Haus für Bitcoin verkauft...und nun?

  • Hut ab ;)

    Ich bin zugegebenermaßen einigermaßen erstaunt. Du hast dein Haus verkauft um den Großteil des Erlöses in eines der volatilsten Assets überhaupt zu investieren. Und gleichzeitig haderst du mit der potentiellen Volatilität von Aktien-ETFs? Das bringe ich wirklich überhaupt nicht zusammen. Aber es soll ja kein Bitcoin Thread werden...

    Nun muss ich doch etwas zu Bitcoin sagen: Ich weiß, 40% aus dem Hauserlös (2024) in BTC klingt unvernünftig, ist es aber meiner Meinung nach nicht. Ganz im Gegenteil, für mich hat es sich gelohnt und es ist mein safe haven. Eine im Leben einmalige Gelegenheit. Bitcoin ist eine neue Asset-Klasse und hat seit dem sie existiert (+17 Jahre) alle anderen Asset-Klassen bei weitem outperformed. Und das wird es sehr wahrscheinlich auch in Zukunft. Die Volatilität ist kein Bug, sondern ein Feature! Mich juckt die Volatilität überhaupt nicht, da es mein langfristiges Asset ist. Wie bei allen jungen Assets wird die Volatilität mit den Jahre abnehmen und BTC wird zur globalen Währungsreserve werden.
    Also Bitcoin langfristig und sicher in meiner Cold Wallet. Es gibt kein besseres Gefühl durch self custody.

    Im Gegensatz dazu habe ich cash auf meinem Konto. Nunja, wohl etwas sicherer als unter meinem Kopfkissen... Zudem benötige ich ja das Geld in 7Jahren! Das ist entscheidend! Ich muss die Lücke bis zur Rente mit 67 füllen. Das Risiko das ich sehe: jetzt damit in einen bullrun all-time high Markt reinzugehen und zu hoffen, das die Märkte in den nächsten 7 Jahren weiter all-time high's schreiben, ist gewaltig. Alles schreit nach einer dringenden, gesunden Markt-Korrektur!

    Wenn wir die Cold-Wallet mal für einen Moment ausblenden: Du hast ja in 7 Jahren einen hoffentlich noch langen Entnahmezeitraum von mehreren Jahrzehnten vor dir. Wenn du in diesem Zeitraum eine möglichst hohe Entnahmerate erzielen möchtest, wirst du um eine signifikante Aktienquote von wenigstens 50% nicht umhinkommen. Und mit dem bisschen Vola eines Welt-Aktien-ETF wirst du doch locker umgehen können 8o

    PS: stöbere mal auf dem Blog Finanzen?Erklärt! Da findest du einiges zu Entnahmestrategien im Ruhestand

  • Hallo zusammen,

    bitte prüft besonders sorgfältig, wie groß eure tatsächliche Rentenlücke wirklich ist. Schnell kann dabei eine Lücke von 1.000.000 Euro entstehen – und es ist alles andere als angenehm, wenn am Ende des Geldes noch zu viel Leben übrig ist.

    Die Überprüfung gelingt ganz unkompliziert mit dem ePaper von Finanztip.

    LG

  • bitte prüft besonders sorgfältig, wie groß eure tatsächliche Rentenlücke wirklich ist. Schnell kann dabei eine Lücke von 1.000.000 Euro entstehen – und es ist alles andere als angenehm, wenn am Ende des Geldes noch zu viel Leben übrig ist.

    In diesem Fall hier ist ja am Ende des Geldes auf jeden Fall auch noch ganz viel Bitcoin übrig! ^^

  • B), weil ich dann bis zu meiner Rente mit 67 noch 5Jahre überbrücken muss.

    Ab 67 bist Du über Rente, betriebliche Altersvorsorge oder was auch immer gut versorgt? Ich hoffe du hast das richtig berechnet, es gibt nicht viele, die so hohe Altersbezüge haben. Fangen die wirklich alle zum gleichen Zeitpunkt an? Zudem wirst Du vermutlich die nächsten Jahre noch Geld zurücklegen oder gibst Du alles aus?

    Dann wirst Du in 7 Jahren einen Jahresbedarf benötigen. In 8 Jahren den nächsten, in 9 einen und in 10 und 11 Jahren je einen.

    Wenn Deine Glaskugel sagt, es kommt der Crash, dann musst Du verkaufen bzw. alles sicher anlegen.

    Ohne Glaskugel würde ich eher an einen schrittweisen Ausstieg nach Fälligkeiten denken. D.h. z.B. die Hälfte des mittelfristig benötigten Geldes risikoarm anlegen. Dabei kann man Geldmarkt nehmen aber auch eine sichere Eurostaatsanleihe mit einer 7 jährigen Restlaufzeit wäre eine Möglichkeit. Das würde zusammen mit den Sparraten vermutlich für die ersten drei Jahre oder noch länger reichen. Den Rest kann (nicht muss) man in Aktien stecken bzw. belassen und jedes Jahr einen zukünftigen Jahresbedarf davon versilbern. Mit etwas Glück bleibt am Ende noch eine kleine Reserve fürs Alter.

