Hier lesen viele mit, die gerade mit Aktien anfangen (wollen). Da kanns nicht deutlich genug sein mit: Finger weg.
Es gibt andere, crash Spielplätze für die, die zuviel Geld haben.
Hier lesen viele mit, die gerade mit Aktien anfangen (wollen). Da kanns nicht deutlich genug sein mit: Finger weg.
Es gibt andere, crash Spielplätze für die, die zuviel Geld haben.
Hier lesen viele mit, die gerade mit Aktien anfangen (wollen). Da kanns nicht deutlich genug sein mit: Finger weg.
Es gibt andere, crash Spielplätze für die, die zuviel Geld haben.
Also, da kann ich gar nicht mitgehen. Das ist entlang der Fakten und der empirischen Daten schlicht nicht korrekt. Sapere Aude!
Hast Du Dir die Zahlen schonmal angeschaut? Oder kommen die „Teufelszeug!“-Rufe reflexhaft bei allem, was kein 08/15-ETF ist?
Ich bin weit davon entfernt dafür zu argumentieren, alles auf so einen gehebelten ETF zu setzen … aber sich vernünftig damit beschäftigen, kann man schon.
Camping8147 das ist das falsche Forum für Beratung riskanter Anlagen. Hier geht es um Finanzbildung, um Altersvorsorge, um vergleichsweise langweilige Dinge
Und das bestimmst Du?
Dann können wir die Bitcoin- und Hebel-Threads jetzt ja alle löschen.
Schau keine kleinen Videos. Und kein Interesse am Geldverschwenden.
So klein ist das Video gar nicht. Es geht knapp 40 Minuten und veranschaulicht die Thematik sehr unaufgeregt und objektiv auf Basis empirischer Daten.
Wie kommst du auf „Geldverschwenden“? Ich meine, du musst so ein Produkt ja nicht nutzen, aber sich mit dem Thema gar nicht zu befassen, gleichzeitig Falschinformationen zu streuen – mit der Intention „Anfänger zu schützen“ – hilft irgendwie keinem weiter. Im Gegenteil. Man sollte das Thema offensiv ansprechen, denn früher oder später stößt vermutlich jeder darauf und genau dann ist es doch sinnvoll, sich auf Basis einer fundierten Meinung für oder gegen solche Produkte zu entscheiden.
kommen die „Teufelszeug!“-Rufe reflexhaft bei allem, was kein 08/15-ETF ist?
Teufelszeug! Alles miteinander Teufelszeug! Ja ja!
Aber wie ist das eigentlich, wo hört Konsens auf und wo fängt Teufelszeug an? Hier geht es ja durchaus erstmal um marktbreit anlegende, weltweite Aktien-ETF. Kaufen und halten, prognosefrei investiert obendrein. Soweit also verankert tief im herzen des Finanztip Forum Konsens.
Was passiert nun, wenn ich zu meinem schönen Welt-ETF mit 100% Eigenkapital plötzlich unerhörtes mache, und mir zusätzlich einen ganzen Euro Fremdkapital hinzunehme? Da ist er nun, der böse Hebel. Verschwindend klein, aber er ist da. Was heißt das nun? Geht nun schlagartig die Welt unter? Hallo schon untergegangen? Nein? Nagut, wann geht denn nun die Welt unter? Müssen wir mal schauen.
Vielleicht fangen wir vorsorglich an uns geeignete Kennzahlen zu suchen, um den Moment des Weltuntergangs näher einzugrenzen. Als Teufelszeug-Indikator schlage ich Maximum Drawdown vor. Also größte der prozentuale Rückgang des Kurses zwischen zwei Höchstständen.
Wenn wir uns nun kurz vom Hebel und vom marktbreiten ETF abwenden, dann fällt vor allem auf: bei Themenwetten kann so ein Drawdown auch mal ewig lang dauern, da gibts durchaus welche die erleben ihr hoch, und dann war es das. Grüße gehen raus an alle Hype Themen der vergangen Jahre.
