Finanzberatung: Mann 50 Jahre alt / Aktien / Immobilien / keine Kinder

  • Hallo Community,

    ich benötige bitte Euer Schwarmwissen. Zur Ausgangslage: Mann, 50 Jahre - keine Kinder, nicht verheiratet

    Vorhandene Werte:
    Immobilie: ca. 450.000
    Grundstück: ca. 700.000
    Aktien: ca. 800.000
    Einkommen monatlich: ca. 3.000

    Dadurch dass ich keine Erben oder ähnliches habe, würde ich gerne Eure Ideen zu einem Altersvorsorge-Plan hören. Immer mit der Grundidee nochmals eine Immobilie mit einem Gegenwerte von ca. 1.000.000 zu erwerben / finanzieren. Natürlich könnte ich das Immo-Vorhaben bar bezahlen - aber warum? Welche Möglichkeiten gäbe es für die Finanzierung, damit nicht mein Finanzpolster stark dezimiert wird? zB. für eine Bank oder ähnliches?

    Bedanke mich schon jetzt für Eure Ideen und hoffe mich verständlich ausgedrückt zu haben :)

  • Hallo.

    Aus der Aufstellung geht nicht hervor, dass Du größere Summe liquide verfügbar hast.

    Auch wenn Sicherheiten vorhanden sind, erscheint es mir ein wenig fraglich, ob Dir eine Bank 1 Mio. leihen würde.

    Du wirst wahrscheinlich nicht unerheblich Eigenkapital stellen müssen, denn bei monatlichen Einkünften von 3K und dem Unwillen von Banken deutlich in die Rente hineinzufinanzieren ergibt sich eine rechnerische Darlehenssumme von deutlich unter 1 Mio.

  • Hallo Referat Janders,

    vielen Dank für Deinen Input. In der Theorie -> kann die Bank bei der Immobilie und beim Grundstück nicht nicht zur Besicherung ins Grundbuch? Gegenwert 1,2 Mio. Mein Kreditvorhaben 1 Mio.

    Dann bleibt noch das Depot mit 800.000 - vornehmlich BlueChips ohne spekulative Werte.

  • Hallo Referat Janders,

    vielen Dank für Deinen Input. In der Theorie -> kann die Bank bei der Immobilie und beim Grundstück nicht nicht zur Besicherung ins Grundbuch? Gegenwert 1,2 Mio. Mein Kreditvorhaben 1 Mio.

    Dann bleibt noch das Depot mit 800.000 - vornehmlich BlueChips ohne spekulative Werte.

    Klar sind Sicherheiten vorhanden, aber von was und in welcher Zeit willst Du 1 Mio. zurückzahlen oder planst Du den Kredit gar nicht zu Lebzeiten zurückzuzahlen?

  • Klar sind Sicherheiten vorhanden, aber von was und in welcher Zeit willst Du 1 Mio. zurückzahlen oder planst Du den Kredit gar nicht zu Lebzeiten zurückzuzahlen?

    Das wäre eigentlich die Überlegung. Warum soll ich - ohne Erben - einen Kredit vollständig zurückzahlen wenn ich der Bank entsprechende Sicherheiten in Form von Grundstück + Immobilie zur Verfügung stellen kann?

  • Wie bist du an das Vermögen gekommen? Deine Vermögenswerte sind nur als Sicherheit interessant. Wie willst du denn ein Mietobjekt von 1 Million finanzieren? Und vorallem warum?

    Hast du die Vermögenswerte geerbt? Dein Nettogehalt ist nicht unbedingt das eines Vermögensmillionärs. Die (aus meiner Sicht blauäugige) Planung mit diesem Gehalt ein Millionenobjekt zu finanzieren, ist für mich nicht nachvollziehbar. Das macht aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn (und realistisch ist die Finanzierung auch nicht).

    Ragebait oder unverhoffter Erbe. Alles andere erscheint mir abwegig.

  • Das wäre eigentlich die Überlegung. Warum soll ich - ohne Erben - einen Kredit vollständig zurückzahlen wenn ich der Bank entsprechende Sicherheiten in Form von Grundstück + Immobilie zur Verfügung stellen kann?

