Haus für Bitcoin verkauft...und nun?

  • Meine Situation: Ich bin männlich, 55 Jahre, geschieden und leitender Angestellter mit gesichertem Jahreseinkommen. Keine Schulden oder sonstige Verpflichtungen. Möchte in spätestens 7 Jahren in Ruhestand. 2024 habe ich mein Haus verkauft und miete derzeit eines.

    Aus dem Erlös gingen X-Hundertausend € in Bitcoin (neben meiner Scheidung war das die beste Entscheidung in meinem Leben :/). Die BTC bleiben auf meiner Cold Wallet forever und werden an meine beiden Kinder vererbt. Bin seit vielen Jahre tief in diesem Thema drin, aber bitte, das soll hier kein BTC thread werden...

    Nun liegen noch X-Hundertausend € auf meinen Tagesgeldkonto, und da liegen sie nicht gut...(Inflation, Einlagensicherung, etc.)
    Wie würdet Ihr dieses Geld anlegen? Mit Blick auf die Märkte und meiner 7-Jahresplanung, hadere ich mit ETF's... Alles nur ins Festgeld? Oder doch einen Teil via DCA in einen z.b. Firmen, - Staatsanleihen-ETF? Mein Ziel: Konservativ und inflationsgeschützt über die Ziellinie kommen.

    Randbemerkung: Ich bin im absoluten downsizing-modus: Sprich, ich habe alle größeren Sachwerte verkauft und will mich im Ruhestand nicht um irgendwelche Immobilien, Oldtimer oder sonstigen Beinglötze kümmern, um dann absolut flexible zu sein (Reisen, Sport, etc.).

    Vielen Dank schon vorab für alle Tips!

  • Kater.Ka 13. Januar 2026 um 14:25

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Nun liegen noch X-Hundertausend € auf meinen Tagesgeldkonto

    Ist es ein Tagesgeldkonto oder mehrere? Es sind nur 100.000€ von der Einlagensicherung gedeckt. Das nur als Hinweis.

    Mein Ziel: Konservativ und inflationsgeschützt über die Ziellinie kommen

    Mit Tages- und Festgeld wirst du die Inflation vermutlich nicht komplett ausgleichen können. Warum nicht einen geteilten Ansatz fahren? Die Hälfte in Tagesgeld (oder Geldmarkt wg. Einlagensicherung) und die andere Hälfte in einen Welt-ETF.

  • In 7 Jahren willst Du in Rente gehen. Brauchst Du dann wirklich alles Geld auf einmal oder warum diesen 7-Jahresplan? Üblicherweise rechnet man mit 30-40 Jahren für die Entnahme auch wenn es im Durchschnitt bei Männern nur knapp 20 werden ab 65. Manche leben halt länger.

    Konservativ und inflationsgeschützt zugleich geht nicht. Hat mich auch glatt zum Lachen gebracht mit der Wallet im Rücken. Aktien sind im Vergleich zu Coins sicherlich ne Schlaftablette.

    die üblichen Schritte vor der Rente wären grob:

    1) Zukünftige Einnahmen im Rentenalter bestimmen (GRV, LV, BAV etc.). Ggf. Kontenklärung

    2) Zukünftige Ausgaben abschätzen

    3) Gibt es eine Lücke? Wie hoch müsste eine jährliche Entnahme sein, um sie abzudecken? Wieviel davon werden durch sichere Kapitalerträge abgedeckt? Nur den Rest musst Du über eine Entnahme planen.

    4) Eine ziemlich einfache wenn auch nicht perfekte Methode ist es, zu Beginn des Ruhestands einen Liquiditätspuffer für 4-6 Jahre vorzuhalten für den Betrag, den Du planst zu entnehmen. Das kann man über Geldmarktfonds machen aber auch eine Festgeldleiter wäre denkbar oder ein Auszahlplan. Der Rest kann erst mal noch etwas renditeträchtiger angelegt sein. Müssen ja nicht gleich 100 % Aktien sein für den Rest.

