Dividenden ETF (Ausschütter) - Wo ist die Rendite hin?

  • Servus Leute

    Kenne mich bislang nur mit thesaurierenden ETFs aus und habe jetzt einen Ausschütter. Ich habe mich mit dem VanEck Morningstar Div. ETF eingedeckt. Ich hatte meiner Meinung nach vor wenigen Tagen ca. 2% Rendite - kann jetzt nicht sagen, ob es mehr, oder weniger war. Danach habe ich nochmal nachgekauft und bin der Meinung, die Rendite hat sich nach dem neuen Kauf reduziert. Jetzt schaue ich - ich habe mich am 2.1. eingedeckt - und dann nochmal Mitte des Monats und sehe ich habe knapp über 1% Rendite.

    Frage:

    Wo ist die ganze Rendite hin? Ist der Kurs in der Zeit wirklich so (stark) gefallen oder wurde mit dem Nachkaufen, Rendite geschmälert?

    In der Ausschüttungshistorie bei der ING gab es im Jahr 2025 1,72 Euro pro Anteil laut ING.

    Wenn ich 2000 Anteile habe würde ich in etwa knapp über 3000 Euro bekommen. Diese Ausschüttungen werden dann noch AUTOMATISCH versteuert, richtig? Muss ich da irgendwas beachten? WKN: A2JAHJ

    Und danach kann ich erst die geminderte Summe neu anlegen. Da mach ich doch ein Minusgeschäft als wenn ich einen thesaurierenden ETF habe oder nicht?

    Ich möchte halt mein Kapital aufbauen aber ich versteh nicht wohin die Rendite geht und ob sich das ganze rentiert...

  • Ich hatte meiner Meinung nach vor wenigen Tagen ca. 2% Rendite - kann jetzt nicht sagen, ob es mehr, oder weniger war. Danach habe ich nochmal nachgekauft und bin der Meinung, die Rendite hat sich nach dem neuen Kauf reduziert. Jetzt schaue ich - ich habe mich am 2.1. eingedeckt - und dann nochmal Mitte des Monats und sehe ich habe knapp über 1% Rendite.

    Du kaufst einen Anteil für 100 Euro. Dieser steigt um 2% auf 102 Euro. Dann kaufst du einen weiteren Anteil für 102 Euro.

    Du hast nun 2 Anteile im Wert von 204 Euro, für die du 202 Euro bezahlt hast. Damit bist du nun noch 1% im Plus.

  • Moin

    habe den gleichen ETF.

    Von der Dividende gehe automatisch ausländische Quellensteuer, deutsche Kapitalertragssteuer, deutscher Solidaritätszuschlag und (sofern Sie einer Kirche angehören) deutsche Kirchensteuer ab. Die Abzüge können Sie mindern durch Austritt aus der Kirche und einen Freistellungsauftrag. Darüberhinaus gehende Abzüge bei der Steuererklärung angeben. Ausländische Quellensteuer kann man via Online-Anbieter zurückfordern (z.B. divizend.com), das dauert aber etwas, bis Geld fliesst. Bei Thessaurieren geht es auch nicht steuerfrei zu, da holt sich der Fiskus jährlich die sog. Vorabpauschale (die dann bei Verkauf mit den Steuern auf mögliche Kursgewinne wieder verrechnet wird)

  • Kenne mich bislang nur mit thesaurierenden ETFs aus und habe jetzt einen Ausschütter. Ich habe mich mit dem VanEck Morningstar Div. ETF eingedeckt. Ich hatte meiner Meinung nach vor wenigen Tagen ca. 2% Rendite - kann jetzt nicht sagen, ob es mehr, oder weniger war. Danach habe ich nochmal nachgekauft und bin der Meinung, die Rendite hat sich nach dem neuen Kauf reduziert. Jetzt schaue ich - ich habe mich am 2.1. eingedeckt - und dann nochmal Mitte des Monats und sehe ich habe knapp über 1% Rendite.

    Hast Du einen thesaurierenden ETF im Depot, welche Höhe ?

    Und jetzt einen Ausschütter in welcher Höhe ?

    Interessiert mich nach wie vor, da ich immer noch über die Kombi nachdenke

  • Ausländische Quellensteuer kann man via Online-Anbieter zurückfordern (z.B. divizend.com), das dauert aber etwas, bis Geld fliesst.

    MMn ist das nicht erforderlich, da es ein Doppelbesteuerungsabkommen gibt, d.h. die niederländische Quellensteuer wird angerechnet, sofern man Steuern zahlt.

  • Von der Dividende gehe automatisch ausländische Quellensteuer, deutsche Kapitalertragssteuer, deutscher Solidaritätszuschlag und (sofern Sie einer Kirche angehören) deutsche Kirchensteuer ab. Die Abzüge können Sie mindern durch Austritt aus der Kirche und einen Freistellungsauftrag. Darüberhinaus gehende Abzüge bei der Steuererklärung angeben. Ausländische Quellensteuer kann man via Online-Anbieter zurückfordern (z.B. divizend.com), das dauert aber etwas, bis Geld fliesst

    Das ist zwar allgemein richtig, aber muss für jedes Land neu betrachtet werden.

