GRV ungleich Investment

KI-Zusammenfassung

: Ist die gesetzliche Rentenversicherung eine schlechte Geldanlage, oder ist sie vor allem Schutz gegen Langlebigkeit und andere Risiken? Anlass ist der Vergleich mit ETF-Anlagen, besonders bei freiwilligen Beiträgen, Nachzahlungen und Sonderzahlungen.

Ist die gesetzliche Rentenversicherung eine schlechte Geldanlage, oder ist sie vor allem Schutz gegen Langlebigkeit und andere Risiken? Anlass ist der Vergleich mit ETF-Anlagen, besonders bei freiwilligen Beiträgen, Nachzahlungen und Sonderzahlungen.

  • Mehrere Beiträge betonen die Risikoabsicherung der GRV, während andere freiwillige Einzahlungen als Geldanlage neben Rürup, privaten Rentenversicherungen oder ETFs einordnen.
  • Aus der Community kommen praktische Hinweise zu Nachzahlungen für Ausbildungszeiten bis 45, Ausgleichszahlungen ab 50, Steuerwirkung, Rentenbeginn und ausführlicher Rentenauskunft.
  • Ein klarer Konsens zur GRV als gute oder schlechte Anlage entsteht nicht, aber mehrere Beiträge sehen private Kapitalanlagen eher als Ergänzung zur lebenslangen Basisrente.

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  • Und wenn sie auf die so gestellte Frage dann sagt: "90 für mich, den Rest schenke ich dir.", darfst du das nicht als Fehler gelten lassen, zumindest nicht als Rechenfehler. ;)

    Ich sagte: "Obelix, mach drei Stücke" - Aber das sind doch drei Stücke...

    Kürzlich hat die Bundesbildungsministerin in einem Interview gesagt, dass die Eltern für die Bildung der Kinder verantwortlich sind. Ich kenne viele, die die Verantwortung nur bei der Schule sehen.

    Die große Frage ist ja, ob den Leuten klar ist, was nötig ist, damit die Verantwortung für Bildung nur bei der Schule liegen kann. Das entspricht einer ziemlichen Entmachtung der Eltern. Nicht nur was die Schulzeiten anbelangt, die dann nochmal ein Stück länger sein müssten. Auch die verbindliche Empfehlung für weiterführende Schulen müsste man wieder einführen. Die hat man nicht auf Wunsch der Lehrer abgeschafft.

    Wobei man selbst mit größtem Aufwand den Einfluss des Elternhaus nicht so leicht wegbekommt. Ich sehe das ja jetzt live und in Farbe, womit man sich nach dem Kindergarten beschäftigen kann...oder eben nicht.

  • Also 30 Kinder ist doch schick. Unsere 5. Klasse hat mit zwei Klassen angefangen. A hatte 38 Kinder und die B war mit 39 auch gut bestückt.

    Das früher das System komplett anders war sollte unbestritten sein. Viele Dinge mussten ja auch erstmal herausgefunden werden wie sie funktionieren. Heute wissen wir das der ganze Multimediakram auf den Deutschland jetzt gerade aufspringt, in anderen Ländern wieder abgeschafft wird, weil es keinen Mehrwert gebracht hat. Das Lehrer heutzutage gabz andere pedagogische Ausbildungen haben als früher ist auch förderlich.

    Schlecht sind definitiv die Verdichtungen auf weniger Schuljahre. Dazu gab es ja einen massiven Notenpowercreep. Die Zahl der Bestnotenabschlüssen steigt ja ständig. Das passt schonmal nicht zusammen und da besteht noch etwas Forschungsbedarf zu den Ursachen und Gründen. Auch wenn jede Generation im Schnitt immer etwas schlauer geworden ist, wäre der Sprung schon etwas zu massiv.

    Man darf aber auch nicht das ganze System früher verklären. Wenn ich mir die ganzen Altgesellen immer so ansehe, erkennt man auch schon oft Defizite. Gerade Rechtschreibung und Grundrechenarten ist da auch nicht bei allen so toll wie es oft propagiert wird. Dazu gerne mal so Handwerkerrechbungen lesen, was die so an Arbeit gemacht haben. Das hat sich aber nicht wirklich stark verändert, sondern sieht man immer wieder auch bei jüngeren Generationen. Wenn man ehrlich ist, wirkt aber so etwas schlimmer als es ist. Die Menschen sind ja nicht (immer) dämlich, sondern haben bestimmte Fähigkeiten und Schwächen.