Beim Welt ETF ist das ja irgendwie anders; da lautet unsere Hypothese ja schon, die Wirtschaft wächst, und wir dürfen eine Rückkehr zum allzeithoch in endlicher Zeit erwarten. da spricht man meist von etwa 50% Kursrückgang den man schlimmstenfalls aushalten muss. Außerdem liegen da etwa 15 Jahre Zwischen Beginn und Ende des Drawdown. Das hat hier jeder bestimmt schon gehört.
Nun wie ist das wenn ich jetzt das böse Fremdkapital im Depot habe? Das gibt’s nicht geschenkt, da zahle ich oder halt der ETF, aber irgendwer zahlt da Zinsen. Es entstehen also laufende Kosten die die Rendite mindern. Obendrein habe ich ja nicht wie beim anlegen auf Kredit irgendwie Fremdkapital sondern ich habe einen täglich zurückgesetzten Hebel, daily leveraged (wer da jetzt genauer wissen will wieso was und überhaupt, kann mal im Amumbo Thread stöbern).
All das sorgt dafür, dass meine drawdown Erwartung beim Hebel-ETF durchaus beträchtlich steigt. Genau genommen verdoppelt sich bei einem 2x Hebel ETF meine Volatilität gegenüber dem einfachen ETF, und das sorgt dafür, dass ich tiefere und längere drawdowns habe.
Nur hatte ich in meinem wahnwitzigen Beispiel Depot ja nur einen einzigen Euro Fremdkapital und garnicht direkt doppelt soviel. Was wenn ich jetzt anfange und einen zweiten Euro dazu nehm? Oh dann wirds brenzlig. Der Teufelszeug Indikator schlägt weiter aus. .. vielleicht kann man den Hebel im Depot frei zwischen 1x und 2x skalieren?
Ich finde Teufelszeug sollte in maximum drawdown gemessen werden. Bei mir sind das so 22 Jahre, länger find ich doof. Teufelszeug!
Hier lesen viele mit, die gerade mit Aktien anfangen (wollen). Da kanns nicht deutlich genug sein mit: Finger weg.
Indem man die Chancen und auch Risiken transparent aufzeigt, kann sich jeder dafür entscheiden oder dagegen. Aber jedem "Neuling" zu unterstellen, dass er keinen Hebel-ETF betrachten will, nur weil du es so siehst. Diese Entscheidung sollte jeder selber treffen.
Ich habe mich seit kurzem u.a. auch aufgrund des 2x MSCI-World näher mit Leverage beschäftigt. Ein Gedanke war u.a. anstatt über einen Hebel-ETF einen Privatkredit für ein Invest in den normalen Welt-ETF zu gehen. Vermutlich ist es günstiger, allerdings sehe ich dort das Problem: Kredit und die Ratenzahlung habe ich für X-Jahre. Beim Leverage-ETF kann ich jeden Tag für mich entscheiden. Für etwas höhere Zinskosten/Kosten erkaufe ich mir eben Flexibilität.
Tatsächlich sehe ich den 2x MSCI World oder 2x S&P500/MSCI USA als weniger Risikoreich als Einzelaktien. Oft wird hier geschrieben, dass der Totalverlust kommen könnte, aber. Wenn der 2x ETF so stark fällt, fällt der Gesamtmarkt auch drastisch. Ein Risiko, das man beachten sollte, aber nicht als KO-Kriterium sehen.
Nun stelle ich mir die Frage: Würdest du jedem dieser Neulinge ebenfalls sagen: "Finger weg vom Kauf einer Immobilie auf Kredit?". Es ist nichts anderes, sogar deutlich risikoreicher als ein gehebelter ETF. Trotzdem ist es wichtig, dass man sich die Vor- und Nachteile/Risiken des gehebelten ETFs vorher genau anschaut und dann für sich eine Entscheidung trifft.
