Depot für den Ruhestand vorbereiten

  • Man lügt sich damit etwas in die Tasche. No "extra money".

    Steuerklassen sind maßgeblich für die Höhe der Lohnsteuer, aber nicht für die Steuerlast. Was der meist besserverdienende Mann an Steuer "spart" zahlt seine Ehefrau, die ohnehin weniger verdient, drauf. Ein informiertes Ehepaar kann damit vernünftig umgehen, aber vermutlich sind die wenigsten Ehepaare informiert.

    Es ist sinnvoll, daß Deine weiterarbeitende Frau in Steuerklasse III geht, wenn der Mann in Rente ist. Geld gespart ist damit aber nicht, das gleicht sich mit dem Steuerbescheid aus..

    1. Wo schreibe ich ich irgendwas von Steuerklassen oder Steuerklassenwechsel?

    2. Wenn ein gemeinsam veranlagtes Paar weniger verdient sinken in der Regel Spitzensteuersatz und Durchschnittssteuer und somit die somit die Steuerlast überproportional

    3. "extra money" steht in Anführungszeichen (Bedeutung kann bei Bedarf gegoogelt werden), weil viele die geringere Steuerlast nicht auf dem Schirm haben (oder lügt hier die Steuertabelle?) und es einem somit so vorkommt wie eine Gehaltserhöhung

  • Der Kommer-ETF ist nicht 60/40 aufgeteilt. Es handelt sich um einen Aktien-ETF.

    Hier geht es um die Kommer-Vermögensverwaltung, die den Kommer-ETF (logischerweise) einsetzt.
    Dazu kommen dann je nach Konzept Renten-Bestandteile.

    Nach meinem Verständnis handelt es sich um den Robo Advisor bzw. die digitale Vermögens­verwaltung von Gerd Kommer Capital. Der TE möge mich bitte korrigieren, falls dem nicht so ist.
    Dieser kostet bei einer Anlagesumme von 400.000 EUR eine Gebühr von 0,6% p.a. plus Produktkosten (TER) der genutzten ETFs von durchschnittlich 0,2% p.a.

    Mit einer vergleichbaren Eigenanlage mit 60% Welt-Aktien-ETF bspw. SPDR MSCI ACWI IMI (TER 0,17%) und 40% Bundesanleihen-ETF bspw. Xtrackers II Germany Government Bond 0-1 (TER 0,07%) würde eine gewichtete TER von 0,13% anfallen, welche gleichzeitig die Gesamtkosten darstellt.

    Der TE zahlt also 0,67% p.a. mehr, bei 400.000 EUR sind das 2.680 EUR p.a. an Gebühren. Diese Gebühren steigen kontinuierlich mit der Wertentwicklung des Vermögens. Hinzu kommt die entgangene Rendite auf diese Gebühren. Der TE zahlt also über einen Zeitraum von 10 Jahren deutlich über 30.000 EUR an Gebühren an einen professionellen Dienstleister, der ihm dafür verspricht:

    Zitat

    Bei uns bekommen Sie eine Anlagestrategie und ein Portfolio, das zu Ihnen und Ihren persönlichen Bedürfnissen passt.

    Und trotzdem stellt der TE die folgenden Fragen hier im Forum, mit der Bitte um kostenlose Beratung durch die Forumsgemeinschaft:

    1. Wie kann das Depot angepasst werden um den Ruhestand vorzubereiten und eine gute Waage zwischen Sicherheit und Rendite zu erreichen?
    2. Wie könnten die 200.000,- am sinnvollsten integriert werden?
    3. Und dann noch eine Frage die meine Frau wg. der aktuellen Krisen immer wieder stellt: sollte ein Teil in Gold angelegt werden?

    Sorry, aber da bin ich raus :S

  • Wo schreibe ich ich irgendwas von Steuerklassen oder Steuerklassenwechsel?

    Wörtlich schreibst Du:

    Durch mein wegfallendes Gehalt ist die Steuerlast auf das verbleibende Gehalt meiner Frau quasi zusammengebrochen.

    Wie soll das anders gehen als über einen Steuerklassenwechsel? Ein Arbeitgeber bekommt ja nicht mit, daß der Ehepartner eines Mitarbeiters in Rente gegangen ist. Bei gemeinsamer Steuererklärung gibt es einen gemeinsamen Steuerbetrag für beide. Das wird regelmäßig nicht nach Mann und Frau auseinanderklamüsert.

