Rentenpaket - Pläne zur Rentenreform 2026 - Einbeziehung weiterer Einkunftsarten zur RV

  • Tja und Leute die an der Uni waren und niemals die 45 Beitragsjahre erreichen, bekommen niemals was von ihrer eingezahlten Versicherungsleistung ausgezahlt, oder wie soll das laufen?

    Lass dich überraschen.
    Das wird so ähnlich wie jetzt.
    - wer 45 Jahre eingezahlt hat bekommt abschlagsfrei seine Rente
    - wer die 45 Jahre EInzahlung nicht erreicht hat bekommt ab der neuen Altersrentengrenze, die wohl auf ca. 70 steigen wird, seine Rente auf die bis dahin gesammelten Rentenpunkte, abschlagsfrei.
    - wer die 45 Jahre Einzahlung nicht erreicht hat und vor 70 in Rente gehen will, dann wird der/diejenige für jeden Monat vorzeitigem Rentenbeginns einen prozentualen Rentenabschlag zahlen.

    Ist doch ganz einfach. Aber die Rentenkommission muss noch mal drüber gehen.8)

  • Sehe ich anders. Erst mal kommen die Routinetätgkeiten dran. Das dürfte sehr viele Behörden treffen. Für eine Steuererklärung z.B. braucht man in 10 Jahren (fast) kein Personal mehr. Macht ja WISO heute schon vor, wie es geht. Auto an/ab/ummelden, Ausweis beantragen etc. etc. Je mehr standardisiert die Tätigkeit ist, desto besser ist es automatisierbar. Hängt aber vom individuellen Tätigkeitsprofil ab. Gegenbeispiel: Lehrer. Da hat KI null Chancen.

  • Gerade Behörden da bleiben Stellen noch am längsten (Investitionen steigen auch nur von staatlichen Ausgaben ansonsten stark rückläufig). Bei den Unternehmen mit denen ich so zu tun habe da wurden letztes Jahr im Schnitt ca. 10% der (Akademiker)Stellen (Stellen wo vor 2 Jahren noch Fachkräftemangel durch die Politik kolportiert wurde) gestrichen und es geht weiter.


    Beim Lehrerberuf bin ich auch nicht bei dir. Tiefgründigeres Wissen vermittelt kein Frontalunterricht. Da kommt man mit Fragen / Antworten und KI oft weiter.

    Frühkindliche Bildung und Grundschule würde ich mal ausnehmen.

  • Gerade Behörden da bleiben Stellen noch am längsten (Investitionen steigen auch nur von staatlichen Ausgaben ansonsten stark rückläufig). Bei den Unternehmen mit denen ich so zu tun habe da wurden letztes Jahr im Schnitt ca. 10% der (Akademiker)Stellen (Stellen wo vor 2 Jahren noch Fachkräftemangel durch die Politik kolportiert wurde) gestrichen und es geht weiter.


    Beim Lehrerberuf bin ich auch nicht bei dir. Tiefgründigeres Wissen vermittelt kein Frontalunterricht. Da kommt man mit Fragen / Antworten und KI oft weiter.

    Frühkindliche Bildung und Grundschule würde ich mal ausnehmen.

    D'Accord. Ich hatte es aus eigener Erfahrung auch eher auf Grundschule bezogen. Alles wo es "menschelt" hat KI (noch?) keinen Auftrag. Die KI möchte ich sehen, die den Flohzirkus in der ersten Klasse bändigt. :D

  • Je mehr standardisiert die Tätigkeit ist, desto besser ist es automatisierbar.

    Da ich weiß, wie solche Automatisierungen und Digitalisierungen in der deutschen Behördenwelt ablaufen, bin ich da ganz entspannt und vermute, der Verwaltungsnachwuchs, den ich in meinem Berufsleben noch ausbilden darf, kann das auch sein. Ein Kollege geht Anfang Januar auf ein Seminar zu KI. Der kriegt dort dreieinhalb Arbeitstage nur erklärt, wie die Dienstanweisung aussehen könnte, die eine Kommunalverwaltung erlassen müsste, um Mitarbeiter rechtssicher mit KI arbeiten zu lassen.