  • OrangePilld

    vorab der guten Ordnung halber: Ich bin nur Finanz-Laie, wenn auch ein an solchen Themen Interessierter mit zudem ein bißchen eigenen Erfahrungen (investiere seit gut 50 Jahren aktiv u. a. in Aktien und Immobilien).

    Nur am Rande aber in dem Kontext

    leitender Angestellter mit gesichertem Jahreseinkommen.

    sind mir einige Fälle in praxi bekannt, wo sich das in dem Alter relativ schnell geändert hatte. Sollte man ggf. wenigstens mit "auf dem Schirm" haben.

    Aus dem Erlös gingen X-Hundertausend € in Bitcoin

    Wenn das 5 bis 10 Prozent der Gesamtmittel entspricht - why not ? Ansonsten wäre das nix für mich. Aber für mich gilt auch "Paragraph Eins - jeder macht Seins" :)

    (neben meiner Scheidung war das die beste Entscheidung in meinem Leben :/ )

    Generelle Erkenntnis aus meinem Umfeld: Ehe, wenn überhaupt, nur mit einem fairen und ausgewogenen Ehevertrag.

    Die BTC bleiben auf meiner Cold Wallet forever und werden an meine beiden Kinder vererbt.

    Kinder sollten, aus meiner Sicht, ihren eigenen finanziellen Weg finden und bestreiten. Die bestmögliche Ausbildung ist natürlich dennoch obligatorisch. Wäre daher auch eher nichts für mich.

    Aber siehe oben: "Paragraph Eins -jeder macht Seins"

    Konservativ und inflationsgeschützt über die Ziellinie kommen.

    So wie die Dinge schon lange geworden sind: "Konservativ" (nach der alten Einstufung in drei Risikoklassen die niedrigste (konservativ/defensiv - ausgewogen - offensiv)) und "inflationsgeschützt" (nach Steuer) schließen sich eher aus oder stehen zumindest in einem erheblichen Spannungsverhältnis.

    Nun liegen noch X-Hundertausend € auf meinen Tagesgeldkonto, und da liegen sie nicht gut...(Inflation, Einlagensicherung, etc.)

    Zum einen: Die gesetzliche Einlagensicherung von nur 100.000 pro Kopf und Bank beachten.

    Zum anderen: Ob Mittel da nicht gut liegen, hängt von der Gesamtsituation ab. Wenn man nicht mehr auf Rendite angewiesen ist, why not ? Oder auch: "If you have won the game, stop playing"

    Wie würdet Ihr dieses Geld anlegen?

    Dazu kann ich nix sagen.

    Ich kann nur sagen, wie ich das Geld anlegen würde: So wie bisher auch schon - nur, was hilft Dir das ?


    Ohne eine gründliche Bestandsaufnahme (inkl. Feststellung Deiner objektiven Risikotragfähigkeit und Deiner subjektiven Risikobereitschaft sprich Risikotoleranz) mit allen bestehenden Vermögenswerten, schon vorhandenen Altersvorsorgeansprüche, zu erwartende Rente(n), ungefährer Bedarf im Ruhestand, Versorgungslücke, falls ja, wie hoch etc. pp. werden da Versuchen von konkreten Hinweise eher auf "Stochern im Nebel" hinauslaufen.


    Gutes Gelingen wünsche ich !

  • Wenn du x Hunderttausende in BTC nie mehr veräußern willst, kannst du nicht ernsthaft auf der Suche nach Rendite sein. Worin läge da der Sinn?

    Inflation oder kaum Zinsen kann unmöglich eine Rolle spielen, wenn du ohnehin auf so viel Geld verzichtest...

    Von daher ist es egal, was du mit dem Rest machst.

  • Ist es ein Tagesgeldkonto oder mehrere? Es sind nur 100.000€ von der Einlagensicherung gedeckt. Das nur als Hinweis.

    Mit Tages- und Festgeld wirst du die Inflation vermutlich nicht komplett ausgleichen können. Warum nicht einen geteilten Ansatz fahren? Die Hälfte in Tagesgeld (oder Geldmarkt wg. Einlagensicherung) und die andere Hälfte in einen Welt-ETF.