    Zum Thema der Niederlande wurde hier alles erklärt:

    Bei dem ETF, um denen es geht, gibt es keinerlei Arbeitsaufwand.

  • Diese Ausschüttungen werden dann noch AUTOMATISCH versteuert, richtig? Muss ich da irgendwas beachten? WKN: A2JAHJ

    Bei einem deutschen Depotanbieter nicht, da läuft alles automatisch. Je nachdem ob mit oder ohne Kirchensteuer gehen rund 27% der Ausschüttung weg.

    Da mach ich doch ein Minusgeschäft als wenn ich einen thesaurierenden ETF habe oder nicht?

    Jein. Beim Thesaurierer gibt es die Steuer auf die Vorabpauschale, für die Du beim Überschreiten des Pauschbetrags Geld zuzahlen musst, und beim Verkauf muss dort vorr. mehr versteuert werden als bei Deinem, da Du durch die hohe Ausschüttung schon vorher mehr Steuern gezahlt hast..

  • Hast Du einen thesaurierenden ETF im Depot, welche Höhe ?

    Keinen Thesaurierenden. Ich habe einen Ausschüttenden, den ich oben genannt habe. WKN: A2JAHJ

    Den VanEck habe ich bei der ING. Nur denke ich jetzt darüber nach was sinnvoller ist für die langfristige Anlage. Bei den Thesaurierenden ETFs weiß man ja wie hoch die Vorabpauschale ist ( da hat FInanztip ja Videos gemacht) und man sieht direkt sein Depotwert.

    Hier, bei dem VanEck Dividendenausschütter weiß ich nicht, wie hoch meine Gesamtrendite das nächste mal sein wird, wenn ich neu einkaufen möchte. Wenn ich einkaufe und direkt 1% Rendite flöten geht dann frag ich mich halt: Wo ist die Kohle hin?

    Ich schätze es so ein, dass der VanEck ETF ständig Gebühren kostet.

    Ich find den VanEck eigentlich schon ganz gut, weil ich persönlich von keinem großen Drawdown ausgehen kann und dieser keine Tech-Titel drinnen hat. Würdet ihr Umschichten oder bleiben?

    Habe fast 2000 Anteile also ca. 90.000€. 1000 Euro Freibetrag wurde noch nicht angerührt.

  • Es gab doch erst vor kurzem erst die wilde Diskussion ob der schädlichen Ausschüttungen. JA, durch die gezahlte Steuer hast du einen geringeren ZinsesZins Effekt als beim Thesaurierer. Auf 30 Jahre wird das schon einen kleinen Unterschied machen.

    Vielleicht hat aber auch die geringere Volatilität des ETF einen positiven Einfluß? Oder die laufenden Auszahlungen einen positiven, psychologischen Einfluß? Dem harten Finanzmathematiker allerdings ist das ein Grauß. Das ist nicht berechenbar.

  • Die Rechnung mit der verschwundenen Rendite ist die Berechnung, die Dich in die Irre führt. michael_d hat es oben beschrieben. Da gibt es keinen Grund zur Beunruhigung.

    Bevor Du jetzt in Aktionismus verfällst, arbeite Dich noch etwas tiefer in das Thema ein. Es gibt durchaus unterschiedliche Meinungen, ob dieser ETF für die langfristige Geldanlage geeignet ist. Als alleiniges Instrument finde ich ihn nicht so ideal, aber halbe halbe mit einem marktbreiten Welt ETF finde ich die Mischung gar nicht so schlecht. Keine Ahnung was Du sonst noch für Anlagen hast, insofern kann man das nur vage beantworten. Andere werden es anders beurteilen sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.

    Nachdem Du aber recht nervös reagierst, wirst Du vielleicht auch noch mal über Deine Risikobereitschaft nachdenken müssen.

    Was das niederländische Domizil angeht ist das wirklich ein Sonderfall. Aber nachdem Du schon eine ordentliche Summe investiert hast, ist es kein Nachteil, denn die niederländische Quellensteuer wird auf die deutsche Kapitalertragssteuer angerechnet, wenn der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist. Das sollte bei Dir der Fall sein. Dadurch sparst Du tatsächlich den Soli auf auf die niederländische Quellensteuer.

  • Hier, bei dem VanEck Dividendenausschütter weiß ich nicht, wie hoch meine Gesamtrendite das nächste mal sein wird, wenn ich neu einkaufen möchte. Wenn ich einkaufe und direkt 1% Rendite flöten geht dann frag ich mich halt: Wo ist die Kohle hin?

    Ich schätze es so ein, dass der VanEck ETF ständig Gebühren kostet.

    Bin ich der einzige, der bei der Fragestellung schon nicht mehr mitkommt?

  • Ich war früher im MSCI World investiert. Hatte alles verkauft, weil ich dort nur 20-30 Tsd drinnen hatte und zeitlich auch unter Druck war - denn ich möchte in ca. 20 Jahren auswandern und brauche über eine Halbe Mio. am besten natürlich weitaus mehr.

