Beiträge von Mazen

    In dem Artikel wiederholt er das was er auch im Video erzählt. Aus meiner Sicht alles richt, hat nichts mit Glauben zu tun.

    Im Artikel wird Bitcoin als „großes Schneeballsystem“ und als „Bigger-Fool-Game“ bezeichnet. Diese Einordnung ist so einfach nicht korrekt. Ein Schneeballsystem setzt einen zentralen Betreiber und feste Gewinnversprechen voraus – beides gibt es bei Bitcoin nicht. Bitcoin ist ein offenes, dezentrales Protokoll mit festen Regeln, das von niemandem kontrolliert wird. – Fun Fact: Unser Rentensystem funktioniert übrigens so und ist der Definition nach ein Schneeballsystem, aber das ist ein anderes Thema ;)

    Auch die Aussage, „der innere Wert des Bitcoins ist null“, passt so nicht. Weder staatliche Währungen noch Gold besitzen einen objektiven inneren Wert. Ihr Wert ergibt sich aus ihren Eigenschaften und der Nachfrage. Bei Bitcoin sind das unter anderem Knappheit, globale Übertragbarkeit und die Möglichkeit, Werte ohne Mittelsmänner zu halten und zu transferieren.

    Dass Bitcoin kurzfristig stark schwankt, ist unstrittig. Daraus jedoch abzuleiten, er tauge grundsätzlich nicht als Inflationsschutz oder Geldalternative, halte ich für verkürzt. Höfgens Beitrag von 2022 zeigt das eindrücklich. Ob Bitcoin sich langfristig bewährt, wird – wie bei jedem anderen Gut auch – durch den Markt entschieden. Rückwirkend betrachtet steigt die Adoption eher, als dass sie sinkt.

    Niemand kennt aber natürlich die Zukunft :thumbup:

    ehemaliger

    Stimmt, die Agenda und Ideologie ist allerdings klar. Solchen Leuten würde ich nicht mal ansatzweise über den Weg trauen. Wenn es nach ihm ginge, würde man alles verstaatlichen, Bitcoin verbieten und die Inflation noch weiter vorantreiben. Ich weiß nicht, ob das der richtige Weg ist.


    Wie kommst Du jetzt auf die Idee, dass man sich für einen von beiden entscheiden muss?

    Muss man nicht. Es war eine theoretische Annahme im Konjunktiv formuliert :) – Ich finde den Thread hier nur komplett sinnbefreit, da einfach mal Tatsachen vertauscht werden. Rückwirkend betrachtet hat der Höfgen, im Vergleich zum Reher, einfach mal alles falsch vorhergesagt in Bezug auf Bitcoin und jetzt wird der Reher hier infrage gestellt, obwohl es eigentlich andersrum sein müsste?! Klärt mich bitte auf ... :/

    Reden wir von dem Maurice Höfgen? 🤡


    Bitcoin: Game over?
    Der Bitcoin stürzt ab. Findet das Schneeballsystem jetzt sein Ende?
    www.geldfuerdiewelt.de


    Man kann ja von Reher halten, was man will, aber alle seine Prognosen sind in den letzten Jahren, im Vergleich zum Höfgen (u.a. wissenschaftlicher Mitarbeiter Der Linken) eingetreten. – Wem man am Ende mehr Glauben schenkt, ist natürlich jedem selbst überlassen.

    Die Prognose war jetzt nicht so schlecht, muss man sagen... 😅

    Bitcoin hat bislang in jedem Zyklus etwa 80 % vom jeweiligen Allzeithoch korrigiert, was rechnerisch einem Bereich um die 25k$ entsprechen würde. Solange dieses Niveau nicht unterschritten wird, bleiben wir technisch gesehen im Muster höherer Hochs und höherer Tiefs – und damit insgesamt im grünen Bereich.

    Da vor rund zwei Jahren im Zuge der Spot-ETFs viele institutionelle Anleger eingestiegen sind, die langfristig ihre Bestände halten, und der Kurs damals etwa bei 40k$ lag, bewegen wir uns weiterhin deutlich über diesem Niveau. Hier wird ein großes Plateau bestehen, was unbedingt gehalten werden sollte. – Meiner Meinung nach befinden wir uns aktuell mitten in einem Bärenmarkt. Umso spannender dürfte das Jahr 2026 werden.