    Einlagensicherung ist bei mir kein Thema. Ich bin bei nur einer Bank (Volksbank) und die hat über die gesetzlichen 100.000€ über den Garantieverbund des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zu 100 % abgesichert.

    Danke für Deinen Tip. Welt-ETF. Hatte ich auch überlegt, sollte ich dann aber mindestens 15Jahre halten. Es gab Zeiten, da waren ETF 18Jahre lang höchsten flat. Der Punkt ist, dass ich befürchte, dass wir in 2026 oder 2027 eine ordentliche Korrektur bekommen. Wir sind ja mit allem am Anschlag (DAX, S&P, QQQ, Metalle, etc.)...Daher auch noch so viel auf dem Tagesgeld Konto.

  • Wenn du x Hunderttausende in BTC nie mehr veräußern willst

    So wie ich das verstehe; siehe hier

    Die BTC bleiben auf meiner Cold Wallet forever und werden an meine beiden Kinder vererbt.

    wird eine Veräußerung ins Ermessen der beiden Kinder gestellt (die dann auch schon im Rentenalter sein könnten ...) - wenn es dann das Vehikel BTC noch gibt ...


    Nur am Rande:

    wenn du so viel Geld wegwirfst.

    Genau das oder zumindest den Tenor hatten mir einige Banker Ende der 90er entgegengeschleudert, als ich Gold von homöopathischem auf relevanten Anteil aufgestockt hatte. Der Kilopreis lag damals um die 7. 880 € ... - aktuell um die 125.000 € ... ?


    Vielleicht geschieht ja mit BTC etwas Ähnliches ...

  • Wenn du x Hunderttausende in BTC nie mehr veräußern willst, kannst du nicht ernsthaft auf der Suche nach Rendite sein. Worin läge da der Sinn?

    Inflation oder kaum Zinsen kann unmöglich eine Rolle spielen, wenn du ohnehin auf so viel Geld verzichtest...

    Von daher ist es egal, was du mit dem Rest machst.

    Nun, Bitcoin verkaufe ich nicht, weil es in Zukunft als Lending-Vehikel dienen wird und ich ausreichen APY (Zinsen) bekomme. Ich fungiere wie eine Bank.

  • Das bringt ihm aber NICHTS.

    Vielleicht aber irgendwann mal seinen Kindern. Was ihm ja offensichtlich sehr wichtig zu sein scheint.

    Da er beschlossen hat, auf das Vermögen zu verzichten, kann er es für dieses Leben ebenso gut wertlos ausbuchen.

    Jedenfalls ihn betreffend. Dürfte er vermutlich gedanklich auch so handhaben. Für seine Kindern muß abgewartet werden, welchen Wert BTC dann repräsentiert.

    Wozu dann mit dem Rest auf Renditesuche gehen???

    Weil er offensichtlich beschlossen hat auf einen signifikanten Teil seines Vermögens schon jetzt zu verzichten (siehe oben) geht er (oder muß er) "mit dem Rest auf Renditesuche gehen".

    Ob er das bei sachlich-nüchterner Gesamtbestandsaufnahme muß - dazu ist halt nix bekannt.

    Siehe schon Nr. 4 letzter Abs.

    Ohne eine gründliche Bestandsaufnahme (inkl. Feststellung Deiner objektiven Risikotragfähigkeit und Deiner subjektiven Risikobereitschaft sprich Risikotoleranz) mit allen bestehenden Vermögenswerten, schon vorhandenen Altersvorsorgeansprüche, zu erwartende Rente(n), ungefährer Bedarf im Ruhestand, Versorgungslücke, falls ja, wie hoch etc. pp. werden da Versuchen von konkreten Hinweise eher auf "Stochern im Nebel" hinauslaufen.

  • OrangePilld

    Nur am Rande aber in dem Kontext

    sind mir einige Fälle in praxi bekannt, wo sich das in dem Alter relativ schnell geändert hatte. Sollte man ggf. wenigstens mit "auf dem Schirm" haben.

