Hallo,
ich möchte noch einmal auf den Ausgangspunkt Entfall der beitragsfreien Mitversicherung von Ehegatten zurückkommen.
Die Expertenkommission nimmt auf Basis von Zahlen aus 2018 (!) an, dass es in 2027 ca. 1,77 Mio. Ehegatten ohne Kinder geben sollte, die beitragspflichtig werden könnten. Mit dieser Zahl habe ich erhebliche Probleme. Neben Eltern von Kindern (Altersbegrenzung?) und Pflegenden sollen auch Rentner von der eigenen Versicherung befreit werden. Man stellt ganz offensichtlich auf den Lifestyle- Ehegatten ab, der es nicht nötig hat, zu arbeiten. Nun kenne ich den in meinem Umfeld nicht – kann an meinem Umfeld liegen. Wenn überhaupt gibt es potenziell und bereits etwas ältere erwerbsunfähige Ehegatten, die es bisher nicht für notwendig erachteten, diese Erwerbsunfähigkeit offiziell feststellen zu lassen. Man hatte davon keine Vorteile. Auf die andere Ausweichmöglichkeit, statt Mini- dann Midi- Job, hat die Kommission selbst hingewiesen. Wenn der Arbeitgeber nicht mitspielt, wird die Zahl der Bürgergeldempfänger erhöht.
Kurzum, ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Entfall der Mitversicherung der Ehegatten zu größeren Mehreinnahmen der GKV führt; zu mehr Bürokratie aber garantiert.
Gruß Pumphut