Gold-Ankauf online? Empfehlung und Erfahrung?

  • Hi zusammen,

    ich möchte demnächst einen 7 Gramm 585er Weißgold-Ring verkaufen. Erst dachte ich an den Juwelier, bei dem ich diesen vor Jahren gekauft habe. Nach Recherchen scheinen Juweliere aber nur mit ordentlich Abschlag anzurufen.

    Nun habe ich gesehen, dass man online noch den besten Kurs bekommt. Aktuell 504 Euro, damals vor über 10 Jahren hatte ich dafür ca. 600€ gezahlt.

    Ein weiterer Vorteil wäre die Bequemlichkeit. So müsste ich damit nicht zu ner Scheideanstalt mit Terminvergabe. So viel Geld ist es nun auch nicht.

    Dennoch würde ich den aktuellen Goldkurs schon in der nächsten Zeit mal nutzen, auch im das mal zu erledigen.

    Hat jemand schon mal so einen Online-Ankauf genutzt?

    Meine größte Sorge ist, den Ring zu versenden, auch wenn diese Händler einem eine Versand-Tasche schicken.. und dort behauptet wird, nichts erhalten zu haben. Da nützt dann auch kein Foto des Rings. Weitere Bedenken sind, dann doch nicht annähernd das online angegeben Geld zu bekommen.

    Kann man solchen Händlern wie z.B. https://www.moneygold.de vertrauen?

    Gruß

    Fuchs

  • Fuchs73 11. Januar 2026 um 16:39

    Hat den Titel des Themas von „Gold-Ankauf online? Enpfehlung und Erfahrung?“ zu „Gold-Ankauf online? Empfehlung und Erfahrung?“ geändert.
  • Wenn ich mal was zu verkaufen habe, mache ich das hier:

    Goldschmuck verkaufen – ESG Goldschmuck Ankauf: ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG

    Meistens vor Ort, bei kleineren Sachen auch online. Bisher habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Einfach per DHL versenden, ggf. versichert. Die Zustellung kannst du im Tracking sehen. Du bekommst dann, meist innerhalb von 1-3 Tagen, die Laboranalyse für die eingesandte Ware per Mail zusammen mit der entsprechenden Überweisung auf dein Konto.

  • Bei ESG habe ich auch schon geerbten Schmuck verkauft. Allerdings war die Summe groß genug, dass ein Kurier das Paket eingesammelt hat. Die Abwicklung war schnell und professionell. Ich habe ein Preisangebot erhalten, dem man zustimmen konnte oder nicht. Das Geld war zwei Banktage später auf dem Konto.

    Weitere Bedenken sind, dann doch nicht annähernd das online angegeben Geld zu bekommen.

    Das hängt vom tagesaktuellem Kurs ab. Rein theoretisch kann sich das auch zu deinem Vorteil auswirken.

  • Verstehe ich das richtig? Ich sende versichert echten Schmuck dorthin, evtl. auch mit Edelsteinen darin, weiß aber nie, was ich dafür erhalte? ( Den Rechner mal ausen vor gelassen) Oder kommt nach der Analyse noch einmal die Berechnung, die ich erst bestätigen müsste?

    Verschwindet da nicht evtl mal etwas?

  • Bei ESG habe ich auch schon geerbten Schmuck verkauft. Allerdings war die Summe groß genug, dass ein Kurier das Paket eingesammelt hat. Die Abwicklung war schnell und professionell. Ich habe ein Preisangebot erhalten, dem man zustimmen konnte oder nicht. Das Geld war zwei Banktage später auf dem Konto.

    Das hängt vom tagesaktuellem Kurs ab. Rein theoretisch kann sich das auch zu deinem Vorteil auswirken.

    Das war jetzt parallel.... Okay, also doch noch mal erst bestätigen

    Was passiert, wenn man ablehnt? Muss man die versicherte Rücksendung organisieren vermutlich?

  • Mich wundert nur das ESG etwas weniger Geld bietet als moneyold. Aber gut, sicher geben sich die alle nichts. Das Prinzip scheint gleich.

    Für mich ist die generelle Philosophie, dass das Gesamtpaket stimmen muss. Gerade im Edelmetallhandel sind die Preisunterschiede nicht besonders groß. Was nützen mir 10 EUR mehr beim Verkauf, wenn der nicht glatt verläuft?

    Obwohl z.B. die bei gold.de gelisteten Händler wohl nach Angaben des Betreibers dieser Seite als seriös anzusehen sind und ich es für die, bei denen ich gekauft habe, auch bestätigen kann, bestelle ich inzwischen nur noch bei einer Handvoll. Der Grund dafür ist hauptsächlich die Abwicklung. Wenn mir jemand z.B. beim Kauf einiger Unzen Gold nur Versand per DHL und Co. anbietet, lehne ich ab. Manche schaffen es, die Ware schon am nächsten Tag per Kurier zu liefern, bei anderen wartet man auch schon mal eine Woche. Wenn dann eben einer etwas mehr verlangt bzw. weniger zahlt, ist das für mich akzeptabel, wenn es eine deutlich blutdrucksenkende Wirkung hat.

  • Verstehe ich das richtig? Ich sende versichert echten Schmuck dorthin, evtl. auch mit Edelsteinen darin, weiß aber nie, was ich dafür erhalte? ( Den Rechner mal ausen vor gelassen) Oder kommt nach der Analyse noch einmal die Berechnung, die ich erst bestätigen müsste?