    Da stimmt ich dir zu! Auf der anderen Seite: Da ich schon +30Jahre im Unternehmen bin, wäre das Abfindungspaket entsprechen attraktiv

    Wenn das 5 bis 10 Prozent der Gesamtmittel entspricht - why not ? Ansonsten wäre das nix für mich. Aber für mich gilt auch "Paragraph Eins - jeder macht Seins" :)

    Nunja, es sind 40%. Ich verkaufe doch mein Haus nicht um 5-10% in BTC zu stecken.

    Generelle Erkenntnis aus meinem Umfeld: Ehe, wenn überhaupt, nur mit einem fairen und ausgewogenen Ehevertrag.

    Kinder sollten, aus meiner Sicht, ihren eigenen finanziellen Weg finden und bestreiten. Die bestmögliche Ausbildung ist natürlich dennoch obligatorisch. Wäre daher auch eher nichts für mich.

    100%

    Aber siehe oben: "Paragraph Eins -jeder macht Seins"

    So wie die Dinge schon lange geworden sind: "Konservativ" (nach der alten Einstufung in drei Risikoklassen die niedrigste (konservativ/defensiv - ausgewogen - offensiv)) und "inflationsgeschützt" (nach Steuer) schließen sich eher aus oder stehen zumindest in einem erheblichen Spannungsverhältnis.

    Genau in diesem Spannungverhältnis stecke ich. Konservativ/defensiv ja, ausgewogen (BTC lastig) und offensiv nein

    Zum einen: Die gesetzliche Einlagensicherung von nur 100.000 pro Kopf und Bank beachten.

    Meine Volksbank garantiert 100% durch zusätzlich Garantieverbund des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Das ist kein Thema. Bin nur bei der Volksbank

    Zum anderen: Ob Mittel da nicht gut liegen, hängt von der Gesamtsituation ab. Wenn man nicht mehr auf Rendite angewiesen ist, why not ? Oder auch: "If you have won the game, stop playing"

    Ich warte ggf. auf die nächste 20-30% Korrektur wäre auch eine Option.

    Dazu kann ich nix sagen.

    Ich kann nur sagen, wie ich das Geld anlegen würde: So wie bisher auch schon - nur, was hilft Dir das ?


    Ohne eine gründliche Bestandsaufnahme (inkl. Feststellung Deiner objektiven Risikotragfähigkeit und Deiner subjektiven Risikobereitschaft sprich Risikotoleranz) mit allen bestehenden Vermögenswerten, schon vorhandenen Altersvorsorgeansprüche, zu erwartende Rente(n), ungefährer Bedarf im Ruhestand, Versorgungslücke, falls ja, wie hoch etc. pp. werden da Versuchen von konkreten Hinweise eher auf "Stochern im Nebel" hinauslaufen.

    Mit 40% BTC bin ich ja schon recht risikolastig. Bisher mit Erfolg.
    Den Rest möchte ich risikoneutral/sicher anlegen. Versorgungslücke wird es nicht geben, vor allem nicht wegen meiner Firmenpensionsansprüche).

    Es geht mir nur um meine X-Hunderttausend auf dem Tagesgeldkonto, welches dort nur inflationiert wird.
    Die Frage ist doch eigentlich gar nicht so schwer.

    Gutes Gelingen wünsche ich !

    Danke

  • Es geht mir nur um meine X-Hunderttausend auf dem Tagesgeldkonto, welches dort nur inflationiert wird.

    Ich würde Gold + Welt-ETF ergänzend in Betracht ziehen. – Dann bestünde dein Portfolio aus drei Assetklassen (BTC, Aktien, Gold), die langfristig nicht miteinander korrelieren. Selbst wenn es zu einem Aktien-Crash kommen würde, was nicht sicher ist, würden zumindest die anderen Assets (teilweise) profitieren.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Nunja, es sind 40%. Ich verkaufe doch mein Haus nicht um 5-10% in BTC zu stecken.

    Eine nach meinen Dafürhalten zumindest spezielle Sicht - ohne jeden normativen Touch.

