Bitcoin wird "Status eines Gold-Ersatzes" erreichen

  • Wer behauptet das? Es ist Werbung für ihre sogenannte Academie.

    Wir reden hier nicht von irgendeiner gewinnorientierten Finfluencerseite, sondern von Finanztip. Dir steht es frei deine Meinung zu dem Thema zu haben. Ich darf aber auch meine Meinung über deine haben.

    Dass eine Seite, wie finanztip überhaupt einen Bitcoinguide auflegt, ist aus meiner Sicht bahnbrechend. Wieviele Leute haben hier alleine in dem Thread gewettert gegen Leute, die Bitcoin kaufen und sich damit beschäftigt haben. Tulpenblase, Schneeballsystem etc. ... und jetzt macht Finanztip nen guide dazu. Wenn man zuhause keinen Spiegel hat, kann man finanztip natürlich vorwerfen, dass die genauso keine Ahnung haben. Dass finanztip mit ihrer Academy Einnahmen erzielt, ist völlig legitim, weil die Einnahmen zur Finanzaufklärung eingesetzt werden.

    Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte: Es ist kein Zufall, dass du Bitcoin nicht verstehst und dass du nicht verstehst, warum der Bitcoinguide von finanztip bahnbrechend ist.

  • Demgegenüber stehen die ebenso klaren und seit Jahren unveränderten Rahmenbedingungen unseres Fiat-Geldsystems: eine stetige Ausweitung der Geldmenge, wachsende Verschuldung und eine zunehmende politische Einflussnahme auf Geld und Märkte.

    Dem ist leider so.

    Ein solches Fiat-Money-System böte (Konjunktiv) sogar einige signifikante Vorteile gegenüber einem auf einem Gold- oder Silberstandard beruhenden Geld-System. Conditio sine qua non: Eine solide, seriöse und honorige Vorgehensweise der Staaten und staatlichen Notenbanken. Daran müssen beim Blick auf die vergangenen gut 50 Jahre aber ernsthafte Zweifel bestehen - beim Blick auf die sich seitdem exorbitant auftürmende Staatsverschuldung, Boom- und Bust-Zyklen im Wechsel samt immer größeren Krisen (Weltfinanzkrise, Eurokrise). Die immer größeren und massiveren Interventionen der Zentralbanken sind dabei nur die Kehrseite der gleichen Medaille, um das System irgendwie weiter am Leben zu halten.

    Geht man davon aus, dass morgen mehr Menschen Bitcoin halten – aus welchen Motiven auch immer –, dann wird die Adoption weiter voranschreiten. Glaubt man hingegen, dass Bitcoin dieses Versprechen künftig nicht mehr einlöst, weil bspw. bestimmte fundamentale Eigenschaften nicht mehr vorhanden sind und sich Menschen davon abwenden, würde die Adoption stagnieren oder zurückgehen.

    Bei sachlich-nüchterner Betrachtung ist aber auch noch eine dritte Variante im Spiel: siehe schon hier (Beitrag Nr. 7):

    Sollte Bitcoin global also flächendeckend wirklich auch als "Währung" reüssieren (sprich auch als "Zahlungsmittel" im Alltag) wird der Drang (präziser Zwang) der Staaten zunehmen, Bitcoin entweder direkt zu verbieten oder indirekt (sprich konkludent) via Regulatorik abzuwürgen.

    Aus meiner Sicht sprechen für dieses Szenario drei gewichtige Gründe: ...

    Das Geldmonopol der Obrigkeit (als sozusagen Münzherr) ist ein derart gigantisches, daß sich dies die Obrigkeit schwerlich wird nehmen lassen.

    Von BTC im Speziellen und Krypto im Allgemeinen weiß ich noch weniger als ohnehin schon als Finanz-Laie. Wenn ich aber einem diesbezüglich recht kundigen Fondsmanager (verwaltet viele Milliarden Euronen und ist seit sehr vielen Jahren selbst und für seine Kunden in BTC investiert) und einem an dem Thema interessierten Prof. Glauben schenken darf (*) - dann sagen beide im persönlichen Gespräch, daß schon heute diverse Länder bezüglich BTC/Krypto Einschränkungen eingeführt haben (wie Russland, Indien, Türkei) oder dies ganz verboten sprich als illegal eingestuft haben (China, Algerien, Ghana, Nepal, Bolivien, Nordkorea). Wie zu sehen, sind dabei auch Länder, die alleine mehr Einwohner haben als die gesamte EU zusammen. Zudem handelt es sich meist um Diktaturen, Autokratien oder zumindest Länder mit ebensolchen Tendenzen. Da inzwischen global gesehen mehr Menschen in solchen Ländern leben als in einer Demokratie nach EU-Muster - dürfte da auch die größere Gefahr für BTC/Krypto ausgehen.

