AV-Depot noch mit 60?

  • Wenn ich mir das Altersvorsorgedepot so anschaue, dann lohnt es sich m.E. auch noch kurz vor dem eigenen Ruhestand eines anzulegen.

    Angenommenes Alter 61, Zeit bis zur Rente 6 Jahre, Einzahlungen 10.800€, Förderung 3.240€.

    Wenn man das in ein abgesichertes Produkt anlegt, also quasi risikolos, dann stellt doch die Förderung die "Rendite" dar, schlappe 30%. Kriegt man sonst nirgends, schon gar nicht garantiert.

    Oder hab ich da einen Denkfehler?

    (Mir ist klar, dass dann die monatliche Auszahlung ab 67 höchstens dazu reicht, einmal im Monat Essen allein zu gehen oder die Streaming-Abos zu zahlen. Aber 30% können ja auch ausbezahlt werden, immerhin 4.200€, davon 3.200€ vom Staat, reicht für eine kleine Kreuzfahrt zu zweit.)

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  • Es liest sich so als wäre nicht klar, dass die gesamten Auszahlungen versteuert werden.

    Da kommt es dann auf den Grenzsteuersatz an. Auch die Fünftelregelung muss berechnet werden.

    Machen wir ein einfaches Beispiel mit einem Grenzsteuersatz von 20 %. Ein 61-jähriger zahlt bis 6 jährlich den maximal Betrag ein und legt das ganze bombensicher an, so dass er etwa 2,5 % Zinsen bekommt.
    Ohne Berücksichtigung anderer Komponenten hat er dann etwa 15.000 € mit 67 Jahren.
    Setzt man ungefähr 3000 € Steuer an, verbleibt ihm etwa ein Reingewinn von 1200 €.

    Das ist jetzt ganz überschlägig gerechnet und zeigt, dass das für eine kleine Kreuzfahrt zu zweit reicht. Zum Beispiel eine Flusskreuzfahrt.

    Schlauer ist es allerdings, mit Absicht nur jährlich 360 € einzuzahlen.
    Im oben genannten Beispiel wurde man dann ungefähr 600 € reinen Gewinn erzielen. So kann man in jedem Jahr 1440 € anderweitig normal anlegen.

    Das war jetzt etwas Hirngymnastik um kurz vor 8:30 Uhr bei strömenden Regen.
    Jetzt geht’s erst mal zur Yogastunde.

  • Deine Antwort geht m.E. an der Problematik bzw. meinem Einwand vorbei.

    Nach meinem Empfinden fehlt dem TE die Erkenntnis, dass diese 30% NICHT vergleichbar sind mit normaler Rendite, da es hier einen erheblichen Unterschied zwischen Vorsteuerrendite und Nachsteuerrendite gibt.

    Um es - ganz vereinfacht - an dem Beispiel zu rechnen:


    Die 13.000€ (10.000 Einzahlung + 3.000 Förderung) und den angenommenen 20%.
    Auf die 13k werden insgesamt 2.600 Steuern fällig und damit ist quasi fast die gesamte Förderung weg. Es bleiben 400€ übrig, was dann einer Nachsteuerrendite von 4% entsprechen würde.

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