    Aus Deiner Sicht nachvollziehbar, aber die Bank hat doch auch sicher eine Sicht der Dinge, die sich nicht zwingend mit Deiner denkt.

  • Das wäre eigentlich die Überlegung. Warum soll ich - ohne Erben - einen Kredit vollständig zurückzahlen wenn ich der Bank entsprechende Sicherheiten in Form von Grundstück + Immobilie zur Verfügung stellen kann?

    So arbeiten Banken nunmal nicht.

    Eine Bank beurteilt die Machbarkeit des Darlehens anhand deiner Kapitaldienstfähigkeit. Diese ist bei deinem Alter und deinem Gehalt schlichtweg nicht gegeben bei 1 Mio. € Darlehenssumme. Keine Chance.

    Banken wollen prinzipiell überhaupt nicht an deine Sicherheiten dran, weil das in der Abwicklung sehr teuer, zeitaufwendig und rechtlich kompliziert ist. Die Bank bedient sich an den Sicherheiten erst dann wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

    Die einzige Möglichkeit wäre, den Eigenkapitalanteil so hoch anzusetzen dass du mit deinem mtl. Gehalt die Rate zahlen kannst. Bei deinem Gehalt wären das mind. 800T€.


    VG

  • Irgendwie gar nicht so einfach, meine Überlegung in Worte zu fassen :)

    Um ein wenig Aufklärung zu schaffen:

    Aktienbestand: selbst erwirtschaftet
    Immmobilie: selbst erwirtschaftet
    Grundstück: vererbt

    Meine Überlegung: da keine Erben vorhanden sind, ich aber möglicherweise auf dem vererbten Grund Eigen-Wohnraum schaffen möchte, muss ich versuchen mit meinen Möglichkeiten bestmöglich zu arbeiten. Wie hoch meine Lebenserwartung sein wird, kann ich nicht sagen. Jedenfalls möchte ich mir selber nicht mehr Geld entziehen (Rückzahlung Kredit) als unbedingt nötig.

    Die Argumentation mit Bank etc. verstehe ich sehr gut, ev. wäre es zB. mit Abschlägen oder ähnliches ein denkbares Szenario die Sicherheite entsprechend einzubringen. Was auch noch nicht final geklärt ist: die Immobilie zu verkaufen da Vermietungen auch immer mit Aufwand verbunden sind. Mit diesem Betrag + verfügbaren Eigenmitteln wäre mind. die Hälfte der Million angezählt.

    Alles verkaufen und sich eine Mietwohnung zu holen ist natürlich eine Idee, allerdings würde ich gerne Wohnraum nach meinen Vorstellung schaffen. Mit Garten und direkten Nachbarn :)

  • Also es muss natürlich jeder selbst wissen wie er leben will und was er mit seinem Geld macht aber ich pers. sehe das ganz anders.

    Wäre ich in deiner Lage wär bei mir Freizeit und Freiheit angesagt, Arbeiten nur noch absolutes Minimum (wenn überhaupt), zum Spaß oder wegen Kollegen.

    Mein Ziel ist die Million bis 50 zu erreichen (die du schon hast) und dann davon leben zu können, meine Miete und Lebenskosten hauptsächlich oder im Notfall auch vollends davon finanzieren zu können. Das wär ein ganz anderes Lebensgefühl für mich, Arbeiten nur wegen Lust oder Kollegen, minimal wenn überhaupt aber die volle Freiheit und Gewissheit das ich einfach keine finanziellen Probleme hab und auf keine Arbeit angewiesen bin.

    Ein Haus mit Garten usw. ist schön, aber nicht wenn es eine Million kostet und ich dafür weiter arbeiten muss um es zu finanzieren. Außerdem macht es entsprechend Arbeit! Da hab ich lieber eine tolle Mietwohnung, Hausmeister, muss mich um absolut nichts kümmern, auch keine Mülltonnen raus stellen, streuen, oder was auch immer… in der Zeit lieber den nächsten Urlaub planen.

  • eine für später schon ideale seniorengerechte Wohnung mieten.