    "extra money" steht in Anführungszeichen (Bedeutung kann bei Bedarf gegoogelt werden)

    Ach!

    ... weil viele die geringere Steuerlast nicht auf dem Schirm haben (oder lügt hier die Steuertabelle?) und es einem somit so vorkommt wie eine Gehaltserhöhung

    "Steuertabelle" hat nichts im Einkommensteuer zu tun, sondern mit Lohnsteuer, und als Gehaltserhöhung bezeichnet man üblicherweise die Erhöhung der monatlichen Gehaltszahlung, nicht etwa eine Steuerrückerstattung im Rahmen der Steuererklärung.

    Wenn einer von zwei Ehepartnern in Rente geht, ist es sinnvoll, daß der andere dann auf Steuerklasse III wechselt (wenn er nicht dort schon ist), weil sich eine Steuerklasse nur auf ein Gehalt auswirkt, nicht aber auf eine Rente. So dürftet Ihr das ja wohl auch gemacht haben.

  • Tut mir leid, aber 60k [Entnahme] halte ich für unrealistisch bei den Zahlen oder alternativ sehr riskant. D.h. dann bestände eine echte Gefahr, dass dem Überlebenden von Euch das Geld zu früh ausgeht.

    Finanzbedarf im Alter
    70.000 p.a. aktuelles Netto
    - jährliche Sparrate 9.600 p.a. --> 60.400 aktueller Konsum
    - 20 % pauschal --> 48.320 Euro p.a.
    - 10 % pauschal --> 54.360 Euro p.a.

    Etwa 85 T€ netto jetzt, etwa 70 T€ netto dann, wenn die Ehefrau in Rente geht, etwa 45 T€ netto dann, wenn auch der Ehemann in Rente geht.

    Aktuell wird viel verbraucht und wenig gespart, auch wenn der Ehemann schreibt, daß die Eheleute ein bescheidendes Leben führten.

    Die Ehefrau habe 1000 € Rente zu erwarten, das sind abzüglich Krankenversicherung um die 10 T€ im Jahr. Der Ehemann, der vermutlich später in den Ruhestand geht, habe 2500 € Rente zu erwarten, das mögen abzüglich Krankenversicherung um die 25 T€ sein. Wenn beide in Rente sind, haben sie voraussichtlich die Hälfte dessen, was sie aktuell verbrauchen.

    Da klafft eine erhebliche Lücke.

    Ich habe mal fett markiert wozu ich als realistisch machbar tendieren würde. Aber ich bin natürlich kein Berater, sondern ich gebe lediglich meine Erfahrung weiter als jemand, der sich nicht zuletzt für sich selbst intensiv mit Entnahme beschäftigt hat und hoffe, dass ich mich nicht verrechnet habe.

    Wie gesagt: Die Rente der Ehefrau läßt Du unter den Tisch fallen und verwechselst Mann und Frau, was in diesem Fall sehr wohl einen Unterschied macht.

    Solltet ihr nicht runter gehen können auf unter 50k [jährliche Entnahme], würde ich über Plan B nachdenken. Gleiches gilt, wenn das Depot schlecht oder sehr schlecht läuft.

    • Z.B. ein Jahr länger arbeiten, selbst ein halbes Jahr bringt schon was. Vielleicht freut sich Dein Arbeitgeber, wenn Du gelegentlich noch etwas unterstützt, einfach mal die Möglichkeiten sondieren.
    • Sollte Deine Frau gut verdienen, könnt ihr die Entnahme möglicherweise nach hinten schieben, d.h. Jahr 4+5 ohne Sparrate und ohne Entnahme nur mit dem Gehalt Deiner Frau + Deine Rente. Das würde rund einen Tausender p.a. bringen.
    • In keinem Fall kann es schaden, sich ein genaues Bild über die Ausgaben zu machen und nach möglichem Einsparpotenzial zu suchen.
    • Schließlich bleibt noch die Möglichkeit mit einem Umzug die Kosten zu drücken. Als Rentner seid ihr nicht mehr ortsgebunden.