    (*) Kundigere in Sachen BTC/Krypto und länderspezifische Verbote/Einschränkungen mögen das gerne ergänzen oder korrigieren.

    Wobei die jahrlangen "Haß-Tiraden" gegen BTC der oberen EZB-Herren (Bindseil und Schaaf) auch nicht gerade für eine Bitcoin-Sympathie sprechen ... Die besagten EZB-Herren finden aber den Digitalen Euro ganz toll ... :D

    An was könnte das nur liegen ... <X

  • (*) Kundigere in Sachen BTC/Krypto und länderspezifische Verbote/Einschränkungen mögen das gerne ergänzen oder korrigieren.

    Russland und die Türkei betreiben gerade eine Kehrtwende:

    Russland lenkt ein: Privatanleger dürfen Bitcoin kaufen
    Russland plant die Legalisierung von Kryptowährungen für Privatanleger. Neue Regelungen ermöglichen den Kauf von Bitcoin, allerdings mit Wissens- und…
    newsbit.de
    Auch die Türkei vollzieht Kehrtwende in Sachen Bitcoin & Co. - Das Investor Magazin
    Nach der Europäischen Union und den USA hat nun auch die Türkei ein Gesetz durchgewunken, um Krypto-
    investor-magazin.de

    In China gibt es zwar ein Verbot, allerdings schafft es die Regierung nicht, dieses auch wirksam durchzusetzen, da Bitcoin eben dezentral und damit zensurresistent ist.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Einundzwanzig

    Vielen Dank für die Ergänzungen bzw. Korrekturen.

    Das sollten dann aber eher jüngere Entwicklungen sein ... - die Gespräche mit den besagten Herren (Fondsmanager und Prof.) liegen nämlich max. erst ein bzw. zwei Jährchen zurück.

    Für meinen Teil bleibe ich aber bei meiner Grundaussage, daß sich die Obrigkeit schon im Allgemeinen (Demokratie nach westlichem Muster - ex USA aktuell ...) aber erst recht im "Speziellen" (Autokratien oder Länder mit ebensolchen Tendenzen) das Geldmonopol nicht via BTC wird streitig machen lassen. Sollte BTC so weit kommen (sprich flächendeckend reüssieren; auch als Währung) werden direkte Einschränkungen seitens der Obrigkeit erfolgen und/oder das Ganze indirekt sprich konkludent via Regulatorik abgewürgt werden. Vorherige steuertechnische Abschöpfung der Kursgewinne und/oder Ende der Steuerfreiheit nach der einjährigen Haltefrist sind nochmal eigene Themen.


    Wäre ich nicht schon so alt, würde ich Dir diesbezüglich vermutlich eine kleine Wette anbieten: Beispielsweise 1 Kilo Gold meinerseits und 1,7 BTC Deinerseits - oder zum dann gültigen Kurs beim Eintritt bzw. Nichteintritt des staatlichen Eingriffs. Oder auch der Gewinner darf sich aussuchen, ob er in Gold oder in BTC vom Verlierer ausgezahlt wird. Ein adäquater Zeithorizont für diese Wette könnte 2050 sein. Das kollidiert leider ziemlich mit meiner Restlebenserwartung - insbesondere auch meiner geistigen (Rest)Gesundheit ... :(

  • Aus meiner Sicht strebt Bitcoin gar nicht an eine Währung oder Ersatzwährung zu sein. Dass Bitcoin dahingehend eingeschränkt werden könnte, kann ich mir auch gut vorstellen. Flächendeckend weltweit seh ich das aber nicht. Es bleibt spannend und die Entwicklung sicherlich dynamisch in beide Richtungen. Aus meiner Sicht wird Bitcoin früher oder später Gold weitestgehend ersetzen im heutigen Sinne.

  • Aus meiner Sicht wird Bitcoin früher oder später Gold weitestgehend ersetzen im heutigen Sinne.

    Scheinen die staatlichen Notenbanken rund um den Globus aber noch nicht erkannt zu haben - so wie diese immer noch Gold halten, in welchem Umfang sie Gold halten und auch Gold zukaufen.

    Aus meiner Sicht wird man seitens der Obrigkeit versuchen - früher oder später (eher früher als später) via staatlichem Digitalgeld das Bargeld zu ersetzen (sprich diesem via gesetzter Rahmenbedingungen inkl. Regulatorik den schleichenden Garaus zu machen).

    Denn, ein solches System erweitert die Macht der Staaten und staatlichen Notenbanken nahezu ins Grenzenlose.

