Umwandlung von Union-Fonds in ETF´s, Gold und Staatsanleihe

  • Hallo,

    mein Eingangsbeitrag:

    Rheinufer
    27. Januar 2026 um 13:22

    ist bereits knapp 1 Woche alt, daher öffne ich nochmal neu.


    Die 3 Immobilienfonds der Union sind nun gekündigt und werden in 1 Jahr ausgezahlt.

    Es verbleiben ca. 100000.- in folgenden Fonds:

    Privatfonds Kontrolliert

    Uni Favorit Aktien net

    Uni Rak net

    Uni Rak Konservativ ESG net A

    Uni Fonds net

    Uni Industrie 4.0 net A


    Das Buch von Herrn Walz habe ich studiert.

    Ich würde nun bei Flatex ein Depot eröffnen (Gegenvorschläge/Nachteile?) und wie folgt weiterverfahren:

    Mein Vorhaben wäre, die o.g. Fonds aufzulösen und wie folgt zu verteilen:

    - weltweiter ETF thesaurierend (70 % des Kapitals): Ich bin auf den hier kürzlich erwähnten günstigen Amundi IE0003XJA0J9 gestoßen. Gibt es Nachteile (Währung=Dollar?, Noch keine 2 Jahre alt? Usw.?) oder habt ihr bessere Vorschläge?

    Kann man für 3,90 Euro Gebühr bei Flatex immermal mehr Geld in diesen ETF stecken oder gibt es dazu Hürden?


    - Staatsanleihe außerhalb der Eurozone (15% des Kapitals): Welche der von Walz empfohlenen Länder (Norwegen, Schweden, Australien, Neuseeland, Kanada, Singapur, USA) würdet ihr derzeit empfehlen?


    - 15% Gold: Hier würde ich die Variante mit dem Auslieferungsanspruch bevorzugen (Steuerfreiheit und im Falle eines Totalcrashs hätte man was in der Hand), also EUWAX oder XETRA. Im Regelfall soll der Auslieferungsanspruch zum höheren Preis verkauft werden- wie oft muss man hier aktiv werden? Welche Variante (EUWAX oder XETRA) würdet ihr bevorzugen?


    Wie kommt man an die Staatsanleihen und das EUWAX/XETRA-Gold?


    Bitte um Bewertung meines Vorhabens- vielen Dank im Voraus für die Beantwortung meiner Fragen.

  • Anna T. 2. Februar 2026 um 09:01

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • - 15% Gold: Hier würde ich die Variante mit dem Auslieferungsanspruch bevorzugen (Steuerfreiheit und im Falle eines Totalcrashs hätte man was in der Hand)

    Du solltest Dir die frage stellen, was Du mit dem Gold erreichen willst?
    Willst Du eine Versicherung gegen einen 'Totalcrash' haben?
    Dann solltest Du Dir Gold physisch kaufen (z.B. Münzen).
    Hartmut Walz schreibt dazu: Wenn man ein Rettungsboot haben will, sollte man auch ein Rettungsboot kaufen und keinen Bezugschein auf ein Rettungsboot.

    Wenn es 'nur' darum geht Gold als stabilisierendes Asset im Depot zu haben, kann man das auch mit Euwax II oder Xetra Gold machen.

  • Du solltest Dir die frage stellen, was Du mit dem Gold erreichen willst?
    Willst Du eine Versicherung gegen einen 'Totalcrash' haben?
    Dann solltest Du Dir Gold physisch kaufen (z.B. Münzen).
    Hartmut Walz schreibt dazu: Wenn man ein Rettungsboot haben will, sollte man auch ein Rettungsboot kaufen und keinen Bezugschein auf ein Rettungsboot.

    Wenn es 'nur' darum geht Gold als stabilisierendes Asset im Depot zu haben, kann man das auch mit Euwax II oder Xetra Gold machen.

    Sehr gut zusammengefasst.

  • Du solltest Dir die frage stellen, was Du mit dem Gold erreichen willst?
    Willst Du eine Versicherung gegen einen 'Totalcrash' haben?
    Dann solltest Du Dir Gold physisch kaufen (z.B. Münzen).

    Ja, Sicherheit gegen Totalcrash wie von Walz empfohlen.

    Euwax II ist doch quasi wie physisches Gold aufgrund des Anspruchs auf Auslieferung.

  • Ja, Sicherheit gegen Totalcrash wie von Walz empfohlen.
    Euwax II ist doch quasi wie physisches Gold aufgrund des Anspruchs auf Auslieferung.

    Ja, Du hast einen Anspruch. Was aber wenn es eine Krise (z.B. Angriffskrieg gegen Deutschland) gibt und Du keine Zeit mehr hast Deinen Anspruch auch geltend zu machen?
    Ich halte jede Wette, dass es im Kleingedruckten zu den Goldpapieren mit Auslieferungsanspruch gewisse Ausschlussklauseln geben wird. Bei physischem Gold kann Dir das nicht passieren. Und wenn Du Anonym kaufst, weiß auch niemand das Du Gold hast. So etwas könnte bei einer Krise ja auch von Vorteil sein.