    Wir sprechen ja bereits über den Plan B. In seinem anderen Thread, in dem drvan die Möglichkeit auslotete, sich zum Ruhestand eine Immobilie zuzulegen, wollte die Ehefrau bereits in 1 Jahr aufhören. Daraus sind in diesem Thread 3 Jahre geworden, das heißt: Nun will die Ehefrau 2 Jahre mehr arbeiten, das bringt 2 Jahre Gehalt, 2 Jahre Rentenpunkte und damit letztlich eine höhere Rente. Du hast schon ganz recht: Wer ein volles Gehalt bezieht, hat in aller Regel mehr Geld als einer, der eine Rente bezieht.

    Wie gesagt: Der jüngere und besser verdienende Mann wird länger arbeiten als seine Ehefrau. Erst wird das kleinere Gehalt ausfallen, dann das größere.

    Wenn tatsächlich jeden Monat alles ausgeben wird außer 400 oder 800 €, dann könnte es eine gute Idee sein, die Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen.

    Die beiden wohnen aktuell in einer Mietwohnung zu 900 € Kaltmiete in einem Ort in realistischer Fahrentfernung nach Hamburg. In Hamburg wohnen ihre Kinder, deswegen wollen sie perspektivisch dort hinziehen. Das könnte (vom Umzug abgesehen) die Wohnkosten pro Monat um 1000 € steigern. Von diesen 1000 € könnte man viel Sprit, vielleicht sogar Taxi bezahlen. Ich habe nicht den Eindruck, daß in diesem speziellen Fall ein Umzug ein Sparmodell wäre.

    Das Depot ist erheblich. Ich peile immer: 250 T€ sind 1000 € lebenslang. Insoweit wäre das jetzige Depot zwischen 600 und 700 T€ gut für irgendwas um die 2500 € monatlich. Das möchten die beiden aus dem Depot aber auch entnehmen, eigentlich sogar noch mehr.

    Ich könnte mir vorstellen, daß die Ausgabenseite den wirkungsvollsten Hebel bietet.

  • Ehepaar 58 + 64 Jahre
    Zu erwartende Rente = 2.500,-/Monat
    Bis zur Rente jährliches Einkommen von insgesamt 70.000,- netto/Jahr

    Den anderen Faden habe ich nicht gelesen, hier schreibt er von 70k netto. Die Idee mit dem Umzug nach Hamburg halte ich für unrealistisch, wenn man sich nicht auf eine Mini Butze beschränken will. Eher würde ich mich Richtung Niedersachsen orientieren in eine Kleinstadt mit Bahnanschluss. Vielleicht kann man was für 700 kalt finden. Oder geht es um Enkelkinder, die man hüten will/soll? Wenn nein, die wenigsten Kinder wollen ihre Eltern öfter als einmal die Woche sehen. Vielen dürfte selbst einmal im Monat zu viel sein. Zu nahe und zu eng kann Konflikte schüren.

  • Den anderen Faden habe ich nicht gelesen, hier schreibt er von 70k netto.

    Wenn jemand in kurzer Folge zwei Threads auflegt, haben die meistens irgendwas miteinander zu tun, so wohl auch hier.

    Die Idee mit dem Umzug nach Hamburg halte ich für unrealistisch, wenn man sich nicht auf eine Mini Butze beschränken will. Eher würde ich mich Richtung Niedersachsen orientieren in eine Kleinstadt mit Bahnanschluss. Vielleicht kann man was für 700 kalt finden.

    Im anderen Thread ging es darum, daß der TE eine Immobilie (Wohnung? Haus?) in Hamburg kaufen wollte, um seinen Kindern nahe zu sein, die wohl in Hamburg wohnen. Der TE will weitere 5 Jahre berufstätig sein, also müssen Hamburg, der aktuelle Wohnort und die Arbeitsstelle in fahrbarer Entfernung sein, wenn ich mal davon ausgehe, daß der Arbeitsplatz kein reiner Telearbeitsplatz ist. Aktuell zahle der TE 890 € Kaltmiete. Der aktuelle Wohnort dürfte im Umfeld Hamburgs sein, ich glaube nicht, daß man die Miete durch einen Umzug nennenswert reduzieren kann.

    Oder geht es um Enkelkinder, die man hüten will/soll? Wenn nein, die wenigsten Kinder wollen ihre Eltern öfter als einmal die Woche sehen. Vielen dürfte selbst einmal im Monat zu viel sein. Zu nahe und zu eng kann Konflikte schüren.

    Nix gnaus woaß ma net.

