Hausverkauf ohne Makler?

  • Kann beides gehen, möchte auch nicht pauschalisieren.

    Wo siehst du die Vorteile beim Verkauf über den Makler?

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • Wo siehst du die Vorteile beim Verkauf über den Makler?

    Ich muss mich um „nichts“ kümmern. Ich lasse die Immobilie bewerten, unterschreibe den Maklervertrag und dann geht alles seinen Weg. Im Idealfall ist dann mein nächster Termin beim Notar. So war es letztes Jahr bei einer vermieteten ETW. Klar zahle ich dafür meine 3,57%, das ist es mir aber wert, dass ich da zeitlich überhaupt nichts investieren muss.

    Und wie gesagt, die Mieter suchen meine Frau oder ich selber aus. Und ja, die Mieter geben sich Anfang immer nett und suchen natürlich immer was Langfristiges.

  • Das kann ich verstehen. Der Vorteil beim Verkauf ist auch, dass es im Prinzip egal ist, wer die Immobilie kauft (vorausgesetzt er kann den Kaufpreis problemlos zahlen).

    Bei einem Mieter möchte man im Idealfall schon wissen, wer in der eigenen Immobilie wohnt und diesen auch selbst aussuchen. Da zählt auch viel der persönliche Eindruck, wobei das auch nicht immer so einfach ist.

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • Wo siehst du die Vorteile beim Verkauf über den Makler?

    Nach dem Tod meiner Mutter Ende 2022 hat mein Paps beschlossen sich von einer vermieteten 2 Zimmer ETW zu trennen... das haben wir einem Makler übertragen, da sich erfahrungsgemäß sehr viele "bewerben" und er keine Arbeit haben wollte.

    Als er dann Mitte 2024 verstarb haben wir das Einfamilienhaus in Eigenregie verkauft, da es aufgrund der Lage im südöstlichen Landkreis München und des Preises im 7-stelligen Betrag keine Unmengen an Bewerbern gab.

    Eine zweite, allerdings 4 Zimmer ETW m. Garten hat meine Schwester zur Vermietung übernommen und mich ausgezahlt, da ich als Vermieter nicht tauge.

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • dass es im Prinzip egal ist, wer die Immobilie kauft

    Wir haben schon darauf geachtet, wer die Immobilie kauft... hatten aber ehrlich gesagt keine Bewerber, die wir ausgeschlossen hätten.

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Stimmt, kann man lernen, habe ich aber keinen Bock drauf :) und ich bin der Meinung, dass man sich als Vermieter auskennen muss und es nicht halbherzig machen sollte.

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Immenried1575

    Vorab: Für meinen Teil bin ich nur Finanz-Laie, wenn auch ein an solchen Themen sehr Interessierter mit auch ein bißchen eigenen Erfahrungen. Überflogen habe ich zudem nur Deinen Beitrag Nr. 1.

    Hat schon jemand Erfahrung mit Hausverkauf ohne Makler?

    Obwohl ich ansonsten meine privaten Finanzen seit über 50 Jahren selbst und aktiv bewirtschafte (Schwerpunkte Aktien und Immobilien) arbeite ich in dem Bereich Immobilien seit Jahrzehnten ausschließlich mit Maklern (Verkäufe sind bei mir die Ausnahme, Vermietungen die Regel). Das ist aber meine ganz persönlich präferierte Vorgehensweise sich dieser Dienstleistung zu bedienen.

    Das Ganze dürfte u. a. auch vom Objekt (Immobilie, Lage, Preis) und Subjekt (Verkäufer typbedingt) abhängig sein. Ein pauschales Richtig oder Falsch für sämtliche Konstellationen erscheint mir wenig sachgerecht.

    Der mit dem Thema "Hausverkauf" in der Regel verbundene Aufwand wäre mir persönlich deutlich zu hoch (Expose, Anzeigen schalten/einstellen, Präsentation, Unterlagen, Terminvereinbarungen, Besichtigungen, Nachfragen, Verhandlungen usw.).

    Andererseits: Bei einem Verkauf (nur) einer Immobilie hat man mit dem (hoffentlich) solventen Käufer danach (und nach dem Notartermin) nichts mehr zu tun, wenn alles glatt läuft jedenfalls.

    Die vom Makler ausgewählten (meist drei oder vier) Mietinteressenten schaue ich mir nichtsdestotrotz - sprich trotz der eingekauften Dienstleistung - in aller Regel persönlich bei einem kurzen Treffen an, da Vermietung in der Regel zu einer anderen und längeren "Bindung" führt als dies bei einem Verkauf der Fall ist (oder wie es eine Maklerin mal pointiert formulierte:

    "So wie das deutsche Mietrecht aussieht, kann es hierzulande inzwischen einfacher sein, sich von seinem Ehepartner scheiden zu lassen als sich von seinem Mieter zu trennen").


