Bitcoin wird "Status eines Gold-Ersatzes" erreichen

  • Jetzt gibt es wieder die „klare Entwicklung“ der „Adoption“, auf die alles hinauslaufe. Streng wissenschaftlich natürlich. Leider nicht linear, sondern „in Phasen“.

    Dass Adoptionsprozesse in Phasen verlaufen, gehört eigentlich zum Allgemeinwissen. Hier sonst gerne noch einmal auffrischen:

    https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/adoptionsprozess-53630


    Mit wenig Recherche kann man das ganz leicht empirisch belegen:



    https://river.com/learn/files/ri…report-2025.pdf

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Zur Adoption:

    Wenn ich (Bitcoin) von Kiel (den Anfängen) nach München (Mainstream) fahren will, und du mich dabei unterwegs in Hamburg (Stand heute) triffst, kannst du natürlich daran zweifeln, dass ich es bis München schaffe oder überhaupt dahin will ... Aber es ist reine Glaubenssache.

    Und ja, der ICE kann natürlich zu spät kommen oder gar stranden. Oder ich überlege mir unterwegs tatächlich ein ganz anderes Ziel.

    Alles ist möglich ... Nichts ist unmöglich!

  • Wenn ich noch einmal das Wort fundamental lese muss ich 🤮

    Diese Sprache ist Gehirnwäsche

    „Fundamental“ ist zunächst einmal ein sachlicher Begriff. Er beschreibt grundlegende, strukturelle Eigenschaften. Das gilt für Gold genauso wie für Immobilien, Aktien, FIAT-Geld oder eben Bitcoin.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Klassisches Zirkelargument.

    Weil wir uns in einer Phase befinden (welcher auch immer), findet ein Adoptionsprozess statt, an dessen Ende BTC goldgleich sein wird.

    Das von Dir verlinkte Wirtschaftslexikon lässt diesen Zirkelschluss nicht zu.

    Ist okay.

    Passend zum Thema übrigens eine Nachricht von heute aus der WAZ:

    https://www.waz.de/lokales/bochum…es-leistet.html

    Eine Bochumer Firma arbeitet daran, die elektronische Patientenakte mithilfe von Bitcoin-Technologie abzusichern.

    Genau das meine ich: Bitcoin nicht als Spekulationsobjekt, sondern als Vertrauensanker in der digitalen Welt. Unveränderbar, transparent nachvollziehbar und extrem schwer zu zensieren oder zu manipulieren.

    Solche Anwendungen zeigen, dass es um mehr geht als nur „Number goes up“.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • „Fundamental“ ist zunächst einmal ein sachlicher Begriff. Er beschreibt grundlegende, strukturelle Eigenschaften. Das gilt für Gold genauso wie für Immobilien, Aktien, FIAT-Geld oder eben Bitcoin.

    Fundamental war einmal ein neutraler Begriff bevor er von bitcoinsplainern gekapert wurde.

    Der kann gar nicht mehr verwendet werden, ohne dass das Unterbewusstsein bitcoin assoziiert. Ist somit zu einem Unwort geworden. Schade drum.

    In ein Lexikon der an bitcoin verlorenen Wörter passen strukturell und dezentral auch gut hinein.

  • Ich bleibe dabei: Du denkst es wird ein Wertspeicher. Die Profis sehen das nicht. Somit denkst du, dass du schlauer bist als sie. Kann ja stimmen. Ich denke es stimmt nicht.

    Von welchen Profis reden wir hier ?

    Bitte Namen nennen

    Für dich ist BTC also bereits Zahlungsmittel, weil es kommerzielle Anbieter gibt, die BTC in eine echte Währung tauschen, die dann eingesetzt wird für den Kauf?

    Darum ging es doch gar nicht, und mit dir habe ich doch nicht gesprochen, das war ein anderer Forumsteilnehmer. Mir ging es darum, dass man auch heute schon damit bezahlen könnte, wenn man es denn wöllte. Bitte genau lesen.

    Das kann ich bei BTC nicht. Worte und Argumente sind am Ende nur Schall und Rauch. Was zählt, ist das Ergebnis. Davon liest man hier im Forum erstaunlich wenig: konkrete Vermögenshöhen, reale Buchgewinne und -verluste. Und ist es nicht genau das, was am Ende zählt?

