11 % Dividende – seriöses Investment oder offensichtlicher Scam? (STRC erklärt)

  • Besonders Vertrauen erweckend ist auch die Brutto-Rendite dieses Unternehmens:

    Na, zumindest ist das KGV interessant. Die Aktie offenbar stark unterbewertet. Da muss man doch zugreifen.;)

    Da fragt man sich doch, wer investiert in so einen Quatsch? Die Antwort überrascht:

    Oder doch nicht überraschend, denn Blackrock, Vanguard und Co. legen ETFs auf, um an der TER zu verdienen, nicht am Kurs. Wenn die eine Chance sehen, genügend Käufer für ihre ETFs zu finden, bringen die wohl auch einen Krypto-Lotto-ETF raus. Dass die Norwegische Zentralbank da investiert, mag andere Gründe haben. Vielleicht hat der Vorstand dort in seinen Zielen u.a. stehen, "irgendwas mit Krypto" zu machen.

  • Dass die Norwegische Zentralbank da investiert, mag andere Gründe haben. Vielleicht hat der Vorstand dort in seinen Zielen u.a. stehen, "irgendwas mit Krypto" zu machen.

    Soweit ich weiß, gibt es für bestimmte Institutionen regulatorische Hürden, die es ihnen nicht erlauben, direkt in Commodities oder ähnliche Assets zu investieren, sehr wohl aber in Unternehmen. Und da Strategy ein Bitcoin-Treasury-Unternehmen ist, nutzen sie die Aktie als Vehikel, um an der Entwicklung von Bitcoin zu partizipieren.


    Besonders Vertrauen erweckend ist auch die Brutto-Rendite dieses Unternehmens:

    Liegt am BTC-Kurs im letzten Jahr. Hast du die Zahlen aus 2024 auch? Die Eigenkapitalquote sieht zum Beispiel sehr gut aus.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Ohne Gewinne müssen Ausschüttungen ja aus der Substanz geleistet werden.

    Ab 33:53 min wird es erklärt:

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    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Da wird mit vielen Worten und Nebelkerzen genau gar nichts erklärt.

    Das Geld kommt aus der Substanz oder von neuen „Dummen“, die neue Aktien kaufen und deren Investition als „Dividende“ an die Altaktionäre weitergereicht wird.

    So wird es jedenfalls wortreich erklärt - natürlich nicht ohne den anpreisenden Hinweis, das Interesse sei „riesig“.

    Fehlt nur noch, dass auch die Zeit knapp ist, nur jetzt noch schnell zuzugreifen, bevor andere es tun…

    Aber heute wundert einen auch schon nichts mehr…

  • Dadurch, dass Strategy über Produkte wie STRC zusätzlich Kapital einsammelt, können sie mehr Bitcoin kaufen. Am Ende repräsentiert jede Stammaktie damit einen größeren Bitcoin-Bestand. Über neue Aktienausgaben kann das Ganze dann weiter skaliert werden. Entscheidend ist dabei das sogenannte mNAV, das sich durch diesen Mechanismus eher verbessert als verschlechtert. Dazu: https://www.boerse.de/boersenlexikon/mNAV

    Zudem hat Strategy aktuell liquide Mittel für mehr als 24 Monate, um die Dividenden notfalls auch komplett ohne neue Kapitalzuflüsse bedienen zu können.

    Ich habe gestern meine erste Abrechnung bekommen. Investiert habe ich 10k Euro:

    Abzüglich Quellensteuer liege ich aktuell bei rund 10 % p. a. Da ich noch einen kleinen Verlusttopf bei Trade Republic für ETFs, Derivaten und Co. habe, fällt dieses Jahr keine weitere Steuer an, langfristig wären es eher um die 9 %.

    Für Geld, das sonst zu 2 % auf dem Tagesgeld vergammelt und teilweise nicht mal die Inflation outperformt, nicht so schlecht, gerade weil man sich das ständige Tagesgeld-Hopping spart.

    Zudem habe ich bei Trade Republic einen Sparplan erstellt, mit dem die Dividende automatisch zu Monatsbeginn neu in STRC investiert wird, dadurch nehme ich sogar noch einen monatlichen Zinseszinseffekt mit :)

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Kannst du ja machen. Hier wird ein gefährliches Geschäftsmodell empfohlen. Einfach Mal dieses Video anschauen. Für alle, die darüber nachdenken..

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  • Hier wird ein gefährliches Geschäftsmodell empfohlen.

    Hier wird gar nichts empfohlen. Hier werden Alternativen aufgezeigt. Am Ende heißt es immer: DYOR!