    Mehr Geld sinnlos in das System zu pumpen ist mit Sicherheit keine Lösung. Aber gerade im integrativen Bereich und Spracherwerb besteht Förderbedarf. Da muss schon in der Kita der Grundstein gelegt werden und dafür müssten die Kapazitäten ausgeweitet werden. Mehr Erzieher in kleineren Gruppen und vor allem auch niedrigschwellige Angebote in der Kita selbst, wie z.B. Logopädie. Wenn da schon individuelle Förderung betrieben werden könnten in Kleinstgruppen, würden die Probleme in der Schule geringer.

    Auch verpflichtende Kitajahre finde ich nicht so schlecht. Zumal in dem Alter die Integration aus der eigenen Erfahrung relativ leicht ist. Wir wohnen selbst in einem Stadtteil mit hohem Ausländeranteil (in den Medien wird es oft als sozialer Brennpunkt beschrieben). In der Kita liegt der Zahl der Kinder mit Migrationshintergrund deutlich über 50%. Aber Probleme gab es da weder mit Eltern noch den Kindern. Ich bin da eigentlich sehr glücklich mit das mein Kind die Vielfalt da mitbekommt und auch andere Sprachen hört.

    Man könnte auch zusätzlich eine Vorschulklasse (heißt heute wohl anders) besuchen um da fit zu werden. Aber meistens ist das eher ein Zusatzangebot, da der Grundstein früher gelegt werden muss. Je später, je schwerer wird es die Lücken aufzuholen.

  • Eigentlich wollte ich nach der Schulzeit (=Anrechnungszeit) direkt in die Rente wechseln ... ;)

    Hat nicht ganz geklappt, es blieb eine Lücke, die zu überbrücken war. :rolleyes:

    Dann hättest Du vom 16. bis zum 17. Geburtstag versicherungspflichtig arbeiten müssen, um in Anschluss an den Schulbesuch voll erwerbsgemindert zu werden. Dann hättest Du Dank vorzeitiger Wartezeiterfüllung einen Anspruch auf Rente gehabt.

    In dem Szenario hätte sich der Rentenbeitrag gelohnt.

  • Die große Frage ist ja, ob den Leuten klar ist, was nötig ist, damit die Verantwortung für Bildung nur bei der Schule liegen kann.

    Das Konzept nennt sich dann Internat, Leben, wohnen und lernen aufm Campus , ohne Elternhaus.

    Da gibts dann auch so Konzepte wie maximal 10 Schüler in der Klasse,

    reiten, Golf, Musik, diverse Sportarten & andere Dinge als Freizeit Gestaltung…

  • Und wenn sie auf die so gestellte Frage dann sagt: "90 für mich, den Rest schenke ich dir.", darfst du das nicht als Fehler gelten lassen, zumindest nicht als Rechenfehler. ;)

    Der Vollständigkeit halber:

    Sie meinte erst sie kann das nicht.... Dann jeder 51 🤔... Auf mein deutliches Stirnrunzeln dann, ne jeder 50, weil wir die von Mama noch essen. Das klingt plausibel.

  • Ich würde daher doch zunächst mal erwarten, dass man genau analysiert, warum das Bildungsniveau heute offenbar schlechter ist wie vor 40 Jahren bzw. stetig sinkt. Waren die Lehrpläne früher effektiver? Lag es daran, dass es früher nahezu 100% deutsche Muttersprachler in den Klassen waren (zumindest bei uns auf dem Land)? Lag es daran, dass Kinder früher ohne ständige Medienbeschallung aufgewachsen sind? Das Bücher gelesen wurden?
    Ich weiß es nicht. Ich bezweifle aber, dass ein simples 'wir Pumpen mehr Geld ins Bildungssystem' die Lösung für alle Fragen ist.

    Unpopuläre Antwort, aber:


    Schüler mit Migrationshintergrund schneiden in Deutschland wesentlich schlechter ab als Schüler ohne. Deutsche Schüler ohne Migrationshintergrund kommen bei der naturwissenschaftlichen Kompetenz beispielsweise auf 521 Punkte. Der OECD-Durchschnitt für Schüler ohne Migrationshintergrund liegt hier bei 495 und der EU-Durchschnitt bei 489 Punkten.

    https://www.n-tv.de/panorama/Schue…id31281322.html

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Fehlende Deutschkenntnisse verhindern einen guten Schulstart. Das Problem gab es vor 40 Jahren seltener und kein Lehrer und keine Schule kann das ausgleichen. Klassen, bei denen die Hälfte der Kinder wenig bis kein deutsch beherrscht ist einfach fatal und das nicht nur im Deutschunterricht. Früher gab es den Begriff der Schulreife, heute spricht man von Schulfähigkeit. Mit der Einschulung tut man weder diesen Kindern noch den übrigen Kindern einen Gefallen. Eine verpflichtende Vorschule mit Sprachförderung und eine Beurteilung der Sprachkenntnisse vor Schulbeginn könnte hier mittelfristig deutliche Abhilfe schaffen. Umsonst ist das freilich nicht zu bekommen.

