Beiträge von sam51

    Das stimmt. Deshalb kann man auch nicht pauschal behaupten, und den Eindruck erwecken hier einzelne Beiträge, es gäbe keine KI, die sich mit dem deutschen Steuer- und Sozialversicherungsrecht „auskennt“. Das hängt immer vom jeweiligen Modell, den verwendeten Datenquellen und vor allem davon ab, wie die KI eingesetzt wird.

    Die eigentliche Frage ist, wie zuverlässig die Informationen im konkreten Anwendungsfall sind.

    Hier liegt ein weit verbreitetes Missverständnis über die Funktionsweise eines LLM vor. Du glaubst, wenn man nur genügend Informationen, z.B. über Sozialrecht, in ein Modell hineinwirft, würde man zuverlässige Aussagen zu diesem Thema aus dem Modell bekommen. Oder mit anderen Worten: das Modell würde sich damit auskennen."

    Und genau diese Sicht ist falsch. Das LLM wird dadurch nicht zu einem kompetenten Sozialrechtler, dessen Antworten auf spezielle Fragen zu seinem Fachthema in den meisten Fällen korrekt sein werden. Dadurch, dass ein LLM wie ein Mensch kommuniziert, schreibt man ihm unbewusst menschliche Eigenschaften zu. Das LLM besitzt aber kein Wissen, keine juristische Logik und auch kein Verständnis von Gesetzen. Es erzeugt lediglich sprachlich plausible Antworten, basierend auf Mustern aus Trainingsdaten oder ggf. externen Quellen.

    Ob ein LLM "zuverlässig" wirkt, hängt daher nur davon ab, wie gut die statistischen Muster zu der gestellten Frage passen. Hier ist genau der Unterschied zu einem menschlichen Experten. Dem kann man eine Frage in unterschiedlichen Wort-Variationen stellen, er wird normalerweise verstehen(!), was gemeint ist und entsprechend antworten. Bei einem LLM hingegen ist genau diese Wortwahl entscheidend. Kleine Abweichungen, die für Menschen irrelevant sind, können dafür sorgen, dass die Antwort völlig anders ausfällt, weil sie statistisch wahrscheinlicher ist. Das LLM weiß nicht, dass seine Antwort u.U. völliger Unfug ist. Genau dieses Verhalten hat auch der TE beobachtet und daraus fälschlicherweise geschlossen, dass sich die verwendete KI nicht "auskenne".

    Eine KI kennt sich nicht aus, sie erzeugt lediglich statistisch plausible Fortsetzungen von Text. Daher ist auch die Aussage: "Es hängt vom Modell ab." ähnlich sinnvoll wie: "Welcher Taschenrechner kennt sich am bestem mit Integralrechnung aus?" Die Antwort ist klar: Keiner. Ein Taschenrechner rechnet, er versteht nicht. Ein LLM generiert Text, es versteht nicht.

    Es kommt darauf an, wie man die KI füttert und wie man sie nutzt. Wenn man es richtig anstellt, ist die KI dem Menschen heute schon in bestimmten Bereichen überlegen.

    Das ist ein Taschenrechner auch.;)

    Ein LLM ist eben ein Werkzeug, das, wie jedes Werkzeug, richtig eingesetzt, sehr nützlich sein kann. Setzt man es zu einem Zweck ein, für den es nicht geeignet ist, kann es im schlimmsten Fall zu einem Schaden führen. Ein gutes Beispiel hierfür das Erzeugen von Programmcode durch LLM, neudeutsch Vibe Coding genannt.

    Das war einmal. Je nach Modell können KIs eigenständig recherchieren, gezielte Quellen berücksichtigen, Berechnungen erstellen etc. pp.

    Nein, das ist immer noch so, weil neuronale Netzwerke eben so funktionieren. Es ist richtig, dass KIs inzwischen auch aktuelle Informationen abrufen können und falls als notwendig erkannt, auch andere Werkzeuge nutzen können, z.B. bei Berechnungen. Aber dennoch liefern sie die statistisch wahrscheinlichste Antwort. So funktionieren die Dinger eben und das ist prinzipiell nicht änderbar.

    Hier noch eine aktuelle Antwort eines LLM auf die Frage, wozu es denn nützlich sei:

    🎯 7. Der eigentliche Nutzen von LLMs

    Wenn man alles zusammenfasst, bleibt ein klarer Satz:

    LLMs sind Werkzeuge zur Transformation, Strukturierung und Erzeugung von Sprache – nicht zur Erzeugung von Wahrheit oder deterministischen Entscheidungen.