    Danke für das Video, es bezieht sich allerdings nicht auf STRC, sondern MSTR im Allgemeinen. Zum Zeitpunkt des Videos gab es STRC noch nicht.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Dadurch, dass Strategy über Produkte wie STRC zusätzlich Kapital einsammelt, können sie mehr Bitcoin kaufen. Am Ende repräsentiert jede Stammaktie damit einen größeren Bitcoin-Bestand. Über neue Aktienausgaben kann das Ganze dann weiter skaliert werden. Entscheidend ist dabei das sogenannte mNAV, das sich durch diesen Mechanismus eher verbessert als verschlechtert. (…)

    Zudem hat Strategy aktuell liquide Mittel für mehr als 24 Monate, um die Dividenden notfalls auch komplett ohne neue Kapitalzuflüsse bedienen zu können.

    Ich frage mich gerade, ob wir die gleiche Sprache sprechen?

    Eine Vorzugsaktie ist für Dich also ein „Produkt“ wie Tagesgeld, mit dem „Kapital“ für Bitcoin-Käufe eingesammelt und gleichzeitig Dividenden an andere (!) Aktionäre weitergeleitet werden können?

    Durch diesen Vorgang steige der „modifizierte Nettoinventarwert“ des Unternehmens??

    Durch Ausgabe weiterer (Stamm- oder Vorzugs-)Aktien könne das Ganze „weiter skaliert“ werden?

    Gleichzeitig können zusätzlich Dividenden aus „liquiden Mitteln“ gezahlt werden? Mindestens 24 Monate bis zum Zahlungsausfall?

    Das Geld bzw. der Nettoinventarwert sind dann trotzdem noch da?

    Das „Tagesgeldprodukt“ wird am Ende zurückgezahlt?

    Solange ein Tiktok-Video das „erklären“ kann, ist bestimmt alles gut. 😅

  • Eine Vorzugsaktie ist für Dich also ein „Produkt“ wie Tagesgeld, mit dem „Kapital“ für Bitcoin-Käufe eingesammelt und gleichzeitig Dividenden an andere (!) Aktionäre weitergeleitet werden können?

    Alles sehr sonderbar.

    Stell dir mal theoretisch vor, der nette Bio-Bäcker um die Ecke will expandieren und verkauft dir eine „Vorzugsaktie“ für 100 Euro. Monatlich gibt’s 1 Euro beim Brötchenkaufen zurück als „Dividende“.

    Du bist begeistert und kaufst gleich zehn Stück.
    Und was macht der Bäcker mit deinem Geld ? Er zahlt die „Dividende“ sehr viele Leute aus, die vor dir gekauft haben.

  • Hier wird gar nichts empfohlen. Hier werden Alternativen aufgezeigt. Am Ende heißt es immer: DYOR!

    Danke für das Video, es bezieht sich allerdings nicht auf STRC, sondern MSTR im Allgemeinen. Zum Zeitpunkt des Videos gab es STRC noch nicht.

    Offensiver könnte man ein Produkt kaum bewerben (siehe deine Eröffnung)

    Die Firma könnte auch Hans Wurst heißen, ändert gar nichts.. (es geht quasi nur um Bitcoin)

    Man muss einfach verstehen, das Strategy nur dein bestes will (dein Geld). Dafür müssen sie sehr hohe Dividenden zahlen, um die Konkurrenz zu überbieten.

  • Alles sehr sonderbar.

    Stell dir mal theoretisch vor, der nette Bio-Bäcker um die Ecke will expandieren und verkauft dir eine „Vorzugsaktie“ für 100 Euro. Monatlich gibt’s 1 Euro beim Brötchenkaufen zurück als „Dividende“.

    Du bist begeistert und kaufst gleich zehn Stück.
    Und was macht der Bäcker mit deinem Geld ? Er zahlt die „Dividende“ sehr viele Leute aus, die vor dir gekauft haben.

    Das Beispiel ist zwar nett von dir, aber so nicht auf Strategy übertragbar, denn der Unterschied besteht darin, dass die „Dividende“ bei STRC im Kern kein klassischer Gewinn wie beim Bäcker ist, der Brötchen verkauft, sondern der Preis, den Strategy zahlt, um Kapital einzusammeln. Bilanziell kann das als Rückführung von Kapital (Return of Capital) eingeordnet werden. Man bekommt also keine operative Unternehmensrendite, sondern eine Art laufende Verzinsung auf das bereitgestellte Kapital innerhalb dieser Struktur.