    Die mangelnde Konzentrationsfähigkeit steht im Zusammenhang mit hohem Multimediakonsum. Eines der vielen Ergebnisse der Pisastudie ist, dass Texte oft nur überflogen werden statt gelesen. An diesem Thema ist aber nicht vorrangig die Schule schuld sondern viel mehr das Elternhaus. Es kann helfen, den Konsum zumindest während der Unterrichtszeit zu unterbinden auch um den suchtähnlichen Zustand zu unterbrechen.

  • Unpopuläre Antwort, aber:


    Schüler mit Migrationshintergrund schneiden in Deutschland wesentlich schlechter ab als Schüler ohne. Deutsche Schüler ohne Migrationshintergrund kommen bei der naturwissenschaftlichen Kompetenz beispielsweise auf 521 Punkte. Der OECD-Durchschnitt für Schüler ohne Migrationshintergrund liegt hier bei 495 und der EU-Durchschnitt bei 489 Punkten.

    https://www.n-tv.de/panorama/Schue…id31281322.html

    Migrationshintergrund hat aber empirisch rein gar nichts mit Kompetenz oder gar mangelnder Kompetenz zu tun, das haben große Kohortenstudien wie PRISE gezeigt. Da wurden über Jahre der Schulentwickulung hinweg multidimensional Intelligenztests etc gemacht. Die kognitive Leistungsfähigkeit ist unabhängig von Herkunft (auch bei inländischen Kindern im Übrigen). Ursachen für die Unterschiede beim Outcome liegen an der Instituition Schule und den Zuschreibungen (auch der Lehrkräfte) an Defizte qua Migrationshintergrund und sozialer Herkunft.

  • Migrationshintergrund hat aber empirisch rein gar nichts mit Kompetenz oder gar mangelnder Kompetenz zu tun, das haben große Kohortenstudien wie PRISE gezeigt. Da wurden über Jahre der Schulentwickulung hinweg multidimensional Intelligenztests etc gemacht. Die kognitive Leistungsfähigkeit ist unabhängig von Herkunft (auch bei inländischen Kindern im Übrigen). Ursachen für die Unterschiede beim Outcome liegen an der Instituition Schule und den Zuschreibungen (auch der Lehrkräfte) an Defizte qua Migrationshintergrund und sozialer Herkunft.

    Es gibt auf jeden Fall eine Korrelation. Ich glaube nicht, dass sie eine Kausalität ist, vielmehr dürfte das Problem im Bereich Sozialfaktoren (Elternhaus (insbesondere Bildungsniveau), Umfeld, finanzielle Voraussetzungen etc.) liegen.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Ich bin nur neugierig, was Du daraus ableitest. Das wir massiv in Bildung investieren sollten, da haben wir doch einen Konsens.

    Mehr Investitionen in Bildung wären auch meiner Meinung nach sinvoll angelegtes Geld. Aber ich denke "nur mehr Geld" wird nicht ausreichen. Was ich so von Lehrern im Bekanntenkreis mitbekommen habe, ist, dass sie sehr viel Zeit für Verwaltung, Bürokratie, Berichtswesen aufwenden müssen. Meiner persönlichen Meinung nach ist die Inklusion - so wie sie praktiziert wird - ein Aspekt, der die Aufwände hierfür in die Höhe treibt. Weitere zusätzliche Anforderung an Lehrer sind dadurch medizinische und psychologische Kenntnisse, die über das hinaus gehen, was sie früher in diesen Bereichen leisten mussten. Man könnte auch die Abschaffung der Hauptschule unter "Inklusion" subsumieren.

    Ich bin nicht gegen "Inklusion". Aber ich persönlich hätte sie nicht so radikal, sondern sanfter und partieller durchgeführt.

    Ich halte auch die Digitalisierung im Schulwesen für zu "extrem". Tablets oder Notebooks ersetzen keinen Füller, Block, Kreide und Tafel. Die vereinfachte Schreibschrift und eine Tastatur sind mir zu abgehackt und nicht "mit den Gedanken gemeinsam fliessend", wie die Schreibschrift.

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