  • Die Verwaltung steht ja auch nicht in direkter Konkurrenz. Für Unternehmen gilt das nicht. Wenn die Konkurrenz mit halbem Personaleinsatz das Gleiche schafft...

    Grundsätzlich ist der Ersatz von Menschen durch Computer aber nichts Neues, sondern der Grundpfeiler der Software-Branche. Wenn ich mir anschaue, wie die Poststelle einer Versicherung früher aussah und wie es heute ist...wird man nicht wiedererkennen. Gleichzeitig sieht man dort eben auch schön die Limitierungen.

  • In dem Kontext

    So ist es und da hoffe ich, dass es nun auch mal die "Großkopferten" trifft, denn da ist am meisten "sicherzustellen".

    und diesem hier

    Wir/Sie sollten es einfach mal machen.

    muß sich zwangsläufig der Eindruck einstellen, daß Dir (noch) weitere sprich zusätzliche Verschlechterungen des "Standorts Deutschlands" gleichgültig sind ... ?!

    Zur Erinnerung: Deutschland hat bereits einen Absturz im Ranking der internationalen Wettbewerbsfähigkeit hinter sich (seit 10 Jahren von einstigen Top-Platzierungen runter auf unter "ferner liefen"), das Potentialwachstum liegt hierzulande bei nahe oder direkt bei Null, die Steigerungen der Produktivität sind anämisch, gleiches gilt für das Wirtschaftswachstum seit Jahren usw. - dagegen sind aber Rekord-Nettokapitalabflüsse in dreistelliger Milliardenhöhe per annum zu verzeichnen.

    Wie motivierst Du also vor dem Hintergrund ausgerechnet die "Großkopferten" zu Investitionen ausgerechnet in Deutschland ... ?

    By the way: Investierst Du denn selbst schwerpunktmäßig in Deutschland via einem Germany-Index beispielsweise - oder präferierst Du selbst für Dich einen weltweiten Index mit ca. 70% oder mehr US-Anteil und einem homöopathischen Deutschlandanteil von nur 2 oder 3% ... ?

  • Die wirklich Wohlhabenden trifft es ja auch wieder nicht, da Rentenbeiträge und Krankenkassenbeiträge etc. gedeckelt sind. Außerdem sind Kapitalgesellschaften, GmbHs etc. außen vor.


    Wenn dann bräuchte es den Rentensoli als eine Art Steuer auf sämtliche Kapitalerträge (ohne Deckelung und ohne Ausnahmen).

  • Die wirklich Wohlhabenden trifft es ja auch wieder nicht, da Rentenbeiträge und Krankenkassenbeiträge etc. gedeckelt sind. Außerdem sind Kapitalgesellschaften, GmbHs etc. außen vor.

    Wenn dann bräuchte es den Rentensoli als eine Art Steuer auf sämtliche Kapitalerträge (ohne Deckelung und ohne Ausnahmen).

    Aber bitteschön mit einem Freibetrag für Kleinsparer wie mich !!1! Mir kann ja wohl nicht zumuten, daß ich von meinen schwer erarbeiteten Spargroschen noch etwas abgebe !!!1!

    Weder die Demographie, noch die Arithmetik lassen sich von Rhetorik beeindrucken. Wir stehen am Beginn einer großen Verrentungswelle, und wenn diese vorbei ist, sind die vielen Rentner nicht weg, sondern sie sind für weitere mindestens 20 Jahre Wähler und erheben Ansprüche, die die immer weniger Jungen erfüllen sollen. Wer rechnen kann (und auch bereit ist, das zu tun), der erkennt, daß die aktuellen Haltelinien reines Wunschdenken sind. Die Beiträge werden steigen müssen, und es wäre fair, wenn zumindest die Rentensteigerungen hinter der Wirtschaftsentwicklung zurückbleiben würden. Rentenkürzungen verlangt ja keiner.

    Der Gedanke Soli vernebelt der Köpfe. Solidarität ist etwas, was der einzelne freiwillig aus Einsicht leistet. Bei einer Steuer wird nicht gefragt, ob man sie zahlen möchte, sondern sie wird staatlicherseits festgesetzt. Mit Solidarität hat sie nichts zu tun.

