem Thema "private Finanzen" aufzudrängen oder gar aufzuzwingen halte ich persönlich eher wenig bis nichts.

    Um nur ein Beispiel zu erwähnen, welches ich mir hier gemerkt hatte - und was mir auch im wirklichen Leben diverse Male aufgefallen war, als eine fast symptomatisch zu nennende fehlende Bereitschaft sich selbst und eigenständig mit dem Thema näher zu beschäftigen - und sich daraus dann auch seine eigene Meinung bilden zu können

    Ich finde ein Buch ist schon echt extrem voraussetzungsvoll. Ich glaube selbst schon einige Ahnung über das Thema zu haben, aber ein Buch über Finanzsachen würde ich mir tatsächlich selbst nie reinziehen.

    (nachträglich gefettet von mir)


    Zum Strangtitel "Finanzbildung durch die Sparkasse ?" - aber auch die Finanzdienstleistungs-Industrie Im Speziellen betreffend:

    "It always takes two to tango"

    Einundzwanzig, meines Wissen steht die nächste Sitzung des EZB-Rates am kommenden Donnerstag an ... Was interessant zu werden verspricht ...


    Auch wenn es einzelne Stimmen oder Forderungen gibt, schon jetzt den Leitzins anzuheben (dieser liegt mit 2,5 Prozent deutlich unterhalb der Inflationsrate im Euroraum mit 3,8 Prozent), erwarten die meisten Beobachter wohl, daß dies (nächste Zinserhöhung um 25 Basispunkte vermutlich) erst zur Dezember-Sitzung des EZB-Rates geschieht.

    Interessanter und spannender wird dagegen sein, wie sich die "Zauberlehrlinge der EZB" (die zugebenermaßen nur notgedrungen in diese Rolle geschlüpft sind - "Whatever it takes" ab 2012, um die Einheitswährung in ihrer Existenz zu retten) in Sachen der Grande Nation (Frankreich und die Zins-Spreads) äußern oder verhalten. Verbale "Andeutungen" und/oder semantische "Interventionen" (mit dem Ziel Frankreich zu schützen oder abzuschirmen) dürften zunächst das Wahrscheinlichste sein.

    An handfesten Instrumenten stehen der EZB vor allem drei Instrumente zur Verfügung.

    Das Notfall Programm TPI ("Transmission Protection Instrument") mit Anleihekäufen in "unbegrenzter Höhe". Conditio sine qua non: Die Renditen einzelner Staatsanleihen steigen ohne fundamentale Gründe. Wie soll das die EZB ausgerechnet für Frankreich rechtfertigen, da die fundamentalen Gründe für den Anstieg der Zinsen auf französische Staatsanleihen auf der Hand liegen und selbstverschuldet sind (anhaltende Reformunfähigkeit, politische Unsicherheit und Instabilität, defizitäre Haushalte, ständiger Bruch des Maastricht-Kriterien, immer höhere Staatsverschuldung usw.) ... ?!

    Treffend in dem Kontext die Formulierung von Jörg Krämer (Chefvolkswirt der Commerzbank), daß "TPI die Nuklearoption der EZB" sei und sozusagen "ultima ratio, wenn alle anderen Maßnahmen versagt haben".

    Variante Nr. 2 dürfte eine Verlangsamung des (gigantischen) Bilanzabbaus seitens der EZB sein. Die EZB und die nationalen Notenbanken im Euroraum hocken - nach den Billionen schweren Anleihekäufen - auf "Gebirgen" bestehend aus überwiegend Staatsanleihen. Diese läßt man seit einiger Zeit seitens der EZB bei Fälligkeit auslaufen. Diesen Prozess insgesamt zu verlangsamen und/oder zu stoppen oder umzuschichten (zu Gunsten eines Landes - heikel, wegen dem Verbot der monetären Staatsfinanzierung des Art. 123 AEUV einerseits - wen in der EU und EZB interessieren noch groß die eigenen EU-Verträge andererseits ...) hätte zumindest eine gewisse Wirkung.

    Das bedeutet aber im Ergebnis gleichzeitig auf die geldpolitische Bremse (geldpolitische Lockerung) und auf das geldpolitische Gaspedal (Straffung der Geldpolitik im Zinserhöhungspfad aufgrund einer Inflation, die fast beim Doppelten des eigenen Inflationsziel der EZB liegt) zu treten. Eine wenig kohärente Vorgehensweise, um es noch vorsichtig zu formulieren, die zudem der Stoßrichtung der letzten (und wohl kommenden) Zinserhöhungsschritte zuwiderläuft.

