Ich kenne aus der Sozialberatung aus vielen Jahren wirklich viele Menschen, die niemals irgendeine Altersvorsorge betrieben haben beziehungsweise auch in der Gegenwart keinerlei Altersvorsorge betreiben.
Ich habe oftmals den Eindruck, dass dies sogar für ein überwiegenden Großteil der „Normalos“ gilt.
Geld, dass auf dem Girokonto oder dem Sparbuch liegt, wird sogar oft im Alter von Ende 50 bis Mitte 60 an Kinder verschenkt, um diese zu unterstützen. Zum Beispiel bei der Wohnungsausstattung oder für ein Autokauf. Selbst lebt man aber quasi von der Hand in den Mund.
Letztens hat mir ein 60 jähriger Physiotherapeut im Krankenhaus erzählt, dass er und seine Frau (55, Krankenschwester) den Kindern in Ausbildung immer mal wieder „ein paar Tausend“ rüberschieben.
Sie wohnen zu viert zur Miete in einer Altbauwohnung im 5.Stock ohne Aufzug für 1200 warm.
Also er hörte, dass ich kirchliche und karitative Sozialberatung mache, haben wir uns in der Cafeteria im Krankenhaus gemütlich zu einem Kaffee hingesetzt und er hat mir mal erzählt, was Sache ist.
Alle vier in der Familie sind bei der ING, seine Frau haben ungefähr 15.000 € bei 0,75 % angelegt, die Kinder jeweils ungefähr 35.000 €.
Weitere Rücklagen gibt es nicht, Erbe ist nicht zu erwarten.
Ein späterer Umzug in eine günstigere Mietwohnung ist aufgrund der Wohnsituation nicht realisierbar.
Man sehe mal hier den Artikel: