Wieviel Elektronik-"Schrott" fällt wegen Windows 11 an?

  • "Ob der Monitor kalibriert ist oder nicht, ist mir herzlich egal. Entweder ich nehme den Rechner jetzt bei Ihnen mit, und zwar zu dem Preis, zu dem Sie ihn im Internet anbieten, oder ich bestelle ihn halt im Internet, dann wird es mir kostenfrei ins Haus geliefert."

    Der Sonderaufkleber auf dem Karton gibt mir da eher keine Wahl. Der Internetpreis ist auch nirgendwo im Geschäft einsehbar. Der Aufkleber mit der genauen Ausstattung ist auf dem Karton auch gut unter dem Sicherhheitssender versteckt.

    Wählt man im Webangebot "Marktabholung", würde man um die Serviceleistung herumkommen, wenn denn noch ein nicht kalibrierter im Lager rumsteht. Aber warum sollte ich mir das antun, wenn die dermaßen die Kunden über die Ladentheke ziehen wollen?

  • Der Sonderaufkleber auf dem Karton gibt mir da eher keine Wahl.

    Der gibt mir als Kunden alle Wahl.

    Der Internetpreis ist auch nirgendwo im Geschäft einsehbar.

    Aber sicher doch! Ich ziehe nur einfach mein Smartphone aus der Tasche und zeige dem Verkäufer den Internetpreis. Direkt vor Ort, bei ihm im Geschäft.

    Als ich das das letzte Mal gemacht habe, hat der Verkäufer den Preis noch nicht einmal sehen wollen, der hat schon in dem Moment den Rabatt fakturiert, als ich das Telefon aus der Hosentasche gezogen habe.

    Aber warum sollte ich mir das antun, wenn die dermaßen die Kunden über die Ladentheke ziehen wollen?

    Ich bin diesbezüglich schmerzbefreit und nicht nachtragend. Ich muß den Verkäufer ja nicht gleich heiraten, und er hat nichts gegen meine Person. Entweder er macht es oder er macht es nicht. Bei meinen meisten Käufen habe ich keinerlei Druck.

  • Hatte ich auch mal gedacht. Allerdings verlangt man jetzt im Laden ungefragt 70€ Aufpreis gegenüber dem eigenen Online-Preis, weil man den Monitor aller Notebooks vorab kalibriert habe. Bei Saturn gleiches.

    Dann kauf ich halt online, aber nicht bei MM oder Saturn.

    Wow.

    Und was haben sie da konkret gemacht?

  • Als ich das das letzte Mal gemacht habe, hat der Verkäufer den Preis noch nicht einmal sehen wollen, der hat schon in dem Moment den Rabatt fakturiert, als ich das Telefon aus der Hosentasche gezogen habe.

    Der weiß natürlich, dass sein eigener Internetpreis unter seinem eigenen Filialpreis liegt.

    Dass der geneigte Filialkunde sich abgezockt fühlen könnte, ist natürlich egal. Wenn die Kunden aber dann massenhaft im Internet kaufen und Innenstädte immer leerer werden, ist dann das große Drama und hat natürlich auf gar keinen Fall etwas mit dem eigenen Geschäftsmodell zu tun.

  • Der weiß natürlich, dass sein eigener Internetpreis unter seinem eigenen Filialpreis liegt.

    Dass der geneigte Filialkunde sich abgezockt fühlen könnte, ist natürlich egal. Wenn die Kunden aber dann massenhaft im Internet kaufen und Innenstädte immer leerer werden, ist dann das große Drama und hat natürlich auf gar keinen Fall etwas mit dem eigenen Geschäftsmodell zu tun.

    Die Geschichte ist sicherlich eine ganze Menge komplexer. Typischerweise hat Saturn ("Media Markt") im Laden den gleichen Preis wie im Internet. In diesem Fall war das aber nicht so. War es eine Sonderaktion? Ich erinnere mich nicht mehr.

    Ich lasse mich selten "abzocken", im Laden meistens nicht. Da steht ein Laptop im Regal, ich lasse mich beraten und beabsichtige dieses Gerät dann auch zu kaufen. Holt der Verkäufer das Gerät aus dem Lager, ist es plötzlich 70 € (also etwa 10% teurer).

    Warum denn das?

    Wir haben den Monitor kalibriert.

    Brauche ich nicht.