  • Wäre ich nicht schon so alt, würde ich Dir diesbezüglich vermutlich eine kleine Wette anbieten: Beispielsweise 1 Kilo Gold meinerseits und 1,7 BTC Deinerseits - oder zum dann gültigen Kurs beim Eintritt bzw. Nichteintritt des staatlichen Eingriffs. Oder auch der Gewinner darf sich aussuchen, ob er in Gold oder in BTC vom Verlierer ausgezahlt wird. Ein adäquater Zeithorizont für diese Wette könnte 2050 sein. Das kollidiert leider ziemlich mit meiner Restlebenserwartung - insbesondere auch meiner geistigen (Rest)Gesundheit ... :(

    Das klingt tatsächlich sehr spannend :)

    Dann lassen wir die Wette einfach gedanklich laufen – ganz ohne Einsatz. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass wir uns 2050 noch darüber unterhalten können, das wäre doch das schönste Szenario. Und bis dahin können wir uns ja ganz entspannt in kürzeren Abständen hier wieder austauschen, vielleicht Jahr für Jahr, und schauen, wie sich die Dinge entwickeln. – Dir auf jeden Fall eine gute Gesundheit!

    Für meinen Teil bleibe ich aber bei meiner Grundaussage, daß sich die Obrigkeit schon im Allgemeinen (Demokratie nach westlichem Muster - ex USA aktuell ...) aber erst recht im "Speziellen" (Autokratien oder Länder mit ebensolchen Tendenzen) das Geldmonopol nicht via BTC wird streitig machen lassen. Sollte BTC so weit kommen (sprich flächendeckend reüssieren; auch als Währung) werden direkte Einschränkungen seitens der Obrigkeit erfolgen und/oder das Ganze indirekt sprich konkludent via Regulatorik abgewürgt werden. Vorherige steuertechnische Abschöpfung der Kursgewinne und/oder Ende der Steuerfreiheit nach der einjährigen Haltefrist sind nochmal eigene Themen.

    Dass Bitcoin langfristig deutlich mehr Gegenwind bekommen wird, sehe ich ähnlich. Die Frage ist für mich weniger ob, sondern wie lange und wie konsequent sich dieser Gegenwind überhaupt aufrechterhalten lässt. Genau da bin ich skeptischer als du. Ein restriktiver Umgang mit Bitcoin bringt kurzfristig vielleicht Kontrolle, langfristig aber eher Nachteile. Länder und Zentralbanken würden sich damit faktisch selbst vom Markt abschneiden – und Geschichte zeigt, dass Staaten selten dauerhaft freiwillig Wettbewerbsnachteile in Kauf nehmen, wenn es ökonomisch relevante Alternativen gibt.

    Die Zukunft ist nun einmal digital, und die strukturellen Probleme des Fiat-Geldsystems werden sich tendenziell eher verschärfen als entschärfen: steigende Verschuldung, demografischer Druck, Vertrauensverlust und politische Einflussnahme auf Geld. In diesem Umfeld wird es zunehmend schwer, ein globales, digitales und nichtstaatliches Wertaufbewahrungs- und Zahlungssystem einfach wegzuregulieren, ohne massive Kollateralschäden zu erzeugen.

    Dazu kommt, dass man bereits heute ein vorsichtiges Herantasten auch auf institutioneller Ebene beobachten kann – selbst dort, wo man es lange ausgeschlossen hätte. Ein Beispiel ist die Diskussion rund um Bitcoin-Exponierungen und indirekte Zugriffe im Umfeld von Zentralbanken und staatsnahen Institutionen, wie hier beschrieben:

    Unglaubliche Entwicklung bei Bitcoin! Europäische Notenbank greift zu
    Tschechische Zentralbank kauft Bitcoin und andere digitale Assets im Wert von 1 Mio. USD.
    www.boerse-online.de

    Für mich spricht das weniger für ein klares „Abwürgen“, sondern eher für ein Spannungsfeld aus Regulierung, Koexistenz und schrittweiser Anpassung. Wie genau sich das ausspielt, weiß niemand – aber ein vollständiges Zurückdrehen der digitalen Entwicklung halte ich langfristig für kaum realistisch.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte: Es ist kein Zufall, dass du Bitcoin nicht verstehst und dass du nicht verstehst, warum der Bitcoinguide von finanztip bahnbrechend ist.

    Na dann halte dich mal schön fest, damit du nicht ganz aus dem Fenster fällst. Kaum zu glauben, ich habe Bitcoin und kaufe sie zu bestimmten Bedingungen. Es ist mehr diese Predigt und sind die teils alleinseeligmachenden Glaubenssätze, die diesen Thread prägen und Widerspruch provozieren.