    Ich habe hier mehrfach vor BTC gewarnt und rate weiterhin jedem, sich davon zu trennen. In zehn Jahren wissen wir mehr. Wer nicht hören will, muss fühlen. Bei manchen wie mir mag das lediglich entgangene Gewinne bedeuten. Also „nur“ eine Verdopplung statt einer Verzehnfachung des Vermögens. Bei anderen jedoch womöglich die gesamte finanzielle Zukunft.

    Das muss jeder für sich selbst beurteilen.

    Das Problem ist halt, dass wenn man Bitcoin hält das nicht öffentlich sagen möchte also den genauen Betrag. Weil es da auch das Problem der 5$ Wrench Attack gibt.

    Solche Dinge wie diese :

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    https://www.sr.de/sr/home/nachri…odaten_100.html

    https://www.spiegel.de/netzwelt/web/f…08-f52231c2fd25

    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/p…t-13754236.html

    https://www.faz.net/aktuell/gesell…-110474658.html


    und viele weitere Fälle sind leider auch ein Problem, weshalb man auch oft nicht die genannte Summe in Bitcoin nennt, bei ETFs und Aktien ist das anders, die verwahrt man nicht selbst, daher gibt es weniger Risiko. Könnte ich bei Bitcoin natürlich auch machen, aber dann bin ich wieder von einer Börse abhängig.

    Was bringt es mir zu wissen, dass man Bitcoin bei einem Preis von 8k€ gekauft hat und ihn immer noch hält ?

    Was bringt es dir zu wissen, dass man das erste mal von Bitcoin gelesen hat als er um die 200€ gekostet hat und selbst nichts gekauft hat damals...

    In Diesem Forum wird halt selten bis gar nicht über Bestände gesprochen, weil hier auch politisch einer eher andere Richtung vertreten ist, als die der Bitcoiner um es mal freundlich zu sagen. :D

    Wenn man sich mit echten Bitcoinern austauschen will, ist dass hier vielleicht auch der falsche Anlaufpunkt da gibt es sicher genug andere Alternativen (Blocktrainerforum, X , TG)
    Dort trifft man genug Leute und auch Gruppen, ob sie jedoch von Ihren Beständen erzählen bleibt ihnen überlassen.

    Will man sich da Rendite ausrechnen um sagen zu können : "haha ich stand viel besser mit meinen Investments / ETFs da, als du mit deinem Bitcoin?"

    Ich meine mir ist das egal, ich habe auch 2 ETFs im Depot, obwohl ich weiß, dass diese wahrscheinlich nicht mal Geldmengenausweitung plus Inflation schlagen werden.

    Zumindest wenn man wie bei deinem Lieblingswort von Wahrscheinlichkeiten ausgeht. (6-9% p.a)

    Da gehst du oder auch sicher jeder andere ETF-Anleger davon aus, auf Grund von historischen Ereignisse (die ja wie bekannt sind keine Annahmen und Projektionen für die Zukunft sind)..
    Auch nicht bei Bitcoin muss das der Fall sein. (Studien von Credit Suisse Global Investment Returns Yearbook (Elroy Dimson, Paul Marsh, Mike Staunton )

    Klar gibt es auch sowas wie den S&P 500 , oder den Nasdaq, wo man eine höhere Wahrscheinlichkeit einer höheren Rendite hat, auf Grund der abnehmenden Diversifizierung.

    Die Frage bleibt nur welches Risiko möchte man eingehen.


    Nun aber zu deinem letzten Punkt mit der Warnung, klar, dass muss jeder für sich ausmachen.

    Aber es hat auch nur jeder Mensch eine begrenzte Lebenszeit und wieso sollte ich diese Zeit nicht sinnvoll nutzen, mit einem Asset, dass nun mal technisch und mathematisch so aufgebaut ist. Das man spieltheoretisch Annahmen und Wahrscheinlichkeiten annehmen kann.