    Wir haben aber kein unkalibriertes mehr im Lager! (Andere Kunden wollen den Aufpreis offensichtlich auch nicht zahlen, deswegen sind die originalverpackten alle schon weg).

    Ich nehme es so, wie es ist, zum unkalibrierten Preis oder halt nicht.

    Vermutlich bekomme ich das Gerät dann zu diesem Preis. Eine direkte Verbindung zur Verödnung der Innenstadt sehe ich nicht.

  • Wir haben den Monitor kalibriert.

    (...)

    Eine direkte Verbindung zur Verödnung der Innenstadt sehe ich nicht.

    Was auch immer bei dieser angeblichen Kalibrierung gemacht wurde...

    Soweit ich mich an meine letzte Windows-Installation erinnere, macht man das Betriebssystem drauf, quasi in den Auslieferungszustand. Sobald man das Gerät dann hochfährt, wird die Installation beendet, man kann einen Useraccount anlegen, sich einloggen. Dann werden Unmengen Windows-Updates geladen und dann ist man arbeits- und kalibrierfähig.

    Sprich - wenn das Windows keinen eingerichteten Admin-Account aufweist, wenn man als Käufer eines solchen kalibrierten Geräts das Gerät erstmal startet, ist es nicht kalibriert. Ganz einfach :)

    Und die Innenstädte: Wenn mir ein Laden keinen Mehrwert gegenüber dem Internetkauf bringt, wird es für mich schon mühsam, dorthin zu gehen. Wenn der Laden dann noch vor Ort höhere Preise aufruft als der eigene Internetshop, dann bedeutet das für mich, dass er mich nicht in der Filiale vor Ort haben will. Dann folge ich diesem Anliegen und kaufe per Preis im Internet.

  • Wow.

    Und was haben sie da konkret gemacht?

    Auf dem Aufkleber steht auch noch was von Windows-Updates aufgespielt.

    Kann ich auch selber machen. Ich hatte auch keine Lust, erst mal stundenlang zu warten, bis ein Rothemd mal Zeit für mich hat.


    Wie schon erwähnt: Bei Marktabholung im Onlinekauf muß ich das nicht anwählen (auch wenn da "beliebt" hinter steht).

  • CPU i7-6700K und dem verwendeten Motherbosrd nicht geht. Das muss ich noch recherchieren.

    das dingen hat kein ftpm 2, es unterstützt aber prinzipiell TPM2 über zusatzmodule.

    allerdings scheint es kein generelles Kriterium zu sein

    bei amd zen (1) wird nicht unterstützt obwohl es ftpm2 hat, erst ab Zen+ ist das der fall.


    da windows 11 kompatible rechner für unter 100€ zu bekommen sind, sehe ich da allerdings kein größeres problem, sofern man auf windows angewiesen ist.

  • das dingen hat kein ftpm 2, es unterstützt aber prinzipiell TPM2 über zusatzmodule.

    allerdings scheint es kein generelles Kriterium zu sein

    bei amd zen (1) wird nicht unterstützt obwohl es ftpm2 hat, erst ab Zen+ ist das der fall.


    da windows 11 kompatible rechner für unter 100€ zu bekommen sind, sehe ich da allerdings kein größeres problem, sofern man auf windows angewiesen ist.

    Habe ich bei mir auch gerade gesehen: die CPU i7-6700K (nach Aktivierung im BIOS) unterstützt TPM 2.0, SSE-4.2 und POPCNT - und wird trotzdem abgelehnt. Alles grün im Tool https://www.heise.de/download/product/WhyNotWin11 - ausser die CPU

    :cursing:

  • Gibt's eine 1151 LGA CPU, die unterstützt wird?

    der sokel hat 2 revisionen

    mit mainboads der chipsätze 100 und 200 wie deiner nein gibt es nicht.

    mit mainbaords der chipsätze 300 und 400 gäbe es sie.


    mein tip kaufe dir ein mainbaord von amd mit dem sokel AM4

    z.b. ASRock B450M-HDV R4.0 50€

    mti einem AMD Ryzen 5 3400G ca. 56€

    und schruab das mit deinem ram zusammen.


    hast du eine extra grafikkarte kansnt du auch den deutlich bessern

    AMD Ryzen 5 3600 für 60€

    oder den noch besseren

    AMD Ryzen 5 5600 für 85€ nehmen


    oder nach einem gebrauchten kompletten mini rechner ab 90€ nehmen.


    oder nutzt eine der möglichkeiten, z.b. mit rufus (anleitung googeln) die sperre von windows 11 zu umgehen. ohne garantie wie lang dass dann klappt.