  • Da wette ich mal dagegen das dies nicht passieren wird. Es wird eine Koexsitenz geben, mehr nicht. Eher verschwindet der Bitcoin wieder als das Gold als Wertspeicher durch Bitcoin abgelöst wird.

    Ich glaube, dass das auch stark ein Generationen-Ding ist. Wer sein Leben lang auf Gold vertraut hat und damit gut gefahren ist, hat verständlicherweise wenig Anreiz, gerade gegen Ende des Lebens noch zusätzliches Risiko ins Portfolio zu holen – insbesondere im Bereich des „sicheren Hafens“.

    Wer hingegen mit Bitcoin aufgewachsen ist oder ihn früh als Risiko-Asset in der Phase des Vermögensaufbaus ins Portfolio aufgenommen hat und über die Jahre erlebt, dass Bitcoin sein Versprechen hält und in vielen Punkten bessere Eigenschaften als Gold mitbringt, wird eher keinen Grund sehen, später wieder zu Gold zurückzuwechseln.

    Deshalb gehe ich ebenfalls davon aus, dass es über längere Zeit – vermutlich über mehrere Dekaden – eine Koexistenz geben wird. Langfristig halte ich es jedoch für gut möglich, dass Bitcoin Gold als Wertspeicher zunehmend verdrängt.

    Time will tell... :)

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Hab ja auch einen kleinen (experimentellen Teil) in Bitcoin, bin dem ja nicht abgeneigt, aber als 1968er Jahrgang (nehme an du bist jünger) bin ich nun mal bekennender Gold-und Silberbug, dieses Jahr war natürlich fantastisch für mich, Aktien waren bei mir eher der Seitwärtsläufer. Bitcoin war dieses Jahr jetzt auch nicht besonders. Nicht falsch verstehen, habe kein Problem mit Bitcoin, aber wie hier immer gebetsmühlenartig geschrieben wird, man soll auch langfristig an seinen Anlagen festhalten, hat sich bis jetzt bewährt und auch bei den aktuellen Preisen kaufe ich monatlich Edelmetalle.

  • Hab ja auch einen kleinen (experimentellen Teil) in Bitcoin, bin dem ja nicht abgeneigt, aber als 1968er Jahrgang (nehme an du bist jünger) bin ich nun mal bekennender Gold-und Silberbug, dieses Jahr war natürlich fantastisch für mich, Aktien waren bei mir eher der Seitwärtsläufer. Bitcoin war dieses Jahr jetzt auch nicht besonders. Nicht falsch verstehen, habe kein Problem mit Bitcoin, aber wie hier immer gebetsmühlenartig geschrieben wird, man soll auch langfristig an seinen Anlagen festhalten, hat sich bis jetzt bewährt und auch bei den aktuellen Preisen kaufe ich monatlich Edelmetalle.

    Das klingt vernünftig. Würde ich in deiner Situation auch nicht anders machen :thumbup:

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Ich will damit Gold auch keines Wegs kleinreden. Die Performance spricht für sich. Gold wird als Wertspeicher auch so schnell nicht vom Thron gestoßen und ganz abgelöst, aber wird eine zunehmend kleinere Rolle im Verhältnis zu Bitcoin einnehmen. Dass Gold als Wertspeicher gänzlich verschwindet, kann ich mir nicht vorstellen.

    Ich wünsche jedem von uns, dass die Rechnung aufgeht. Ich sehe Gold und Bitcoin auch nicht als Gegenspieler. 😊

  • Das klingt tatsächlich sehr spannend :)

    Sehe ich in Sachen der besagten Wette (Nr. 3.184, letzter Abs.) ebenso.

    Bin zwar ein eher schlichtes Gemüt (von Teilbereichen - insbesondere auch beruflichen - mal abgesehen) aber in Sachen "Wetten" - beispielsweise den Finanzbereich oder den politischen Bereich betreffend - ein sehr ernstzunehmender Mitspieler ... ;)

    Dann lassen wir die Wette einfach gedanklich laufen – ganz ohne Einsatz. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass wir uns 2050 noch darüber unterhalten können, das wäre doch das schönste Szenario. Und bis dahin können wir uns ja ganz entspannt in kürzeren Abständen hier wieder austauschen, vielleicht Jahr für Jahr, und schauen, wie sich die Dinge entwickeln.

    Ein guter und schöner Vorschlag.

    die strukturellen Probleme des Fiat-Geldsystems werden sich tendenziell eher verschärfen als entschärfen: steigende Verschuldung, demografischer Druck, Vertrauensverlust und politische Einflussnahme auf Geld.