    Wir alle wissen, dass Fiat quasi unendlich gedruckt wird und uns damit unsere Kaufkraft, indirekt auch quasi unsere Lebenszeit klaut, weil wir länger, härter arbeiten müssen um uns beispielsweise ein Haus kaufen zu können. In meiner Altersklasse denken ehrlich gesagt kaum Leute daran, weil diese so teuer geworden sind. Und auch ich möchte mich nicht bis zum Lebensende "versklaven" lassen, bzw. an einen Kredit binden. Und ich werde auch nicht bei ein und denselben Arbeitgeber bis zu meinem Lebensende bleiben. Das Leben besteht nun mal aus Veränderungen.

    Und ob man sich Rendite in € gesehen entgehen lassen will ist doch egal. Entgangene Gewinne sehe ich da nicht, eher die Möglichkeit ein paar Sats günstiger gekauft zu haben als Andere.
    Und wenn es wie du schriebst "nur" um eine Verdopplung ging, war dein Anlagehorizont vielleicht nicht lang genug, oder deine Geduld :) .

    Also wenn ich von langfristig 7, 8 ..... stelligen Kursen ausgehe, ist das dann mehr als eine Verdopplung. Nur muss ich dann zukünftig damit auch klarkommen Bitcoin teurer wieder einkaufen zu müssen. Und das ich bis dahin vielleicht schon Rentner bin und ein Stück weit Richtung Urne blicke. Damit muss man dann leben.

    Eine Wahrscheinlichkeit zu berechnen ist bei einem Cashflow freien Objekt nicht möglich. Die bisherigen Tatsachen sprechen jedoch eine recht klare Sprache: hohe Volatilität, das Verhalten in Krisen, der nach wie vor geringe Anteil in den Portfolios der Profis und nicht zuletzt die Buchverluste, die viele hier im Forum bei der Preishalbierung im letzten Halbjahr erlitten haben dürften.

    All das könnte sich ändern. Muss es aber nicht. Was sich sehr wahrscheinlich nie ändern wird, ist die positive durchschnittliche Eigenkapitalrendite der Weltwirtschaft. Daraus kann ich ableiten, dass sich mein Vermögen in den nächsten 10–15 Jahren mindestens verdoppeln wird. Und falls nicht, steigt die Wahrscheinlichkeit mit jedem weiteren Jahr.

    Es geht hier auch nicht um Cashflow oder so... es gibt auch andere Assetklassen die keinen Cashflow generieren und die in Fiat gerechneten "Wert" auch steigen.

    Die Weltwirtschaft ist hoch verschuldet, aber ja was sich wahrscheinlich nicht ändern wird ist der Konsum, dass Menschen auch weiterhin Produkte kaufen und konsumieren werden und dadurch wiederum Geld in alle Assetklassen der Welt legen werden.

    Punkt Nummer 2. das ewige Gelddrucken wird sich auch nicht ändern

    Niemand zwingt einen auch hier mit zu lesen oder zu schreiben, es sind freie Entscheidungen.


    Was Du schreibst, ist sachlich nicht richtig. Deshalb sind Deine Schlussfolgerungen teils … zumindest kühn und forsch, jedenfalls sehr zweifelhaft. Man kann sich einfach die korrekten Informationen zu der Entwicklung anschauen, von indirekten Investitionen (etwa über Strategy, vormals MicroStrategy) bis zu direkten Investitionen, von den großen amerikanischen Uni-Stiftungen über Staaten bis zum norwegischen Staatsfonds.


    +1 möchte hier zustimmen :thumbup::)


    Edit : p.s Irving ich warte immer noch auf die Antwort meiner Frage aus den vorherigen Seiten, danke

    panem et circenses

    "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."

  • Hast Du den Artikel überhaupt gelesen?

    Zitat

    Schusters Firma sorgt zum Beispiel für die Datensicherheit der deutschen E-Patientenakte. „Das System funktioniert nur, weil unsere Technik verwendet wird.“ Ein weiterer großer Kunde sei ein US-Unternehmen, das mit Bitcoin handelt.

    Sie haben einen Kunden, der ihre Confidential-Computing Software bei der Patientenakte nutzt und sie haben einen anderen völlig unabhängigen Kunden, der halt mit Bitcoin handelt.

    Daraus machst Du Bitcoin-Technologie sichert Patientenakte? Es ist Abstrus und frei von Fakten. Wild.

