Duell der Giganten: Welt-ETFs gegen Kommer-ETF

  • Wir können den Wettlauf ja um ein weiteres Produkt ergänzen. Amundi bringt einen ETF auf einen BIP gewichteten Index von Ftse raus:

    Amundi bringt Europas ersten BIP-gewichteten ETF an den Start

    https://share.google/QuefeydtGNF2WkIdK

    Dann haben wir jetzt das ganze Spektrum zum Vergleich....

    So ein Produkt finde ich Klasse. Das könnte für Anleger sein, die von Faktoren nichts halten oder sie nicht verstehen. Nur ....Amundi. <X

    Sind die Kosten schon raus?:/

  • Kosten sind mir nicht bekannt.

    Der Index ist halt auch total willkürlich konstruiert. Er berechnet das BiP offenbar unter Berücksichtigung von Kaufkraftbereinigung, waa dazu führt, dass die USA weniger stark gewichtet sind als China und irgendwo bei 16% rumdümpeln. Ganz verstehen tue ich es aber nicht.

  • Darüber schreibt der Honorarberater Nikolaus Braun regelmäßig in seinen Büchern und in seinem Blog.

    In Deutschland besteht häufig eine große Zurückhaltung, offen über Geld zu sprechen. Sobald es um konkrete Zahlen zu Einkommen oder Vermögen geht, endet die Gesprächsbereitschaft oft. Solche Informationen gelten vielfach als privat, unangemessen oder tabu.

    Ja, und? Die kulturellen Prägungen sind halt unterschiedlich … in anderen Ländern gehen die Leute mit Badehose in die Sauna …

  • Kosten sind mir nicht bekannt.

    Der Index ist halt auch total willkürlich konstruiert. Er berechnet das BiP offenbar unter Berücksichtigung von Kaufkraftbereinigung, waa dazu führt, dass die USA weniger stark gewichtet sind als China und irgendwo bei 16% rumdümpeln. Ganz verstehen tue ich es aber nicht.

    Das ist eines der Hauptprobleme, wenn man von der Marktkapitalisierung abweicht: die Willkür. Und genau das kann in 15 bis 20 Jahren zu erheblichen Problemen führen. Ein gutes Beispiel dafür ist der ARERO. Heute besteht dessen Aktienanteil zu fast 40 % aus Schwellenländern. Der Großteil davon in China. Sollte China künftig noch stärker werden, könnten irgendwann 40–50 % des Portfolios in einem autoritären Land mit schwachen Marktmechanismen und kleinem Aktienmarkt liegen. Ich bezweifle, dass das gut diversifiziert ist oder dass viele Anleger so etwas überhaupt wollen.

  • Mir leuchtet der Sinn von BIP nicht ein. Was hat die noninale Größe einer Volkswirtschaft mit der "Wertigkeit" seines Aktienmarktes zu tun? Nix.

    Genau so gut könnte man die Einwohnerzahl oder das Steueraufkommen nehmen. 🤷🏼

    Das stimmt nur teilweise. Formal betrachtet hat das BIP eigentlich nichts mit dem Aktienmarkt zu tun. 120 Jahre Kapitalmarktdaten zeigen jedoch zwei Dinge:

    1. Die Aktienmarktrenditen eines Portfolios, das nach BIP gewichtet ist, liegen minimal höher als die eines Portfolios nach Marktkapitalisierung.
    2. Ein BIP-Ansatz nimmt große Bewertungsspitzen heraus. Solche Spitzen entstehen regelmäßig durch Euphorie und Übertreibung. Ein gutes Beispiel ist Japan Ende der 1980er Jahre.

    Allein wegen Punkt 1 würde ich mich nicht für eine BIP-Gewichtung oder ,,teilweise-BIP-Gewichtung" entscheiden, da die Mehrrendite durch die höheren Kosten wieder aufgezehrt wird. Allerdings sinkt das Klumpenrisiko erheblich (Black-Swan-Risiko). Es ist mehrfach vorgekommen, dass sehr entwickelte Länder kurzfristig teilweise oder ganz zusammengebrochen sind. Eine „ausgeglichenere“ Aufteilung hätte den Schaden deutlich reduziert.

    Eine Aufteilung nach BIP ist nur eine Möglichkeit, Bewertungsspitzen herauszunehmen. Beck macht es über „Unternehmensgewinne“. Letztendlich ist das natürlich alles willkürlich. Eine wirklich perfekte Methode oder einen festen Standard für dieses Thema gibt es nicht.

  • Die zeigen nichts, was für zukünftige Entscheidungen bedeutsam ist.


    Wie kommt man denn immer auf das schmale Brett, dass es beim BIP keine Spitzen gibt? Immerhin liegen die Schwellenländer schon bei über 40%.

    Aber kein einzelner Rechtsraum liegt bei 70% und keine 7 Unternehmen aus einer Branche aus mehreren Tausend nehmen über 20% ein. Historisch betrachtet läuft der Aktienmarkt regelmäßig in Bewertungsspitzen und koppelt sich von der Leistungsfähigkeit seines Landes und dessen Unternehmen ab. Bei einem BIP-Ansatz ist das nicht der Fall. Man kann das als MCAP-Anleger ,,durchreiten" oder nicht. Das ist jedem selbst überlassen. Klumpenrisiken vs. andere Risiken.

  • Historisch betrachtet hat die Menschheit die meiste Zeit ihres Bestehens auf Bäumen gehockt und Bananen gegessen. Wann kommt das denn mal wieder?

    Kommt darauf an, ob wir das atomare Wettrüsten und den Klimawandel eindämmen können. Falls nicht, haben wir irgendwann vielleicht nicht mal Bäume und Bananen. ;)

  • Kommt darauf an, ob wir das atomare Wettrüsten und den Klimawandel eindämmen können. Falls nicht, haben wir irgendwann vielleicht nicht mal Bäume und Bananen. ;)

    1.) Es gibt kein atomares Wettrüsten, welches man eindämmen könnte.

    2.) Das atomare Wettrüsten, welches es mal gegeben hat, hat den Einsatz von Atomwaffen wirksam verhindert.

    3.) Der Klimawandel führt nicht dazu, dass die Menschheit nichts mehr hat, sondern dazu, dass es nur noch für wenige reichen wird.

  • Nur ein kurzer Zwischenruf:

    Es gibt hier eine Reihe von sehr guten Beiträgen. Und dann gibt es immer wieder unquallifizierte Beiträge. Das ist ausgesprochen nervig. Es wäre toll, wenn sich ein jeder einmal überlegen könnte, ob ein geplanter Beitrag etwas zur Diskussion beiträgt oder ob der geplante Beitrag in die Rubrik "ich will jetzt aber auch mal was sagen" fällt. In diesem Fall wäre es super, wenn der geplante Beitrag nicht veröffentlicht wird. Zumal auch unsinnige Beiträge vielseitige Ressorcen verbrauchen.

  • Weil man identifizierbar wird, wenn man hier viel / öfter schreibt und Details offenlegt.

    Ich frage mich, wie plausibel dieses Argument wirklich ist. Ob jemand schreibt, er habe 450.000 € im Depot, oder von einem mittleren sechsstelligen oder ,,größeren" Betrag spricht, dürfte für die Identifizierbarkeit kaum einen relevanten Unterschied machen.

    Zumal viele Nutzer hier recht offen über andere Dinge schreiben: Wohnort (oft recht konkret), Beruf, familiäre Situation, Auto, Ferienimmobilie, Stiftung, Kirche, Hobbies usw. Diese Informationen erscheinen mir deutlich spezifischer als die Angabe einer exakten Vermögenshöhe.

    Hinzu kommt: Wenn jemand lediglich angibt, wie viel Prozent seines Depots in welchen ETFs investiert sind, ohne eine Größenordnung zu nennen, ist diese Information für sich genommen inhaltlich kaum aussagekräftig. Ohne Betrag fehlt der Kontext, um die Aussage sinnvoll einordnen zu können.

    Dass ausgerechnet bei der genauen Zahl plötzlich Schluss ist, wirkt auf mich daher etwas inkonsequent. Der zusätzliche „Schutz“ durch eine grobe Formulierung erscheint mir eher theoretisch als praktisch relevant.

    Vor diesem Hintergrund finde ich es ehrlich gesagt ziemlich lächerlich, ausgerechnet in einem Finanzforum bei den Finanzen herumzudrucksen. Ich vermute daher, dass das andere Gründe hat: Gibt man konkrete Zahlen an, macht man sich angreifbar. Enweder, weil die Beträge im Verhältnis zu den großen Worten eher klein wirken, oder weil sie sehr groß sind und dann transparent wird, wie viel man tatsächlich gewonnen oder auch verloren hat.

  • Vor diesem Hintergrund finde ich es ehrlich gesagt ziemlich lächerlich, ausgerechnet in einem Finanzforum bei den Finanzen herumzudrucksen. Ich vermute daher, dass das andere Gründe hat:

    Ich sehe es eher so wie 12345

    Was bringt es dir z.B. wenn ich dir mitteile, dass meine 14-jährige Tochter bei der Deutschen Bank ein Depot in Höhe von 4.373.700 Euro hat ?

    Nichts… die Asset Allocation ist doch viel interessanter.