    Sehe ich ganz ähnlich eher identisch.

    In diesem Umfeld wird es zunehmend schwer, ein globales, digitales und nichtstaatliches Wertaufbewahrungs- und Zahlungssystem einfach wegzuregulieren, ohne massive Kollateralschäden zu erzeugen.

    Vermutlich ist das so. Wobei ja zuletzt beispielsweise die Corona-Zeit der Obrigkeit gezeigt hat, was sich mit den Menschen so alles machen und/oder diesen verbieten läßt.

    Eine andere Variante (und vermutlich der "feuchte Traum" vieler Staaten und staatlicher Notenbanker): Eine Welt mit vollständig zurückgedrängtem oder sogar abgeschafftem Bargeld in der es nur noch "digitales Staatsgeld" gibt - und damit die unbegrenzte Macht und Kontrolle des Staates und der assoziierten staatlichen Notenbank über die Bürger (dann vollends und vollumfänglich mutiert zu "Untertanen") ...

    Dir auf jeden Fall eine gute Gesundheit!

    Vielen Dank für diesen netten Wunsch !


    Dir ebenfalls weiter gute Gedanken und gutes Gelingen mit Deinen privaten Finanzen !

  • Irgendwie will es zurzeit ja keinen so richtigen Ausbruch geben. Gold steigt, BTC egal. Aktien steigen (insbesondere Tech), BTC egal. Wann steigt er denn dann?

    In der Vergangenheit wurde Bitcoin oft vorgeworfen, stark mit dem Aktienmarkt – insbesondere mit Tech-Aktien – zu korrelieren und damit kein eigenständiges Asset zu sein. Wenn Gold steigt, Tech-Aktien steigen und Bitcoin sich trotzdem seitwärts bewegt, kann das meiner Meinung nach ein Zeichen dafür sein, dass sich Bitcoin zunehmend entkoppelt und nicht mehr reflexartig jede Marktbewegung mitmacht. Spannend wird es aber erst dann, wenn der Aktienmarkt abstürzt und Bitcoin dann immer noch keine Korrelation zeigen würde.

    Außerdem war Bitcoin historisch selten ein Asset für „kontinuierliche“ Anstiege. Vielmehr verbringt er lange Zeit in Seitwärts- oder Akkumulationsphasen, in denen scheinbar nichts passiert, um dann in relativ kurzen Zeitfenstern sehr dynamisch auszubrechen. Diese Phasen wirken im Moment langweilig, sind aber rückblickend oft genau die Zeiträume gewesen, in denen sich die Basis für den nächsten größeren Move gebildet hat.

    Wenn Bitcoin sich langfristig als eigenständiges Asset etablieren soll, sind solche ruhigen Phasen sogar notwendig. Sie reduzieren die Wahrnehmung als reines Risiko- oder Spekulationsobjekt und stärken die Rolle als separates monetäres Gut. Wann genau der nächste Ausbruch kommt, kann niemand seriös vorhersagen. Aber dass Bitcoin nicht mehr jede Bewegung von Gold oder Tech kopiert, könnte eher (wie oben erläutert) ein Reife- als ein Schwächesignal sein.

    Es bleibt spannend :)

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Bin gespannt wie es 2026 weiter geht.

    Irgendwie will es zurzeit ja keinen so richtigen Ausbruch geben. Gold steigt, BTC egal. Aktien steigen (insbesondere Tech), BTC egal. Wann steigt er denn dann?

    Das hast aber schön abgeschrieben vom Peter Schiff 😉

    "Silber wird explodieren, aber Bitcoin bricht ein"
    Während der Bitcoin-Kurs stagniert, eilen Gold und Silber zu neuen Rekorden. Warum US-Ökonom Peter Schiff nun eine düstere Krypto-Prognose abgibt.
    www.btc-echo.de
    • Für Peter Schiff ist die Sache klar: “Wenn Bitcoin nicht steigt, wenn Tech-Aktien steigen, und es nicht steigt, wenn Gold und Silber steigen, wann wird es dann steigen? Die Antwort lautet: Es wird gar nicht steigen.” Der Bitcoin Trade sei vorbei und Hodler könnten sich glücklich schätzen, wenn sie nun “keinen langsamen Tod sterben” müssten.
    • In der Vergangenheit hatte er den digitalen Herausforderer von Gold mehrfach mit der historischen Tulpenblase verglichen. Bloomberg-ETF-Experte Eric Balchunas hält davon nicht sehr viel. Bereits im November 2013 sagte Schiff ein baldiges Platzen der Bitcoin-Blase voraus – bei einem BTC-Kurs von gerade einmal 355 US-Dollar.