Depot/Sparplan für Kinder - beide Vertreter verfügungsberechtigt?

  • Ich möchte für meine Kinder gerne Sparpläne einrichten und stehe vor der Frage, ob ich das in meinem eigenen Depot mache oder ihnen jeweils ein Kinderdepot einrichte. Ich habe mir gerade den Antrag für ein Kinderdepot bei der ING angeschaut und bin darüber gestolpert, dass beide gesetzlichen Vertreter angegeben werden müssen und verfügungsberechtigt sind. Das bedeutet, dass mein Ex-Mann, der sich in der Vergangenheit freundlich formuliert als keine verlässliche Größe in finanziellen Fragen erwiesen hat, auf den von mir besparten Sparplan meiner Kinder zugreifen könnte - das kommt mir komisch vor und kommt einfach überhaupt nicht in Frage. Könnt Ihr mir erklären, was es damit auf sich hat bzw. wie ich das Thema lösen kann?

  • Also wenn das Depot auf den Namen des Kindes läuft, dann haben beide Sorgeberechtigten Zugriff auf das Depot. Wenn auf den Vater kein Verlass ist, würde ich das Geld lieber auf meinen eigenen Namen anlegen und dem Kind bei Volljährigkeit übertragen.

  • Also wenn das Depot auf den Namen des Kindes läuft, dann haben beide Sorgeberechtigten Zugriff auf das Depot. Wenn auf den Vater kein Verlass ist, würde ich das Geld lieber auf meinen eigenen Namen anlegen und dem Kind bei Volljährigkeit übertragen.

    Grundsätzlich wäre ich ja für ein Depot im Namen der Kinder, aber in der geschilderten Situation macht es ggf. mehr Sinn, ein zweites eigenes Depot einzurichten.

  • Dann müsste ich zwei neue Depots bei zwei unterschiedlichen zusätzlichen Anbietern eröffnen...? Das kommt mir auch irgendwie nicht praktikabel vor.

  • Man kann auch bei einem Anbieter mehrere Depots eröffnen.

    Wenn Du schon ein Depot bei einem Anbieter hast, kannst Du wahrscheinlich recht einfach zwei weitere auf Deinen Namen dazu eröffnen.

  • Dann müsste ich zwei neue Depots bei zwei unterschiedlichen zusätzlichen Anbietern eröffnen...? Das kommt mir auch irgendwie nicht praktikabel vor.

    Also ich sehe kein Problem, wenn man einen separaten ETF für das Kind im eigenen Depot bespart.

    Außer, dass dieser halt in die Gesamtperformance des Depots einfließt, wenn man sich diese anschaut. Aber dafür gibt es heutzutage ja genügengend hilfreiche Tools.


    Referat Janders bitte gern korrigieren, wenn ich einen größeren Vorteil des separaten Depots übersehe.

  • Bin nicht Referat Janders, aber ich wollte und will meinen Kids jeweils den gleichen ETF kaufen … auch wenn die Performance sehr sehr sehr ähnlich ist, aus grundsätzlichen Erwägungen. Getrennte Positionen ein und desselben ETFs lassen sich halt nicht in einem Depot aufbewahren. (Oder geht das irgendwo?)

  • aber ich wollte und will meinen Kids jeweils den gleichen ETF kaufen

    Das ist natürlich ein "spezieller" Wunsch, wenn es unbedingt der gleiche ETF sein muss.

    Warum nicht einfach einen anderen ETF auch den selben Index? Wir wissen doch alle, dass sich das auf lange Sicht nicht viel nimmt.

    Und selbst 1x MSCI ACWI und 1x FSTE All world wäre kein Weltuntergang. Wobei es ja mittlerweile einen zweiten FSTE All World ETF gibt.

  • In meinen Augen wäre das eigene Depot für jedes Kind der Idealfall.


    Wenn man dem Kind nur sagen kann, dass ihm 53,47 Stücke von ETF Xy im elterlichen Depot gehören, dann ist das etwas anderes. Position X entspricht dann Y Euro, die dann ans Kind übertragen werden können. Ist nach meinem Verständnis fast als würde man das Geld direkt überweisen. :/

  • Vielleicht verstehe ich es einfach nicht richtig.