    Meine Volksbank garantiert 100% durch zusätzlich Garantieverbund des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Das ist kein Thema. Bin nur bei der Volksbank

    Wie man zum Thema gesetzliche Einlagensicherung und freiwillige Einlagensicherung der drei Sparten (öffentlich-rechtliche Banken, genossenschaftliche Banken und private Geschäftsbanken) steht, wird im Auge des jeweiligen Betrachters liegen.

    Mit 40% BTC bin ich ja schon recht risikolastig.

    Wobei diese Teil ja offensichtlich bei Deinem Vermögen gar nicht mehr mitgedacht und mitberücksichtigt werden soll; siehe hier:

    Die BTC bleiben auf meiner Cold Wallet forever und werden an meine beiden Kinder vererbt.

    In dem Kontext

    Die Frage ist doch eigentlich gar nicht so schwer.

    Denke, eher doch, jedenfalls wenn relevante Infos fehlen, beispielsweise

    Da ich schon +30Jahre im Unternehmen bin, wäre das Abfindungspaket entsprechen attraktiv

    oder sogar spielentscheidende Infos bis lang fehlten, beispielsweise

    Versorgungslücke wird es nicht geben, vor allem nicht wegen meiner Firmenpensionsansprüche).

    Wenn Du auf diese freien Mittel für einen finanziell auskömmlichen Ruhestand nicht angewiesen bist, dann bleibt - nach und neben der Definition und Bereitstellung einer adäquaten Rücklage - praktisch nur noch Deine subjektive Risikobereitschaft (Risikotoleranz) als Demarkationslinie, um in der Asset-Allocation die passende Mischung aus "risikoarm" vs "risikoreich" einzustellen.

    Dabei stell aus meiner Sicht eine Aktienquote - bezogen auf die freien Mittel - von mindestens 30 besser 35% eine Art Untergrenze da, wenn nach Steuern und Inflation diese Gesamtmittel kaufkraftbereinigt erhalten bleiben sollen.

    So sehe ich das jedenfalls als Finanz-Laie, wenn auch einem an solchen Themen Interessierten.

    Vielleicht erhältst Du ja noch Hinweise von kundigeren Protagonisten.


    Weiter gute Gedanken und viel Erfolg !

  • 2024 habe ich mein Haus verkauft und miete derzeit eines.

    Aus dem Erlös gingen X-Hundertausend € in Bitcoin

    Hut ab ;)

    Nun liegen noch X-Hundertausend € auf meinen Tagesgeldkonto, und da liegen sie nicht gut...(Inflation, Einlagensicherung, etc.)
    Wie würdet Ihr dieses Geld anlegen? Mit Blick auf die Märkte und meiner 7-Jahresplanung, hadere ich mit ETF's... Alles nur ins Festgeld? Oder doch einen Teil via DCA in einen z.b. Firmen, - Staatsanleihen-ETF? Mein Ziel: Konservativ und inflationsgeschützt über die Ziellinie kommen.

    Ich bin zugegebenermaßen einigermaßen erstaunt. Du hast dein Haus verkauft um den Großteil des Erlöses in eines der volatilsten Assets überhaupt zu investieren. Und gleichzeitig haderst du mit der potentiellen Volatilität von Aktien-ETFs? Das bringe ich wirklich überhaupt nicht zusammen. Aber es soll ja kein Bitcoin Thread werden...

    Wenn wir die Cold-Wallet mal für einen Moment ausblenden: Du hast ja in 7 Jahren einen hoffentlich noch langen Entnahmezeitraum von mehreren Jahrzehnten vor dir. Wenn du in diesem Zeitraum eine möglichst hohe Entnahmerate erzielen möchtest, wirst du um eine signifikante Aktienquote von wenigstens 50% nicht umhinkommen. Und mit dem bisschen Vola eines Welt-Aktien-ETF wirst du doch locker umgehen können 8o

    PS: stöbere mal auf dem Blog Finanzen?Erklärt! Da findest du einiges zu Entnahmestrategien im Ruhestand

  • Wenn du in diesem Zeitraum eine möglichst hohe Entnahmerate erzielen möchtest, wirst du um eine signifikante Aktienquote von wenigstens 50% nicht umhinkommen.

