Aktuelle Pläne zu Sozialabgaben vs. ETF Sparen

  • Wer blockt sollte bitte grundsätzlich immer Alternativen bennen um die steigenden Kosten der Gesundheitsversorgung zu decken. Also z.B. Leistungskürzungen (Elend und Tod für ärmere), realistische Einsparungen durch Effizienzsteigerungen (sinnvoll aber wird nicht reichen) oder alternative Einnahmequellen

    Ja, wenn wir uns ehrlich machen, wird man auch über diese Themen diskutieren müssen. Wenn ich nur begrenzte Mittel zur Verfügung habe, muss ich mir irgendwann überlegen wofür ich diese Mittel einsetze. Und dann muss man eben auch ehrlich und offen darüber diskutieren, ob ich die Mittel eher für Bildung und Förderung der Jugend investiere oder damit z.B. ältere Menschen unterbringe/Pflege.
    Mal als Beispiel: Kürzlich kam im Zuge der Stromsabotage von Idioten in Berlin die Diskussion auf, ob Pflegeheime nicht wie Krankenhäuser eine eigene Notstromversorgung haben müssten?
    Kann man auch gern drüber diskutieren. Aber es muss halt auch bezahlt werden.

    Genau so kann/muss man darüber diskutieren, ob alte Menschen einen Anspruch auf ein Einzelzimmer haben, wenn der Pflegefall eintritt und Sie die Kosten nicht allein stemmen können. Und dieser Diskussion werden wir uns in den nächsten Jahren/Jahrzehnten stellen müssen. Weil die heutigen Boomer werden in einigen Jahrzehnten auch zu Pflegefällen werden.

    Und nein, eine Alternative habe ich auch nicht außer höhere Steuereinnahmen des Staates und zu versuchen die Kosten im Gesundheitssystem zu senken/begrenzen.

  • Die Streichung von Globuli auf Rezept wird das Gesundheitssystem sicherlich nicht retten, wäre aber garantiert Teil jedes ernsthaften Reformprogramms.

    Stimmme zu Gagaquatsch sollte nicht bezahlt werden aber gemessen an den Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sind die Kosten für Homöopathie verschwindend gering. Das ist auch der Grund, warum die politische Debatte darüber oft als "Symbolpolitik" bezeichnet wird.

    Hier sind die harten Zahlen für das Jahr 2024/2025:

    1. Die Gesamtkosten im Überblick

    Die jährlichen Ausgaben der GKV für homöopathische Leistungen und Arzneimittel belaufen sich auf geschätzt 20 bis 50 Millionen Euro.

    Um das ins Verhältnis zu setzen:

    • Gesamtausgaben der GKV: ca. 300 Milliarden Euro pro Jahr.
    • Anteil der Homöopathie: etwa 0,01 % bis 0,03 % des Gesamtbudgets.
    • Arzneimittelkosten gesamt: Über 50 Milliarden Euro (davon entfallen nur ca. 6–10 Millionen Euro auf Globuli).
  • Bin ich der einzige der vllt auch Leistungssteigerungen anpeilt? Wer kranke Menschen kennt weiß wie schlecht die Versorgung in Krankenhäusern und co (nicht staatlich sondern heilig renditeorientierte Profitunternehmen) ist. Ich finde eine gute Gesundheitsversorung ist wichtiger als noch etwas mehr Konsum oder sich noch etwas mehr aufm Depot/in der Familienstiftung oder sonstwo sich stapelndes Kapital. Ahh uhhh ahh Venezuela, Kommunismuss ahhhh neeeeinn.

  • Da hier allgemein der "Blick über den Tellerrand" empfohlen wird:

    "Ab 2028 sollen Anleger in den Niederlanden jährlich bereits auf tatsächliche Wertzuwächse Steuern zahlen – auch ohne Verkauf. Das Modell gilt als europäischer Präzedenzfall. Droht deutschen Anlegern das gleiche Schicksal?" Quelle: Börsen-Zeitung via Focus

    Du warst schneller :)

    Hab vorhin einen Thread dazu eröffnet.