    :)

  • Wörtlich schreibst Du:

    Wie soll das anders gehen als über einen Steuerklassenwechsel? Ein Arbeitgeber bekommt ja nicht mit, daß der Ehepartner eines Mitarbeiters in Rente gegangen ist. Bei gemeinsamer Steuererklärung gibt es einen gemeinsamen Steuerbetrag für beide. Das wird regelmäßig nicht nach Mann und Frau auseinanderklamüsert.

    ....

    • Wenn einer von zwei Ehepartnern in Rente geht, ist es sinnvoll, daß der andere dann auf Steuerklasse III wechselt (wenn er nicht dort schon ist), weil sich eine Steuerklasse nur auf ein Gehalt auswirkt, nicht aber auf eine Rente. So dürftet Ihr das ja wohl auch gemacht haben.

    Für mich ist das Nettogehalt genau das, was jährliche nach Steuern und Abgaben übrigbleibt, sprich auf dem Konto landet. Es setzt sich zusammen aus den monatlichen Überweisungen des Arbeitgebers, ggf. steuerlichen Nach- oder Vorauszahlungen und manchmal noch ein paar anderen Abgaben.

    Sonst hätte ich ja schreiben müssen: "...die MONATLICHE Steuerlast sei förmlich zusammengebrochen... ". Vielleicht habe ich mich ein wenig unterkomplex ausgedrückt, ich bin ja auch kein Steuerberater oder Fachjurist, sondern nur ein interessiert Mensch der seine Erfahrungen weitergibt.

    Und nein, so haben wir das nicht gemacht (Steuerklassenwechsel). Ganz im Gegenteil, meine Frau ist in die V gewechselt. Ich habe ja auch bewusst nichts von "Rente" geschrieben, bis dahin habe ich ja noch etliche Jahre....

    Nichts für Ungut, aber Du interpretierst eine Menge Dinge in mein Post hinein, die ich weder gemeint noch geschrieben habe. Ich neige in solchen Fällen (wenn ich nicht alles verstanden habe oder mehr Details erfahren möchte) einfach mal freundlich nachzufragen, wie es der jeweilige Autor denn gemeint hat. Aber so hat jeder seinen eigenen Stil ;)


    Ich wünsche eine Guten Rutsch! :)


    Nichts für Ungut, aber bevor Du eine Menge Dinge interpretierst

  • Für mich ist das Nettogehalt genau das, was jährliche nach Steuern und Abgaben übrigbleibt, sprich auf dem Konto landet. Es setzt sich zusammen aus den monatlichen Überweisungen des Arbeitgebers, ggf. steuerlichen Nach- oder Vorauszahlungen und manchmal noch ein paar anderen Abgaben.

    Das dürfte eine Minderheitenmeinung sein. Typischerweise versteht man unter Nettogehalt das, was der Arbeitgeber monatlich überweist. Vermutlich nur sehr wenige Leute werden die Auswirkung des Steuerbescheids (der ein bis zwei Jahre nach der Auszahlung des Gehalts eintrudelt) in das Nettogehalt mit einrechnen.

    Bei Eheleuten kommt hinzu, daß die Lohnsteuer auf dem individuellen Lohnzettel steht, die Einkommensteuer dann für beide gemeinsam auf dem Steuerbescheid. Ich hatte schon erwähnt, daß vermutlich nur die wenigsten eine eventuelle Steuererstattung nach den Ehepartnern auseinanderklamüsern.

    Du schreibst oben, daß eine späterer Steuererstattung als eine Art Gehaltserhöhung empfunden werde. Auch diese Ansicht dürfte eine Minderheitenmeinung sein.

    Vielleicht habe ich mich ein wenig unterkomplex ausgedrückt.

    Dieser Eindruck drängt sich in der Tat auf.

    Und nein, so haben wir das nicht gemacht (Steuerklassenwechsel). Ganz im Gegenteil, meine Frau ist in die V gewechselt. Ich habe ja auch bewusst nichts von "Rente" geschrieben, bis dahin habe ich ja noch etliche Jahre ...