Nur hatte ich in meinem wahnwitzigen Beispiel Depot ja nur einen einzigen Euro Fremdkapital und garnicht direkt doppelt soviel. Was wenn ich jetzt anfange und einen zweiten Euro dazu nehm? Oh dann wirds brenzlig. Der Teufelszeug Indikator schlägt weiter aus. .. vielleicht kann man den Hebel im Depot frei zwischen 1x und 2x skalieren?
Deine Erklärungen, Analysen und Statistiken habe ich an anderen Stellen auch so gesehen. Also vielen Dank für deinen Input hier!
Ich sehe es wie du, dass ein moderater Hebel im Depot die Rendite bei überschaubarem (zusätzlichen) Risiko steigern kann. Ob es dieses Jahr positiv ist, oder erst nächstes. Die Statistiken anhand Historischer Daten zeigen allerdings, dass es bei langem Anlagehorizont eine Outperformance zu erwarten ist. Wie du auch schreibst, sollte man erst in Leverage-ETFs gehen, insofern die liquiden Rücklagen bereits am Aktienmarkt investiert sind.
Ein moderater Hebel von bis zu 1,5x sehe ich als Investor mit langem Anlagehorizont als sinnvolle Möglichkeit, deutlich attraktiver als Einzelaktien.
Wie du in den verschiedenen Beiträgen schreibst, es gibt ja verschiedene Möglichkeiten darin zu investieren:
Buy & Hold
Aktives Handeln, z.B. SMA (Simple-Moving-Average)
Jeder muss es für sich wissen, denn für die zu erwartbaren Vorteile (Überrendite) gibt es eben auch Nachteile/Risiken sowie zusätzlicher möglicher Zeitaufwand.
Ich habe für mich festgestellt: Einzelaktien sind nicht meine Welt - Unternehmensberichte lesen, analysieren, schauen. Die analytische Auswertung anhand historischer Daten, das regelbasierte Anlegen spricht mich deutlich mehr an, sodass ich seit kurzem den x2-MSCI-World von Amundi mit im Depot habe. Dabei verfolge ich den Aktiven Ansatz, eine SMA-Strategie. Noch mit einem nicht nennenswerten Hebel von < 1,1. Meine Grenze ist ein 1,5-facher Hebel. Ich habe für mich ein paar Rahmenbedingungen festgelegt, nach denen ich den Leverage-ETF mit im Depot einführe.
Der youtube-Kanal von Notgroschen hat die Beimischung von Hebel-ETFs als Buy&Hold, sowie mit SMA zu einem bestehenden Depot beleuchtet.
Ich finde die Thematik sehr spannend und sehe es als eine Chance. Wir diskutieren hier über einen 2-fach-gehebelten breitgestreuten Welt-ETF. In Amerika drüben sind viele mit deutlich höherem Leverage unterwegs bzw. Leverage wird dort eher akzeptiert: 3-fach gehebelte Anleihen, 5-fach gehebelter Nasdaq...
Wir sind gerade als Gesellschaft erstmal dabei, dass Aktien als "akzeptiert" gelten, und nicht als Teufelszeug.
Ich habe für mich festgestellt: Einzelaktien sind nicht meine Welt - Unternehmensberichte lesen, analysieren, schauen. Die analytische Auswertung anhand historischer Daten, das regelbasierte Anlegen spricht mich deutlich mehr an, sodass ich seit kurzem den x2-MSCI-World von Amundi mit im Depot habe.
Ich finde auch, LETF sind eine tolle Brücke für jeden, der bisher vielleicht doch noch Einzelaktien im Depot hat.
Ich kann nicht einsehen, wieso jeder, vielleicht auch in einer ganz anderen Lebenssituation stets die selbe maximale Risikotoleranz haben sollte. Hier wird aus guten Gründen immer wieder eine Anlage in den MSCi World oder den ACWI empfohlen.
Wer es etwas sicherer mag, der mischt halt etwas Tagesgeld dazu, man könnte auch sagen: der nutzt einen Portfoliohebel von unter 1,0x. Aber vielleicht mag ich’s stattdessen doch ein klein wenig offensiver angehen?