    Wer nicht zufrieden ist mit dem Rentenniveau des allgemeinen Systems, soll selbst vorsorgen. Dazu muß er sparen, Geld zurücklegen. Es wäre kontraproduktiv, wenn der Staat solche Eigeninitiative durch Besteuerung behindern würde. Das Gegenteil wäre sinnvoll: Steuererleichterung für langfristigen Kapitalaufbau wäre nötig. Mehr brauchte es vermutlich nicht. Die hyperkomplizierten Riester- und Rürup-Systeme waren ein Schuß in den Ofen, wie sich jetzt zeigt. Man sollte meines Erachtens diese Fehler nicht wiederholen. Ich bin da allerdings pessimistisch: Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Finanzbürokraten in Berlin das Gestalten bleiben lassen können.

    Wenn der Untertan seine Angelegenheiten selbst in die Hände nehmen könnte - wo kämen wir denn da hin?

  • Das ist ja das Problem. Solang man das über steigende Rentenbeiträge realisiert, können die die zusätzlich vorsorgen müssten dies nur in geringerem Umfang tun und wer nicht noch vorsorgen müsste trägt nur bis zur Kappungsgrenze mit dazu bei (obwohl er deutlich mehr könnte). Und erwirbt dann auch noch Rentenansprüche (die er gar nicht braucht).


    Ob man das nun Soli oder Zwangsabgabe nennt ist doch einerlei. Ich bin normalerweise kein Freund der Sozis aber solang hier nicht von oben nach unten umverteilt wird, bleibt es linke Tasche - rechte Tasche und Kredit bei den aktuellen Beitragszahlern die dann später zusehen können wo sie bleiben.

  • Die wirklich Wohlhabenden trifft es ja auch wieder nicht, da Rentenbeiträge und Krankenkassenbeiträge etc. gedeckelt sind. Außerdem sind Kapitalgesellschaften, GmbHs etc. außen vor.


    Wenn dann bräuchte es den Rentensoli als eine Art Steuer auf sämtliche Kapitalerträge (ohne Deckelung und ohne Ausnahmen).

    Ja, Hauptsache, die Reichen werden zur Kasse gebeten. Ich habe den Eindruck, in Deutschland ist der Neid besonders ausgeprägt. An anderer Stelle habe ich schon geschrieben, dass es praktisch nichts bringen würde, selbst wenn man alle Milliardäre hier enteignen würde. Dafür sind es zu wenige. Aber quantitatives statt qualitativem Denken ist dank unzähliger Bildungsreformen nicht mehr so häufig anzutreffen.

    Du wünscht dir also einen "Rentensoli"? Meine Erfahrung ist, dass immer, wenn jemand von Solidarität redet, er dir etwas wegnehmen will. Du möchtest also effektiv die Kapitalertragssteuer erhöhen und merkst gar nicht, dass du dir dabei ins eigene Knie schießt. Soviel Rendite kann ein MSCI World gar nicht machen, um nach Inflation und Steuern ein Plus zu generieren. Treffen würde es genau diejenigen, die per Sparplan versuchen, für das Alter vorzusorgen. Wer jährlich Dividendenzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe erhält, dürfte kein Problem haben, diese Art der Besteuerung zu vermeiden.

  • Dieses Totschlagargument geistert seit vielen Jahrzehnten durch die Medien.

    Es wird dadurch nicht besser.

    Eine Sachgesetzlichkeit: Was bereits stimmig und zutreffend ist, muß nicht mehr besser werden.

    In dem Kontext an anderer Stelle:

    Apropos Schweden: Vielleicht liegt der "Kicker" (um Deine Terminologie zu verwenden) auch in der sehr unterschiedlichen Ausprägung des Sozialneides (Social Envy Coefficient (SEC)).

    In einer mir noch erinnerlichen Studie - (Allensbach und Ipsos MORI) - gehört Deutschland auf Platz Nr. 2 (SEC 0,97) zusammen mit Frankreich auf Platz Nr. 1 (SEC 1,26) zu den Ländern mit dem am stärksten ausgeprägten Sozialneid in der Bevölkerung - während andere Länder wie Schweden (SEC 0,44) - aber auch die USA (SEC 0,42), UK (SEC 0,37) und auch Polen (SEC 0,21) - viel geringere Werte aufweisen.