    Vielleicht erzählst Du uns einfach, wie Du das gemacht hast. Ich könnte mir vorstellen, daß es hier etliche Ehemänner gibt, die ihre Frau auch damit überraschen wollen, daß ihre Steuerbelastung durch das wegfallende Gehalt des Ehemanns praktisch zusammenbricht, obwohl sie selbst sogar noch in Steuerklasse V gewechselt sind. Auch die Grünen dürften sich für Dein Verfahren brennend interessieren, speziell der weibliche Teil deren Fraktion ist ja zutiefst davon überzeugt, daß das Ehegattensplitting frauenfeindlich sei.

    Nichts für Ungut, aber Du interpretierst eine Menge Dinge in mein Post hinein, die ich weder gemeint noch geschrieben habe.

    Das gibt Dir reichlich Raum, meine Irrtümer für alle klarzustellen.

    PS: Was ein Gut ist, weiß ich, was ein Ungut ist, aber nicht. Vielleicht erklärst Du auch das in Deiner nächsten Antwort.


  • Eigentlich hätte ich Dir anhand Deiner meist gut ausformulierten Posts intellektuell zugetraut zu erkennen, dass "Ungut" einfach ein orthografischer Fehler ist und "ungut" gemeint war.

    Passiert mir übrigens öfters, insbesondere wenn ich am Smartphone tippe. Ich erhebe beim schnellen tippen nicht Anspruch auf absolute Perfektion und erwarte diese auch nicht von anderen. Weiterhin ist die Möglichkeit für spätere Korrekturen hier im Forum ja eingeschränkt. Die meisten Menschen verstehen zum Glück trotzdem was ich meine und umgekehrt.

    Steuerklassenwechsel zu Optimierung der Steuerlast bei künftig erwarteten Lohnersatzersatzleistungen (z.B. Elterngeld, Insolvenzgeld, Kurzarbeitergeld, Krankengeld oder Arbeitslosengeld I) ist ein Thema welches hier nicht zum Thema hier passt und im Einzelfall recht komplex sein kann. Falls es Dich oder andere interessiert, wird Google oder ein separater Thread sicherlich weiterhelfen.

  • Eigentlich hätte ich Dir anhand Deiner meist gut ausformulierten Posts intellektuell zugetraut zu erkennen, dass "Ungut" einfach ein orthografischer Fehler ist und "ungut" gemeint war.

    Immerhin hast Du das Wort zweimal verwendet, beidesmal großgeschrieben. Ein einfacher Vertipper war das also nicht.

    Steuerklassenwechsel zu Optimierung der Steuerlast bei künftig erwarteten Lohnersatzersatzleistungen (z.B. Elterngeld, Insolvenzgeld, Kurzarbeitergeld, Krankengeld oder Arbeitslosengeld I) ist ein Thema, welches hier nicht zum Thema hier passt und im Einzelfall recht komplex sein kann. Falls es Dich oder andere interessiert, wird Google oder ein separater Thread sicherlich weiterhelfen.

    Ich hatte Dich gefragt, wie das bei Dir gegangen sei, daß die Steuerlast Deiner Frau "zusammengebrochen" sei, obwohl sie für diese Wirkung auf Steuerklasse V gegangen sei. Mir scheint das ungewöhnlich. Normalerweise wird ja darüber geklagt, daß die Steuerlast explodiere, wenn frau auf Steuerklasse V ginge.

    Nicht ich, sondern Du hast das Thema hier in diesem Thread aufgebracht. Ich finde schon, daß Du nun auch legen solltest.

    Die Lateiner sagten in so einem Fall: Hic Rhodus, hic salta!

  • Mir gefällt der Ansatz von Nikolaus Braun, der sagt: Etwa das festverzinslich halten, was man in fünf Jahren (zusätzlich) braucht, also nicht den gesamten Finanzbedarf für fünf Jahre, sondern den Finanzbedarf, den man über seine Festeinnahmen hinaus braucht. Läuft die Börse gut, nimmt man einmal im Jahr das von den Aktien weg, was man verbraucht hat, läßt das Festverzinsliche somit unberührt. Läuft die Börse schlecht, schont man das Aktiendepot und nimmt den zusätzlichen Bedarf vom Festverzinslichen. Damit sollte man eine Börsenbaisse von fünf Jahren überbrücken können.

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  • Ein gutes Neues Jahr euch allen! Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen und dass ich diese kompetente Community "anzapfen" konnte. Das hilft mir unseren Status einzuordnen, da ich auch nicht wirklich ein Finanzgenie bin. Ich werde mir das alles mal in Ruhe zu Gemüte führen.