    Sehe ich ähnlich (siehe schon Nr. 12).

    Die Frage wäre halt vor dem Hintergrund

    Versorgungslücke wird es nicht geben, vor allem nicht wegen meiner Firmenpensionsansprüche).

    wie bedeutsam bzw. prioritär eine

    möglichst hohe Entnahmerate

    aus dem Vermögen (überhaupt) ist.

    Dürfte auch von Themen wie der zukünftigen Inflation (inkl. Miete, KV) und der ggf. Anpassung der Rente(n), der Firmenpensionsansprüche" usw. an die Inflation abhängen.

  • Nur am Rande:

    Genau das oder zumindest den Tenor hatten mir einige Banker Ende der 90er entgegengeschleudert, als ich Gold von homöopathischem auf relevanten Anteil aufgestockt hatte. Der Kilopreis lag damals um die 7. 880 € ... - aktuell um die 125.000 € ... ?


    Vielleicht geschieht ja mit BTC etwas Ähnliches ...

    Also ist die Rendite ca 8 Prozent p.a. Über diesen Zeitraum haben viele andere investionen , z.b. Immobilien, vergleichbare Renditewerte erzielt. Wichtig scheint mir, immer im richtigen Moment zu kaufen bzw. zu verkaufen…

  • Also ist die Rendite ca 8 Prozent p.a.

    Ob dem so ist, habe ich nie nachgerechnet.

    Rendite ist bei meinen Versicherungen (Gold läuft bei mir unter dieser Rubrik - eine "Versicherung" ab dem Jahr 1999 gegen das Experiment "Einheitswährung" (Euro), die gemäß meinen damaligen Recherchen mit signifikanten bis schwersten Konstruktionsmängeln behaftet ist) nicht das prioritäre oder entscheidende Kriterium - sondern eben der Assekuranzgedanke.

    Über diesen Zeitraum haben viele andere investionen , z.b. Immobilien, vergleichbare Renditewerte erzielt.

    Mit Immobilien kenne ich mich kaum aus, da habe ich nur ganz rudimentäre Kenntnisse plus ein bißchen eigene Erfahrungen.

    Wichtig scheint mir, immer im richtigen Moment zu kaufen bzw. zu verkaufen…

    Wichtig bei Gold schien mir damals eher der alternativ-klassische Ansatz zum staatlichen Papiergeld und insbesondere zu staatlichen Papiergeldexperimenten - die Historie von solchen Währungsunionen wie dem Euro in der Vergangenheit ist durchweg eine deprimierende.

    Immobilien haben zudem ein anderes Risikoprofil in Relation zur Obrigkeit angefangen vom Steuerecht über das Mietrecht bis hin zur Transparenz (Grundbuch). Diesbezüglich bot und bietet Gold - damals noch anonym erworben selbstverständlich aber durchgängig mit Kaufbelegen - auch in Sachen Mobilität (versus der Immobilität von Immobilien) und auch geographischer Diversifikation einen anderen und eigenen Charme.

  • In 7 Jahren willst Du in Rente gehen. Brauchst Du dann wirklich alles Geld auf einmal oder warum diesen 7-Jahresplan? Üblicherweise rechnet man mit 30-40 Jahren für die Entnahme auch wenn es im Durchschnitt bei Männern nur knapp 20 werden ab 65. Manche leben halt länger.

    Ja, bräuchte ich schon. A) Weil die BTC nicht monetarisiert werden sollen, und B), weil ich dann bis zu meiner Rente mit 67 noch 5Jahre überbrücken muss.

    Danke, dass macht für mich Sinn. Meine Challenge ist, dass ich für Aktien zu kurzes Zeitfenster von 7Jahren habe. Ich verfolge die Märkte sehr intensiv und mein Bauchgefühl sagt mir, dass es in 2026/2027 ein ordentliche Korrektur sehr wahrscheinlich ist.