Altersvorsorge

  • Solange er den Pauschbetrag nicht ausgeschöpft hat, zahlt er keine 25 % Abgeltungssteuer sondern gar keine. Aber der QS-Anteil ist weg. Insofern war das mit den 40 % falsch. Er zahlt bei einem ordentlichen Broker "nur" die 15 % statt 0 %.

    Meine Info sind 15% statt die 30% bei den USA Aktien.

    Pauschbetrag bei der geringen Summe ist wohl noch nicht erreicht und mein Broker, ist Finanzen.net, schon ordentlich 😊

    Liege ich jetzt falsch, gerne korrigieren.

    Mein Empfinden im momentan…die entsprechenden Aktien alle zu verkaufen, dann nach dem EX Tag evtl. wieder kaufen ? was nicht das Problem darstellt, aber evtl. mit Kosten verbunden ist.

    Und wie schon erwähnt…der Stoxx Europe 600 ruht, der ACWI wird weiter bespart.

    Aber trotzdem eine Frage an euch…wann, oder macht eine Kombi zwischen thesaurierend / ausschüttend Sinn?

    thesaurierend die nächsten Jahre und irgendwann auf ausschüttend umsteigen?


    Empfehlungen finde ich halt immer prima

  • Aber trotzdem eine Frage an euch…wann, oder macht eine Kombi zwischen thesaurierend / ausschüttend Sinn?

    thesaurierend die nächsten Jahre und irgendwann auf ausschüttend umsteigen?

    Das kommt drauf an, was du damit bezwecken willst. Wenn das die Rente aufbessern soll, wirst du wohl trotzdem immer wieder Anteile verkaufen müssen. Deswegen schlug ich vor, du könntest direkt auf Ausschütter wechseln.

  • Meine Info sind 15% statt die 30% bei den USA Aktien.

    Pauschbetrag bei der geringen Summe ist wohl noch nicht erreicht und mein Broker, ist Finanzen.net, schon ordentlich 😊

    Ob Dein Broker das Formular W8-BEN hinterlegt hat weiß ich nicht. Daher der Hinweis, Du mögest Deine Abrechnungen anschauen. Mit dem Formular, zahlst Du "nur" 15 % QS auf US-Aktien, ohne das Formular wären es 30 %. Das sollten die meisten deutschen Broker hinbekommen. Deutsche Kapitalertragssteuer fällt keine an, sofern Du einen Freistellungsauftrag bei Deiner Bank hinterlegt hast.

    Daher bin ich vom Normalfall ausgegangen.
    - Pauschbetrag nicht ausgeschöpft
    - 15 % QS auf US-Aktien (reduzierter QS-Satz)
    - QS nicht anrechenbar, weil keine Kapitalertragssteuer gezahlt wird

    US-Dividenden-Aktien machen in der aktuellen Situation für Dich keinen Sinn, weil Du regelmäßig 15 % der Dividenden an die US-QS verlierst. Also verkaufen und nicht neu kaufen, bis Du Deinen Pauschbetrag ausgeschöpft hast.

  • Ob Dein Broker das Formular W8-BEN hinterlegt hat weiß ich nicht. Daher der Hinweis, Du mögest Deine Abrechnungen anschauen. Mit dem Formular, zahlst Du "nur" 15 % QS auf US-Aktien, ohne das Formular wären es 30 %. Das sollten die meisten deutschen Broker hinbekommen. Deutsche Kapitalertragssteuer fällt keine an, sofern Du einen Freistellungsauftrag bei Deiner Bank hinterlegt hast.

    Ein Freistellungsauftrag ist hinterlegt…1000€

    Und im Bereich Verwaltung kann ich einsehen, inwieweit der ausgeschöpft ist und was natürlich noch verbleibt.

  • wobei bei der Altersorsorge da anscheinend immer nur die Rede von 6 stelligen Beträge gesprochen wird versuche ich das mal anders zu formulieren.

    Das habe ich Dir ja vorgerechnet. Im Zweifel auf zinsen-berechnen.de selber nachrechnen mit Deinen (erwarteten) Renditen und Deinem Sparbetrag.

    Ohne einen mittleren 6-stelligen Betrag und bei einer erwarteten Rentenzeit von 25 Jahren kommst Du nicht auf 300-500€ Entnahme pro Monat (heutige Kaufkraft, also 400-670€ nominaler Entnahmebetrag).

    Da dies kein reiner Spaßbetrag ist und Du damit die Entnahme nicht für ein paar Monate/Jahre im Börsencrash (siehe z.B. den Verlauf des MSCI World von 2000-2014) einstellen oder massiv reduzieren kannst, um bei ungünstigem Marktverlauf zur Rentenbeginn nicht mit 75 Pleite zu sein, wirst Du in der Entnahmephase (auch mit Verbrauch des Depots) keine 7-8% p.A. auf das Gesamtportfolio erzielen.

    Nimmst Du schon nur die alte (und heute eher widerlegte) 4% Regel, erhälst Du bei 100k€ Depotwert 333€ Entnahme im Monat (Brutto, in 15 Jahren). Geschätzt ca. 307€ Netto oder 228€ nach heutiger Kaufkraft, wenn man mit nur 2% Inflatopn pro Jahr rechnet.

    Schon für Deine gewünschten 300€ sind das also ca. 150k€ Depotwert, für die 500€ 250k€ und schon sind wir beim 6-stelligen Depotwert.

    Das Ziel ist später zur gesetzlichen Rente und der zu erwartenden Altersvorsorge, 1700 € - 2000 € zusammengerechnet aktueller Stand, noch eine Lücke in den nächsten 15 Jahren von 300 € - 500 € zu schließen.

    Ohne erheblich mehr Risiko (dazu wird Dir hier kaum jemand raten, das kann auch ohne Wirecard oder Gamstop-Aktien schief gehen) oder eine höhere Sparrate gibt das nichts.

    Ja, 70% befinden sich in Aktien ein umschichten wäre aber kein Problem und die Übergewichtung Europa auszugleichen auch nicht.

    Du musst wissen, was Du möchtest und womit Du Dich wohlfühlst, es ist Deine Strategie. Hier vertreten die meisten die Meinung von Finanztip und sehen Einzelaktien nur als Beimischung und nicht als Hauptbestandteil des Depots, wenn man eine sichere und einfache Rendite auf einen langen Anlagezeitraum haben möchte.

    Die FT-Methode muss aber für Dich nicht passen und sie liefert mit Sicherheit nicht das Maximum an denkbarer Rendite.

    Habe mich zwischen dem FTS All World und dem ACWI für den zweiten entschieden.Um etwas mehr Europa zu bekommen noch den Stoxx Europe 600 dazu genommen. Ok,10 - 15 weniger hätten es da auch getan🙈😉.

    Ich habe auch einen höheren Europa-Anteil wie beim FTSE All-World. Das sind grob 20% meines Gesamtportfolios, weil es mir so gefällt. Da der FTSE All-World aber schon 14-15% Europa-Anteil hat, bleibt prozentual nicht mehr viel für meinen Stoxx Euro 600 übrig.

  • Keine Ahnung was Du sonst noch für Aktien hast. Bei US-Aktien ist es so, dass Du einiges zusätzlich an Steuern zahlst.

    Das kann man so nicht sagen. Wie bei so vielem kommt es darauf an.

    Wenn man angibt, kein US-Bürger zu sein (das ist bei deutschen Depotinhabern deutscher Depotbanken kein Akt), wird die US-Quellensteuer unproblematisch von 30% auf 15% reduziert. Diese 15% werden auf die deutsche Abgeltungsteuer angerechnet. Das ist letztlich sogar günstig für einen deutschen Anleger, weil so nicht die ganzen 25% dem Soli unterliegen, sondern nur die 10% über den angerechneten 15%. Die Steuerlast auf US-Dividenden beträgt somit (ohne Kirchensteuer) 25,55% und nicht 26,375%.

    Allerdings sind die genannten 15% in jedem Fall fällig und bleiben in den USA, selbst wenn die Dividenden in Deutschland unter den Sparerpauschbetrag fallen, also steuerfrei sind. Bekommt ein Anleger nur US-Dividenden als Kapitalertrag, reicht der Sparerpauschbetrag von 1000 € für 2500 € US-Dividenden, weil ja 60% der Dividenden über die US-Quellensteuer bereits versteuert sind.

    Bekommt ein Anleger die 2500 € nicht voll, zahlt er in der Tat mehr Steuer, als er mit deutschen Aktien zahlen würde. Das dürfte bei unserem TE der Fall sein.

    Stecken US-Aktien (vor allem: Dividendenaktien) in einem ETF, so zahlt das Fondsmanagement bei physischer Replikation US-Quellensteuer in unterschiedlicher Höhe (je nach Domizilland). Die gezahlte Quellensteuer wird nicht direkt angerechnet, steckt aber letztlich in der Teilfreistellung, die - anders als viele Anleger fälschlich glauben - kein Steuervorteil ist, sondern die Tatsache widerspiegelt, daß Dividenden und Aktiengewinne oftmals vorversteuert sind. Das genaue Maß hängt von den gewählten Parametern ab. Mit üblichen Parametern landet man bei einem ETF mit US-Aktien bei einer Steuer- und Abgabenquote von um die 22% (und nicht etwa bei 18,5%).

    Unproblematisch für Quellensteuern sind Deutschland und GB für Dich. USA, Frankreich, Italien und viele weitere sind nachteilig.

    USA würde ich diesbezüglich nicht als nachteilig bezeichnen, viele andere Länder sind es in der Tat.