    Aber ob der ETF des Kindes allein in einem Depot liegt oder ob er neben einem oder mehreren anderen ETF liegt, macht macht - zumindest für mich - keinen Unterschied.

    Oder meinst du, dass nur ein gewisser Anteil eines ETF, den die Eltern selbst auch besparen, dem Kind zugeordnet wird?

    DAS fänd ich auch suboptimal. Wenn dann sollte es schon ein eigener ETF sein.

  • Vielleicht verstehe ich es einfach nicht richtig.

    Aber ob der ETF des Kindes allein in einem Depot liegt oder ob er neben einem oder mehreren anderen ETF liegt, macht macht - zumindest für mich - keinen Unterschied.

    Oder meinst du, dass nur ein gewisser Anteil eines ETF, den die Eltern selbst auch besparen, dem Kind zugeordnet wird?

    DAS fänd ich auch suboptimal. Wenn dann sollte es schon ein eigener ETF sein.

    Ich wäre mit beiden Varianten nicht 100%ig zufrieden. Aber mit klar abgegrenzter Position im Depot kommen wir der Sache etwas näher.

  • Aber ob der ETF des Kindes allein in einem Depot liegt oder ob er neben einem oder mehreren anderen ETF liegt, macht macht - zumindest für mich - keinen Unterschied.

    Ich zeige unserer Tochter hin und wieder auch mal direkt im Onlinebanking Ihren Depotstand und wie viel sie gerade auf dem Tagesgeldkonto hat. Dafür finde ich ein eigenes Depot für das Kind schon praktisch.

    Wenn der ETF des Kindes nur eine Position in meinem Depot ist, dann könnte (wollte) ich ihr das nicht zeigen, weil ich meinem 10 jährigen Kind nicht meine Finanzen offen legen will :D

  • Wenn der ETF des Kindes nur eine Position in meinem Depot ist, dann könnte (wollte) ich ihr das nicht zeigen, weil ich meinem 10 jährigen Kind nicht meine Finanzen offen legen will :D

    Kann man in deinem Depot nicht die einzelne Position anklicken und betrachten?
    Ansonsten gibt es wie oben schon mal erwähnt ja auch schöne Tools (Parqet z.B.), um eine Visualisierung der separierten Positionen des Kindes zu haben.

  • Hallo,

    hier kurz meine Erfahrungen bzw. wie ich das handle:


    - Scalable: schlecht, da es nicht möglich ist den gleichen ETF in einzelne Portfolios aufzuteilen. Ebenso gibt es nur 1 Verrechnungskonto.


    - Smartbroker: war gut, habe dort Unterdepots mit je einem eigenem Konto/Verrechnungskonto (einzeln getrennt). Konnte somit auf Verrechnungskonto 1 (Kind 1) Betrag XXX und Depot 1 sauber von Verrechnungskonto 2 (Kind 2) Betrag XXX Depot 2 trennen. Leider findet aktuell ein Wechsel zur Baader Bak statt (Smartbroker+). Laut Beschreibung soll alles so bleiben. Ich weiß nicht wie es dann bei Neukunden dort aussieht.


    " Sie haben mehrere Depots und jeweils ein dazugehöriges Verrechnungskonto? Dann wird diese Struktur von der Baader Bank vollständig übernommen. Allerdings erfolgt im Rahmen unseres Depotumzugs eine Sammelbuchung der jeweiligen Salden Ihrer Verrechnungskonten auf Ihr zukünftiges Hauptkonto bei der Baader Bank."


    - Flatex: wie Smartbroker -> eigenes Verrechnungskonto / eigenes Depot - alles schön sauber getrennt.


    Meine Lösung ist:

    Norisbank mit Unterkonten als zentrale Stelle.

    Noris 1 -> Mein Sparbuch

    Noris 2 -> Kind 1

    Noris 2 -> Kind 2

    Alles Geld, das irgendwie weiterverarbeitet werden muß, landet erst einmal hier.

    Als Referenzkonto für Verrechnungen / Lastschrift von Sparplänen dienen diese Konten. Von diesen Konten werden Flatex / Smartbroker bedient bzw. als Ref-Konten hinterlegt.


    Mag für den ein oder anderen umständlich sein, jedoch habe ich für mich so einen sauberen Überblick, was wem zuzuordnen ist.


    Gruß