    Jetzt hab ich den VanEck gefunden mit einer super Jahresrendite - ohne Tech - ich denke, dass es auch 2026 eine gute Rendite gibt - nur frage ich mich halt wo ich Ende 2026 stehe - wenn Rendite verschwindet wenn ich neue Anteile kaufe - was mich wirklich in die Irre führt. Da hast du Recht. ^^

    Angenommen der ETF von VanEck macht im Monat mal 10% Minus dann büße ich doch irgendwo ein? Ich muss mich da erstmal einlesen. Sorry... Beim Thesaurierenden war das ganze irgendwie entspannter.



    Risikobereitschaft ist vorhanden - aber mit ETFs ist das ganze ja passiv. Große Verluste - Zeit aussitzen - da bin ich jetzt kein Fan von und kann ich mir ehrlich gesagt auch nicht erlauben.

  • Sie hat ein Rechenproblem siehe Beitrag

    Ja, aber diese Auflösung scheint ja auch noch nicht zu wirken :/


    Risikobereitschaft ist vorhanden - aber mit ETFs ist das ganze ja passiv.

    Was aber keinesfalls heißt, das Verluste mit ETFs ausgeschlossen wären.

    Schau dir hier die "Heatmap" der Monatsrenditen an: https://www.justetf.com/de/etf-profile…1683594#rendite

    Erlauben kann und will ich mir das auch nicht, passieren kann es aber. Deine persönliche Zielsetzung erscheint mir, sagen wir mal, etwas ambitioniert.

  • Verluste durch den Kauf? Wie soll das denn passieren? Nur weil du günstiger kaufst, ist das doch kein Verlust oder verstehe ich dich auch nicht?

    Du hast jetzt kein Tech mehr dafür ganz vielen Banken ob das nun besser ist für dich kann dir niemand sagen.

    Risikobereitschaft und Verluste nicht aussitzen können passt übrigens nicht gut zusammen. Du solltest die überlegen ob es überhaupt sinnvoll ist in ETFs zu investieren. Du solltest 10-15 Jahre Zeit mitbringen.

  • Verluste durch den Kauf? Wie soll das denn passieren? Nur weil du günstiger kaufst, ist das doch kein Verlust oder verstehe ich dich auch nicht?

    Man nennt so etwas auch "Einstandskurse verteuern". Sie hat teurere Anteile nachgekauft. Dadurch steigt ihr Einstandskurs gemessen an der gesamten Position.

    Demgegenüber wäre "Einstandskurs verbilligen" der Nachkauf von Anteilen zu einem niedrigeren Wert.

  • Ich habe 4x gekauft. Das letzte mal war die Einzahlung 5-stellig und der Kurswert ist unter dem jetzigen Kurs (-0,27€) . Beim Kauf wurde mir 1% Rendite abgenommen. Ist das immer so?

    Wenn ich jetzt bedenke, dass es auch mal schlechte Monate gibt, dann sind die 1000 Euro Gewinn bald aufgebraucht. Ist ja schon ein Unterschied (vorher 1700 Euro oder sogar mehr) zu jetzt 1100 Euro Gewinn. Dazu kommt noch: Ich schau bei extraetf in echtzeit die Rendite - das passt aber niemals 1:1 mit meinem ING Depotkontostand. Das ist einfach nur irre! Ich hab immer weniger Rendite als es sein müsste.

    Bei einem thesaurierenden hab ich nur gesehen: Ok Depotwert ist so und so viel % gestiegen. Ich spare darauf an - es wird immer mehr oder halt weniger. Hier sehe ich Unstimmigkeiten für mich...

  • Dein ETF hat im Jahr 2026 noch gar nichts ausgeschüttet. Das passiert erst im März.

    Ich glaube, du musst dir zuerst mal die Basis des Ganzen reinziehen.
    Das hat überhaupt nichts mit Geldanlage zu tun.

    Wenn ich am Montag im Möbelhaus einen schönen Sessel für 900 € kaufe und eine Woche das zweite Exemplar, dass ich doch noch brauche für 1000 € habe ich einen Durchschnittspreis von 950 €.

    Deshalb ist der erste Sessel aber nicht teurer geworden.

  • Beim Kauf wurde mir 1% Rendite abgenommen. Ist das immer so?

    Wie schon verschiedene angemerkt haben ist das ein Denkfehler.

    Im Prinzip müsstest Du Dir für die einzelnen Käufe die Kaufkurse aufschreiben. Die Rendite für diesen Kauf ist dann die Differenz Istkurs zu Kaufkurs zzgl. Dividende für ein Stück.

    Bem Kauf bezahlst Du den Spread, also die Differenz des Kauf- zu Verkaufskurs zum Kaufzeitpunkt, sowie eventuell anfallende Gebühren. Der Spread variiert nach Handelsplatz und Tageszeit, ich sehe aktuell so ca. 0,2%.