Wenn meine Tochter ein Haus bauen will (Eigennutzung) und ich das finanziell unterstützen will, damit sie weniger Kredit bei einer Bank aufnehmen muss: Wieso muss man dafür einen Kreditvertrag mit marktüblichen Zinsen aufsetzen und auf die Zinsen Kapitalertragsteuer zahlen? Ich mach das ja nicht "gewerblich" oder "regelmäßig" mit "gewinnbringungsabsicht". War das schon immer so, dass man das nicht einfach nur intern in der Familie regeln kann, sondern das Finanzamt da einen Einblick haben will? Oder wann ist diese Notwendigkeit aufgekommen?
Tochter baut Haus und ich unterstütze finanziell - wieso Kredit erforderlich?
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KaffeeOderTee -
21. Februar 2026 um 07:46 -
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Hallo.
Soll es ein Kredit deinerseits sein oder eine Schenkung?
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Wenn ich meine Tochter in meinem Unternehmen beschäftige und ich ihr ein Gehalt zahle, damit sie nicht auf staatliche Stütze angewiesen ist: Wieso muss man auf das Einkommen Steuer zahlen?
War das schon immer so, dass man das nicht einfach nur intern in der Familie regeln kann, sondern das Finanzamt da einen Einblick haben will? Oder wann ist diese Notwendigkeit aufgekommen?
Vielleicht liegt es an der vertraglichen Gestaltung.
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Die Zinsen kann man als Schenkung erlassen dann zahlt man keine Steuern.
Liegt der Zins unter marktüblichen Zinsen, sind diese trotzdem zu versteuern, die Differenz ist eine Schenkung
Wann diese Regelung aufgekommen ist, weis ich nicht, spielt bei der Ausgestaltung auch eher keine wirkliche Rolle, da dabei ja die aktuellen Regeln gelten. -
Hallo.
Soll es ein Kredit deinerseits sein oder eine Schenkung?
Eine Art Darlehen - aber z.B. zinslos.
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Wenn ich meine Tochter in meinem Unternehmen beschäftige und ich ihr ein Gehalt zahle, damit sie nicht auf staatliche Stütze angewiesen ist: Wieso muss man auf das Einkommen Steuer zahlen?
War das schon immer so, dass man das nicht einfach nur intern in der Familie regeln kann, sondern das Finanzamt da einen Einblick haben will? Oder wann ist diese Notwendigkeit aufgekommen?
Vielleicht liegt es an der vertraglichen Gestaltung.
Es liegt ja eben keine Firmenkonstruktion vor. Alles privat. Deswegen ist das nicht vergleichbar.
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Die Zinsen kann man als Schenkung erlassen dann zahlt man keine Steuern.
Liegt der Zins unter marktüblichen Zinsen, sind diese trotzdem zu versteuern, die Differenz ist eine Schenkung
Wann diese Regelung aufgekommen ist, weis ich nicht, spielt bei der Ausgestaltung auch eher keine wirkliche Rolle, da dabei ja die aktuellen Regeln gelten.Super, der Hinweis - Danke!
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Dann sind die Zinsen als Schenkung zu betrachten und wenn der Freibetrag passt, sind auch keine Steuern zu zahlen. Der Freibetrag zur Tochter beträgt 400 000€ alle 10jahre.
Der übliche Zins wäre wohl der den die Tochter bei einer Bank für die restliche Finanzierung bekommt. Dass sollte in vielen Fällen in den Freibetrag gut hineinpassen.
Da es dann keine Einnahmen aus Zinsen gibt, die Schenkung durch den Freibetrag gedeckt ist. ist auch nix zu versteuern.
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Eine Art Darlehen - aber z.B. zinslos.
Rückzahlung vorgesehen, weil für die eigene private Altersvorsorge eingeplant. Liegt dann sozusagen im rendite-schwachen Teil der Diversifikation.
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KaffeeOderTee
21. Februar 2026 um 08:17 Hat einen Beitrag als hilfreichste Antwort ausgewählt. -
Hallo KaffeeOderTee,
die grundsätzliche Rechtsauffassung, dass Geschäfte zwischen Verwandten wie Geschäfte zwischen Dritten zu behandeln sind (mit geringfügigen Abweichungen für das tägliche Leben), gibt es mindestens seit Einführung des BGB, d.h. 1900. Und wo Geschäfte gemacht werden, ist der Staat mit Steuerwünschen nicht weit; auch nicht ganz neu.
Gruß Pumphut
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Wie bewertet eine Bank das eigentlich, wenn das Eigenkapital über einen Kredit beschafft wird?
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Wie bewertet eine Bank das eigentlich, wenn das Eigenkapital über einen Kredit beschafft wird?
Verwandtendarlehen gelten als sehr sicher, da oft davon ausgegangen werden kann, dass im Notfall die Eltern keine Zwangsversteigerung einleiten werden.
Aber es betrifft die Bank ja auch nur begrenzt. Die Bank steht erstrangig im Grundbuch. Ob bzw. was dahinter noch steht, ist eben zweitrangig.