....mal wieder Riester!



  • Da aber aus deinen 32k€ über die Jahre 41k€ geworden sind muss dieser Gewinn bei schädlicher Verwendung mit deinem Persönlichen Steuersatz versteuert werden.

    Ja, das verstehe ich schon.

    Dennoch: die Steuervergünstigung sowie die Zulagen wurden komplett zurückgezahlt. Bleibt immer noch ein Verlust.

    Logischerweise müsste ich doch diesen Verlust bei der Steuererklärung 2025 "gegenrechnen" können, oder?!

  • Eigenbeiträge: 32.500€

    Zulagen: 3.000€

    Steuerermäßigung: 9.900€

    Gebildetes Kapital zum 31.12.2024: 39.000€

    Der aktuelle Rückkaufswert beträgt 40.890,51€. Laut der Zulagenstelle würden dann exakt 2.999,33€ an Zulagen sowie 9.960,77€ an Steuerermäßigung in Abzug gebracht werden.

    gebildetes Kapital: 41.117,59€

    abzüglich Zulagen und Steuervorteile: 12.960,10€

    Auszahlungsbetrag: 28.157,49€

    Meine Einzahlungen über die Jahre betrugen insgesamt 32.462,06€, so dass ich quasi einen Verlust von 4.304,57€ erlitten hatte. Wie gesagt, ganz bewusst von mir so entschieden.

    Ich sehe nicht wo du Verluste gemacht haben solltest.
    Eingezahlt: 32.362,06
    - Rückerstattungen von fremdem (geliehenem) Geld: 12.960,10
    ==> EIGENES GELD: 19.401,96 €
    - Auszahlungsbetrag: 28.157,49€
    ==> GEWINN: 8755,53 €

    Und diesen Gewinn musst du natürlich mit deinem pers. Steuersatz versteuern.

  • Ich sehe nicht wo du Verluste gemacht haben solltest.
    Eingezahlt: 32.362,06
    - Rückerstattungen von fremdem (geliehenem) Geld: 12.960,10
    ==> EIGENES GELD: 19.401,96 €
    - Auszahlungsbetrag: 28.157,49€
    ==> GEWINN: 8755,53 €

    Und diesen Gewinn musst du natürlich mit deinem pers. Steuersatz versteuern.

    ICH selbst habe den Betrag von 32.362,06€ gezahlt-die Steuervergünstigungen bzw. Zulagen kamen oben drauf. Die hier zitierte Berechnung EIGENES GELD 19.401,96€ stimmt nicht.

    Wie gesagt, anhand meiner Excel-Tabelle seit 2005 habe ich einen Eigenanteil von 32.362,06€ von meinem bereits versteuertem Einkommen jeden Monat an die Versicherung gezahlt.

    Deshalb bin ich ja so verwundert!

  • Ich sehe nicht wo du Verluste gemacht haben solltest.
    Eingezahlt: 32.362,06
    - Rückerstattungen von fremdem (geliehenem) Geld: 12.960,10
    ==> EIGENES GELD: 19.401,96 €
    - Auszahlungsbetrag: 28.157,49€
    ==> GEWINN: 8755,53 €

    Und diesen Gewinn musst du natürlich mit deinem pers. Steuersatz versteuern.

    Ich verstehe deine Rechnung auch nicht.

    Eingezahlt – Ausgezahlt = "Gewinn"

    32.462,06 – 28.157,49 = 4304,57

  • Dein eigenes selbst einbezahltes Geld ist das was du nach Abzug der Förderung ( (Zulagen und Steuererstattung) wirklich selber einbezahlt hast.
    Und so wie du es schreibst ist die Berechnung von Fred_ schon richtig.

    Schau mal auf deiner Steuererstattung nach, da findest du den jährlichen Betrag der dir erstattet wurde und diesen musst du von deiner Einzahlung abziehen.

    Es kann natürlich sein das sich dein Versicherungsunternehmen vertan hat, aber ohne Original Abrechnung lässt sich sowas nicht kontrollieren.

    Du kannst ja damit mal zur Verbraucherzentrale gehen und dir das durchrechnen lassen.

    Vielleicht kommst du da weiter….

  • Wie gesagt, anhand meiner Excel-Tabelle seit 2005 habe ich einen Eigenanteil von 32.362,06€ von meinem bereits versteuertem Einkommen jeden Monat an die Versicherung gezahlt.

    Und die Zulagen sind noch zusätzlich da drauf gezahlt worden?
    Und was hast du mit den Steuererstattungen gemacht, die du durch die jeweilige EkSt-Erklärung bekommen hast?

  • Angenommen man zahlt jährlich 1925€ ein, dann tut man das erstmal aus seinem versteuerten Einkommen. Wenn Du das rund 17 Jahre getan hast, kommst Du auf deine gut 32.000€.

    Dann bekommst du jährlich 175€ Grundzulage. Wenn Du die 17 Jahre bekommen hast, bist Du bei Deinen rund 3.000€ Grundzulage.

    Wenn Du dann deine jährliche Steuererklärung machst, kannst Du die 1925€+175€ als Sonderausgaben abziehen. Damit werden Deine ursprünglich mal versteuerten Beiträge zu steuergestundeten* Beiträgen. Bei einem durchschnittlichen Grenzsteuersatz von 36% macht das dann 2.100€ x 36% = 756€. Da Du ja schon 175€ bekommen hast, werden die von den 756€ wieder abgezogen, so dass auf dem Steuerbescheid steht, dass Dir 581€ erstattet werden. Wenn das 17mal passiert ist, bist Du bei Deinen 10.000€ Steuererstattung.