  • Hast Du den Artikel überhaupt gelesen?

    Sie haben einen Kunden, der ihre Confidential-Computing Software bei der Patientenakte nutzt und sie haben einen anderen völlig unabhängigen Kunden, der halt mit Bitcoin handelt.

    Daraus machst Du Bitcoin-Technologie sichert Patientenakte? Es ist Abstrus und frei von Fakten. Wild.

    Ich hab nur die Überschrift gelesen, weil es bereits viele solcher Beispiele gibt. Mea Culpa. – Dass es langfristig aber genau in diese Richtung gehen wird – Bitcoin als Wertanker in der Digitalisierung – ist nicht mehr aufzuhalten. Allein die Verknüpfung von künstlicher Intelligenz und Bitcoin wird alles verändern.

    https://www.sparkasse.de/fk/ratgeber/di…blockchain.html

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Ich hab nur die Überschrift gelesen, weil es bereits viele solcher Beispiele gibt. Mea Culpa. – Dass es langfristig aber genau in diese Richtung gehen wird – Bitcoin als Wertanker in der Digitalisierung – ist nicht mehr aufzuhalten. Allein die Verknüpfung von künstlicher Intelligenz und Bitcoin wird alles verändern.

    https://www.sparkasse.de/fk/ratgeber/di…blockchain.html

    Und gleich noch was über Blockchain (was hier im Thread ja immer sehr penibel von Bitcoin abgegrenzt wird) hinterher.

    Aber im Endeffekt fasst das die Diskussion hier gut zusammen. "Do your Town research" bedeutet Überschriften lesen und Quelle: "Trust me Bro".

  • Und gleich noch was über Blockchain (was hier im Thread ja immer sehr penibel von Bitcoin abgegrenzt wird) hinterher.

    Aber im Endeffekt fasst das die Diskussion hier gut zusammen. "Do your Town research" bedeutet Überschriften lesen und Quelle: "Trust me Bro".

    Ich glaube nicht, dass es hier um „Trust me bro“ geht, sondern eher darum, wie man die Zusammenhänge einordnet. Viele Blockchains existieren, aber Bitcoin ist bislang die einzige wirklich dezentrale, führungslose Infrastruktur ohne Gründerteam. Genau diese Neutralität macht ihn als Basis-Layer interessant.

    Mein Punkt ist nicht, dass Anwendungen direkt auf Bitcoin laufen. Sondern dass Bitcoin als unveränderbarer Settlement-Layer fungiert. Also als letzte Instanz, auf der man Integrität absichert. Das passiert heute bereits: Es gibt Projekte, die Hashes oder Zustände anderer Systeme regelmäßig in die Bitcoin-Blockchain verankern, um deren Unveränderbarkeit zu garantieren. Bspw. Anwendungen aus dem Ethereum-Umfeld nutzen teilweise Bitcoin als zusätzlichen Sicherheitsanker.

    Wenn es um maximale Unveränderlichkeit und Zensurresistenz geht, gilt Bitcoin als die robusteste öffentliche Blockchain. Genau deshalb wird er als „Base Layer“ betrachtet – als Fundament, auf dem andere Systeme aufsetzen.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Ich hab nur die Überschrift gelesen, weil es bereits viele solcher Beispiele gibt. Mea Culpa. – Dass es langfristig aber genau in diese Richtung gehen wird – Bitcoin als Wertanker in der Digitalisierung – ist nicht mehr aufzuhalten. Allein die Verknüpfung von künstlicher Intelligenz und Bitcoin wird alles verändern.

    https://www.sparkasse.de/fk/ratgeber/di…blockchain.html

    Nun bin ich doch als interessierter Laie etwas verwirrt. Man will also die "Blockchain-Technologie" in vielen anderen Bereichen einsetzen, um Buchungen "abzusichern". Nun ist es doch nach meinem Verständnis so, dass man eine ganze Menge Rechenleistung benötigt, um z.B. bei Bitcoin die passende Bitfolge zu finden, die einen Block vervollständigt. Das benötigt dann so ungefähr die elektrische Leistungsaufnahme eines kleinen bis mittleren Industrielandes, um ein paar Buchungen innerhalb eines akzeptablen Zeitraumes zu bestätigen. Die Fälschungssicherheit eines Eintrages in der Blockchain beruht demnach auf der Annahme, dass kein Angreifer die benötigte Rechenleistung aufbringen kann. Bei anderen Kryptowährungen, ich glaube bei Ethereum, hat man die "Proof of Work" genannte Methode durch etwas ersetzt, was man wohl "Proof of Stake" nennt. Hier werden Buchungen von denen bestätigt, die die meisten Coins besitzen. Das reduziert zumindest den gigantischen Rechenaufwand.