    Das ist ihr natürlicher, sicherer, sinnvoller Einsatzbereich.

    Das ist tatsächlich nicht egal. Copilot ist einfach nur schlecht.

    Nutze Gemini und (!) ChatGPT. Wenn die dann übereinstimmen, dann prüfe das g gezielt durch echte Recherche nach. Das ist immer noch effektiver als bei Null zu beginnen.

    Eine gewagte Aussage. Jetzt musst du nur noch erklären, warum Copilot "einfach nur schlecht" ist und gleichzeitig die Nutzung von ChatGPT empfiehlst. Beide basieren aktuell auf GPT5 von OpenAI.

    KI funktioniert immer nach demselben Prinzip. Sie kennt sich mit nichts aus. Als Antwort auf eine Frage bekommst du die statistisch wahrscheinlichste Antwort. Und die muss nicht notwendigerweise richtig sein. Weil die Antwort einer KI aber gut formuliert ist, neigen viele Menschen dazu, diese für bare Münze zu nehmen. Das nennt man Autoritätsillusion (... aber die KI hat doch gesagt).

    Leicht überprüfbar ist das bei technischen Fragestellungen, z.B. zur Funktion von Programmen. Da kommt häufig eine nicht zutreffende Antwort, die leicht überprüfbar ist. Weist man die KI darauf hin, antwortet sie: "Na klar, das funktioniert auf deinem Samsung Smartphone nicht. Versuch mal das hier." Obwohl man alle notwendigen Angaben in den Prompt gepackt hatte. Das liegt jedoch nicht daran, dass die KI sich nicht "auskennt", sondern ist ein inhärentes Verhalten dieses Systems, das grundsätzlich nicht zu beheben ist.

    Das ist genau das, was du in deinem Fall beobachtest. Dabei ist es egal, ob du Copilot, Gemini, ChatGPT oder irgendeine andere KI verwendest. Diese "Halluzinationen" wirst du immer beobachten und den Ergebnissen auf spezifische Fragen kannst du nicht trauen. Zu deinem speziellen Thema wird dir nichts anderes übrig bleiben, als eine Suchmaschine zu verwenden und dir die Informationen selbst zusammenzusuchen. Zusätzlich kannst du natürlich auch Fragen zu deinem Thema hier im Forum stellen. Hier gibt es den einen oder anderen Menschen, der sich damit auskennt.

    Gibt es alternative, günstige Anbieter (vielleicht im Telekom- oder Vodafone-Netz), die ich übersehen habe und die die Apple Watch voll unterstützen?

    Was meinst du mit "Apple Watch voll unterstützen"? Wenn deine Apple Watch ein eSIM-fähiges Modell ist, kannst du da jede eSIM drauf aktivieren. Dem Anbieter ist es egal, auf welchem Gerät du eine eSIM verwendest, der muss nichts "unterstützen". Wenn du eine MultiSIM verwenden möchtest, muss der Anbieter die im Angebot haben.

    Ich verwende den MagentaMobil L von der Telekom, da ist eine MultiSIM enthalten. Die funktioniert einwandfrei auf meiner Samsung Watch. Allerdings war es nicht ganz einfach, die eSIM auf der Watch zu installieren. Folgt man den gängigen Anleitungen, landet die eSIM auf dem Smartphone.

    Damit werden viele, die hier unterwegs sind, ausgeschlossen.

    Nicht alle haben Mathematik Klasse 10 Gymnasium Note 2.

    Früher reichte für die korrekte Beantwortung dieses Teil der Fragen "Volksschule Sauerland", wie es ein früherer SPD-Politiker mal ausdrückte. Heute sieht das schon anders aus. Da sind Leute mit Hochschulabschluss mit solch einfachen Fragen völlig überfordert.

    Übrigens wird bei der Umfrage niemand ausgeschlossen. Jeder kann mitmachen, egal ob er sich dort als Anwärter auf die Fields-Medaille oder als mathematischer Analphabet präsentiert.

    Ich bin kein Steuerexperte, aber in meinen Augen ist das falsch.

    Wenn ich in Deutschland steuerpflichtig bin, dann muss ich auch Gewinne, die ich im Ausland erwirtschafte, versteuern.