Klar könnte ich jetzt wieder anfangen und dem nächsten Trend hinterherrennen. Sichere Nummer! ganz bestimmt! vielleicht! Und schon liegt der klumpen im Depot.
Während man früher vielleicht geneigt war, für das extra bisschen Rendite-Risiko mittels Themenwette oder Stock-Pick das Glück heraus zu fordern, gibt es jetzt neue Möglichkeiten seine Renditeerwartung vom Depot zu skalieren. Und das, ohne vom bewährten Prinzip der Gewichtung nach Marktkapitalisierung abweichen zu müssen.
Im lauf des letztens Jahres habe ich die Chance genutzt meine Altbestände an Einzelaktien nahezu komplett abzubauen. Mein zu erwartendes Risiko hat sich damit sogar reduziert, auch wenn es natürlich immernoch ein gutes Stück oberhalb der einfachen Marktrendite liegt. Aber das lässt sich jetzt wenigstens steuern, ganz nach meiner Risikobereitschaft.
ETFs haben einen guten Ruf. Ganz im Gegenteil z.B. zu Zertifikaten.
Das ist teilweise berechtigt, darf aber nicht verallgemeinert werden. Es gibt gute und schlechte ETFs, das Gleiche gilt für Zertifikate.
Hier wird aus guten Gründen immer wieder eine Anlage in den MSCi World oder den ACWI empfohlen.
Wenn wir hier von ETFs sprechen, meinen wir eben marktbreite Aktien-ETFs mit geringen Kosten. Diese Übersetzung ist aber nicht jedem Neuling bewußt.
mit der Intention „Anfänger zu schützen“ – hilft irgendwie keinem weiter
Daher halte ich es schon für wichtig, klar zu schreiben, worüber wir reden, gerade für Anfänger!
Nun kommen die Produktentwickler und verpacken immer mehr Zertifikate im Mantel eines ETFs, eben weil die einen besseren Ruf haben und sich besser verkaufen lassen. Dadurch werden die Produkte aber nicht besser!
Anmerkung: Ich handele auch Zertifikate und Hebelprodukte. Ich habe nichts gegen derartige Produkte. Aber ich trenne klar zwischen meinem Anlagedepot und Spekulation und ich empfehle jedem, das Gleiche zu tun. Anfänger sollten m.E. ausschließlich mit Anlageprodukten beginnen und, wenn überhaupt, erst dann andere Produkte testen, wenn sie selbst mal einen kräftigen Drow-down erlebt und überstanden haben. Denn das Hauptproblem ist die Risikotoleranz des Anlegers und die eigene Risikotoleranz lässt sich erst einschätzen, wenn man einen Test erlebt hat. Dazu gab es in den letzten Jahren (leider) keine Gelegenheit.
Was passiert nun, wenn ich zu meinem schönen Welt-ETF mit 100% Eigenkapital plötzlich unerhörtes mache, und mir zusätzlich einen ganzen Euro Fremdkapital hinzunehme?
Ich würde Aktien nicht auf Kredit kaufen. Natürlich hast Du recht, dass 1€ als Kredit Dich nicht umwirft, selbst, wenn der volle Euro verloren geht. Aber daraus zu folgern, dass ein Kredit kein Problem ist, halte ich für die falsche Schlussfolgerung.
Ein gehebeltes Produkt muss man verstehen. Es ist eine Spekulation auf Kredit. Das ergibt nur dann Sinn, wenn man vorher schon eine Aktienquote von 100% hat. Unsinnig wäre eine Kreditaufnahme, wenn man parallel z.B. noch ein Festgeld hat, denn dessen Habenzinsen sind sicherlich unterhalb der Kreditzinsen.
Hinzu kommt die irrige, aber weit verbreitete Meinung, dass ein Hebelprodukt mit einem Faktor von 2 um 20% steigen würde, wenn der Index in einem Jahr um 10% steigt. Das wird z.B. auf den Finanztipseiten zwar erklärt, aber wer liest schon Gebrauchsanweisungen ...
