Geerbtes Depot

  • Hallo zusammen,

    meine Schwester und ich haben zu gleichen Teilen ein Depot geerbt.

    Das Depot liegt bei Smartbroker. Wir haben beide auch Depots bei Smartbroker.

    Kann mir jemand sagen, welche Möglichkeiten es gibt das Depot aufzuteilen und in unsere Depots zu übertragen?

    Welches Vorgehen wäre hier sinnvoll?

    Vorab vielen Dank,

    Michelle

  • Kater.Ka 20. März 2026 um 06:39

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Prinzipiell können die Anteile einfach hälftig an beide abgegeben werden. Dabei ist aber auch die Steuer zu beachten. Bekommt einer die älteren Anteile kann das sehr nachteilig sein. Um Probleme zu vermeiden kann man auch 1x alles verkaufen.

  • Wenn das Depot aus verschiedensten Werten besteht, die zu unterschiedlichsten Zeiten gekauft wurden, dann würde ICH einmal alles verkaufen und das Geld dann hälftig teilen.

    Sehe ich auch so. Alles andere kann viel Arbeit sein, die sich womöglich im Nachhinein als „umsonst“ herausstellt.

    Wenn wir wüssten, was im Depot ist, könnten wir mehr sagen. Bei Posten, die auf einmal gekauft wurden, ist das kein Problem. Bei Sparplänen kann es tricky werden.

  • Die Angaben sind etwas dürftig, was liegt denn, seit wann, im Depot? Der sauberste Schnitt ist, alles verkaufen und den Nettoerlös aufteilen, ansonsten muss man schauen welche Steuern anfallen, allerdings ist auch entscheidend ob es sich um einen Gegenwert von 100€ oder 1 Million handelt, bei geringen Summen kann man die Steuer vernachlässigen, wenn du aber hier fragst werden es wohl größere Beträge sein.

  • Zuerst einmal Danke für eure Antworten.

    Es handelt sich um ein Depot mit ETF im Wert von etwa 35000€. Soweit ich weiß wurde zuerst ein Drittel auf einmal investiert, danach wurde ein Sparplan angelegt.

    Mein erster Gedanke war auch alles zu verkaufen. Ich war mir aber unsicher, ob es etwas gibt, das ich nicht bedenke.

  • Es handelt sich um ein Depot mit ETF im Wert von etwa 35000€. Soweit ich weiß wurde zuerst ein Drittel auf einmal investiert, danach wurde ein Sparplan angelegt.


    Nachfrage: 35k Gesamt, sodass jedem von euch 17,5k zufallen?

    Wie hoch sind die Einzahlungen und Gewinne? Wieviele Depotpositionen?

    Ansonsten sicher mal gut, mit Smartbroker Kontakt aufzunehmen, was die anbiete (Übertrag / Verkauf). Und vermutlich lohnt sich auch, den Sachverhalt aus steuerlicher Sicht mit einem entsprechenden Experten zu diskutieren: was passiert wann. Dann hängt es ja auch noch davon ab, wie ihr vom Abstammungsverhältnis zum Erblasser steht, Thema Freibeträge.

  • Berater können hier leicht mehr kosten als man gewinnen kann.

    Nachdem ihr beide eigene Depots bei Smartbroker habt, wie sieht es aus mit genutzten Freibeträgen? Mit (Teil-)Überträgen in eure Depots übernehmt ihr die Historie der Wertpapiere.

    Bei einem guten familiären Verhältnis kann man sich auch an einen Tisch setzen und einen Teil oder das Ganze aufteilen. Das Ergebnis wird zwangsläufig nicht "gerecht" sein können, weshalb der Komplettverkauf beim leisesten Zweifel der bessere Weg ist. Es lohnt sich auf keinen Fall den Familienfrieden für ein paar Tausend Euro mehr oder weniger zu riskieren.

  • Es handelt sich um ein Depot mit ETF im Wert von etwa 35000€. Soweit ich weiß wurde zuerst ein ..

    In dem Fall verkaufen. Interessant wären aus steuerlicher Sicht Wertpapiere, die vor 2009 erworben wurden. Danach können im Erbfall durch Veräußerung Gewinne und Verluste generiert werden. Alte Looser Postionen können also steuerlich ein Gewinn sein und werden im Erbgang nach meiner Kenntnis nicht erfaßt. Weiß jemand mehr?

  • Danke nochmal für die Antworten!

    Da hier niemand strikt von einem kompletten Verlauf abrät, werden wir das wohl tun.