    Aber egal, welche dieser Varianten man verwendet, wie soll denn so etwas wie z.B. eine elektronische Patientenakte damit realisiert werden? Die el. Patientenakte ist aktuell im Wesentlichen ein PDF-Friedhof. Selbst bei einer Anwendung mit echten Buchungen kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das mit einer Blockchain realisiert werden soll. Wer soll denn da die Exa-Hashes berechnen? Irgendwie habe ich den Verdacht, dass diese "Lösungsanbieter" wie der Typ aus Bochum einfach den Begriff "Blockchain" lediglich verwenden, um damit auf Dummenfang zu gehen.

  • Nun bin ich doch als interessierter Laie etwas verwirrt. Man will also die "Blockchain-Technologie" in vielen anderen Bereichen einsetzen, um Buchungen "abzusichern". Nun ist es doch nach meinem Verständnis so, dass man eine ganze Menge Rechenleistung benötigt, um z.B. bei Bitcoin die passende Bitfolge zu finden, die einen Block vervollständigt. Das benötigt dann so ungefähr die elektrische Leistungsaufnahme eines kleinen bis mittleren Industrielandes, um ein paar Buchungen innerhalb eines akzeptablen Zeitraumes zu bestätigen. Die Fälschungssicherheit eines Eintrages in der Blockchain beruht demnach auf der Annahme, dass kein Angreifer die benötigte Rechenleistung aufbringen kann. Bei anderen Kryptowährungen, ich glaube bei Ethereum, hat man die "Proof of Work" genannte Methode durch etwas ersetzt, was man wohl "Proof of Stake" nennt. Hier werden Buchungen von denen bestätigt, die die meisten Coins besitzen. Das reduziert zumindest den gigantischen Rechenaufwand.

    Aber egal, welche dieser Varianten man verwendet, wie soll denn so etwas wie z.B. eine elektronische Patientenakte damit realisiert werden? Die el. Patientenakte ist aktuell im Wesentlichen ein PDF-Friedhof. Selbst bei einer Anwendung mit echten Buchungen kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das mit einer Blockchain realisiert werden soll. Wer soll denn da die Exa-Hashes berechnen? Irgendwie habe ich den Verdacht, dass diese "Lösungsanbieter" wie der Typ aus Bochum einfach den Begriff "Blockchain" lediglich verwenden, um damit auf Dummenfang zu gehen.

    Die eigentlichen Daten bleiben verschlüsselt auf normalen Servern. Von diesen Dokumenten wird ein kryptographischer Hash erzeugt, also ein digitaler Fingerabdruck. Dieser Hash wird dann in einer Blockchain verankert. So kann man später nachweisen, dass ein bestimmtes Dokument zu einem bestimmten Zeitpunkt genau in dieser Form existiert hat. Wird es nachträglich verändert, passt der Fingerabdruck nicht mehr. – Da die Bitcoin-Blockchain unveränderlich ist, sind solche Szenarien denkbar. Ob die Patientenakte nun dafür der richtige Anwendungsbereich ist, wird man sehen, es gibt aber auch andere Szenarien, in denen ein digitaler Fingerabdruck relevant wird, z. B. etwa bei notariellen Dokumenten, digitalen Verträgen, Zertifikaten usw.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Nicht umsonst gibt es aktuell keine produktive Use Cases, die über eine PoC hinausgehen.

    Bei einer private Blockchain gibt es immer Technologien, die es günstiger machen und eine publik Blockchain lässt keine verlässliche Governance zu (die eigentlich immer notwendig ist). Insbesondere bei staatlich kontrollierten Use Cases haben wir immer eine zentrale kontrollierende Instanz und dann ist es ohne Blockchain günstiger, zuverlässiger und Performanter.