    Strategy sammelt also Kapital ein, kauft damit Bitcoin und zahlt dafür eine Art „Finanzierungskosten“ in Form der Dividende. Das funktioniert so lange, wie entweder weiterhin Kapital zu guten Konditionen aufgenommen werden kann und/oder Bitcoin langfristig stärker performt als diese rund 10–11 % Kosten. Wenn beides nicht mehr gegeben ist, wird es kritisch, das ist der eigentliche Hebel und zugleich die Schwachstelle.

    Der Vergleich mit dem Bäcker suggeriert, dass hier einfach Geld von neuen Investoren an alte weitergereicht wird. Tatsächlich ist es eher vergleichbar mit Kapitalmarktinstrumenten: Vorzugsaktien ohne Laufzeit, kombiniert mit einer überbesicherten Bilanz und einer Allokationsstrategie (Bitcoin).

    Unterm Strich ist das Ganze der Versuch, den klassischen Anleihemarkt an Bitcoin anzudocken. „Digital Credit“ nennt Saylor das. Strategy baut damit im Prinzip eine Brücke zwischen Kapital, das stabile Erträge sucht, und einem volatilen Asset wie Bitcoin. Die Volatilität liegt dabei primär bei den Stammaktionären, während die Halter der Vorzugsaktien eine vergleichsweise planbare Rendite bekommen.

    Ob das langfristig funktioniert, hängt am Ende daran, ob das Modell wirtschaftlich trägt. Und das wird der Markt entscheiden.

    Wichtig: Nicht blind investieren, sondern sich mit der Thematik intensiv befassen und sie verstehen.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Offensiver könnte man ein Produkt kaum bewerben (siehe deine Eröffnung)

    Die Firma könnte auch Hans Wurst heißen, ändert gar nichts.. (es geht quasi nur um Bitcoin)

    Man muss einfach verstehen, das Strategy nur dein bestes will (dein Geld). Dafür müssen sie sehr hohe Dividenden zahlen, um die Konkurrenz zu überbieten.

    So funktionieren Schneeballsysteme. Die Probleme entstehen erst, wenn Du dein Geld wieder zurück haben willst. Und die anderen auch.

    Siehe Beitrag #53.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Ich halte mich da an die Regel: Investiere nie in etwas, das du nicht vollständig verstanden hast.

    Das ist absolut richtig :thumbup:


    Du bist doch auch in Bitcoin investiert?! Wofür dann dieses Risiko mit Strategy?

    Ich sehe Strategy bzw. STRC nicht als Ersatz für Bitcoin, sondern als Ergänzung mit einem anderen Zweck. Bitcoin ist für mich der langfristige Wertspeicher, volatil, aber mit maximalem Upside. STRC dagegen ist eher ein Cashflow-Instrument. Ich tausche also einen Teil der Volatilität gegen laufende Erträge.

    Nicht jedes Kapital eignet sich dafür, komplett in Bitcoin zu liegen. Gerade der „ruhigere“ Teil (Notgroschen, kurzfristige Liquidität) die man nicht permanent den Schwankungen aussetzen will, kann über so ein Konstrukt trotzdem indirekt von Bitcoin profitieren, aber mit planbarer Rendite. Da die STRC Aktie kontinuierlich bei rund 100 USD gehalten wird, kann ich tagtäglich meine Position liquidieren (z. B. kaputte Waschmaschine), ohne damit Verlust zu machen.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • denn der Unterschied besteht darin, dass die „Dividende“ bei STRC im Kern kein klassischer Gewinn wie beim Bäcker ist, der Brötchen verkauft, sondern der Preis, den Strategy zahlt, um Kapital einzusammeln.

    Du täuscht dich:

    Dieser Bäcker macht gar keinen Gewinn…. Er sammelt nur Geld ein..

  • Bilanziell kann das als Rückführung von Kapital (Return of Capital) eingeordnet werden. Man bekommt also keine operative Unternehmensrendite, sondern eine Art laufende Verzinsung auf das bereitgestellte Kapital innerhalb dieser Struktur.

    (…)

    Der Vergleich mit dem Bäcker suggeriert, dass hier einfach Geld von neuen Investoren an alte weitergereicht wird.

    Nein, eine (Teil-)Rückführung von Kapital ist keine Verzinsung. Erst recht keine laufende.

    Doch, es wird Geld von neuen Investoren an alte ausgekehrt. Allerdings nicht „einfach“, sondern eher kompliziert.

    Krass, dass Du auf Dein teilrückgeführtes Kapital deshalb auch noch Quellensteuern zahlen musst…

    Nein, nicht als Notgroschen geeignet.

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