    Ansonsten könnte man ja auch einfach sein Aktiendepot in ein Land ziehen, in dem Kapitalerträge steuerfrei sind, und müsste dann hier in Deutschland keine Steuern mehr bezahlen.

    Soweit die Theorie, nun die Praxis. Dein Aktiendepot in einem Land zu haben, in dem es keine Kapitalertragsteuer gibt, nützt wenig. Praktisch alle relevanten Länder beteiligen sich am Allgemeinen Informationsaustausch (AIA). Wenn du also in D steuerpflichtig bist, wird das deutsche Finanzamt davon erfahren.

    Anders sieht es bei Gold aus, das du in einem anderen Land gelagert hast. Hier ist es natürlich hilfreich, besagtes Land auf dem Landweg in akzeptabler Zeit erreichen zu können. Willst du das Gold verkaufen, holst du es aus dem Schließfach, gehst auf die andere Straßenseite und verkaufst es bei einem soliden Edelmetallhändler. Du kannst dir Bargeld auszahlen lassen oder auch auf dein lokales Konto überweisen lassen. Von dort aus überweist du es in nicht meldepflichtigen Transaktionen auf dein Konto in D. Alternativ verwendest du eine ausländische Kreditkarte, um das Geld auszugeben, Da beim AIA keine einzelnen Transaktionen gemeldet werden, sondern nur Kontostände zu Jahresanfang und -ende, sieht das deutsche Finanzamt davon nichts. Ein vergleichbares Vorgehen ist wahrscheinlich auch für Krypto möglich.

    Nach der aktuellen Rechtslage ist dieses Vorgehen steuerrechtlich absolut legal. Sollten in D Gewinne aus Goldverkäufen in Zukunft generell besteuert werden, würde man damit natürlich Steuerhinterziehung betreiben. Allerdings wäre die Frage, inwieweit diese überhaupt nachweisbar wäre.

    Ich meinte natürlich die Verkäufe, habe mich unglücklich ausgedrückt.

    Wenn ich beispielsweise 2024 BTC gekauft habe und ab dem 01.01.2027 gibt es eine generelle Steuer auf BTC Verkäufe, ob ich dann meine BTC von 2024 trotzdem steuerfrei verkaufen kann, auch nach dem 01.01.2027. Das war mein Gedanke.

    Im Zweifel wird es immer die für den Steuerzahler ungünstigere Variante geben.

    Zum sicheren Gold sollte man wissen :

    In den USA gab es 1933 unter Präsident Franklin D. Roosevelt ein Goldverbot (Executive Order 6102), bei dem Bürger ihr Gold an staatliche Stellen abgeben mussten. Ähnliche Massnahmen wurden in Grossbritannien (1966) und Australien (1959) ergriffen.

    Da bin ich jetzt ja total verunsichert. Wird es dann eine Gold-Polizei geben, die mit Metalldetektoren alle Gärten nach Gold absucht?

    Wenn das wirklich kommen sollte, werden doch bestimmt Käufe, die vor einem Stichtag stattgefunden haben, steuerfrei bleiben?

    Natürlich bleiben die Käufe auch in Zukunft steuerfrei (außer man macht diese Mwst.-pflichtig). Steuern muss du dann nur auf die Gewinne beim Verkauf zahlen. Daher ist die Frage nach einem Stichtag sinnlos.

    Allerdings sollte es kein Problem darstellen, Gold in einem Land zu verkaufen, in dem Gewinne aus diesen Geschäften steuerfrei sind. Daher ist es vorteilhaft, sein Gold schon jetzt in einem solchen Land aufzubewahren.

    Ich habe mir gerade mal meine alte Rentenauskunft angesehen. Interessant, wie sich das Verhältnis von Beitragsbemessungsgrenze zu Durchschnittsverdienst und damit die maximal erreichbare Zahl von Rentenpunkten pro Jahr geändert hat.

    Hat man z.B. in den 90er Jahren über der BMG verdient, so konnte man maximal ca. 1,8 Rentenpunkte erreichen. Anfang der 2000er Jahre stieg diese Zahl auf ca. 2,1 Rentenpunkte. Intuitiv würde man annehmen, dass der Beitragssatz seinerzeit auch niedriger war als heute. Das Gegenteil ist der Fall:

    Man hat also früher mehr eingezahlt und dafür weniger bekommen.