Nicht nur Anfänger denken oft, dass 6-8% bei Aktien fast sicher seien, beim Hebelprodukt also mehr. Das ist ein gefährlicher Trugschluss.
Tatsächlich sehe ich den 2x MSCI World oder 2x S&P500/MSCI USA als weniger Risikoreich als Einzelaktien.
Das ist jetzt aber nur dein reinen Bauchgefühl, oder? Quelle?
Übrigens bestehen Indices ausschließlich aus Einzelaktien.
Das ist jetzt aber nur dein reinen Bauchgefühl, oder? Quelle?
Übrigens bestehen Indices ausschließlich aus Einzelaktien.
Der Index besteht aus VIELEN Einzelaktien. Wenn der Index auf 0 gehen würde, wäre unsere Weltwirtschaft komplett im Eimer.
Bei Einzelaktien hast du das Risiko von Managementfehlern, einzelnen Branchenrisiken, Standortrisiken, Politischen Risiken, Totalverlustrisiko (obwohl der gesamte Markt oder auch die Branche der Firma steigt!), ... (siehe z.B. Varta. Batterieproduktion läuft, wie bei BYD oder CATL. Nur hat Varta das falsche Batteriekonzept verfolgt = Managementfehler)
Ein LETF auf einen breitgestreuten Index wie S&P500 oder MSCI-World sehe ich für mich persönlich als sicherer als Einzelaktien ("als sicherer" ist nicht gleich bedeutend wie mit "sicher wie Tagesgeld". Sowohl LETFs als auch normale ETFs an sich haben weiterhin das Marktrisiko).
Ich sehe einen Immobilienkauf auf Kredit risikoreicher als ein LETF (=> Klumpenrisiko, Regulatorische Risiken, Standortrisiko, ...). Voraussetzung: Immobilie ist eine reine finanzielle Entscheidung, also eine Kapitalanlage. Als Eigenheim ist es immer auch eine emotionale Entscheidung und die Trennung zu reinem finanziellen nicht möglich.
Wenn ich nun die Wahl habe: Kaufe ich für 10.000 € eine Einzelaktie oder einen 2-fach-gehebelten MSCI-World. Sehe ich den LETF als sicherer an, da diversifiziert.
Aber daraus zu folgern, dass ein Kredit kein Problem ist, halte ich für die falsche Schlussfolgerung.
Ein gehebeltes Produkt muss man verstehen. Es ist eine Spekulation auf Kredit.
Ein Kredit bringt immer Risiken mit sich. Natürlich sollte man sein Produkt verstehen, das gilt aber genauso für einen normalen Welt-ETF und ganz besonders für eine Einzelaktie. Und bei einer Einzelaktie wage ich die Behauptung, ein Privatanleger wird niemals es komplett verstehen, denn das bedeutet auch, dass du jede Konkurrenz kennen solltest.
Ich sehe ein LETF nicht als Spekulation. Es ist auf Kredit die Anlageklasse Aktie zu kaufen. Wie eine Immobilie auch. Nur bekommst du dort Ziegelsteine.
Hinzu kommt die irrige, aber weit verbreitete Meinung, dass ein Hebelprodukt mit einem Faktor von 2 um 20% steigen würde, wenn der Index in einem Jahr um 10% steigt. Das wird z.B. auf den Finanztipseiten zwar erklärt, aber wer liest schon Gebrauchsanweisungen ...
Deine Vola steigt um den Faktor des LETFs. Deine Rendite steigt um den LETF abzgl. Kreditkosten und TER. Also bei einem x2-ETF wirst du aktuell eher so 1,5-fache Rendite bei doppelter Vola (Risiko) haben.