    Variante Nr. 3 wäre - last but not least - die Zinserhöhungen zu strecken bzw. etwas zu kappen. Ebenfalls heikel, weil nach den EU-Verträgen die EZB ihre Geldpolitik am Ziel der Preisniveaustabilität sprich Kaufkraftstabilität auszurichten hat - und als von der Politik unabhängig konzipierte Notenbank nicht an der Höhe der Zinsen, die Staaten oder gar einzelne Staaten des Euroraums auf ihre Staatsanleihen zahlen müssen (und damit dem Thema der Schuldentragfähigkeit von Staaten, welches nicht die vertraglich normierte Aufgabe der EZB sondern die Aufgabe gewählter Politiker in den jeweiligen Ländern ist).

    Der Vorteil dabei aus Sicht der EZB wäre, daß dies sozusagen "heimlich" möglich ist, sprich ohne aktive Beschlüsse wie bei Variante Nr. 2 oder gar Variante Nr. 3. Es würde lediglich durch Unterlassungen (sprich gestreckte und/oder gekappte Zinserhöhungen in der Zukunft) geschehen. Ein erstes Anzeichen dafür könnte es sein, wenn die EZB beispielsweise zukünftig die Inflation eher kleinredet oder als bald vorübergehend bezeichnet.


    Ganz generell und strukturell bleibt aber das bekannte Problemfeld mit den typischen Themen "Moral Hazard" und "Tragik der Allmende": Das Schützen, Beschützen oder Rauspauken eines besonders hoch verschuldeten Euro-Mitgliedslandes (Stichwort: Frankreich) durch die EZB hat beträchtliche Nebenwirkungen präziser generiert via dem Setzen von Fehlanreizen zusätzliche Kollateralschäden. Es ermutigt oder motiviert letztlich Politiker ihre Schuldenpolitik fortzusetzen. Dabei ziehen die Staaten noch mehr Ressourcen an sich (Staatskonsum), was die Wachstumsdynamik des privaten Sektors weiter schwächt. Die langfristigen Inflationserwartungen steigen so obendrein. Eine strukturelle sprich echte Lösung kann nur über mehr Haushaltsdisziplin gelingen (mehr wirtschaftliches Wachstum und damit höhere Steuereinnahmen bei dadurch auch weniger Sozialausgaben für Arbeitslosigkeit und/oder mehr Sparen bzw. klare Prioritätensetzungen im Haushalt).


    Oder viel knapper:

    "Sowas kommt von sowas"

    "nicht zulässig" habe ich hier eher der elementaren Logik entlehnt. Natürlich kann das in anderem Zusammenhang eine andere Bedeutung bekommen.

    Das hatte sich jedenfalls mir bereits aus dem Kontext erschlossen. Nichtsdestotrotz vielen Dank für Deine kurze Klarstellung.

    Auf die Grundlagen des Art. 5 Grundgesetz hinzuweisen (je jure und de facto unsere Verfassung) - auch in einem solchen Kontext - scheint mir aber immer bedeutsamer und damit wichtiger zu werden.

    Völlig korrekt

    Daher wollte ich diesen Aspekt bei BSV nicht unerwähnt lassen (Nr. 107 letzter Abs.).

    es gab auch Bausparverträge, die als reine Sparverträge (womöglich in Kombi mit VL) eine durchaus erträgliche Rendite lieferten.

    Davon habe ich ebenfalls mehrfach gehört (auch wenn ich selbst nie VL in Anspruch genommen habe)

    Der simple Schluss Bausparer -> "keine Ahnung" ist schlicht nicht zulässig.

    "Zulässig" - sei es als "simpler Schluß", Haltung oder Meinung - ist hierzulande (vor dem Hintergrund des Art. 5 GG mit u. a. der "Meinungsfreiheit" und dem "Zensurverbot") Alles, was nicht gegen geltende Gesetze verstößt.

    Die entscheidende Frage ist daher stets, so auch in dem Fall hier, ob dieser "Schluß" auch zutreffend sprich stimmig ist. Da liegt "Irving" bzw. inzwischen St. Irving mit relevanten Anteilen seiner Thesen neben der Realität.

