Trade Republic weist Steuererstattung(!) wegen Geldwäsche Verdacht zurück

  • Ich habe heute eine größere Summe (aber unter 5000, dann würde es lt. KI evtl. mehrere Tage dauern) überwiesen.

    Diese Aussage finde ich auch merkwürdig, sollte das so stimmen. KI erzählt ja gerne Fantasiegeschichten.

    Eine SEPA Überweisung muss innerhalb von einem Tag ausgeführt werden, eine Echtzeitüberweisung in Sekunden. Und 5000 mögen für einzelne Personen eine große Summe sein, für eine Bank sind sind sie es aber nicht. Ich erwarte, dass auch eine Überweisung über 50.000 Euro fristgerecht ausgeführt wird.

  • So, jetzt mal bitte einen Schritt zurücktreten und sich dessen bewusst werden, was man da tut. Man hält also sein Gesicht in eine Kamera oder schickt gar die Kopie seines Einkommensteuerbescheides an diese "Jugend-forscht-Banken" und macht Männchen, um eine simple Überweisung durchzuführen? Nur weil die das so wollen?

    Ich glaube, Erich Kästner hat das schon lange vorher sehr gut beschrieben:

    Was immer auch geschieht,
    nie sollt ihr so tief sinken,
    von dem Kakao, durch den man euch zieht,
    auch noch zu trinken!

    Du hast ja lustige Ansichten und kannst schöne Zitate zitieren.

  • Da es eine bislang nicht verwendete Kontonummer war, wurde ich gefragt, ob ich dieser vertraue. Als nächstes wurde eine kurze Gesichtsverifizierung durchgeführt

    Ich frage mich, warum nur TR solche komischen Sachen macht.

    Bei anderen ist z.B. beim Tagesgeld ein Referenzkonto hinterlegt und nur von dort wird Geld angenommen. Wenn das Geld von einem anderen Konto kommt, geht es wieder zurück. Ganz einfach.

  • Ich frage mich, warum nur TR solche komischen Sachen macht.

    Bei anderen ist z.B. beim Tagesgeld ein Referenzkonto hinterlegt und nur von dort wird Geld angenommen. Wenn das Geld von einem anderen Konto kommt, geht es wieder zurück. Ganz einfach.

    Trade Republic möchte halt eine richtige Bank werden. Das Konto, was man dort hat, soll nicht mehr nur ein Verrechnungskonto sein - für das die von Dir genannte Einschränkung gilt - sondern ein richtiges Girokonto (mit dem man allen Zahlungsverkehr abwickeln kann). Die Tatsache, daß es dafür den EZB-Zins gibt, ist durchaus attraktiv. Ich kann mir vorstellen, daß das manche Kunden - vermutlich auch unseren TE - angezogen hat.

    Ich möchte meinen alltäglichen Zahlungsverkehr von meinem Anlagegeld getrennt haben, auch wenn das unbequem und umständlich ist: Ich muß Geld ausdrücklich von meinem Hauptgirokonto in den Anlagebereich verschieben oder es von dort erst holen, bevor ich mit dem Geld das Gewünschte machen kann.

    Ich kann verstehen, daß einer sagt: Ich will, daß mein Depot direkt an meinem Hauptgirokonto hängt. Gegen dieses Konzept ist prinzipiell nichts einzuwenden.

    Problematisch ist hier aber die Umsetzung des Konzepts. Trade Republic ist für schlechten Service berüchtigt. Nach meinem Dafürhalten haben sie schlichtweg zu viel computerisiert. Wie anderswo schon geschrieben: Wenn sie einem eine Dividende eine Woche zu spät einbuchen, dann ist das ein Ärgernis. Wenn sie einem das Konto sperren, also einen komplett vom Zahlungsverkehr abschneiden, ist das eine Katastrophe. Meinen alltäglichen Zahlungsverkehr würde ich von einem solchen Institut nicht abhängig machen, ich wollte es noch nicht einmal als einziges Anlagekonto haben (sondern zumindest noch ein weiteres Anlagekonto daneben führen).

  • Gerade dann ist es absurd, so ein Tamtam zu veranstalten. Auf ein Girokonto geht alles mögliche ein…

    Ich unterstelle nicht, daß das beabsichtigt ist. Denen ist einfach der Prozeß entgleist. Solche Fälle haben ja a) eine katastrophale Außenwirkung und b) dürfte die Bank Probleme mit der Aufsicht bekommen.

    Das ist mit Systemen häufig so: Man reduziert den Aufwand und stellt fest, daß das System noch funktioniert. Prima! Damit hat man ja Geld gespart! Dann dreht man den Aufwand noch ein bißchen weiter zurück. Das System funktioniert immer noch. Wunderbar! Dann haben wir ja noch mehr Geld gespart! Irgendwann hat man die Schraube aber überdreht. Das System funktioniert dann aber nicht etwa nur zu 95% oder 90%, sondern es funktioniert durch die letzte minimale Einsparung überhaupt nicht mehr.