    Hierzulande zig Male erlebt oder beobachtet: "Warum hat ausgerechnet der Typ so ein Auto, so ein Haus, so ein Einkommen usw. - und nicht ich ?" In anderen Ländern (Stichwort: USA - um nur ein Beispiel zu nennen) ebenfalls diverse Mal gesehen: "Wenn der Typ so ein Auto, so ein Haus, so ein Einkommen usw. hat - warum soll ich das dann nicht auch schaffen können ?"

  • Das ist ja das Problem. Solange man das über steigende Rentenbeiträge realisiert, können die, die zusätzlich vorsorgen müssten, dies nur in geringerem Umfang tun. Und wer nicht noch vorsorgen müsste, trägt nur bis zur Kappungsgrenze mit dazu bei (obwohl er deutlich mehr könnte). Und erwirbt dann auch noch Rentenansprüche (die er gar nicht braucht).

    Ob man das nun Soli oder Zwangsabgabe nennt, ist doch einerlei. Ich bin normalerweise kein Freund der Sozis, aber solange hier nicht von oben nach unten umverteilt wird, bleibt es linke Tasche - rechte Tasche und Kredit bei den aktuellen Beitragszahlern, die dann später zusehen können, wo sie bleiben.

    Erstmal vorab schenke ich Dir einen Sack Kommas, damit Du fürs nächste Posting genügend auf Lager hast. Sätze mit den richtigen Kommas kann man leichter lesen als Wortbreie ohne solche, und Du willst ja sicherlich, daß man Deine Texte gut lesen kann.

    Hier erstmal der Vorrat fürs nächste Mal: ,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,

    Im Zitat habe ich die fehlenden Kommas für Dich nachgesetzt.

    Dein Beitrag bleibt trotzdem schwer verständlich.

    Solange man was genau über steigende Rentenbeiträge realisiert, können die, die zusätzlich vorsorgen müßten, was genau nur in geringerem Umfang tun?

    In der Rentenversicherung gilt (noch?) das Äquivalenzprinzip, das heißt: Wer viel "einzahlt" erwirbt proportional viele Rentenansprüche. Ich habe bisweilen die Meinung gehört, die Reichen könnten durchaus ohne Kappungsgrenze Rentenbeiträge leisten, wobei man durchaus bei der Rentenhöhe kappen könnte, denn die Reichen bräuchten eine hohe Rente ja überhaupt nicht, denn sie hätten ja eh genug. Solche Meinungen kann man durchaus bei der SPD und anderen fortschrittlichen Parteien hören.

    Ich halte die Bezeichnung Solidaritätszuschlag seit Anfang an für einen Sündenfall. Der Staat hat damit suggeriert, daß er nur vorübergehend mehr Steuern bräuchte, so daß man nicht erst den Steuertarif ändern müsse, sondern mal eben einen Zuschlag forderte. Solidarität ist schließlich etwas Gutes, da wird jeder zustimmen. Dieser vorübergehende Zustand besteht nun bereits 30 Jahre, er wird mit Sicherheit auch noch die nächsten 30 Jahre fortdauern. Ich hätte es gut gefunden, wenn das Verfassungsgericht den Soli verboten hätte. Nicht des Geldes wegen, wohlgemerkt, sondern der Systematik wegen. Wenn der Staat mehr Steuern braucht, dann soll er den Steuertarif erhöhen und nicht mit Zuschlägen operieren. Das ist ein Gebot der Ehrlichkeit und der Klarheit.

    Es wird immer angegeben, der maximale Steuersatz im Land betrage 42% (Reichensteuer mal weggelassen). Stimmt nicht, es sind 44,3%. Es wird behauptet, die Abgeltungsteuer betrage 25%. Stimmt auch nicht, es sind 26,375%.

    Deutschland könnte problemlos zum Niedrigsteuerland werden: Man könnte die Einkommensteuer völlig abschaffen und dann stolz sagen: Einkommensteuer 0%! Die Leute würden dann keine Einkommensteuer bezahlen, sondern nur noch "Soli", denn man aufkommensneutral bemessen würde. Ich halte das für Etikettenschwindel, und dieser gefällt mir nicht.