    Gold Teil 2 - Prof. Dr. Hartmut Walz
    Die unterschiedlich Möglichkeiten zur Anlage in Gold und deren unterschiedliche steuerliche Behandlung werden übersichtlich erläutert.
    hartmutwalz.de

    Zitat:"Zusammenfassend: Virtuelle Goldanlagen mit Auslieferungsanspruch sind aufgrund der Befreiung von der KESt für viele Anleger interessant, die Gold insbesondere mit dem Motiv langfristiger Wertsteigerung und Inflationsschutz besitzen möchten und sich keine Sorgen um einen Finanzcrash oder potentielle Störungen unseres Finanzsystems machen. Sollte ein schwerer Krisenfall eintreten, wäre der rein schuldrechtliche Auslieferungsanspruch gegen die Herausgeber nämlich nicht mehr viel wert.

    Auf dieses Risiko in extremen Marktsituationen weisen auch die amtlich regulierten Basisinformationsblätter der in obiger Tabelle beispielhaft genannten Produkte allesamt hin."

  • Ach ja,
    man kann auch Beides machen. Also physisches Gold in einem Anteil, die einem erlaubt auch eine Krise zu überstehen. Und Euwax-Gold um damit auch günstig rebalancen zu können.

    PS: Ich habe abseits von Schmuck kein Gold. Weder physisch noch virtuell. Schlichtweg, weil ich nicht daran glaube, dass mir ein paar Tausend Euro in Gold in einer großen Krise eine Hilfe wäre. Ist aber nur meine Meinung.

  • für viele Anleger interessant, die Gold insbesondere mit dem Motiv langfristiger Wertsteigerung und Inflationsschutz besitzen möchten und sich keine Sorgen um einen Finanzcrash oder potentielle Störungen unseres Finanzsystems machen

    Wobei man natürlich trotzdem gebetsmühlenartig darauf hinweisen kann, dass man es selbst anders sieht. Aber gut, davon lebt so ein Forum ja auch ;) Immerhin sind die Gebetsmühlen über Gestaltungsdrang und den deutschen Sicherheitssparer weniger geworden.

  • Du suchst dir bei Gold.de eine entsprechende Münze und einen entsprechenden Händler aus (möglichst Mitglied des Berufsverbands des deutschen Münzenfachhandels) und kaufst dort ein. Lagern kannst du bei dir oder auch in einem Bankschließfach der Sparkasse Gelsenkirchen. Da ist es sicher.

  • Ein Gang zur Bank und dort um Einlagerung bitten?

    Auch hier erlaube ich mir den Hinweis, dass Dir im Falle des Falles der Zugang zu einem Bankschließfach verwehrt werden könnte.
    Ich weiß, klingt jetzt Alles extrem nach 'Doomsday'. Aber ich will ja auch keine Versicherung gegen einen 'Totalcrash' haben, sondern Du.
    Und dann sollte man sicherstellen, dass man im Zweifel einen Zugriff auf das eigene Gold zu gut wie möglich gewährleisten kann.

    PS: Je mehr man sich damit beschäftigt um so mehr stellt man fest, dass es sehr schwer wird sich vor jeder denkbaren Situation schützen zu wollen.

  • Je mehr man sich damit beschäftigt um so mehr stellt man fest, dass es sehr schwer wird sich vor jeder denkbaren Situation schützen zu wollen.

    Logisch.

    Und absolute Sicherheit ist und bleibt ohnehin eine Illusion. Nichtsdestotrotz gibt es Protagonisten, die das ein oder andere Szenario in ihre Überlegungen einbeziehen und gerne möglichst gut vorbereitet sind (sei es aufgrund von Kenntnissen der langen Geld-, Währungs- und Finanzgeschichte (auch der von Währungsunionen), sei es aufgrund von gemachten eigenen Erfahrungen in anderen Ländern und/oder sei es aufgrund der eigenen Familiengeschichte). Frei nach dem Motto "Schon haben ist besser als dann unbedingt brauchen".

    Siehe beispielsweise schon hier:

    Im Leben ist nur der Tod "sicher" und im Bereich private Finanzen sind die einzigen "Sicherheiten" - wie schon mehrere Male hier erwähnt - die Inflation, die Steuern und die mit jedem Investment verbundenen (mehr oder weniger) hohen Gebühren sprich Kosten.

    Nicht ganz wenige in meinem Umfeld teilen aber zumindest diese meine Herangehensweise

    Mein persönlicher Schwerpunkt liegt auf einer möglichst soliden, robusten und resilienten Finanz-Aufstellung.

    Was darunter en Detail zu verstehen ist und welche Vehikel dafür als geeignet angesehen werden dürfte wesentlich auch im Auge des jeweiligen Betrachters (sprich Protagonisten) liegen - und seinem Blick auf die Rahmenbedingungen (Fiat-Money-System, Experiment europäische Einheitswährung, politische und geopolitische Unwägbarkeiten usw.).

    "Paragraph Eins - jeder macht Seins" eben.


    Beispielsweise ist mir neben einer möglichst sicheren Verwahrung bei Edelmetallen u. a. auch eine möglichst rechtssichere Verwahrung wichtig. Die Eurozone subsumiere ich - bedingt durch den Umgang mit den eigenen EU-Verträgen die eigene Währung betreffend - schon lange nicht mehr darunter. Weitere und spätere Vorgehensweisen oder Bestrebungen der EU (organisierte Finanzrepression, orchestrierte Zurückdrängung des Bargelds, Europäisches Vermögensregister usw.) haben meine kritische Sicht eher noch bestätigt, statt diesbezügliche Zweifel wieder zu zerstreuen.