    Verschwindet da nicht evtl mal etwas?

    Schmuck mit Edelsteinen zu verkaufen und einen angemessenen Preis dafür zu erzielen, ist schwierig. Da sind Scheideanstalten nicht immer der richtige Ort. Die ESG z.B. kauft lediglich Diamanten größer 0,1 Karat mit entsprechender Qualität an, andere Scheideanstalten ignorieren Edelsteine generell und vergüten dafür nichts. Daher halte ich es nur für sinnvoll, bei solchen Ankäufer nur Altgold ohne Steine zu verkaufen.

    Natürlich ist der Verkauf keine Wundertüte. Du bekommst Analyse und Ankaufspreis vorher mitgeteilt. Bei seriösen Händlern verschwindet da nichts und der Preis entspricht dem aktuellen Ankaufspreis.

  • mit Gold hatte ich mich einmal befasst. Es ist wie Bitcoin etwas für Menschen, die mit dem Untergang der Welt rechnen.

    Dann gehören ja - jedenfalls Deiner Meinung nach - ausgerechnet die staatlichen Notenbanken mit ihren über 36.000 Tonnen an physischem Gold im Bestand zuvorderst zu denen, die "mit dem Untergang der Welt rechnen" ...

    Das bereitet mir jetzt Angst ... =O

    Das der Händler das Gold einfach einsteckt.

    Da empfehle ich generell, wie auch in anderen Bereichen, sich mit seriösen und honorigen (Vertrags)Partnern zu umgeben. Diese gibt es reichlich.

    Auch ein Grund, warum ich von solchen Wertgegenständen nichts halte.

    Mit Tangible Assets - aber auch der "Versicherung" Gold - habe ich dagegen beginnend seit Ende der 90er Jahre, mithin also bereits über ein Vierteljahrhundert, sehr gute bis beste Erfahrungen gemacht.

    Solche alternativen "Stores of Value" haben - aus diversen Gründen - zunehmend an Interesse und Gewicht gewonnen.

  • Natürlich ist der Verkauf keine Wundertüte. Du bekommst Analyse und Ankaufspreis vorher mitgeteilt. Bei seriösen Händlern verschwindet da nichts und der Preis entspricht dem aktuellen Ankaufspreis.

    Wie ist der Vorgang, sollte man das Angebot ablehnen? Der Schmuck liegt dann ja dort?

  • Wie ist der Vorgang, sollte man das Angebot ablehnen? Der Schmuck liegt dann ja dort?

    https://www.scheideanstalt.de/ankaufabwicklung/

    "Sollten Sie wider Erwarten mit unserem Ankaufspreis nicht einverstanden sein oder es sich in der Zwischenzeit anders überlegt haben, bekommen Sie Ihre Wertgegenstände unkompliziert zu Ihren Lasten zurück. Bitte teilen Sie uns Ihren Rücktrittswunsch postwendend nach Wertmitteilung mit. Kosten für die Wertermittlung werden Ihnen selbstverständlich keine berechnet. Nach Eingang bei uns im Hause wird Ihr Material stets noch 5 Arbeitstage (Montag – Freitag) separat aufgehoben"

    D.h. du zahlst den Rückversand.

  • Wie ist der Vorgang, sollte man das Angebot ablehnen? Der Schmuck liegt dann ja dort?

    Ich würde einfach mal annehmen, dass das eher selten vorkommt. Scheideanstalten sind kein orientalischer Basar, die Preise dort sind transparent und können jederzeit auf der Webseite eingesehen werden. Abweichungen nach oben oder unten können sich aus den üblichen Schwankungen der Edelmetallpreise ergeben.

    Wer also z.B. einen Ring aus 750er Gold, bei dem man selbst z.B. ein Gewicht von 10g ermittelt hat, einsendet, weiß eben, welchen Ankaufpreis incl. leichter Unschärfe er erwarten kann. Falls man es sich doch anders überlegt, dann s. Post #13.

  • Ja, das habe ich, nachdem ich folgende Anleitung gelesen habe:

    Gold verkaufen - Gold steuerfrei zum besten Preis verkaufen
    Gold verkaufen geht auch steuerfrei. Dazu musst Du physisches Gold oder Gold-ETCs wie Xetra-Gold oder Euwax-Gold ein Jahr besessen haben.
    www.finanztip.de

    Viel Erfolg!

  • https://www.scheideanstalt.de/ankaufabwicklung/

    "Sollten Sie wider Erwarten mit unserem Ankaufspreis nicht einverstanden sein oder es sich in der Zwischenzeit anders überlegt haben, bekommen Sie Ihre Wertgegenstände unkompliziert zu Ihren Lasten zurück. Bitte teilen Sie uns Ihren Rücktrittswunsch postwendend nach Wertmitteilung mit. Kosten für die Wertermittlung werden Ihnen selbstverständlich keine berechnet. Nach Eingang bei uns im Hause wird Ihr Material stets noch 5 Arbeitstage (Montag – Freitag) separat aufgehoben"

    D.h. du zahlst den Rückversand.

    Ich nicht: ich gehe davon aus, dass die Rücksendekosten zu zahlen sind...

    Wurde doch schon geklärt