    Der hier beschriebene Fall könnte ein gefundenes Fressen für die Boulevardpresse sein: Kunde wegen Geldwäsche angezeigt! Er hat 20.000 € Steuererstattung vom Finanzamt bekommen.

    Eine schlechtere Werbung (oder eine bessere Anti-Werbung) als eine Schlagzeile der Bild-Zeitung gibt es vermutlich nicht.

  • Ich frage mich, warum nur TR solche komischen Sachen macht.

    Bei anderen ist z.B. beim Tagesgeld ein Referenzkonto hinterlegt und nur von dort wird Geld angenommen. Wenn das Geld von einem anderen Konto kommt, geht es wieder zurück. Ganz einfach.

    Es geht doch nicht auf das Konto (TR), sondern von ihm weg. Das sind doch 2 verschiedene Vorgänge und hat nichts mit meinem erwähnten zu tun.

  • Ich unterstelle nicht, daß das beabsichtigt ist. Denen ist einfach der Prozeß entgleist. Solche Fälle haben ja a) eine katastrophale Außenwirkung und b) dürfte die Bank Probleme mit der Aufsicht bekommen.

    Nö, Absicht nicht.


    Aber Unfähigkeit, zum einen, die automatische Prüfung ordentlich hinzubekommen und zum anderen, bei eigenen Fehlern mit dem Kunden angemessen umzugehen.

  • Es geht doch nicht auf das Konto (TR), sondern von ihm weg. Das sind doch 2 verschiedene Vorgänge und hat nichts mit meinem erwähnten zu tun.

    Tut mir leid, verstehe ich nicht.

    Bei einem Girokonto müssen Zahlungseingänge ohne Aufwand möglich sein, sonst ist es sinnlos. Oder soll man jedes Jahr den neuen Stromanbieter als potentiellen Zahler hinterlegen, wenn er eine Erstattung bucht?

    Bei TG kann es von mir aus so sein, dass Eingänge nur von einem Referenzkonto möglich sind. Aber auch das ohne Folgeaufwand.

  • Ich unterstelle nicht, daß das beabsichtigt ist. Denen ist einfach der Prozeß entgleist. Solche Fälle haben ja a) eine katastrophale Außenwirkung und b) dürfte die Bank Probleme mit der Aufsicht bekommen.

    Nö, Absicht nicht.

    Aber Unfähigkeit, zum einen, die automatische Prüfung ordentlich hinzubekommen und zum anderen, bei eigenen Fehlern mit dem Kunden angemessen umzugehen.

    D'accord. Fragt sich halt, wie lang bestehende und prospektive Kunden sich das bieten lassen.

  • „Es trifft nur die anderen, die irgendwas falsch gemacht haben. Ich selbst habe kein Problem.“

    In einer Art stimmt das ja auch. Schaust Du in die üblichen Bewertungsportale und liest dort Bewertungen von Bankkonten (oder Geldinstituten), dann kannst Du zu dem Schluß kommen, daß Du am besten nirgendwo ein Konto eröffnest, weil dort jedes verfügbare Institut eine per saldo negative Bewertung hat. Über meine Bank lese ich dort so viel Schlechtes, daß ich mich wundere, daß meine Geschäftsbeziehung seit vielen Jahren glatt läuft.

    Was also soll man tun?

    Mein Schluß daraus ist: Nicht auf 1 Bein stehen! Würde 1 Geldinstitut, bei dem ich Geld habe, herumspinnen, so wäre damit nicht mein gesamter Zahlungsverkehr blockiert.

    Ich weiß, daß Neobroker nun einmal den Service heruntergefahren haben, denn Personal ist teuer. Ich spiele dieses Spiel aus dem gleichen Grund mit, aus dem andere Leute das Spiel mitspielen: Spesenersparnis. Gegen die Abschaffung von Bankpalästen, die ich als Kunde ja bezahlen muß, habe ich ja nichts einzuwenden. Ob ein Institut allerdings notwendigen oder nur optionalen Service wegrationalisiert, sehe ich möglicherweise erst im Bedarfsfall.

    Was mir sehr mißfällt, wofür ich aktuell aber (vielfach) keine Rückfallösung habe, ist die Konzentration aller Autorisierung auf mein Mobiltelephon. Das wird ja gemeinhin als Sicherheitslösung verkauft, ist in Wirklichkeit aber ein point of single failure. Versagt ein Konto seinen Dienst (warum auch immer), habe ich ein Backup. Versagt eine Kreditkarte ihren Dienst, habe ich ein Backup. Versagt mein Handy (oder geht verloren oder wird gestohlen), stehe ich zunehmend auf dem Schlauch. Für mein Haupt-Girokonto habe ich ein zweites Autorisierungsgerät, für alle anderen nicht. Hast Du dafür eine Rückfallösung?

  • Versagt eine Kreditkarte ihren Dienst, habe ich ein Backup. Versagt mein Handy (oder geht verloren oder wird gestohlen), stehe ich zunehmend auf dem Schlauch. Für mein Haupt-Girokonto habe ich ein zweites Autorisierungsgerät, für alle anderen nicht. Hast Du dafür eine Rückfallösung?