    Nur am Rande: Das gilt insbesondere auch für die damals beliebten KLVs in Form der "5 + 7 Modelle". Der inkludierte steuerliche Vorteil, der diese Variante der KLV attraktiv machte, wurde - nach meiner Erinnerung - bereits Ende 2004 abgeschafft (Inkrafttreten des sog. Alterseinkünftegesetz (AltEinkG) zum 1. Januar 2005).

    Dass praktisch jeder in seinem Anlegerleben auch mal Fehler macht ...

    Ist vermutlich eine Tatsache, die meisten Anlegerleben betreffend.


    Nur am Rande aber in dem Kontext

    Dass praktisch jeder in seinem Anlegerleben auch mal Fehler macht (Bausparer, Kapitallebensversicherung, manche Zertifikate, usw.) ist doch völlig unbestritten.

    Für meinen Teil kann ich mich aber an lange Jahre (eher eine Ära) erinnern, in denen bestimmte Anlagen - angefangen von Pfandbriefen über Kommunalobligationen bis hin zu Bundeswertpapieren und insbesondere Kapitallebensversicherungen in Form des sog. "5 + 7 Modells" - recht ordentlich funktionierten sprich rentierten.

    Selbst Bausparverträge bzw. deren Darlehen konnte damals - in bestimmten Konstellationen (flexible und zügige Tilgung bei Eigennutzung einer Immobilie, da Schuldzinsen hierzulande dann steuerlich nicht in Ansatz bringbar) - ein sinnvolles Vehikel sein. Zumal es damals keine Immobiliendarlehen gab, die vertraglich garantiert jährliche Sondertilgungen - während der Zinsfestschreibung - erlaubten (noch dazu ohne Vorfälligkeitsentschädigungen (VFE)). Dies war damals bei den Bauspardarlehen in beliebiger Höhe und ohne jede VFE möglich.

    Habt ihr schon mal einen Immobilienbesitzer gehört, der davon erzählt, dass er wisse, dass seine Immobilie ein Klumpenrisiko sei und eigentlich ETF besser rentieren würden und/oder sicher sei, aber er setze seinen persönlichen Wunsch über sein Wissen?

    Unabhängig von der Tatsache, daß es in den 70er Jahren hierzulande noch keine ETFs gab ...

    War damals genau meine Lage: Selbst meine bescheidenen Kenntnisse als Finanz-Laie, wenn auch einem an solchen Finanzthemen Interessierten, reichten schon damals aus, um das "Klumpenrisiko" der eigenenutzten Immobilie zu erkennen.

    Für meinen Teil wollte ich aber gerne schön und nett wohnen und insbesondere auch mein Zuhause nach meinen Wünschen gestalten. Halte ich übrigens auch für eine sehr rationale Heran- und Vorgehensweise, denn "Du hast nur ein Leben" ... Ein kleiner Nebeneffekt oder Zusatznutzen (da ich als Kind mit finanziell prekären Verhältnissen in Berührung gekommen war): Danach hatte ich mit keinem Vermieter, keinen Mieterhöhungen und keiner Kündigungsgefahr bezüglich meinem Zuhause mehr zu tun.

    Für meinen Teil war ich übrigens damals davon überzeugt, mein persönliches Finanz-Ziel (finanzielle Unabhängigkeit deutlich vor dem Rentenalter) auch mit "schöner, netter und selbst bestimmter Wohnen" verbinden und erreichen zu können ...

    Ja hoffentlich, weil sonst geben wir einen Großteil der Gesellschaft auf.

    Wie mir ein ehemaliger Club-Kollege jüngst erklärte (diese Info stammt von seiner Tochter, die beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden arbeitet) hat es aktuell sozusagen Rekordwerte die Zahl betreffend der

    Schüler/Schülerinnen, die ohne jeden Abschluß ihre Schule verlassen - rund 65.000 im Jahr

    Danach - sprich beispielsweise ohne Hauptschulabschluß - dürfte der weitere Weg ins Leben ein eher (sehr) schwieriger werden (bei der nötigen Redegewandtheit könnte sich der Weg in die Politik anbieten, da u. a. dort fehlende Abschlüsse einer Karriere nicht zwingend im Weg stehen. Es kann aber bezweifelt werden, daß viele dieser Schüler/Schülerinnen über die dafür nötige Eloquenz und das entsprechende Durchhalte- und Durchsetzungsvermögen für eine Partei-Karriere verfügen). Es spricht einiges dafür, daß eher eine gewisse bzw. erhöhte Wahrscheinlichkeit für Aushilfsjobs, Gelegenheitsjobs und/oder den längeren oder dauerhaften Bezug von Sozialleistungen besteht und/oder so manche auch in die Schwarzarbeit oder noch Schlimmeres (kriminelle Aktivitäten) abdriften.