    Das ist sehr beängstigend, das da jemand einfach so den Versicherung Verlauf manipulieren kann. Kontrolliert das niemand? Spätestens beim Rentenbeginn? Oder obliegt das allein dem Rentner?

    Ich glaube nicht, dass da aktiv jemand manipuliert. Während in der heutigen Zeit die Meldungen vollständig digitalisiert sind, von der Gehaltsabrechnung zur Rentenversicherung bis zum Finanzamt, wurden früher solche Meldungen manuell erfasst. Auch wenn es dabei schon Plausibilitätskontrollen gab, waren da Übertragungsfehler bei der manuellen Eingabe nicht komplett auszuschließen.

    Daher sollte jeder seinen Rentenverlauf selbst auf Richtigkeit kontrollieren.

    Klar, Berufs- und Arbeitgeberwahl ist schon immer nur reiner Zufall. Man geht wohl zum erstbesten AG, der direkt um die Ecke des Lieblings-Wohnortes irgendeine Ausbildungsstelle anbietet.

    Das Leben ist kein Wunschkonzert und bei welchem Arbeitgeber man landet, schon mal gar nicht. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da wurden praktisch gar keine Jobs angeboten, z.B. in der Rezession 1993. Wenn man da einen Job braucht, nimmt man, was man kriegen kann.

    Wenn man von einem ausländischen Broker Aktien ins Inland überträgt, muss man auch die Anschaffungskosten nachweisen. Ansonsten werden keine Anschaffungskosten berücksichtigt.

    Bei inländischen Kryptoplattformen werden Käufe und Verkäufe gemeldet. Nachweispflicht liegt beim Steuerpflichtigen.

    Ich habe keinerlei Erfahrung mit Krypto. Wird da jeder einzelne Kauf und Verkäufe gemeldet? Und an wen? Das hört sich für mich eher unwahrscheinlich an. Sollte das an die Finanzämter gemeldet werden, so würden die wohl in der Datenflut absaufen.

    Es wird auch immer wieder fälschlicherweise behauptet, jeder Goldkauf- und Verkauf würde an das Finanzamt gemeldet. Das ist natürlich nachweislich offenkundiger Blödsinn und Panikmache.

    Zunächst einmal: der Beitrag in der PKV hängt nicht vom Alter ab (wenn man mal vom Eintrittsalter absieht). Man zahlt nicht mehr, weil man älter wird. Vielmehr steigen im Laufe der Zeit die Beiträge, i.W. aufgrund gestiegener Kosten im Gesundheitswesen, und man wird natürlich gleichzeitig älter. Das veranlasst viele, hier eine nicht vorhandene Kausalität anzunehmen.

    Was man so zahlt als Rentner? Nach Abzug des Zuschusses der GRV zahle ich ca. 460 EUR monatlich für KV+PV als Privatversicherter. Das ist etwas weniger als jemand mit deinen Beispieleinkünften, der es nicht in die KVdR geschafft hat. Der würde ca. 480 EUR zahlen.

    Wenn du schon über 50 bist, könnte es eng werden, um die Bedingungen für die KVdR zu erfüllen. So ein Wechsel von PKV zu GKV ist unter 55 zwar möglich, aber keine triviale Angelegenheit.

    Kapitalertagsteuer ohne Haltefrist wäre sicher die praktikabelste Lösung, aber ich glaube ehrlicherweise, dass die Regierung auseinander fällt, bevor dahingehend was umgesetzt wird.

    Um die Kapitalertragssteuer festsetzen zu können, muss man den Ertrag kennen. Das funktioniert eben nur, wenn Kauf- und Verkaufspreis an einer Stelle dokumentiert sind. Das ist bei Wertpapieren der Fall und auch bei Immobilien. Bei Gold, Bitcoin, Uhren oder Oldtimern funktioniert es eben nicht. Daher ist die Haltefrist von einem Jahr nur eine willkürliche Schranke, man könnte sie genauso gut einfach weglassen. Der Gesetzgeber weiß, dass er praktisch keine Möglichkeit der Kontrolle hat.

    Ruf doch einfach deinen Versicherungsverlauf bei der GRV ab. Da stehen doch alle nötigen Informationen drin. Früher hieß das mal Renteninformation oder -auskunft. Kann man mit dem ePerso direkt im Portal der GRV abrufen.

    Wenn du das unbedingt in Excel haben willst, dann tipp die Daten einfach ab. Sollten ja nicht allzu viele sein.