    Vielleicht noch eine kurze Einordnung warum es zwei Threads gibt: Unsere Kinder (mit Enkelkind) haben ein Haus gekauft, direkt daneben ist eine weitere Immobilie frei geworden. Da unsere Schwiegertochter chronisch krank ist suchen wir nach einem Weg dauerhaft zu unterstützen. Da macht Nähe Sinn. Ich weiß, dass unser Finanzpolster nicht riesig ist, das liegt am Leben das uns passiert ist. Aber wir sind recht sparsam und können uns einschränken, daher ist der Blick auf die Ausgabenseite sicher zielführend. Und ja, tatsächlich bin ich jünger als meine Frau, d.h. ich arbeite mit dem höheren Gehalt länger. Wenn alles gut läuft werden auch noch jährliche Boni in Höhe von ca. 20k dazu kommen die dann vollständig in das Depot gehen könnten.

    Wie schon angeraten, werde ich nun nochmal einen Schritt zurück gehen, die Ausgabenseite beleuchten und versuchen eine höhere Sparrate zu erreichen.

    Euch allen einen guten Start in 2026

  • Lieber drvan

    Du hast mit Deiner ursprünglichen Frage eine interessante Neujahrsmorgen-Lektüre gestartet.

    Es warspannend die sehr fundierten Argumente hier zu lesen

    (vielen Dank daher ausrücklich an 90 Prozent Aktien , aber auch an Jochen Emm und wie immer an den in meinen Augen den mit schon fast unheimlich gründlichen @Achim Weiss ss)

    Ich habe einige dazu gelernt und bin immer noch beeindruckt über die leidenschaftliche Diskussion um nicht zu sagen leichte "Rechthaberei" zwischen manchen Forumsfreunden.

    Mancher Fragesteller ahnt mit seiner oft verständlichen Frage wohl nicht, mit welcher Energie sich hier einige Forumsfreunde dafür einsetzen ihren Vorschlag so lange zu verteidigen, dass am Ende sogar damit argument wird ob das eine oder andere Wort in Großbuchstaben geschrieben wurde und damit eine andere Bedeutung hat.

    Es war mal wieder eine köstliche Lektüre die das Fehlen der gewohnten Tageszeitung am Feiertag mehr als ausgeglichen hat.

    Vielen Dank:

    zum Thema ist nicht nur ALLES gesagt, sondern schon mehr als das. Daher enthalte ich mich jeglichem Komentar.

    Viele Grüße McProfit

  • Ein gutes Neues Jahr euch allen! Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen und dass ich diese kompetente Community "anzapfen" konnte. Das hilft mir unseren Status einzuordnen, da ich auch nicht wirklich ein Finanzgenie bin. Ich werde mir das alles mal in Ruhe zu Gemüte führen.

    Vielleicht noch eine kurze Einordnung warum es zwei Threads gibt: Unsere Kinder (mit Enkelkind) haben ein Haus gekauft, direkt daneben ist eine weitere Immobilie frei geworden. Da unsere Schwiegertochter chronisch krank ist suchen wir nach einem Weg dauerhaft zu unterstützen. Da macht Nähe Sinn. Ich weiß, dass unser Finanzpolster nicht riesig ist, das liegt am Leben das uns passiert ist. Aber wir sind recht sparsam und können uns einschränken, daher ist der Blick auf die Ausgabenseite sicher zielführend. Und ja, tatsächlich bin ich jünger als meine Frau, d.h. ich arbeite mit dem höheren Gehalt länger. Wenn alles gut läuft werden auch noch jährliche Boni in Höhe von ca. 20k dazu kommen die dann vollständig in das Depot gehen könnten.

    Wie schon angeraten, werde ich nun nochmal einen Schritt zurück gehen, die Ausgabenseite beleuchten und versuchen eine höhere Sparrate zu erreichen.

    Euch allen einen guten Start in 2026

    Ich wünsche auch allen ein frohes, gesundes und friedvolles Neues Jahr.

    drvan Dein Anliegen Eure Kinder zu unterstützen ist verständlich. Dafür sollte man aber nicht Eure sehr solide Situation aufgeben und sich in ein Immo-Abenteuer stürzen.

    Es gäbe doch auch die Möglichkeit, einen Zuschuss für eine Zugehhilfe zu übernehmen, damit wäre den Kindern vielleicht auch geholfen.