  • Stimmme zu Gagaquatsch sollte nicht bezahlt werden aber gemessen an den Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sind die Kosten für Homöopathie verschwindend gering. Das ist auch der Grund, warum die politische Debatte darüber oft als "Symbolpolitik" bezeichnet wird.

    Es gibt ja auch noch jede Menge andere Möglichkeiten für Kürzungen ohne gleich die Leute ins Elend zu stürzen. Die Schätzungen für den Anteil unnötiger Behandlungen sind doch teils erheblich, dazu noch die Therapieverfahren mit fragwürdiger Wirkung.

    Problematisch ist hier die Entkopplung zwischen Behandlung und Kosten. Wer nur einen abstrakten Beitrag zahlt, wird immer darauf bestehen, die beste und teuerste Behandlung zu bekommen. Wenn man einen erheblichen Teil selbst zahlen muss, ändern doch die meisten Leute ihre Meinung und sind auch mit dem zweit- oder drittbesten fürs halbe Geld zufrieden. An dem Hebel setzt Singapur an

  • Dagegen spricht, dass die Einnahmen bereits jetzt eine erhebliche Belastung sind. Jeder Euro, der vom Sozialsystem ausgegeben wird, muss vorher jemand weggenommen werden. Und deshalb sollte es aus Respekt vor dem Beitragszahler eigentlich selbstverständlich sein, dass man die Belastung so gering hält wie möglich

  • Können wir vielleicht das penetrante linke Geframe weglassen?

    Wenn hier ein AfD-Jünger mit "alles linksgrünversifft" anfängt, dann handelt er sich sofort eine Sperre ein.

    Anscheinend hast Du es immer noch nicht verstanden, auch wenn es schon sehr lange so läuft ...


    Haut irgendein rechter Chaot irgendjemand anderem eine "aufs Maul" - dann ist das ein Nazi und deren Machtübernahme hierzulande a la dem Dritten Reich könnte zudem unmittelbar bevorstehen.

    Begeht ein linker Chaot (Stichwort: G20-Gipfel in HH - um nur ein Beispiel aus vielen zu nennen) schwerste Straftaten bis hin zur Brandstiftung - dann handelt es sich oftmals um einen Aktivisten oder einen, der als solchen angesehen wird ...


    Ist doch gar nicht so schwer, wenn man den grundsätzlichen Ansatz erstmal verstanden hat ...

  • Und nein, eine Alternative habe ich auch nicht außer höhere Steuereinnahmen des Staates und zu versuchen die Kosten im Gesundheitssystem zu senken/begrenzen.

    Es muss auf jeden Fall erlaubt sein darüber zu diskutieren. Leider ist aber unsere Gesprächskultur derart verkommen, dass man sofort in eine radikale Ecke gestellt wird, insbesondere wenn es um moralisch/ethische Themen geht.

    Wie ich das Gesundheitssystem entlasten würde:

    Ganz oben: Der Bund könnte endlich mal die vollen Beiträge für die Bürgergeldempfänger zahlen und nicht nur 1/3 oder was es war.

    Aktuell werden Leute bestraft, welche ihre Angehörigen zu Hause pflegen, anstatt Sie ins Heim zu geben (Pflegegeld z.B.). Das Pflegegeld zu erhöhen würde die Kassen mehr belasten, aber es könnte ein Anreiz geschaffen werden, um dieses Ungleichgewicht auszugleichen oder sogar zu belohnen. Dazu könnte die Einkommensteuer für den Pflegezeitraum stark gesenkt werden oder der Steuerfreibetrag auf 40k hochgesetzt oder, oder. Möglichst einfach.

    Es sollte eine ernsthafte Debatte darüber geführt werden dürfen, ob die Krankenkasse nicht zu verstaatlichen und in einer einzigen Kasse zusammengeführt werden sollten (private fallen damit natürlich weg) - ein Wettbewerb findet nämlich aktuell nicht wirklich statt - alleine schon aufgrund der Wartezeiten. Ich habe da noch keine abschließende Meinung, könnte mir hier aber ein Einsparpotential vorstellen.

    Auch die Preise für Medikamente und Pflegeprodukte sind dermaßen überzogen. Gerne mal die Preise der Pflegehilfstmittel mit den tatsächlichen EK Preisen vergleichen. Bei den Pharmazeutika ist das schon schwieriger, da bekommt man Informationen nur über Vitamin B.

    Es gab schon anfängliche Debatten darüber, ob ungesund lebende Menschen mehr zahlen müssen als gesunde. Es scheitert schon alleine an der Überprüfung (Bürokratie pur) und den Kriterien, wer gesund lebt und wer nicht - das kann nur schwer bestimmen. Aber im Grundsatz find ich den Gedanken nicht verkehrt und aufbauend darauf vielleicht Maßnahmen zu ergreifen wäre ein Ansatz.

    Es widerspricht zwar irgendwie meinem Gedanken einer Solidargemeinschaft, aber vielleicht müsste auch darüber geredet werden, ob Unfälle aus bestimmten Hobbys nicht privat gezahlt werden müssen (bzw. über Sonderversicherungen laufen, die dann halt teuer sind). Schwierig wird da natürlich die Abgrenzung, was über ein "normales" Maß hinausgeht - aber mal darüber zu reden, warum z.B. manche Sportarten/Hobbys über die normale GKV abgedeckt sind, sollte zumindest erlaubt sein. Auch hier habe ich persönlich keine abschließende Meinung und tendiere auch eher zum Solidaritätsprinzip, aber vielleicht sind doch Änderungen notwendig.

    Ich hab noch einige Gedanken mehr, aber lasse es an dieser Stelle mal gut sein.

  • "Einfach mal bei der KI eures Vertrauens (außer vllt Grok) eingeben: Rechte Rhetorik und Framingvorwurf, Opferrolle und Zensur.

    Ding ding ding ding"

    Exakt das meine ich. Man könnte sich auch einfach auf einem erwachsenen Niveau austauschen und den BS weglassen. Danke.

  • Nichts davon wir zu 100% umgesetzt werden, allein schon wegen der mächtigen Lobby unserer Leistungsträger

    Die Partei "Die Linke" will ja Milliardäre "abschaffen" ... Hoffentlich ist damit nur der Vermögensstatus gemeint und nicht, daß der betreffende Mensch gleich mit "abgeschafft" werden soll ... (das "taktische Verhältnis zur Gewaltfreiheit" in der Politik ist mir nämlich von einigen Protagonisten der Partei "Die Linken" gut bekannt).

    Mein Vorschlag an Dich dem Motto "Der Linken" folgend: Leistungsträger "abschaffen". Dann ist auch diese "mächtige Lobby" endlich weg.

    Das wird dann auch die Finanzierung unseres üppigen Sozialstaats erleichtern ... 8o


    War sonst noch was ... ? Ach ja ...

    Die privaten Unternehmensinvestitionen (Stichwort: Rahmenbedingungen) sind hierzulande ungefähr auf das Niveau von 2015 zurückgefallen präziser abgestürzt - seit 2015 ist dagegen der Staatskonsum um stolze 25% gewachsen ... Beide Kurven gehen seit gut 10 Jahren auseinander wie die Klingen einer sich öffnenden Schere.

    (Quelle: Ifo-Institut; meine Zahlen sehen noch einen Tick drastischer aus)

  • Schwarze Autos haben mehr Unfälle da sie schlechter gesehen werden, vllt sollten wir die Farbe schwarz bei Autos verbieten. Mir eigentlich alles recht hauptsache ich lenke ab um zu verhindern das auf meine leistungslosen Kapitalerträge mit flat tax Abgaben für die sozialen Sicherungssysteme erhoben werden ;)