Depotübertrag SC zu Finanzen.net (Einstandskurse und Verkauf)

  • Guten Abend liebe Community,

    wie ihr dem Titel entnehmen könnt, habe ich ein "Problem" bzw. einige Fragen.

    Am 22.10.2024 habe ich einen Depotübertrag von Scalable Capital (alle meine Einzelaktien) zum Broker Finanzen.net zero getätigt. Die ETF'S habe ich bei SC gelassen. Ich wollte somit eine klarere Trennung und Übersicht über die Performance. Zum Glück habe ich von Anfang an alles mit Parqet getrackt zwecks Kurse. Auch habe ich die Einkaufsdokumente aufgehoben.

    Die Übertragung der Aktien hat auch geklappt - natürlich zum Einstandskurs vom 22. bzw. 23.10.24. Laut Stand, sind die ursprünglichen Einkaufskurse bei der Baader Bank hinterlegt, werden nur nicht im Depot angezeigt. Diese habe ich jetzt bei zero manuell anpassen können zwecks der besseren Übersicht.

    Meine Frage/Sorge jedoch ist, ich habe damals am 10.10.2023 Rheinmetall Aktien gekauft zu einem Kurs von 253,90 € das Stück. Der Einstandskurs der am 22.10.2024 bei zero hinterlegt worden war, ist natürlich der Stand am Tage des Depotübertrages (494,30 € pro Stk.) gewesen.

    Sollte ich jetzt z.b einen Teil verkaufen, habe ich Sorge, dass die den Kurs vom Depotübertrag also 494,30 € pro Stk. zu Grunde legen - was eigentlich nicht sein darf, da ich diese Aktien ja am 10.10.23 zu einem Kurs von 253,90 € per Einmalkauf gekauft habe.

    Geht es jemanden ähnlich? Ich habe so einen Fall noch nie gehabt und bin etwas verunsichert weil mittlerweile ja ein kleiner Gewinn drauf lastet und man ja auch überlegt, umzuschichten.

    Danke für die Mühe und einen schönen Abend wünsche ich. :)

    Beste Grüße

    Randy

  • Kater.Ka 13. April 2026 um 18:28

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Der Einstandskurs der am 22.10.2024 bei zero hinterlegt worden war, ist natürlich der Stand am Tage des Depotübertrages (494,30 € pro Stk.) gewesen.

    Was heißt „natürlich“? Ich kenne das so, dass der tatsächliche Einstandskurs irgendwann „nachtrudelt“. Hat du manuell was eingetragen?

    Ruf doch mal eine Ordermaske für einen Verkauf auf. Welcher Kurs wird der Kostenberechnung zugrunde gelegt?

  • habe ich Sorge, dass die den Kurs vom Depotübertrag also 494,30 € pro Stk. zu Grunde legen

    wieso sorgt dich das? Wenn die Bank das so dem FA meldet, wer soll dann dahinter kommen? Privatpersonen haben eher keine Buchprüfung zu befürchten. Aber deine Sorge wird unberechtigt sein. Leider haben die Banken bisher immer mit dem richtigen Kurs abgerechnet.

  • Was heißt „natürlich“? Ich kenne das so, dass der tatsächliche Einstandskurs irgendwann „nachtrudelt“. Hat du manuell was eingetragen?

    Ruf doch mal eine Ordermaske für einen Verkauf auf. Welcher Kurs wird der Kostenberechnung zugrunde gelegt?

    Es wurde eben der Kurs genommen am Tage des Depotübertrages.

    Ich habe dann noch einige Monate gewartet und es kam keine Kursanpassung seitens zero.

    Demnach habe ich die Kurse dann entsprechend meiner Kauf PDF's angepasst - mein Einkaufskurs (250 € ist ja deutlich günstiger gewesen als der Kurs, der bei dem Depotübertrag zugrunde gelegt wurde 494 €).

    Sollte ich verkaufen, wären das ja pro Stk. fast 250 € weniger Gewinn weil eben dieser Kurs von 494 € als Einkaufskurs zugrunde gelegt wurde und eben nicht meine knapp 250 € pro Stk als ich sie damals gekauft habe.

  • Es wurde eben der Kurs genommen am Tage des Depotübertrages.