    Dazu käme die Unverlässlichkeit der Transaktionsgebühren, stell Dir mal vor die gematik müsste plötzlich die doppelten Transaktionsgebühren zahlen, weil Bitcoin oder Ethereum steigen, darauf kann man weder ein Geschäftsmodell noch allgemeine Infrastruktur o.Ä. aufbauen.

    "to the moon" wäre da btw der Tod eines jeden Geschäftsmodelles.

    Einmal editiert, zuletzt von Bowdenzug (14. Februar 2026 um 15:08)

  • Die eigentlichen Daten bleiben verschlüsselt auf normalen Servern. Von diesen Dokumenten wird ein kryptographischer Hash erzeugt, also ein digitaler Fingerabdruck. Dieser Hash wird dann in einer Blockchain verankert. So kann man später nachweisen, dass ein bestimmtes Dokument zu einem bestimmten Zeitpunkt genau in dieser Form existiert hat. Wird es nachträglich verändert, passt der Fingerabdruck nicht mehr. – Da die Bitcoin-Blockchain unveränderlich ist, sind solche Szenarien denkbar. Ob die Patientenakte nun dafür der richtige Anwendungsbereich ist, wird man sehen, es gibt aber auch andere Szenarien, in denen ein digitaler Fingerabdruck relevant wird, z. B. etwa bei notariellen Dokumenten, digitalen Verträgen, Zertifikaten usw.

    Das beantwortet meine Frage nicht. Wenn ich ein Dokument verändere, kann ich auch den Hash und alle Folge-Hashes neu berechnen. Damit das in der Blockchain eben nicht passiert, ist es dort so konstruiert, dass eine enorme Rechenleistung nötig ist, um diese Hashes zu berechnen. Wenn ich jetzt also eine andere Anwendung mit Buchungsdatensätzen mittels Blockchain implementieren will, wer bringt da diese Rechenleistung auf? Mietet man sich da bei einem Cloud-Anbieter ein paar Exa-Flops?

  • Das beantwortet meine Frage nicht. Wenn ich ein Dokument verändere, kann ich auch den Hash und alle Folge-Hashes neu berechnen. Damit das in der Blockchain eben nicht passiert, ist es dort so konstruiert, dass eine enorme Rechenleistung nötig ist, um diese Hashes zu berechnen. Wenn ich jetzt also eine andere Anwendung mit Buchungsdatensätzen mittels Blockchain implementieren will, wer bringt da diese Rechenleistung auf? Mietet man sich da bei einem Cloud-Anbieter ein paar Exa-Flops?

    Ich glaube, hier liegt ein Denkfehler vor. Die Mining-Leistung existiert bereits. Wenn du lediglich den Hash eines Dokuments in einer Bitcoin-Transaktion verankerst, nutzt du diese bestehende Sicherheitsarchitektur mit. Du musst keine eigenen Exa-Hashes berechnen und kein eigenes Mining betreiben.

    Um eine solche Verankerung nachträglich zu manipulieren, müsstest du die Bitcoin-Blockchain selbst umschreiben. Und dafür wäre dann immense Rechenleistung nötig, quasi ein Angriff.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Ich glaube, hier liegt ein Denkfehler vor. Die Mining-Leistung existiert bereits. Wenn du lediglich den Hash eines Dokuments in einer Bitcoin-Transaktion verankerst, nutzt du diese bestehende Sicherheitsarchitektur mit. Du musst keine eigenen Exa-Hashes berechnen und kein eigenes Mining betreiben.

    Wenn man eine öffentliche Blockchain wie Ethereum nutzt. Man zahlt dann hochvolantile Transaktionskosten und hat keine Governance-Möglichkeiten.

  • Wenn man eine öffentliche Blockchain wie Ethereum nutzt. Man zahlt dann hochvolantile Transaktionskosten und hat keine Governance-Möglichkeiten.

    Also eine öffentliche Blockchain wie Ethereum, Bitcoin, usw.

    Alternative sind private Blockchains, da ist Governance dann möglich und es wir auch effizienter etc. aber im Endeffekt ist dann eine Blockchain nicht mehr notwenig.