    Es gibt auch ein paar Aktien, die total im Minus sind zur Zeit. Diese werden wir eher aufteilen um nicht so viel Verlust zu machen.

    Alles Andere wäre wohl zu kompliziert und beratungsintensiv. Wir sind beide nicht tief genug in der Materie und müssten uns echt einarbeiten.

  • Danke nochmal für die Antworten!

    Da hier niemand strikt von einem kompletten Verlauf abrät, werden wir das wohl tun.

    Es gibt auch ein paar Aktien, die total im Minus sind zur Zeit. Diese werden wir eher aufteilen um nicht so viel Verlust zu machen.

    Alles Andere wäre wohl zu kompliziert und beratungsintensiv. Wir sind beide nicht tief genug in der Materie und müssten uns echt einarbeiten.

    Na ja, Konsens ist aber auch, dass wir da nicht konkreter werden können, solange wir nicht wissen, was im Depot ist. Und das gar nicht mal, weil wir neugierig sind, sondern weil man sonst ins Blaue hinein urteilt. Gerade das mit den Aktien ist nämlich so ne Sache, das Minus allein sagt ja noch nicht alles.

  • Okay, dann wollte ich das vielleicht der Einfachheit halber gerne so verstehen 😉

    Ich habe einmal nachgesehen. Die Aktien sind von Biontech und wie gesagt gerade ordentlich im Minus. Wert aktuell 5k.

    Es gibt 3 MSCI world ETF (keine Ahnung warum drei 🤔) die jeweils in "Blöcken" von etwa 5000€ gekauft wurden. In Zweien sind je etwa 10k, in dem anderen 5k.

    Ein aktueller Sparplan läuft auf einen Börse Technologie ETF. Der ist vom Wert zu vernachlässigen.

  • Es gibt 3 MSCI world ETF (keine Ahnung warum drei 🤔) die jeweils in "Blöcken" von etwa 5000€ gekauft wurden. In Zweien sind je etwa 10k, in dem anderen 5k.

    Erste Frage: Stecken in den ETFs insgesamt 10k und 5k oder ein Gewinn von 10k und 5k?

    Ich habe das so verstanden, dass die 3 MSCI Worlds jeweils in einem Einmalkauf angeschafft wurden. Wenn es auch noch eine gerade Zahl der Anteile ist, kann man die einfach per Depotübertrag auf euch zwei aufteilen. Das könnt ihr selbst, unter Umständen macht das aber auch Smartbroker.

    Den Sparplan würde ich stoppen, den ETF verkaufen und den Erlös aufteilen. Zu den Aktien können hier andere sicher mehr sagen.

    Oder tatsächlich alles verkaufen, den Erlös aufteilen und 15.000€ in euren eigenen, hoffentlich breit gestreuten Welt-ETF stecken, dann ist das in zwei Tagen erledigt.

  • Frag doch mal die Bank, ob sie die Anteile fair aufteilen kann, so dass jeder Erbe die gleiche Steuerlast hätte bei Verkauf.

    Laut KI sollte das technisch möglich sein, man müsse nur die Anweisung geben. Es würde sich "anteilige Übertragung nach Anschaffungstranchen" nennen. Auch dem Begriff "per rata"-Aufteilung habe ich schon gehört.

  • Erben ist zumindest gerade Thema bei smartbroker+

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  • Aus den FAQ auf der Website:

    Zitat

    Da es nicht möglich ist, die bestehenden Verträge umzuschreiben, muss das Depot der verstorbenen Person aufgelöst werden. Falls gewünscht, können die Wertpapiere vorher auf das Depot eines Erben übertragen werden. Um diesen Prozess in Gang zu setzen, bitten wir dich, uns die folgenden, vollständigen Dokumente per Post an die unten angegebene Adresse zuzusenden:

    • Sterbeurkunde (im Original oder als beglaubigte Kopie)
    • Erbschein im Original, falls dieser nicht vorhanden ist, eine amtlich beglaubigte Kopie des Testaments oder Erbvertrags mit der zugehörigen Eröffnungsniederschrift
    • Legitimation aller Erben + Ausweiskopien
    • Falls erforderlich, ein Formular für die Übertragung des Depots

    Auftrag zur Schließung des Kontos und des Depots im Original, der von allen Erben unterschrieben wurde und die IBAN-Nummer enthält, auf die das Guthaben ausgezahlt werden soll.

    Man kann aber wohl nur einen Empfänger angeben. Vielleicht mal desn Kundendienst der Baader Bank befragen:

    https://www.baaderbank.de/kontakt