  • Nun muss ich doch etwas zu Bitcoin sagen: Ich weiß, 40% aus dem Hauserlös (2024) in BTC klingt unvernünftig, ist es aber meiner Meinung nach nicht. Ganz im Gegenteil, für mich hat es sich gelohnt und es ist mein safe haven.

    Ich verstehe nicht, mit welchem Motiv Du überhaupt diesen Thread aufgesetzt hast: Du bist offensichtlich zutiefst davon überzeugt, daß Bitcoin das beste, stabilste, dauerhafteste, rentabelste Anlageinstrument überhaupt ist.

    Warum hast Du nicht einfach den kompletten Erlös Deines Hauses in Bitcoin gesteckt?

  • Meine Challenge ist, dass ich für Aktien zu kurzes Zeitfenster von 7Jahren habe.

    Aber Du wirst doch vermutlich in 7 Jahren nicht auf den Betrag als Ganzes und auf einen Schlag Zugriff nehmen müssen .... ?

    Schon gar nicht vor dem Hintergrund (jedenfalls, wenn Du das seriös gerechnet hast):

    Versorgungslücke wird es nicht geben, vor allem nicht wegen meiner Firmenpensionsansprüche).

  • Ich verstehe nicht, mit welchem Motiv Du überhaupt diesen Thread aufgesetzt hast: Du bist offensichtlich zutiefst davon überzeugt, daß Bitcoin das beste, stabilste, dauerhafteste, rentabelste Anlageinstrument überhaupt ist.

    Warum hast Du nicht einfach den kompletten Erlös Deines Hauses in Bitcoin gesteckt?

    Nun, ich verstehe Deine Frage ist bewusst etwas Provokant gestellt :)
    Nur weil für mich Bitcoin das beste Asset ist, heißt das doch lange nicht all-in zu gehen...40% BTC allocation spricht schon für meine Überzeug, oder? Etwas Diversifikation sollte schon sein. Oder isst Du jeden Tag ausschliesslich Dein Lieblingsessen?

  • Aber Du wirst doch vermutlich in 7 Jahren nicht auf den Betrag als Ganzes und auf einen Schlag Zugriff nehmen müssen .... ?

    Schon gar nicht vor dem Hintergrund (jedenfalls, wenn Du das seriös gerechnet hast):

    Das stimmt allerdings. Ich bräuchte jedes Jahr 1/5tel bis zur Rente. Ich bräuchte diese aber sicher!
    Wie wäre es mit einen Bonds- Festgeld-Mix? Ich möchte das Aktienrisiko limitieren wegen des Marktkorrektur-Risiko.

  • Hallo zusammen,

    bitte prüft besonders sorgfältig, wie groß eure tatsächliche Rentenlücke wirklich ist. Schnell kann dabei eine Lücke von 1.000.000 Euro entstehen – und es ist alles andere als angenehm, wenn am Ende des Geldes noch zu viel Leben übrig ist.

    Die Überprüfung gelingt ganz unkompliziert mit dem ePaper von Finanztip.

    LG

    Danke Adrian, hast Du einen Link zu dem ePaper?

  • Das stimmt allerdings. Ich bräuchte jedes Jahr 1/5tel bis zur Rente. Ich bräuchte diese aber sicher!
    Wie wäre es mit einen Bonds- Festgeld-Mix? Ich möchte das Aktienrisiko limitieren wegen des Marktkorrektur-Risiko.

    Ich bin weiterhin verwirrt. Du benutzt das typische Vokabular des Sicherheitssparers schlechthin. Und gleichzeitig gehst du mit einem extrem hohen Anteil deines Vermögens in ein äusserst volatiles und risikoreiches Asset. Das ist mal was Neues ;)

    Aber egal. Um deine Frage nach Sicherheit zu beantworten: Als Inbegriff der Sicherheit gelten für deutsche Anleger kurzlaufende Bundesanleihen. Diese gibt es auch als ETF. Bspw. DBX0T8 (thesaurierend) oder A0Q4RZ (ausschüttend). Damit wirst du eine nominale Rendite knapp unterhalb der Inflation erzielen. Mehr ist bei hoher Sicherheit eben nicht drin ("no free Lunch"). Dies in Kombination mit etwas Tagesgeld könnte dann eine Lösung sein.

  • OrangePilld eine Frage, ist zwar etwas Off Topix, interessiert mich aber: Wie hast du denn bei dieser Bitcoin-Anlagesumme in Selbstverwahrung auf einer Hardware-Wallet die Lagerung dieser bzw. die Sicherung der Seed-Phrase (24 Wörter) gelöst?