    Kann und sollte sich ein Land ohne nennenswerte Rohstoffvorkommen (oder nur solche, die man nicht (mehr) nutzen will) besser nicht leisten. Da der "Rohstoff im Kopf" (Bildung) inkl. Innovationen für unseren zukünftigen Wohlstand der spielentscheidende Faktor ist. Neben den von politischer Seite zu setzenden, richtigen Rahmenbedingungen natürlich.


    Diese Entwicklung ist umso bedenklicher, da sie vor einem Setting spielt mit einerseits seit vielen Jahren ohnehin sinkender internationaler Wettbewerbsfähigkeit, sehr schwachem wirtschaftlichem Wachstum bzw. realem Nullwachstum, einem Potentialwachstum um Null herum, schwacher privater Investitionsquote (Investitionsstreik) usw. und andererseits gestiegenem Staatskonsum, stark steigender Staatsverschuldung, einer Sozialabgabenquote bereits über 42% (Tendenz steigend sprich prognostizierte Steigerung weiter auf 45 oder 50% - ohne entsprechende Reformen), überbordender Bürokratie und EU-Regulatorik usw.

    Bei meinen letzten Vermietungen hatte ich teilweise über 300 Bewerber.

    Diese Zahl Ist hier "vor Ort" nach Einstellen der Anzeige oft nach 60 oder 90 Minuten erreicht.

    Ausnahmen bestätigen immer die Regel, so will es das Sprichwort.

    In den bestimmten oder üblichen Regionen ist das keine Ausnahme, sondern die Regel. So wie in anderen Regionen ein Wohnungsüberhang oder sogar Leerstand die Regel ist (siehe Nr. 17).

    Ist die Wohnung vom Preis/Leistungsverhältnis eher günstig (aus Mietersicht) eingepreist, gilt das oben Gesagte (hier "vor Ort") erst recht.

    Eine Aktienquote von 0% bedeutet in der heutigen Welt, dass sich diese Person entweder bewusst gegen diese Anlageklasse entschieden hat oder nicht genug von ihr weiß. In beiden Fällen gehe ich von nicht ausreichenden Finanzkenntnissen aus.

    Von was Du so alles ausgehst ... :rolleyes:

    Um nur eine Gegenbeispielgruppe - aus diversen - zu nennen: Mir sind gleich einige Fälle bekannt, bei denen sich mit einer gewissen Finanzbildung (vermutlich im obersten Viertel oder Fünftel bezogen auf die Gesamtbevölkerung angesiedelt) bewußt für Aktien entschieden wurde - dann aber in 2000 ff und/oder 2008 ff akzeptiert werden mußte, daß die (eigentlich lege artis) zusammengestellte Asset-Allocation (mit 60% oder 50% Aktien) doch nicht zur tatsächlichen subjektiven Risikobereitschaft (Risikotoleranz) paßt ... Ebenso einige Fälle, in denen dies (fehlende subjektive Risikobereitschaft) mit einer hinreichenden Finanzbildung bereits vorab identifiziert werden konnte.

    Oder anders gesagt: Es wurde sich bewußt (nach Live-Erfahrungen) oder bewußt (nach Erforschung der subjektiven Seiten und vor Gestaltung der Asset-Allocation) für eine Aktienquote von Null entschieden, weil hinreichende Finanzkenntnisse/Finanzerfahrungen vorlagen.

    Nur am Rande:

    Eine Aktienquote von 0% bedeutet in der heutigen Welt ...

    daß jemand ggf. keine Aktien benötigt oder andere risikoreiche Investments, weil sein Finanzziel (in Verbindung mit seiner Restlebenserwartung plus Sicherheitspuffer) ohnehin erreicht wiird oder bereits gewährleistet ist. Siehe schon Nr. 55.