staatl. AV Depot noch mit 60 +beginnen?

  • kann ich bei finanztip Einschätzungen finden, ob die Anlage eines solchen staatl. AV-Depots selbst mit 60+ noch sinnvoll ist? Es gibt noch ein Kind (18) in Ausbildung, also mit Kindergeldanspruch für 8Jahre, das evtl. meinem Vertrag zugeschlagen werden könnte. Sofern, das nicht irgendwie mit dem Kindergeldbezug verknüpft ist, beim Staat weiß eins ja nie, denn der Kindergeldbezug ist nicht mit mir verknüpft.
    Die Suchmaschine habe ich bemüht, aber leider nichts gefunden, das meine Frage beantwortet hat.

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  • Selbstverständlich lohnt sich das.
    Du kannst hier die Zulagen bequem „abgreifen“. Sogar die 300 € für das Kind kannst du problemlos holen. Im Zweifel muss nur der andere Elternteil einverstanden sein.

    In der Minimallösung zahlst du 360 Euro ein und bekommst 180 Euro Zulage +300 € Kinderzulage. Das Geld legst du „bombensicher“ in einem Geldmarkt-ETF an. Mit 65 lässt du dir den Betrag komplett auszahlen. Den musst du dann versteuern…. Aber es lohnt sich wohl auf jeden Fall rechnerisch.

  • Hallo.

    Falls Du die nächsten Jahre noch zum förderberechtigten Personenkreis gehörst (z. B. durch Rentenversicherungspflicht), kannst Du für schmales Geld noch etwas Zulagen mitnehmen. 450-480 EUR Zulagen für 300-360 EUR Beitrag klingt nach einem vernünftigen Deal.

    Reichtümer sollte man nicht erwarten.

  • Selbstverständlich lohnt sich das.

    Nicht. OK, mit Kinderzuschlag habe ich es nicht ausgerechnet.

    Aber für die paar Jahre bis zum 67. lohnt es sich nicht wirklich. Vor allem wenn man die Komplexität dieses Konstruktes betrachtet. in den paar Jahren holst du im Vergleich zum selbstverwalteten Depot im besten Fall ein paar Hundert Euro mehr raus. Nicht monatlich - insgesamt.

  • Nicht. OK, mit Kinderzuschlag habe ich es nicht ausgerechnet.

    Aber für die paar Jahre bis zum 67. lohnt es sich nicht wirklich. Vor allem wenn man die Komplexität dieses Konstruktes betrachtet. in den paar Jahren holst du im Vergleich zum selbstverwalteten Depot im besten Fall ein paar Hundert Euro mehr raus. Nicht monatlich - insgesamt.

    Wieso nur bis 67 und wieso komplex?

    Einfach Garantieprodukt abschließen, Zulagen mitnehmen (eigener Einsatz 25-30 EUR monatlich), dann Auszahlung als Kleinbetragsrente, fertig.

    Zulagen minus Abschlusskosten minus Steuern > Null.

  • Zulagen gibt es meines Wissens nicht so vollautomatisch wie es sich bei Dir jetzt anhört. Auszahlung ist auch an div. Kriterien gebunden. Ob man unter der Grenze für Kleinbetragsrente bleibt ist auch unsicher.

    Jetzt mach' das nicht komplizierter als es ist.

    Rentenversicherungspflicht + Vertrag + mindestens 120 EUR Einzahlung = Berechtigung für Grundzulage (50% der Einzahlungen, max. 180 EUR)

    Kindergeldberechtigung + Zuordnung des Kindergeldes = 100% der Einzahlungen, max. 300 EUR)

    Zahlbare Rente unter 1,5% der monatlichen Bezugsgröße (ca. 60 EUR monatliche Rente) = Kleinbetragsrente möglich.

    60 × 300 (entspricht Rentenfaktor 33,33) = 18.000 EUR / 8 (ggf. noch 8 Jahre Kindergeldanspruch) = 2.250 EUR p. A.

    Klingt bei ggf. 775 EUR p. A. (Summe Einzahlung plus Zulagen) ungefährdet.

  • Klingt bei ggf. 775 EUR p. A. (Summe Einzahlung plus Zulagen) ungefährdet.

    Wer Spaß an dem Aufwand hat, soll es halt tun.

    Wenn das bis mind. 68 (Start mit 60+, 8 Jahre Kinderzuschlag) laufen soll, muss man halt auch danach noch etwas vom dem (voll zu versteuernden) Geldsegen haben. Und das natürlich ohne den denkbaren, aber natürlich immer nur im privaten ETF Depot erwarteten, temp. Kurseinbruch.

    Auch ohne nur ansatzweise durch deine Angaben durchzusteigen impliziert "Rentenversicherungspflicht" für mich, dass es die Zulagen (mit oder ohne Kinderzuschlag?) nur so lange gibt, wie diese Rentenversicherungspflicht besteht? Wer weiss, ob jemand mit 60+ mit 63 oder 67 in Rente gehen wird? Oder gibt es alle Zuschläge im AV-Depot bis zum Jahr vor der Auszahlung, also max. 69?