    Die Seed-Phrases zweier Wallets wurden in Metall gestanzt und hälftig in 2 unterschiedliche Banktresore hinterlegt. So etwas wie in Gelsenkirchen darf natürlich nicht passieren. Das Risiko jedoch liegt laut ChatGPT bei ca. 0,018%

  • Die Seed-Phrases zweier Wallets wurden in Metall gestanzt und hälftig in 2 unterschiedliche Banktresore hinterlegt. So etwas wie in Gelsenkirchen darf natürlich nicht passieren. Das Risiko jedoch liegt laut ChatGPT bei ca. 0,018%

    ok, verstehe. Als Mnemonik Split? Oder tatsächlich einfach jeweils eine Hälfte der 24 Wörter in zwei unterschiedlichen Bankschließfächern?

  • Ich bin weiterhin verwirrt. Du benutzt das typische Vokabular des Sicherheitssparers schlechthin. Und gleichzeitig gehst du mit einem extrem hohen Anteil deines Vermögens in ein äusserst volatiles und risikoreiches Asset. Das ist mal was Neues ;)

    Wahrscheinlich beschäftige ich mich schon zu lange mit Bitcoin (too deep in the rabbit hole...)

    Volatilität: Bitcoin is in der Tat ein "noch" volatiles Asset. Das ist normal in einer frühen Adoptionsphase (siehe Tesla, NVIDIA zu Beginn mit einer Durchschnittsvola von +50%). Wie gesagt, wenn Du rauszoomst ist die Volatilität kein Thema. Ich verkaufe ja meine BTC nicht.

    Risiko: Wo siehst Du bei Bitcoin ein Risiko? Ich sehe keines.

    Aber egal. Um deine Frage nach Sicherheit zu beantworten: Als Inbegriff der Sicherheit gelten für deutsche Anleger kurzlaufende Bundesanleihen. Diese gibt es auch als ETF. Bspw. DBX0T8 (thesaurierend) oder A0Q4RZ (ausschüttend). Damit wirst du eine nominale Rendite knapp unterhalb der Inflation erzielen. Mehr ist bei hoher Sicherheit eben nicht drin ("no free Lunch"). Dies in Kombination mit etwas Tagesgeld könnte dann eine Lösung sein.

  • Hallo zusammen,

    Bitcoin ist für die Altersversorgung nicht geeignet. Hier die Risiken:

    https://www.finanztip.de/daily/in-bitco…r-lieber-nicht/
    LG

    Der Link spricht überhaupt keine Risiken von Bitcoin im Zusammenhang mit der Altervorsorge an?
    Ganz im Gegenteil: Finanztip nimmt das Thema Krypto auf in seine Academy. Das finde ich super.

    Gerade langfristig für die Altersvorsorge ist es absolut empfehlenswert.

    Ich rede von Bitcoin und nicht Krypto-Altcoins. Hier besteht ein gewaltiger Unterschied!

  • Liebe Lucjia, Deine Frage ist hier falsch. Bitte gehe auf die Forum Seite und ganz oben klickst Du auf "Jetzt Frage stellen".
    VG

  • Wahrscheinlich beschäftige ich mich schon zu lange mit Bitcoin (too deep in the rabbit hole...)

    Volatilität: Bitcoin is in der Tat ein "noch" volatiles Asset. Das ist normal in einer frühen Adoptionsphase (siehe Tesla, NVIDIA zu Beginn mit einer Durchschnittsvola von +50%). Wie gesagt, wenn Du rauszoomst ist die Volatilität kein Thema. Ich verkaufe ja meine BTC nicht.

    Risiko: Wo siehst Du bei Bitcoin ein Risiko? Ich sehe keines.

    Ich möchte auf die möglichen spezifischen Risiken von Bitcoin hier nicht eingehen, sonst biegt der Thread in die falsche Richtung ab. Aber ich bin - wie viele hier im Forum - aus der Fraktion der prognosenfreien Investoren. Man könnte auch sagen, ich bin nahezu agnostisch, ich habe gewissermassen keine Meinung dazu, wie sich die einzelnen Anlageklassen oder einzelne Assets entwickeln werden. Ich nehme diese Entwicklung einfach hin. Und basierend darauf habe ich ein Portfolio gestaltet, welches nicht für eine angenommene Zukunft besonders gut aufgestellt ist, sondern eines, das für viele mögliche Zukünfte "okay" ist. Oder umgekehrt ausgedrückt, es ist für keines dieser Szenarien besonders schlecht aufgestellt. In diesem Portfolio spielt übrigens auch Bitcoin eine Rolle, aber keine zentrale.

    Du hingegen gehst von einem bestimmten oder zumindest wenigen Szenarien aus, in denen Bitcoin eine sehr positive Entwicklung nehmen wird. Falls deine Annahme eintritt, bist du der King. Ich drücke dir fest die Daumen ;)

    Trotzdem würde ich aber Aktien in Form eines breit gestreuten Welt-Aktien-ETF zumindest für dein restliches Vermögen nochmals in Betracht ziehen.