Nun kommen die Produktentwickler und verpacken immer mehr Zertifikate im Mantel eines ETFs,
Das ist tatsächlich ein großes Problem. Es gibt so viele gute Produkte, ebenso so viel "Müll" im Namen von ETF. Schließlich ist ein ETF die oberste Kategorie, was darunter vieles beinhalten kann. Wir als Gesellschaft assoziieren ETF direkt mit sowas wie FSTE-All-World oder MSCI-World.
Unsinnig wäre eine Kreditaufnahme, wenn man parallel z.B. noch ein Festgeld hat, denn dessen Habenzinsen sind sicherlich unterhalb der Kreditzinsen.
Ja, das hat er doch angemerkt. Wenn jemand es ausprobieren will, wie sich die Vola in Wirklichkeit anfühlt, kann auch davor schon mit einem kleinen Betrag starten. Wer es allerdings als dauerhafte Beimischung im Depot haben will, sollte wie du sagst, vorher seine Zinsprodukte (Sicherheitsbaustein des Depots) investiert haben.
sehe ich für mich persönlich als sicherer als Einzelaktien
Ich sehe einen Immobilienkauf auf Kredit risikoreicher als ein LETF
Sehe ich den LETF als sicherer an, da diversifiziert.
Ich sehe ein LETF nicht als Spekulation. Es ist auf Kredit die Anlageklasse Aktie zu kaufen.
Zusammengefasst: Ja, reines Bauchgefühl. Dein Bauch.
"Mein Bauch gehört mir" hieß es schon in den 70ern.
reines Bauchgefühl
Na so viel Bauchgefühl braucht es da garnicht. Es ist ja schon so, dass ein marktbreiter Index wie der World oder S&P500 eine gewisse Historie haben, die man durchaus auch nutzen darf, um eine Erwartung für das Risiko zu entwickeln. Alles Schritte, die bei den meisten Einzelaktien garnicht möglich sind.
Dass ein gut zusammengestellter Index dir bestimmte Risiken wegdiversifiziert wirst du sicherlich ähnlich sehen. Auch bietet der S&P500 mit den Circuit Breakern einen Mechanismus, der ab bestimmten Verlustgrenzen den Handel aussetzt und vor extremer Schwankung schützt. Gerade für den täglichen Hebel ist das günstig.
Natürlich gehen mit LETF eigene Risiken einher; overnight gap, pfadabhänigkeit, zinsrisiko etc. Aber wie auch beim Marktrisiko des Index sind das systematische Risiken. .. anders als bei Wirecard,Varta oder Enron.
Ein marktbreiter Index hat unstrittig weniger Risiken, als (wenige) Einzelaktien.
Ein marktbreiter Index hat unstrittig weniger Risiken, als ein gehebelter Index.
Du vergleichst jetzt aber Einzelaktien mit einem gehebeltem Index. Aus den ersten beiden Sätzen kannst Du für diese Relation nichts schließen. Daher hatte ich Dich gefragt, ob es dazu eine Quelle gibt oder Du eine Studie kennst, die Dein Bauchgefühl unter gewissen Rahmenbedingungen bestätigt. Das ist offensichtlich nicht der Fall.
Ich fang gerade an ein wenig Heiliger Amumbo beizumischen.
Da ich eh eine enorm hohe Aktienquote fahre und nur einen minimalen Tagesgeld Puffer habe hab ich es dank dem Leverage jetzt sogar auf eine 100% Aktienquote geschafft.
Nächster Step: 101 Dalmatiner, äh, Aktienquote
Du vergleichst jetzt aber Einzelaktien mit einem gehebeltem Index.
Das Einzelwertrisiko ist und bleibt bestehen. Selbst in 5-fach gehebelter ETF hat dieses Risiko nicht, allerdings wieder rum andere Risiken. Du erwartest hier eine schwarz-weiß-Aussage.
Es ist mit Studien belegt (siehe Studie von Bessembinder, H., 2018. Do Stocks Outperform Treasury Bills? Journal of Financial Economics, 129(3), S. 440–457.). Dieser hat rund 26.000 Einzelaktien von 1926 bis 2016 ausgewertet.