  • Ja, ich habe bei der Spezifikation den Motherboards nachgesehen. Das höchste der Gefühle ist der i7-7700K, den das Board unterstützt. Also noch mal eine Generation weiter. Aber auch diese CPU wird nicht von Windows 11 unterstützt.

    Ich hab' das ganze Setup jetzt mit Hilfe von https://www.heise.de/download/product/WhyNotWin11soweit gebracht, dass nur noch die CPU angemeckert wird. Und mit https://www.heise.de/download/product/rufus lief danach die Installation erst mal und es funktioniert. Das gibt einen zumindest noch mal etwas Zeit, sich in Ruhe nach einem neuen Board und einer neuen CPU umzusehen - ggf. Restposten vom Händler oder gebraucht. Und parallel habe ich ein installiertes Win10 LTSC als fallback, falls Windows 11 in der Konstellation doch streikt.

    Danke an alle - für die Hilfe!

  • RAM-Preisschock: Warum Computer-Speicher plötzlich Luxus ist
    Wer seinen PC aufrüsten will, erlebt derzeit ein böses Erwachen. Nach einer Phase niedriger Preise explodieren die Kosten für Arbeitsspeicher förmlich. Schuld…
    www.br.de

    Das wäre eigentlich ein guter Grund, Windows 10 noch weiterlaufen zu lassen.

    Wenn in so einer "Materialkrise" Leute alte HW ohne Sicherheitsupdate weiter laufen lassen müssen, dann haben wir den perfekten Nährboden für Viren u.ä. . So eine Seuche macht dann leichter die Runde.

    War Bill Gates nicht Philantrop?

  • Ihr missversteht mich: Es wäre umgekehrt ein feiner Zug vom Unternehmen Microsoft, wenn es im Anbetracht der aktuellen Probleme mit der HW-Beschaffung die Unterstützung von alter - noch funktionierender HW - für Windows 10 (Updates, Patche) doch noch weiterlaufen lassen würde.

    Jeder alte Rechner, der aufgrund der aktuellen Probleme mit der HW-Beschaffung, mit Windows 10 - ohne Sicherheitsupdates - weiter läuft, ist ein Risiko für die Gesamtstruktur.

    Man könne es als "relevant für die internationale Sicherheit" betrachten.

  • Windows 10 Patches sind noch bis voraussichtlich 10/26 kostenlos (danach wahrscheinlich kostenpflichtig). Bis dahin könnte man sich auch Gedanken über Alternativen machen. Z.B. Mac oder Linux (läuft super auf älterer Hardware).

  • Windows 10 Patches sind noch bis voraussichtlich 10/26 kostenlos (danach wahrscheinlich kostenpflichtig). Bis dahin könnte man sich auch Gedanken über Alternativen machen. Z.B. Mac oder Linux (läuft super auf älterer Hardware).

    Genau, Ich wäre ja schon froh, wenn alle User die Notwendigkeit der Patches anerkennen würden. Es gibt viel mehr die nicht patchen, obwohl es möglich wäre, mache wehren sich sogar aktiv dagegen.

    Und der Hinweis auf Alternativen ist zumindest im privaten Umfeld ein guter!

  • Es gibt immernoch sehr günstige Notebooks, auch neue am Markt zu kaufen, ebenso komplett PCs die voll umgänglich windows 11 kompatibel sind.

    Auch auf dem gebraucht Markt findet man hervorragende PCs die offiziell Windows 11 unterstützen für wenig Geld.

    Es gibt neben den kostenfreien verlängerten Updates für Privat Kunden Mithilfe eines Microsoft Accounts für Windows 10 auch die Möglichkeit Windows 11 mit leicht einsetzbaren Tricks auf nicht kompatibeler Hardware zu nutzen

    Ich denke daher dass es in dieser Sache mehr als genug Optionen gibt die ein Verbraucher wahrnehmen kann, wenn man etwas mit Windows benötigt.

    Microsoft hat das Support ende lang genug angekündigt. Wer nicht reagieren möchte ist selber schuld.


    Für unter 300€ kommt man jedenfalls an win 11 fähige Hardware selbst neu, Notebooks unter 400€

    Gebraucht liegt man wohl bei ab 150€ je nach Angebot.