    Passend zum Eingangspost in diesem Thread, der jetzt ziemlich genau 1 Jahr alt ist, mehr als 3.100 Antworten umfasst und über 230.000 Aufrufe generiert hat, wurde heute von der Wirtschaftswoche ein Beitrag veröffentlicht, der Bitcoin mit Gold vergleicht. Viel Spaß beim Lesen:

    Bitcoin vs. Gold: Taugt das Krypto-Geld als „digitales Gold“?
    Gold ist seit Jahrtausenden Wertspeicher, Bitcoin tritt als digitales Krypto-Geld an. Ein Vergleich zeigt klare Unterschiede und überraschende Parallelen.
    www.wiwo.de

    Außerdem ist heute eine weitere Nachricht vom Markt positiv aufgefasst worden. So rät Amerikas zweitgrößte Bank (Bank of America) nun bestimmten Kunden zu einer Krypto-Allokation von ein bis vier Prozent des Portfolios. Für Investoren mit starkem Interesse an Innovationsthemen, „die höhere Volatilität in Kauf nehmen können“, könnte so ein Schritt angemessen sein, betonte Chris Hyzy, Investmentchef der Private Bank.

    Bank Of America Opens Up All Client Portfolios To Crypto Investments
    The bank will begin covering four of the top five bitcoin exchange traded funds for inclusion in client portfolios starting January 5.
    www.forbes.com

    Die Musk-Geschichte ist nett und zeigt, dass er schon ziemlich tief ins "Rabbit Hole" gefallen ist. Der Grund für den heutigen Anstieg dürfte aber eher darin begründet liegen, dass sich die Position des zweitgrößten Vermögensverwalters Vanguard über Bitcoin von:

    Kein ETF-Handel: Vanguard bekräftigt Anti-Bitcoin-Haltung
    Der Finanzriese Vanguard will weiter keine Bitcoin-ETFs anbieten. BTC sei einfach zu volatil. Lest hier, was CEO Buckley noch behauptet.
    www.btc-echo.de

    ... vor knapp 2 Jahren, um mittlerweile um 180 Grad (überraschend) gedreht hat und deren Kunden ab heute ebenfalls in Bitcoin investieren können:

    Vanguard: 50 Millionen Anleger dürfen jetzt Krypto handeln
    50 Millionen institutionelle Anleger bekommen durch Vanguard jetzt Zugang zu Krypto-ETFs. Die Kurse heben sofort ab.
    www.btc-echo.de

    Was letztlich nicht überraschend und spieltheoretisch nur logisch ist, da sie sonst dieses lukrative Geschäft verpassen würden. Dies trifft langfristig übrigens auch auf alle Staaten zu, die Bitcoin „verbieten“ würden, denn auch diese hätten dadurch keinen Vorteil und nur Nachteile, was ebenfalls dazu führen wird, dass alle Staaten sich gegenüber dieser Technologie öffnen werden.

    Bitcoin lässt sich nicht aufhalten.

    Wer sich fragt, warum Bitcoin heute so stark steigt: Ein Grund ist Elon Musk, der gestern in einem Interview über die Zukunft von Geld gesprochen hat. Spannende Thesen, die er da aufmacht:

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    Fazit:

    • „Geld“ als Konzept wird verschwinden.
    • Energie ist die „wahre“ Währung in der Zukunft 🤯

    There is no second best... ;)

    Aber du hast schon grundsätzlich verstanden, warum man es tun sollte/könnte, ja?
    „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ ist nämlich die Überschrift des Whitepapers von BTC und wird noch diverse Mal im Text wiederholt. Kurz, genau das ist der einzige Grund, warum es BTC überhaupt gibt. Damit etwas zu bezahlen. Und schon bei dieser doch recht simplen Aufgabe ist BTC derart fundamental gescheitert, dass nicht mal Du es dafür nutzt?

    Gut zu wissen. 😉

    Wenn ich mal dazwischengrätschen darf, ihr redet aneinander vorbei.

    Grossratliest Satoshis „Cash“ deutlich enger, als es im technischen Kontext gemeint war und blendet zentrale Aspekte aus, deswegen kommt ihr auch nicht auf einen gleichen Nenner. Und genau da liegt der Denkfehler. „Cash“ im Whitepaper meint nicht „Kleingeld für den täglichen Einkauf“, sondern finale, direkte Eigentumsübertragung ohne Mittelsmann. Das ist ein fundamentaler Unterschied.

    Wenn man sich die damalige Situation anschaut, gab es 2008 schlicht keine Möglichkeit, irgendeinen Wert im Internet direkt und final von Person zu Person zu übertragen. Jede Transaktion – egal ob PayPal, Banküberweisung oder Kreditkarte – basierte auf Vertrauen in eine zentrale Instanz, war reversibel, konnte eingefroren oder verweigert werden und war immer nur eine Art „Schuldschein“.

    Genau das hat Satoshi mit dem Wort „Cash“ gemeint: ein digitales System, das die Eigenschaften von direktem Bargeld überträgt – nicht ein digitales Zahlungsmittel für jede Lebenslage.

    Cash im technischen Sinn bedeutet:

    • direkte Eigentumsübertragung
    • finales Settlement
    • ohne Intermediär
    • ohne Genehmigung
    • ohne mögliche Zensur
    • ohne politisches Risiko
    • ohne Gegenparteirisiko

    Satoshi schreibt im Whitepaper sogar explizit über das Problem der Reversibilität digitaler Zahlungen und dass ein digitales Cash-System genau das lösen muss – nicht darüber, dass Leute damit Donuts oder Bier kaufen sollen.