    Dir gutes Gelingen und viel Erfolg - mit oder ohne Makler - bei dem avisierten Hausverkauf !

  • "So wie das deutsche Mietrecht aussieht, kann es hierzulande inzwischen einfacher sein, sich von seinem Ehepartner scheiden zu lassen als sich von seinem Mieter zu trennen").

    So ist es. Die Rechte der Mieter werden immer weiter gestärkt, die Rechte der Vermieter werden immer weiter geschwächt.

  • Zu mir/uns.

    Vermietung und Verpachtung klappt in Eigenregie besser als über Makler / Wohnungsvermittler. Wir vermieten in einer begehrten Studentenstadt mehrere 1-Zi. Wohnungen, die nach 2-4 Jahren in der Regel durch Wechsel der Ausbildungsstätte oder Änderung der Lebensumstände neu vermietet werden.

    Kauf/Verkauf: bisher nur 1x ein Grundstück in NRW verkauft, das ging über Mundpropaganda relativ schnell über die Bühne, ohne Makler, Immoscout und Kleinanzeigen und Co.

    Sonst nur gekauft: Neubau ohne Makler, Bestandsgebäude mit Makler. Im letzten Fall war der Makler 117% sein Geld wert, das wäre sonst nicht so gut über die Bühne gegangen.

    Verkauf: hat eben noch nicht stattgefunden. Hier bleibe ich flexibel und werde ihr beide Optionen anschauen.
    Und auch eine dritte und mMn äußerst wichtige und bisher nicht genannte Option erwägen: NETZWERK vor Ort. Wird mMn oft total unterschätzt…

    LG Finanzschlumpf

  • 💯% ist doch schön, dass es für den einen so in den anderen so passt.

    Könnte mir auch vorstellen, dass ich das Vermieten auch abgebe, wenn ich keine Lust mehr habe 😃🖖🏻

    Es ist eben auch immer ein Geben und Nehmen. Ich bin nicht gerade emphatisch, gewisse Themen muss meine Frau dann durchsprechen mit den Mietern.

    In erster Linie verdiene ich mit diesen Menschen mein Geld, natürlich möchte ich aber auch keine ständigen Mieterwechsel.

  • Nur am Rande aber in dem Kontext

    Was leider nicht stimmt.

    Nach meinen Beobachtungen:

    Eine verzerrte oder gestörte Wahrnehmung der Wirklichkeit - oder gezieltes Ignorieren derselben sprich der stets erforderliche aber hierzulande sukzessive geschwundene Realitätsbezug - gehört nach meinem Dafürhalten seit langer Zeit zu den elementaren Problemen hierzulande. Das gilt nicht nur für den Bereich "Mieten, Bauen, Wohnen, Wohneigentum" sondern auch für diverse andere Themen (angefangen beispielsweise von Bürokratie und EU-Regulatorik über die Konstruktion und den Umgang mit der europäischen Einheitswährung bis hin zu Themen wie der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und der Verteidigungsfähigkeit).

  • Wirst du jetzt beleidigend oder bestätigst du meine Aussage?

    Weder noch.

    Zum einen: Was an meinem Beitrag (Nr. 57) auch nur ansatzweise "beleidigend" sein soll oder könnte, erschließt sich mir nicht. Es handelt sich dabei explizit um "meine persönlichen Beobachtungen" und explizit um meine persönliche Meinung (siehe "nach meinem Dafürhalten"). Mit diesen Einschätzungen stehe ich übrigens nicht alleine - um es noch möglichst zurückhaltend zu formulieren.

    Zum anderen: Was veranlaßt Dich darin eine Bestätigung Deiner Behauptung (Nr. 52) zu sehen oder zu vermuten ... ? Ein meines Erachtens abwegiger Ansatz.


    In dem Kontext ganz allgemein und nach meinen Erfahrungen:

    Weder mit Smileys ("Daumen nach unten") noch mit dem Verschwindenlassen von Texten ("mit blauer Farbe ?") lassen sich die - früher oder später - unvermeidlichen "Rendezvous mit der Realität" vermeiden.

    Wie die real existierende EU und Deutschland seit Jahren erfahren (müssen).

  • nicht gerade emphatisch, gewisse Themen muss meine Frau dann durchsprechen mit den Mietern.

    Wow, sehr selbstreflektiert. Ist doch klasse, dass ihr die Aufgabenteilung entsprechend eurer Stärken und persönlichen Präferenzen sortiert.

    Machen meine Frau und ich auch so. Da ist es oft vorteilhaft, wenn eine Hausgemeinschaft diverse Kompetenzen und Vorlieben auf sich vereint hat 😅🥳

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