    Es ist also sehr wohl eine Frage, ob man Steuer Steuer nennt oder Rentensoli, Krankenkassensoli, Bildungssoli, Verteidigungssoli, Infrastruktursoli. Der Staat braucht Steuern zur Erfüllung seiner Aufgaben. Aber er sollte diese Steuer dann auch Steuer nennen.

    :)

  • Aber bitteschön mit einem Freibetrag für Kleinsparer wie mich !!1! Mir kann ja wohl nicht zumuten, daß ich von meinen schwer erarbeiteten Spargroschen noch etwas abgebe !!!1!

    :thumbup:

    Weder die Demographie, noch die Arithmetik lassen sich von Rhetorik beeindrucken. Wir stehen am Beginn einer großen Verrentungswelle, und wenn diese vorbei ist, sind die vielen Rentner nicht weg, sondern sie sind für weitere mindestens 20 Jahre Wähler und erheben Ansprüche, die die immer weniger Jungen erfüllen sollen. Wer rechnen kann (und auch bereit ist, das zu tun), der erkennt, daß die aktuellen Haltelinien reines Wunschdenken sind. Die Beiträge werden steigen müssen, und es wäre fair, wenn zumindest die Rentensteigerungen hinter der Wirtschaftsentwicklung zurückbleiben würden. Rentenkürzungen verlangt ja keiner.

    :thumbup:

    Der Gedanke Soli vernebelt der Köpfe. Solidarität ist etwas, was der einzelne freiwillig aus Einsicht leistet. Bei einer Steuer wird nicht gefragt, ob man sie zahlen möchte, sondern sie wird staatlicherseits festgesetzt. Mit Solidarität hat sie nichts zu tun.

    :thumbup:

    Wording-Vorschlag: "Zwangs-Solidarität" für die Abteilung Klartext - und für die politische Community im Politiksprech "Gemeinwohl-Soli" ...

    Wer nicht zufrieden ist mit dem Rentenniveau des allgemeinen Systems, soll selbst vorsorgen. Dazu muß er sparen, Geld zurücklegen. Es wäre kontraproduktiv, wenn der Staat solche Eigeninitiative durch Besteuerung behindern würde. Das Gegenteil wäre sinnvoll: Steuererleichterung für langfristigen Kapitalaufbau wäre nötig. Mehr brauchte es vermutlich nicht. Die hyperkomplizierten Riester- und Rürup-Systeme waren ein Schuß in den Ofen, wie sich jetzt zeigt. Man sollte meines Erachtens diese Fehler nicht wiederholen.

    :thumbup:

    Ich bin da allerdings pessimistisch: Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Finanzbürokraten in Berlin das Gestalten bleiben lassen können.

    Leider :thumbup:

    Die Eurokraten und "Regulierungsfanatiker" in Brüssel und Straßburg können da nicht außen vor gelassen werden.

    Wenn der Untertan seine Angelegenheiten selbst in die Hände nehmen könnte - wo kämen wir denn da hin?

    Leider :thumbup:

    Vielleicht zu mehr direkter Demokratie siehe die regelmäßigen Volksabstimmungen in der Schweiz. Weder dem Land noch den Schweizer Bürgern scheint dies zum Nachteil gereicht zu haben.

  • Ich habe bisweilen die Meinung gehört, die Reichen könnten durchaus ohne Kappungsgrenze Rentenbeiträge leisten, wobei man durchaus bei der Rentenhöhe kappen könnte, denn die Reichen bräuchten eine hohe Rente ja überhaupt nicht, denn sie hätten ja eh genug. Solche Meinungen kann man durchaus bei der SPD und anderen fortschrittlichen Parteien hören.

    Das ist doch Fakt in der Schweiz, oder?
    Jeder schweizer Bürger zahlt prozentual von seinem Einkommen in die Rentenversicherung ohne obere Grenze. Und am Ende heraus kommt eine Rente, die in der Höhe gedeckelt ist.

  • Das ist doch Fakt in der Schweiz, oder?
    Jeder schweizer Bürger zahlt prozentual von seinem Einkommen in die Rentenversicherung ohne obere Grenze. Und am Ende heraus kommt eine Rente, die in der Höhe gedeckelt ist.

    Die in bestimmten Kreisen beliebte - noch dazu sinnbefreite - klassische "Rosinenpickerei".