    Ist schon lustig, wie hier ein kurzfristiges AV Depot Dank der Zulagen schöngerechnet wird, an anderen Stellen BAVs aber, auch bei höheren Zulagen des AG, grundsätzlich schlecht sind.

    kann ich bei finanztip Einschätzungen finden, ob die Anlage eines solchen staatl. AV-Depots selbst mit 60+ noch sinnvoll ist?

    Das ist für mich auch kein Wunder, da es m.M.n. von viel zu vielen pers. Faktoren abhängt. Die Auszahlung muss zwischen 65 und 70 beginnen. Wenn Du nicht auf alle Zulagen verzichen willst (wie von Tomarcy angedeutet), hast Du die Wahl zwischen 20 Einmalbeträgen und einer Rente. Willst Du mit 60+ die 8 Jahre Kinderzuschlag abgreifen, gibt es die Auszahlung also frühestens mit 68 (Beging mit 60 ohne plus), womit die 1/20 Auszahlung also bis 87 läuft. Mag sein, dass Du dieses Alter locker und mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit gesund erreichst, ich rechne für mich pers. nicht damit.

    Ob sich die Rendite in 8 Jahren auf die Zulagen lohnt, damit Du die Steuern damit wieder mehr wie reinholst, muss Du selber erraten. Nur Du kannst Deinen Steuersatz im Alter abschätzen. Wie hoch deine gesparten Steuern auf die Einzahlung bis 67 sind, weisst auc wieder nur Du.

    Mit 65 lässt du dir den Betrag komplett auszahlen. Den musst du dann versteuern….

    Wie soll das funktionieren? Entweder, man kündigt mit 65 und zahlt alle Zuschüsse zurück, dann kommt man mit einer Einmalzahlung an den Rest (inkl. der Rendite auf die Zuschüsse). Oder man startet einen Auszahlplan über 20 Jahre (oder 30% Auszahlung + Rente).

    Bleiben m.M.n. die (bei dir max. 4 Jahre) Zinsen auf die Zuschüsse und die Steuern auf die Einzahlung, abzüglich der Rendite auf das Netto im eigenen ETF.

  • Wie soll das funktionieren? Entweder, man kündigt mit 65 und zahlt alle Zuschüsse zurück, dann kommt man mit einer Einmalzahlung an den Rest (inkl. der Rendite auf die Zuschüsse). Oder man startet einen Auszahlplan über 20 Jahre (oder 30% Auszahlung + Rente).

    Zuerst gibt es überhaupt keinen Kurseinbruch. Man nimmt keinen Aktien-ETF…das war’s…. Oder gleich das Garantie-Produkt. Natürlich kündigt man nicht mit 65. Der Auszahlplan wird angefordert. Weil die Rentenhöhe aber zu gering ist, kommt es zu einer einmaligen Auszahlung.
    Der Begriff Kleinstbetragsrente wurde hier im Forum in den letzten Jahren schon oft erwähnt.

    Das ist der Trick an der Sache. Und ein paar Minuten Zeit für das Eröffnen eines AC-Depots kann man 2027 auch aufbringen. Dann eben vorzugsweise bei dem Broker, wo man ohnehin ist.

  • Man ist nicht gezwungen direkt in den ETF zu springen.

    Du kannst auch die Entsprechung einer klassischen Rentenversicherung abschließen.

    Rentenbezug heißt nicht zwingend Ende der Rentenversicherungspflicht.

    Ein Tag Rentenversicherungspflicht pro Jahr reicht aus. (Oder Minijob mit Eigenanteil.)

    Der Auszahlplan kann von 70 bis 85 gehen, wenn Du willst. Oder er gibt halt eine Einmalzahlung mit einmal ein wenig Steuerlast.

  • Nicht. OK, mit Kinderzuschlag habe ich es nicht ausgerechnet.

    Aber für die paar Jahre bis zum 67. lohnt es sich nicht wirklich. Vor allem wenn man die Komplexität dieses Konstruktes betrachtet. in den paar Jahren holst du im Vergleich zum selbstverwalteten Depot im besten Fall ein paar Hundert Euro mehr raus. Nicht monatlich - insgesamt.

    Komplex? Ansichtssache

    Einpaar hundert Euro haben oder nicht durch ein paar Mausklicks und vielleicht 30 Minutn Zeit nehme ich gerne mit und gehe davon gut essen :)

  • Hat jemand die Steuererklärung vergessen, die man für die Zulagen machen muss? Und das man die Zulagen dann regelmäßig wohl erst im Q3 des Folgejahres erhält? Finde nur ich das etwas umständlich?

    Überleg noch mal genau, irgend ein Argument findest du doch bestimmt noch, kann doch nicht alles gewesen sein :/

  • Für die Günstigerprüfung muss man eine Steuererklärung machen, aber wenn die Zulagenrendite über 45,5% liegt, kann man sich die (Günstigerprüfung) auch sparen.

    Sagen wir es mal ganz einfach: die Zulage gibt es immer, einen eventuellen Zusatzvorteil natürlich nur, wenn er über eine Steuererklärung beantragt wird und geprüft werden kann.

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