(Im Video von Notgroschen sehr gut aufbereitet: https://www.youtube.com/watch?v=2NTKh_hLefQ)
Ein marktbreiter Index hat unstrittig weniger Risiken, als (wenige) Einzelaktien.
Ein marktbreiter Index hat unstrittig weniger Risiken, als ein gehebelter Index.
Dem stimme ich dir zu. Meine Reihenfolge was Risiko betrifft wäre von hoch zu geringer wie folgt:
Einzelaktien - gehebelter ETF (x2) (auf breiten Index) - breiter Index (x1)
Wir betrachten nun aber nur das Risiko, nicht in Kombination Rendite-Risiko. Dann spielt das Thema Anlagehorizont wieder rum auch eine Rolle. Hätten wir eine unendlich langen Anlagehorizont und müssten niemals das Geld entnehmen, wäre unter dem Rendite-Risiko-Aspekt der gehebelte-ETF die beste Wahl sein (unter der Betrachtung der historischen Daten). Anders herum: Hättest du vor 6 Jahren das unfassbare Glück gehabt und alles auf NVIDIA gesetzt, ...
Für die meisten Anleger, auch hier in diesem Forum, wird der normale marktbreite Index die optimale Lösung aus Aufwand, Rendite, Risiko sein. Die meistens halten auch aufgrund Lebensumstände und Risikotoleranz Cash als Sicherheitsbaustein aufgrund Drawdown/Volatilität/Restanlagehorizont. Wir sind in diesem Beitrag eher das Narrativ, eine kleine Gruppe, die das "neue" als Chance sieht.
Wir driften von der eigentlichen Diskussion ab. Ja, ich stimme dir teilweise zu, teilweise nicht.
Ich würde Aktien nicht auf Kredit kaufen.
Hinzu kommt die irrige, aber weit verbreitete Meinung, dass ein Hebelprodukt mit einem Faktor von 2 um 20% steigen würde, wenn der Index in einem Jahr um 10% steigt.
Darum finde ich es wichtig und richtig, dass wir hier eine fachliche Diskussion führen, unsere Argumente gegenseitig testen. Diese Produkte sind am Markt für jeden zugänglich und darum finde ich es wichtig nicht nur die Vorteile herauszuarbeiten, sondern wie Alex777 es wunderbar macht, die Risiken (und auch die Chancen) aufzeigt:
Natürlich gehen mit LETF eigene Risiken einher; overnight gap, pfadabhänigkeit, zinsrisiko etc. Aber wie auch beim Marktrisiko des Index sind das systematische Risiken. .. anders als bei Wirecard,Varta oder Enron.
Danke dir!
Du erwartest hier eine schwarz-weiß-Aussage.
Umgekehrt. Du hast eine schwarz-weiß-Aussage gemacht, die ich nicht so stehen lassen will.
Das Einzelwertrisiko ist und bleibt bestehen. Selbst ein 5-fach gehebelter ETF hat dieses Risiko nicht, allerdings wieder rum andere Risiken.
Der letzte Halbsatz sollte hervorgehoben werden. Ein gehebelter ETF hat deutlich andere (zusätzliche) Risiken, die weder ein Index-ETF, noch Einzelaktien haben. Z.B. die ganzen Griechen bei den Derivaten.
Ein Index-ETF kann nicht komplett ausfallen, schon ein kleiner Korb von z.B. 10 Aktien defacto auch nicht. Ein gehebeltes Produkt sehr wohl.
Ein gehebeltes Produkt sehr wohl.
Kommt auf das gehebelte Produkt an. Pauschal ist das so nicht ganz richtig, denn ein 2x gehebelter Welt-ETF aus der zurückliegenden Diskussion kann nicht komplett ausfallen.
Wie viel Rendite macht Dein Aktien-ETF?
Die wichtigsten Aktien aus Deutschland reichen nicht aus
So investierst Du richtig in europäische Aktien
Besser Finger weg von Hebelprodukten
Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert
Was Finanztip ausmacht