Ab wann sind Anleihen ein Thema bei der Geldanlage ?

KI-Zusammenfassung

: Ab wann Anleihen für Privatanleger sinnvoll sind und wann Tagesgeld, Festgeld oder Geldmarktfonds näherliegen, dreht sich vor allem um den Sicherheitsbaustein neben einem Welt-ETF.

Ab wann Anleihen für Privatanleger sinnvoll sind und wann Tagesgeld, Festgeld oder Geldmarktfonds näherliegen, dreht sich vor allem um den Sicherheitsbaustein neben einem Welt-ETF.

  • Mehrere Beiträge setzen auf einfache Sicherheitsbausteine wie Tagesgeld, Festgeld oder Geldmarktfonds, andere sehen Anleihen als Teil eines diversifizierten Portfolios oder für feste Zahlungstermine.
  • Aus der Community gibt es praktische Hinweise zu Einlagensicherung bis 100.000 € je Bank, Kursrisiken beim Verkauf vor Fälligkeit, Duration, Ausfallrisiken und Wechselkursrisiken.
  • Ein klarer Konsens entsteht nicht, aber mehrere Beiträge sehen direkte Anleihen mit passender Laufzeit eher für planbaren Geldbedarf als als pauschalen Baustein.

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  • Es wäre ganz nützlich, wenn jemand mitteilen könnte, ab welcher Vermögenshöhe Anleihen überhaupt ein Thema sind.

    Für meinen Geschmack wird in den Medien viel zuviel über Anleihen und teils Zertifikate geschrieben. Modisch. Unsinnig. Sicherheitsbaustein ist das nicht.

    Nicht die Vermögenshöhe entscheidet, sondern die Funktion des Geldes.

    Finanztip fährt bewusst die einfache Strategie: ein Welt-ETF als Renditebaustein plus ein Sicherheitsbaustein. Wer sich für Anleihen als Sicherheitsbaustein entscheidet, braucht deshalb nicht zusätzlich noch einen LifeStrategy 60. Der vermischt Aktien und Anleihen bereits und macht die gewünschte Aktien-/Sicherheitsquote unnötig unübersichtlich.

    Interessant ist dazu auch die Argumentation von Vermögensverwalter Nikolaus Braun und Adlatus Hering.

    https://www.dup-magazin.de/finanzen/in-ac…en-etf-sparplan


    Erst Liquiditätsreserve sicherstellen, dann die persönliche Aktienquote bestimmen und anschließend den defensiven Teil entsprechend aufbauen.

    Anleihen sind also nicht ab 100.000 €, 500.000 € oder 1 Mio. € Vermögen sinnvoll. Sie sind sinnvoll, wenn man einen Teil seines Vermögens bewusst vor Aktienmarktrisiken schützen und für einen bestimmten Zeitraum planbar verfügbar halten möchte.

    Und genau deshalb halte ich wenig davon, Anleihen, Zertifikate und immer neue Mischprodukte einfach als zusätzliche „Bausteine“ ins Depot zu packen. Ein Welt-ETF plus ein sauber definierter Sicherheitsbaustein kann völlig ausreichen.

    Ich habe in den Medien auch nicht bemerkt, dass Anleihen besonders besprochen oder empfohlen werden.
    Dazu ist das Thema zu komplex und „Angstbeladen“.

    Manches Foristy bekommt offenbar bei der Vorstellung schon Angstschweiß, sich für 4 Monate eine Unternehmensanleihe von z.B. Daimler-Truck, Symrise oder Porsche kaufen zu müssen.

    GLEICHZEITIG wird aber unverdrossen und angstfrei 40 % der Aktien-Geldanlage in 10 US-Giganten-Firmen gesteckt, die dieses Jahr 1,4 Billionen Dollar Unternehmenanleihen begeben, weil der Cash-Flow nicht mehr ausreicht um die KI-Investitionen zu bezahlen.

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  • Ab dem ersten Euro, wenn man die Welt wirklich komplett abdecken möchte. Da gehören Anleihen einfach dazu. Aktien machen da ca. 60 % aus. Rest sind Anleihen, Gold, Bitcoin und PE. Die letzten drei halte ich für Privatanleger nicht so sinnvoll, deswegen ist für mich ein Markt-/Weltportfolio 60/40 (Aktien/Anleihen).

  • Dieses Foristy lässt beides sein ;)

    Die Angaben zu Anleihen sind so, dass ich mich da einarbeiten müsste. Was was bedeutet. Das ist es mir nicht wert. Aktien-ETF ist - auch für den Anfang - deutlich übersichtlicher.

    So ist es. Und wer Anleihen mit einer Duration von Durchschnittlich 6 bis 7 haben möchte, kann sich das von Vanguard im Lifestrategy-Konzept professionell managen lassen. Kostet dann 0,25 %. Aber ruiniert wird der Anlagebetrag dann sicherlich nicht.

  • Wir (meine Frau und ich) fahren Lifestrategy 60 only und sind glücklich damit. Rendite ist angemessen und schwankt nicht so doll wie 100 % Aktien. Ich bin ehrlich, schaue jeden Tag ins Depot und ein Verlust von 50-60% würde mir persönlich schlaflose Nächte beschweren. Da verzichte ich lieber auf 1-2 % Rendite.

  • Die Angaben zu Anleihen sind so, dass ich mich da einarbeiten müsste.

    Im Kontrast zu diesem Eingeständnis hast Du Dich an anderen Stellen aber bemerkenswert pointiert und meinungsstark zu Anleihen geäußert …?!