    Wenn man also „Cash“ im engen deutschen Sinne („Bargeld zum Bezahlen von alltäglichen Dingen“) liest, wirkt Bitcoin tatsächlich ungeeignet. Wenn du es aber im technischen Sinne liest, wie es im Whitepaper gemeint ist, erfüllt Bitcoin den Zweck ziemlich perfekt:

    Bitcoin ist das erste und bislang einzige System, das digitales Eigentum ohne Mittelsmann übertragen kann.

    Dass du es deshalb nicht bei Aldi an die Kasse nutzt, hat nichts mit Scheitern zu tun, sondern damit, dass ein Settlement-Layer nun mal nicht die Aufgabe eines Retail-Payment-Systems übernehmen muss. Auch Goldbarren benutzt keiner zum Kaffeekauf – trotzdem erfüllt Gold seinen Zweck ziemlich gut.

    Diese Frage scheint mir nicht offen und objektiv, sondern bereits stark ideologisch vorgeprägt.

    Da hilft dann auch das Fetten nicht.... ;)

    Dann passe den Prompt gerne an. – Die Begriffe „Energieverbrauch“ und „Sicherheit“ musst du allerdings verwenden, denn das ist der Grund dafür, warum der Energieverbrauch stetig steigt – was gut und wichtig ist. Ansonsten blendest du halt zentrale Aspekte (bewusst) aus, was nicht objektiv wäre.

    Jede KI kann immer nur so gut wie ihr Input bzw. Prompt sein.

    Stimmt grundsätzlich: Je offener ein Prompt, desto weniger ideologisierte Färbung.

    Frag deine KI mal, ohne sprachliche Nuancen, ob sie ganz objektiv bewerten kann, in welchem Zusammenhang „Sicherheit“ und „Energieverbrauch“ beim Bitcoin stehen und was das mit „Vertrauen“, „Souveränität“, „Zensur“, „Knappheit" und „Dezentralität“ zu tun hat. Und welche Bedeutung diese Eigenschaften in einem digitalen Zeitalter haben werden bzw. ob diese Eigenschaften an Bedeutung gewinnen oder verlieren werden.

    Und frag sie auch, natürlich ganz objektiv, ob diese fundamentalen Eigenschaften als „Nutzen“ deklariert werden könnten.

    Ich bin gespannt.

    EDIT: Ergänzung, wie wahrscheinlich die KI diese Zusammenhänge bewertet:

    Dieser „Boomer vs. Millenials Bitcoin Thread“ hat einen gewissen Unterhaltungswert 8o

    Herrlich, was hier schon wieder los ist ^^;(


    Da ich die These von Tim92 ganz spannend fand, hab ich mal die KI dazu befragt. Ich kommentiere das mal nicht, liefert ab interessante Diskussionsansätze wie ich finde. Feuer frei:

    Wenn man sich die aktuellen Entwicklungen unvoreingenommen anschaut, wirkt es fast unausweichlich, dass auch unser Geldsystem Schritt für Schritt digitaler wird. Der digitale Euro steht bereits in den Startlöchern. In den USA erleben wir, wie Stablecoins im Mainstream ankommen und plötzlich Milliardenbeträge täglich über Blockchains abgewickelt werden – ein Paradigmenwechsel, der vor wenigen Jahren noch undenkbar schien.

    Wenn Digitalisierung in nahezu allen Lebensbereichen stattfindet, ist es eigentlich nur logisch, dass dieser Prozess nicht bei Zahlungsmitteln endet, sondern auch Wertspeicher betrifft. Bitcoin ist das digitale Pendant zu etwas, das wir seit Jahrtausenden kennen – nur eben ohne zentrale Kontrolle und ohne manipulierbare Geldmenge.

    Für mich kann Bitcoin nur scheitern, wenn er seine fundamentalen Eigenschaften verlieren würde: Dezentralität, Sicherheit, Knappheit. Mir fällt allerdings kein realistisches Szenario ein, in dem genau das passieren sollte. Solange Bitcoin diese Eigenschaften bewahrt – und alles deutet darauf hin –, ist der Weg aus meiner Sicht vorgezeichnet. Das heißt nicht, dass es eine geradlinige Reise wird. Aber die Richtung scheint klar: Ein digitaler Wertspeicher für eine zunehmend digitale Welt.

    Spannender Vergleich: Die Bitcoin-Adoption vs. Internet-Adoption in Echtzeit:

    Bitcoin Adoption S-curve

    Wenn man die Kurve der Internetadoption in dem Graphen abfährt, lässt sich erkennen, dass Bitcoin aktuell ca. 2 Jahre Vorsprung hat.