Hätte man eine Ansparzeit von 8 Jahren und wählt einen Laufzeitfonds (oder eine Bundesanleihe oder Festgeld) mit einer entsprechenden Laufzeit. Im letzten Jahr käme es zu einem Zinsschock, bei dem die Zinsen um 3% angehoben werden. Zum Zeitpunkt des Auslaufens wäre zumindest der Nominalwert sicher (die Opportunitätskosten wären aufgrund der niedrigen Restlaufzeit nicht sehr groß).
Hätte man sich stattdessen für einen Anleihen-ETF mit fester Duration (bspw. 5) entschieden (das ist ja der Vergleich von Walz), hätte man -10-15% zum Zeitpunkt des Verkaufs.
Ich halte es nicht für sinnvoll, dass sich ein Anleger mit einem Sparziel in acht Jahren einen Anleihe-ETF am langen Ende ins Portfolio legt. Ebenso halte ich Unternehmensanleihen, unabhängig von der konkreten Ausgestaltung für ungeeignet. Es sei denn sie nehmen den Finanzsektor raus und sind am kurzen Ende. Aber selbst dann wäre mir persönlich der Spread zu gering.
Ich glaube, viele Anleger unterschätzen die Risiken von Unternehmensanleihen, insbesondere von Bankanleihen, weil wir seit sehr langer Zeit keine echte (Finanz-)Krise mehr erlebt haben. Solche klar definierten Sparziele würde ich grundsätzlich ohne Ausfallwahrscheinlichkeit planen. Wenn es ein solches Ziel überhaupt gibt. In den meisten Fällen sind solche Ziele sehr wage.