    Naja, der einfache Mitarbeiter am Schalter könnte evtl noch Geld herausgeben oder eine Papierüberweisung annehmen. Für alles weitere braucht es andere.


    Ich habe zwei Telefone, ein privates und ein berufliches, was ich moderat privat nutzen darf. Meine Bank-App und die der Zweitbank sind auf beiden installiert.

    Ansonsten ist mein letzter Wechsel des Girokontos über 6 Jahre her. Würde ich zu einer Neobank wechseln wollen, würde ich mir das erstmal sehr genau anschauen bzw. es testen. Derzeit wären TR und auch N26 raus, eben wegen der internen Unzulänglichkeiten…

  • Versagt ein Konto seinen Dienst (warum auch immer), habe ich ein Backup. Versagt eine Kreditkarte ihren Dienst, habe ich ein Backup. Versagt mein Handy (oder geht verloren oder wird gestohlen), stehe ich zunehmend auf dem Schlauch.

    Ich habe zwei Telefone, ein privates und ein berufliches, was ich moderat privat nutzen darf. Meine Bank-App und die der Zweitbank sind auf beiden installiert.

    Manche Banken erlauben zwei Autorisierungsgeräte, andere Banken erlauben das nicht. Bei letzteren hat man ein Problem, wenn das eine Autorisierungsgerät ausfällt. In diesem Fall ist Dein Geld dann absolut supersicher, sogar sicher vor Deinem eigenen Zugriff. :)

    In diesem Fall müßte man klären, ob man ggf. aus der Ferne das Autorisierungsgerät umdippsen* kann. Bei Scalable Capital ist das beispielsweise möglich, dafür braucht man einen speziellen Code, den man sich sinnvollerweise so notiert, daß man im Urlaub drankommt.

    Ansonsten ist mein letzter Wechsel des Girokontos über 6 Jahre her. Würde ich zu einer Neobank wechseln wollen, würde ich mir das erstmal sehr genau anschauen bzw. es testen. Derzeit wären TR und auch N26 raus, eben wegen der internen Unzulänglichkeiten …

    Dito. Ich möchte nicht im Urlaub eine Mail von meiner Bank bekommen: Wir haben eine Verfügung aus Thailand bekommen, die uns verdächtig erscheint. Deshalb haben wir zu Ihrer Sicherheit das Konto gesperrt.

    * Ich war mir der Schreibung des Wortes unsicher, das zu meinem aktiven Wortschatz gehört, das in meiner Gegend auch allgemein gängig ist. Es bedeutet "umschalten, umdisponieren, anders regeln". Der Duden kennt es nicht, sogar Google kennt es nicht. Staun!

  • Was mir sehr mißfällt, wofür ich aktuell aber (vielfach) keine Rückfallösung habe, ist die Konzentration aller Autorisierung auf mein Mobiltelephon. Das wird ja gemeinhin als Sicherheitslösung verkauft, ist in Wirklichkeit aber ein point of single failure. Versagt ein Konto seinen Dienst (warum auch immer), habe ich ein Backup. Versagt eine Kreditkarte ihren Dienst, habe ich ein Backup. Versagt mein Handy (oder geht verloren oder wird gestohlen), stehe ich zunehmend auf dem Schlauch. Für mein Haupt-Girokonto habe ich ein zweites Autorisierungsgerät, für alle anderen nicht. Hast Du dafür eine Rückfallösung?

    Ich habe für alle Banken, bei denen ich ein Konto habe, diese Plastikkarten incl. Lesegerät. Für Authentifizierung und Autorisierung verwende ich ein Tablet ohne Mobilfunk, auf dem ausschließlich dieses Banking-Gedöns installiert ist. Transaktionen mache ich ausschließlich über den PC. Auf meinem Smartphone gibt es aus Sicherheitsgründen kein Banking.

    Damit sollte eine hinreichende Verfügbarkeit bei Ausfall einer Komponente gegeben sein. Und sollte tatsächlich eine Situation eintreten, die nicht abgedeckt ist, kann ich immer noch einen Überweisungsträger ausfüllen und in der 2km entfernten Filiale der Sparkasse abgeben. Natürlich ist meine Lösung teurer als die gerne genommene "Kostenlos"-Variante bei der Neobank für den Sparfuchs. Verfügbarkeit kostet eben, das war schon immer so.

  • * Ich war mir der Schreibung des Wortes unsicher, das zu meinem aktiven Wortschatz gehört, das in meiner Gegend auch allgemein gängig ist. Es bedeutet "umschalten, umdisponieren, anders regeln". Der Duden kennt es nicht, sogar Google kennt es nicht. Staun!

    Google Gemini kennt "dibbsen" oder "umdipsen" als Synonym für "umändern" oder "hin- und herschieben." Man versichert, es gebe dazu keine feste Schreibweise. Es handele sich um einen Regionaldialekt. Auch zur Region gibt es einen Hinweis. 🙂