    Ich habe dann noch einige Monate gewartet und es kam keine Kursanpassung seitens zero.

    Demnach habe ich die Kurse dann entsprechend meiner Kauf PDF's angepasst - mein Einkaufskurs (250 € ist ja deutlich günstiger gewesen als der Kurs, der bei dem Depotübertrag zugrunde gelegt wurde 494 €).

    Danke für deine Antwort.

    Die Sorge ist, dass der Kurs von 494 € als Kaufkurs meiner Aktien genommen wird und nicht die 250 € die ich damals bezahlt habe. Das sind fast 250 € weniger pro Stk wenn ich jetzt verkaufen würde, das ist meine Sorge. :/

  • Ich habe jetzt das Dokument vom Kauf hochgeladen. {Anhang wegen Klarname durch Mod gelöscht}

    Da steht der genaue Kaufpreis von 253,90 € pro Stück.

    Bei dem Depotübertrag stand dann der Einstandspreis pro Stück bei 494,00 € vom eben den besagten Tag des Übertrages.

    Den habe ich natürlich auf eben die 253,90 € angepasst da dieses nicht bei zero geschehen ist.

    Meine Sorge - sollte ich jetzt verkaufen, habe ich die Sorge, dass die Bank als Einkaufspreis die 494,00 € nimmt - statt eben die 253,90 € was ja eine deutliche Gewinneinbuße meinerseits wäre.

    Vielleicht habe ich mich auch nicht richtig ausgedrückt ?(

  • Die Sorge ist, dass der Kurs von 494 € als Kaufkurs meiner Aktien genommen wird und nicht die 250 € die ich damals bezahlt habe. Das sind fast 250 € weniger pro Stk wenn ich jetzt verkaufen würde, das ist meine Sorge.

    Und was sorgt dich daran? Dass du weniger Kapitalertragsteuer zahlen musst?

  • Das erklärt deine Sorge immer noch nicht. Du bekommst ja den Verkaufserlös ausgezahlt, nicht den Gewinn.

    Ich meinte, dass der Einkaufspreis von damals 254,00 € Pro Aktie ja als Grundlage für den Erlös gelten muss. Sprich, wenn ich jetzt eine Aktie verkaufen würde zum aktuellen Kurs von ca. 1.480 €, wären das erst mal Erlöse von 1226,00 €, natürlich kommen da noch Steuern drauf.

    Sollte der Kurs von 494,00 € zum Stichtag des Depotübertrages als Grundlagen genommen werden, wären das 986,00 € Erlöse pro Aktie - also eben schon deutlich weniger, was eigentlich keinen Sinn ergibt, da doch der Erstkauf im Jahr 2023 als Grundlage gelten muss?!

    Das ist quasi meine Sorge ?(

  • Ich meinte, dass der Einkaufspreis von damals 254,00 € Pro Aktie ja als Grundlage für den Erlös gelten muss.

    Nein, das hat überhaupt nichts mit dem Erlös zu tun, sondern mit dem Gewinn, der versteuert werden muss.

    Der Erlös ist immer der Verkaufserlös. Verkaufkurs mal Anzahl der Aktien.

    Wenn deine Aktien mit einem zu hohen Einstand Kurs eingebucht sind, machst du weniger Gewinn und zahlst weniger Steuern vom brutto. Der Verkaufserlös ist trotzdem immer der selbe.

  • Nehmen wir an, du verkaufst eine Aktie für 1500 Euro.

    Im Fall 1 ist der Einstandskurs 250 Euro, du musst also 1250 Euro Gewinn versteuern (ca 310 Euro Steuer), bekommst also 1190 Euro Verkaufserlös.

    Im Fall 2 ist der Einstandskurs 500 Euro, du musst 1000 Euro Gewinn versteuern (ca 250 Euro Steuer), bekommst also 1250 Euro Verkaufserlös.

    Falls 2 (höherer Einstandskurs) ist doch besser für dich. Warum also die Sorge? Oder ist deine Sorge dass du Ärger mit dem Finanzamt bekommst? Diese ist unbegründet. Wenn die Bank die Steuer falsch abführt ist das erstmal ein Problem der Bank

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen