Überziehungszinsen DKB nach Sofortüberweisung

  • Hallo liebe Foristen!

    Anfang Januar wurden mir Zinsen für eine „geduldete Überziehung“ vom DKB Girokonto abgebucht. Ich war mir keiner Schuld bewusst, da ich nie überzogen (und im Übrigen den Dispo vorsorglich deaktiviert) hatte.

    Ich bewege über das Konto gelegentlich höhere Beträge, die als Sofortüberweisung z.B. vom Tagesgeldkonto kommen und sofort z.B. auf das Depot weitergingen. Ich vermute, dass es hier Differenzen zwischen Buchung und Wertstellung gab, was, bei entsprechend hohen Beträgen, Zinsen in dieser höhe erklären könnte. Ich verstehe allerdings auch nicht, warum ich quasi Geld weiterschicken kann, was noch gar nicht komplett auf dem Konto angekommen ist.

    Was haltet Ihr davon? Ich finde, das ist eine neue Falle im Rahmen der nun überall verfügbaren Sofortüberweisungen.

    Beste Grüße! S.

  • Das gilt dort auch bei den normalen Überweisungen. Ich hatte auch mal so einen Gebührenbetrag, erst dann herausgefunden, dass ich bei Ein- und Ausbuchungen besser auf das Wertstellungsdatum schaue (Klick auf den Betrag).

    Bei Wertpapieren sinds z.B. zwei Tage, da hatte ich das Guthaben sofort ( zu früh) auf ein Tagesgeldkonto anderswo überwiesen.

    Bei smartbroker+ kann ich nur über das vorhandene (nicht zukünftiges) Guthaben verfügen. Das gefällt mir besser.

    Die DKB ist eine vollständige Direktbank, irgendwo müssen ja Einnahmen herkommen. Ist ja vermeidbar - wenn bekannt.

  • Das passt aber nicht zum Szenario des TO: "Ich bewege über das Konto gelegentlich höhere Beträge, die als Sofortüberweisung z.B. vom Tagesgeldkonto kommen und sofort z.B. auf das Depot weitergingen."

    Da sind keine Wertpapiere im Spiel. Und eine Sofortüberweisung vom TG sollte auch sofort verfügbar sein.

  • Ich würde hier anfangen strukturiert vorzugehen.

    Es handelt sich um Echtzeitüberweisungen.

    Offenbar ist das Konto überhaupt nicht gedeckt, und die Bank führt den Auftrag trotzdem durch.
    Hier muss man sich leider in die Bedingungen der Bank vertiefen.

    Auch wenn das irgendwo verklausuliert steht, muss das nicht heißen, dass das rechtlichen in Ordnung ist.

  • Hallo liebe Foristen!

    Anfang Januar wurden mir Zinsen für eine „geduldete Überziehung“ vom DKB Girokonto abgebucht. Ich war mir keiner Schuld bewusst, da ich nie überzogen (und im Übrigen den Dispo vorsorglich deaktiviert) hatte.

    Haben die betreffenden Buchungen an einem Geschäftstag spätabends oder an einem Tag am Wochenende stattgefunden?

    Beträge, die an einem Wochenende oder am späten Abend (...nach Buchungsschnitt...) von A an B "verschoben" werden, könnten u.U. eine andere Wertstellung (nächster Geschäftstag) haben.
    Dann ist das Geld zwar auf dem Girokonto sofort "sichtbar", wertstellungsmäßig steht der Betrag aber noch nicht zur Verfügung.

  • Zunächst einmal vorneweg: "Sofortüberweisung" ist ein Zahlungsanbieter. Vermutlich ist in diesem ganzen Thread aber die Echtzeitüberweisung gemeint. Richtig?

    Grundsätzlich gibt es das oft bei Banken, dass von einem Tagesgeldkonto gar keine Echtzeitüberweisung durchgeführt werden kann, sondern nur Überträge und/oder normale SEPA-Überweisungen. Gleiches gilt auch gerne mal für Verrechnungskonten bei Depotanbietern. Deswegen geht z.B. bei Trade Republic alles per Echtzeitüberweisung (weil Girokonto) und z.B. bei Scalable Capital kann man zwar in Echtzeit auf das Verrechnungskonto überweisen, aber "nur" per SEPA-Überweisung davon weg.

  • Ja, meine natürlich Echtzeitüberweisung; in meinem Fall von der Comdirect kommend und direkt zur Diba abgehend. Das war ein mittlerer sechsstelliger Betrag; ein Tag hat daher für ca 50 Euro Zinsen gereicht.. blöd.

    Und wo ist da jetzt die von Dir ursprünglich erwähnte DKB beteiligt?

  • Also Echtzeitüberweisung von comdirect zur DKB und von dort per Echtzeitüberweisung weiter an Diba (vermute es soll ING heißen, diba gibt es nicht mehr). Richtig?

  • Dann würde ich an deiner Stelle die Buchungs-/Wertstellungsdaten bei der comdirekt (ausgehend) und bei der DKB (ein- und ausgehend) überprüfen und versuchen nachzuvollziehen, ob etwas schiefgelaufen ist. Echtzeitüberweisungen sollten ja mehr oder weniger "sofort" da sein. Da dürfte es bei der Wertstellung m.E. keine Differenzen geben.

  • Bei Echtzeit-Überweisungen gibt man die Uhrzeit an, zu der die Überweisung durchgeführt werden soll.

    Wenn es da Differenzen von der eingehenden und der ausstehenden Überweisung gibt, also die Gutbuchung später ist, dann kann ich es nachvollziehen.

    Ansonsten nicht

    Und nebenbei gesagt, gilt es auch für Überweisungen vom DKB Tagesgeld aufs Giro.

    Auch da sind Echtzeit-Überweisungen möglich, allerdings auch da gibt man die Uhrzeit an.