    Wie ich gelegentlich schon sagte: vielleicht lieber häufiger faktenbasiert als vom Bauchgefühl her argumentieren.

    Anleihen sind also nicht ab 100.000 €, 500.000 € oder 1 Mio. € Vermögen sinnvoll. Sie sind sinnvoll, wenn man einen Teil seines Vermögens bewusst vor Aktienmarktrisiken schützen und für einen bestimmten Zeitraum planbar verfügbar halten möchte.

    Anleihen sind vor allem eine extrem vielfältige Assetklasse. Von inflationsindexierten Anleihen über Dollarbonds aus Emerging Markets, von Dollar-Langläufern bis Euro-Kurzläufern, von Staaten, von Unternehmen, von Wandelanleihen bis Floatern und und und.

    Jede wirkt und reagiert auf bestimmte Marktbedingungen anders, und wenn man sich auskennt, findet man für das, was man sucht, auch die passende Anleihe.

  • In einem tatsächlichen Crash werden wir schon sehen, wie viele von den 100% Aktienetfleuten noch übrig sind, oder auch nicht, weil sie die negativen Erfahrungen (Panikverkäufe) hier nicht Posten werden.

  • Im Kontrast zu diesem Eingeständnis hast Du Dich an anderen Stellen aber bemerkenswert pointiert und meinungsstark zu Anleihen geäußert …?!

    Herr Oberlehrer, der Satz bezieht sich auf die Aufstellungen zu einzelnen Anleihen. Das ist auf die Schnelle nicht zu erfassen. Und mir die Zeit nicht wert für einen zweifelhaften Nutzen. Meine Meinung. Nur zur Erinnerung, dies ist ein Forum.

    Zu Anleihen gibt es genügend Literatur, die darauf hinweist, dass Anleihen nicht (mehr) so risikolos sind wie manche meinen. Lieber einen Sicherheitsbaustein mit Tagesgeld und Festgeldtreppe aufbauen.

    Gute Übersicht, auch über die Haken:

    https://www.finanzfluss.de/geldanlage/anleihen/


    Die eigentliche Erkenntnis lautet deshalb: Nicht die heutige positive Korrelation ist ungewöhnlich. Vielmehr war die lange Phase negativer Korrelation historisch betrachtet die Ausnahme.

    Inflation entscheidet über die Diversifikation von Aktien und Anleihen

    Stellt man die durchschnittliche Kerninflation der vergangenen drei Jahre der jeweiligen Aktien-Anleihen-Korrelation gegenüber, zeigt sich ein erstaunlich konsistentes Muster: Steigt die Inflation dauerhaft über einen bestimmten Schwellenwert, wird die Diversifikationswirkung von Aktien und Anleihen unzuverlässig:

    https://www.dasinvestment.com/aktien-anleihe…geln-aufbricht/

  • Und bei einer Mischung von Aktien/Geldmarkt wäre alles besser? Da verlierst ja dann noch mehr durch die Inflation.

  • Und bei einer Mischung von Aktien/Geldmarkt wäre alles besser? Da verlierst ja dann noch mehr durch die Inflation.

    Das entscheidet jeder und jede selbst, wie inflationsanfällig. Hier sind Tagesgeld + Festgeldtreppe ein fester Betrag. Ansonsten Welt-ETF + Beimischung Multifaktor/Value-ETF, Dividenden-ETF, Gold/BC.

  • Dieses Foristy lässt beides sein ;)

    Die Angaben zu Anleihen sind so, dass ich mich da einarbeiten müsste. Was was bedeutet. Das ist es mir nicht wert. Aktien-ETF ist - auch für den Anfang - deutlich übersichtlicher.

    Deine Argumentation bzgl Anleihen kann ich nicht nachvollziehen


    ist ähnlich wie diejenigen die sagen „Aktien sind Casino, Teufelszeug, Fingerweg“

  • Dann hast du die Posts nicht richtig gelesen. Jeder und jedem seins.

    Anleihen ausserhalb Multi- Asset- ETF sind per se weder einfach noch bei höherer Inflation ein verlässlicher Sicherheitsbaustein.

    Verstehe ich nicht! Wieso sollte der Geldmarkt ein verlässlicher Sicherheitsbaustein sein und Anleihen nicht? Auf die Inflation bezogen ergibt es überhaupt keinen Sinn. Einfach mal so in den Raum geworfen.

  • Ich persönlich halte heutzutage gar nichts von Anleihen. Wenn ich mein Geld anlege dann nur in Aktien ETF`s und einen Geldmarktfond. Beim Geldmarktfond habe ich keine Risiken und kann jederzeit darauf zugreifen ohne auf irgendwelche negativen Kursschwankungen zu achten. Konzentriert investieren. Habe schon alle Krisen in meinem Alter durchgemacht und denke das Anleihen keine Sicherheit bringen. Warum 10000 Euro in 60% Aktien nd 40% Anleihen investieren? 6000 in Aktien ETF´S und 4000 in Geldmarktfond. Rauschen die Kurse runter kaufe ich davon nach.

  • Wenn du meinst.

    Es gibt für TG und FG die 100.000 EUR Einlagensicherung pro Bank und darüber hinaus Absicherungen der Banken. Keine Kursschwankungen. Für Kleinanlegys ein dickes Plus.

    Und was hat das jetzt mit deinem Argument mit der Inflation zu tun?

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