    Praktisch hast Du pro Jahr also 1.925€ vor Steuern eingezahlt. Nach Steuern wären das nur 1.369€ gewesen. Und wenn das Deine Basis ist, hast Du Gewinn gemacht.

    P.S. Alle Parameter sind nur grob geraten, erscheinen mir aber einigermaßen auf den Fall zu passen.

    *Die erst während der Rentenphase zu versteuern gewesen wären.

  • Wenn Du dann deine jährliche Steuererklärung machst, kannst Du die 1925€+175€ als Sonderausgaben abziehen. Damit werden Deine ursprünglich mal versteuerten Beiträge zu steuergestundeten* Beiträgen. Bei einem durchschnittlichen Grenzsteuersatz von 36% macht das dann 2.100€ x 36% = 756€. Da Du ja schon 175€ bekommen hast, werden die von den 756€ wieder abgezogen, so dass auf dem Steuerbescheid steht, dass Dir 581€ erstattet werden. Wenn das 17mal passiert ist, bist Du bei Deinen 10.000€ Steuererstattung.

    Praktisch hast Du pro Jahr also 1.925€ vor Steuern eingezahlt. Nach Steuern wären das nur 1.369€ gewesen. Und wenn das Deine Basis ist, hast Du Gewinn gemacht.

    P.S. Alle Parameter sind nur grob geraten, erscheinen mir aber einigermaßen auf den Fall zu passen.

    *Die erst während der Rentenphase zu versteuern gewesen wären.

    So weit - so gut!

    Wo ich immer noch nicht mitkomme: die Zulagen sowie die Steuervergünstigungen HABE ich doch bereits zurückgezahlt?!

  • Nach mehreren Beratungen und weiterer vertiefter Recherche kann ich den Betrag aus der Rentenbezugsmitteilung nachvollziehen.

    Die hier im Beitrag gemachten Rechenschritte stimmen teilweise.

    Man muss das Ganze trennen. Auf der einen Seite die selbst eingezahlten Beiträge sowie die Zulagen. Die Steuervergünstigung ist separat zu betrachten.

    Und ja, in der Tat hatten meine eingezahlten Beiträge sowie die Zulagen ein Gesamtkapital von 35.461,9€ ergeben. Aus diesem Kapital entwickelten sich die 41.117,59€ und die Differenz waren die in der Rentenbezugsmitteilung ausgewiesenen 5.626,20€.

    Leider kann man die "Verluste" aus dem nach Abzug der Zulagen und Steuervergünstigungen ergebenen Betrag nicht gegenrechnen.

    Aus meiner Sicht eine "doppelte" Besteuerung.

    Aber was will man machen?

  • Aus meiner Sicht eine "doppelte" Besteuerung.

    Da ist nix doppelt besteuert, weil du diese Gewinne noch nie versteuert hast und nur darauf musst du Steuern bezahlen.

    Die Steuererstattung auf dein einbezahltes Kapital musst du wieder zurückzahlen, also auch nix doppelt besteuert.

    Aber schön das du langsam nachvollziehen kannst was da gerechnet wurde.

  • Da ist nix doppelt besteuert, weil du diese Gewinne noch nie versteuert hast und nur darauf musst du Steuern bezahlen.

    Die Steuererstattung auf dein einbezahltes Kapital musst du wieder zurückzahlen, also auch nix doppelt besteuert.

    Aber schön das du langsam nachvollziehen kannst was da gerechnet wurde.

    Man sieht an der ganzen Geschichte, dass „Riestern“ chaotisch und komplex ist.

  • Da ist nix doppelt besteuert, weil du diese Gewinne noch nie versteuert hast und nur darauf musst du Steuern bezahlen.

    Stimmt! Unglücklich von mir ausgedrückt.

    Anders gesagt, die Möglichkeit, den Verlust nicht gegenrechnen zu können, macht das Ganze so unattraktiv und undurchsichtig.

    Wie gesagt, die Berechnung kann ich mittlerweile nachvollziehen-die rechtliche bzw. steuerliche Komponente nicht.

  • Berechnung kann ich mittlerweile nachvollziehen-die rechtliche bzw. steuerliche Komponente nicht.

    Stell Dir einfach vor, was passiert wäre, wenn Du anstatt des Riestervertrags einen ungeförderten Banksparplan abgeschlossen hättest.

    Angenommen Du hättest jedes Jahr ein Budget von 5.000€, aus dem Du unter anderem auch den Riestervertrag bespart hättest.

    Dann hast Du jedes Jahr 1.925€ daraus entnommen, um den Riestervertrag zu besparen. freundlicherweise hat der Staat Dir noch 175€ dazugegeben. Danach hattest Du so oder so noch 3.075€ übrig. Anschließend hast Du im Rahmen Deiner Steuererklärung nochmal 581€ Steuererstattung bekommen (um die gleichen Beträge wie in meinem Post oben zu verwenden). Die Steuererstattung ist zurück in Deinen Topf geflossen. 3.075€ + 581€ = 3.656€.

    Um den gleichen Topf von 3.656€ zu erhalten, hättest Du nur 1.344€ in den Banksparplan einzahlen können. Tatsächlich sind auf diese Weise über die Vertragslaufzeit also nur 32.362,06€-9.960,77€ = 22.401,29€ Eigenbeiträge zusammen gekommen.

    Die Rückzahlung von Förderung und Steuererstattungen der Vorjahre hat genau diesen Zustand hergestellt.

    In deiner letzten Steuererklärung schaut sich das Finanzamt nun den Gewinn an, den Du mit dem Sparplan gemacht hast:

    28.157,49€ - 22.401,29€ = 5756.20€ Gewinn

    Und der Gewinn wird dann mit Deinem persönlichen Steuersatz besteuert...