    Man greift sich aus dem Gesamtpaket einen einzigen Baustein heraus und argumentiert anhand dieses einzelnen, isolierten Mosaiksteinchens.

    So wie natürlich und selbstverständlich die "privaten Finanzen" einer Gesamtschau bedürfen - so bedarf natürlich und selbstverständlich das "Standort-Angebot" eines Staates ebenfalls einer Gesamtschau.

    In dem Kontext siehe schon hier beispielsweise:

    Aus dem "Angebots-Bündel" (der jeweiligen nationalen Rahmenbedingungen) eine einzigen Baustein herauszugreifen und isoliert zu betrachten - scheint mir wenig sinnvoll (um nicht zu sagen unredlich) ...

    ... Die übrigen "Schweizer Rahmenbedingungen" sollte man dann aber ebenfalls übernehmen, statt der eigenen Haltung gemäß "Rosinenpickerei" zu betreiben (also Steuersätze, steuerlichen Wettbewerb zwischen den Kantonen (hier dann Bundesländern), Regelungen bei Schenkungen und Erbschaften, Freibeträge, Absetzbarkeit der Schuldzinsen auch bei selbst genutzten Immobilien etc. pp. - bis hin zu mehr direkter Demokratie (Stichwort: Volksabstimmungen in der Schweiz).

    Am besten auch die Währung: Schön wäre nämlich auch eine solche funktionierende und relativ (für staatliches Papiergeld) stabile Währung wie der Schweizer Franken (die auch nicht "Whatever it takes" gerettet werden muß ...), die Möglichkeit einer autarken zum Land passenden Geldpolitik bietet und den kompletten Verzicht auf eine schier unbegrenzte Zwangsgläubigerschaft im Rahmen der Euro-Dauerrettung (Rettungsschirme, Bürgschaften, Mithaftung via der EZB-Bilanz, Target2-Salden usw.).

    Also why not: "Abschaffung der BBG" (da müßte dann nur noch das BVerfG mitspielen; Stichwort: Höchstrichterlicher Rspr. zum sog. Äquivalenzprinzip als Grundprinzip der GRV) und "Her mit den auch sonstigen Schweizer Rahmenbedingungen (siehe oben).

    Die Themen "Grad der wirtschaftlichen Freiheit" (versus der Tendenz zu einer man könnte fast DDR 2.0) und die typische "Schweizer Freisinnigkeit" würde ich unbedingt dann noch mit ins Gesamtpaket nehmen.

  • Das ist doch Fakt in der Schweiz, oder?
    Jeder schweizer Bürger zahlt prozentual von seinem Einkommen in die Rentenversicherung ohne obere Grenze. Und am Ende heraus kommt eine Rente, die in der Höhe gedeckelt ist.

    Das ist nicht richtig. Auch in der Schweiz gibt es in der AHV eine Obergrenze, ab der keine Beiträge mehr fällig werden.

  • Sovereign Nein mir ist es nicht egal, ob Deutschland "am Abgrund" steht. Allerdings bin ich schon dafür, dass alle Bürger entsprechend ihrer Möglichkeiten zur Finanzierung einer sozial ausgewogenen Finanzierung der Gesellschaft herangezogen wird.
    Ich bin ja bekennender Sozi, der zwar nach 25 Jahren in 2002 aus der SPD ausgetreten ist. Stichwort: Agenda 2020 und Hartz 4, aber weiterhin die Sozialpolitik von Brandt etc. für guthieße. Auf die heutige Zeit übertragen heißt dies z.B. eine Verlängerung der Wertschöpfungskette, Streichung von Höchstgrenzen, Erhebung einer Erbschaftssteuer auf alle Vorfälle über 250 000 Euro. Firmenübertragungen mal außen vor gelassen. Erhebung einer Kapitalsteuer jenseits von 50 000 Euro Ertrag. Aufbau von Personal im Zoll- und Steuerbereich zur Durchführung von regelmäßigen Kontrollen. Finanzgerichte personell und technisch für rasche Verfahren ausstatten. Schließung von Steuerlöchern usw. usw. Die genaue Ausgestaltung sollte man dann ebenfalls schleunigst umsetzen.

    An die Studenten: Augen auf bei der Studienwahl und schließlich ganz Allgemein:
    Augen auf bei der Berufswahl.