    Warum sollte jemand in dem Alter

    50 Jahre

    dieser pauschalen Empfehlung folgen ... ? Und ggf. 20, 30 oder mehr Jahren schon "seniorengerecht" wohnen, obwohl er sich nicht wie ein Senior fühlt und auch so nicht einzuschätzen ist ... ? Es sei denn, es liegen schon körperliche Einschränkungen vor oder sind zeitnah absehbar.

    Ein guter Freund (76) nimmt seit über 25 Jahren am Ötztaler-Radmarathon in seiner Altersgruppe teil (227 km und 5.500 Höhenmeter an einem Tag). Ein ehemaliger Berufskollege (73) absolviert mehrere Triathlons pro Jahr ebenfalls in seiner Altersklasse.

    Nur am Rande:

    Alles verkaufen

    Wenn jemand seine Aktien, die Immobilie und separates Grundstück (Nr. 1) verkauft - in was schiebt er denn dann seine Mittel bzw. die Verkaufserlöse ... ?

    Mit 50 Jahren haben heutzutage nicht wenige Menschen fast nochmal ein halbes Jahrhundert vor sich ...

  • allerdings würde ich gerne Wohnraum nach meinen Vorstellung schaffen. Mit Garten ...

    Den Gedanken halte ich für gut nachvollziehbar. Ging mir damals (70er Jahre) ganz ähnlich.

    Ebenso kann ich es aber auch nachvollziehen, wenn Menschen diesbezüglich mobil bleiben müssen oder wollen, ihnen das Thema Wohnen nicht so wichtig ist oder sie generell nicht der Typ für ein Eigenheim im Speziellen oder Wohneigentum im Allgemeinen sind.

    Generell gilt nach meinen Erfahrungen:

    wobei eine selbst genutzte Immobilie in der Regel nur eine Melange aus "Lebensstil und Konsum" einerseits und "Vermögensaufbau und Altersvorsorge" andererseits darstellt - mit im Einzelfall durchaus sehr unterschiedlicher Gewichtung der beiden Elemente

    Für meinen Teil standen damals meine eigenen Vorstellungen und Vorgaben zum Thema Wohnen absolut im Vordergrund (Garten, Terrasse, Doppelgarage, offener Kamin, Sauna, Fitnessraum usw.). Eine solche Bleibe war auf dem Mietmarkt nicht zu finden und daher hätte ich einen Vermieter finden müssen, der derartige Umbauten in seinem Haus gestattet (sowie eine Lösung bei späterem Auszug (Eigenbedarf des Eigentümers), Wiederherstellung des früheren Zustands, Kostenfrage usw.). Das war letztlich mein Hauptmotiv zum Kauf des Hauses.

    Ich weiß gar nicht, warum immer das Thema Hauskauf so im Zentrum steht.

    Ich schon - siehe oben.

    Flexibel und auch im Alter, dann schnell, mal flexibel umgebettet ohne großen Aufwand.

    Warum soll ich abweichend von meinem eigenen Vorstellungen über Jahrzehnte wohnen ?

    Wenn es die Bedingungen erfordern kann ich im Alter mein Haus jederzeit verkaufen (oder vermieten) und mir dann eine Bleibe nach den dann (veränderten) aktuellen eigenen Vorstellungen suchen (mieten oder kaufen).

  • Ich ergänze mal, was möglicherweise zwischen den Zeilen steht:

    - Du bist 50, hast keine Kinder und bist alleinstehend.

    - Die Immobilie bewohnst Du selbst, sie ist abbezahlt.

    - Das Aktiendepot hast Du selbst aufgebaut.

    - Das Grundstück hast Du ererbt, Du beabsichtigst, darauf eine Immobilie zur Selbstnutzung zu erstellen.

    Dein Vermögen ist erheblich gemessen am Einkommen. Respekt! Du mußt über lange Jahre bescheiden gelebt und fleißig gespart haben.

    Immer mit der Grundidee nochmals eine Immobilie mit einem Gegenwerte von ca. 1.000.000 zu erwerben / finanzieren.

    Wie kommst Du darauf?

    Nach meiner Einschätzung bist Du finanziell unabhängig. Du hast eine eigene Immobilie (Haus? Wohnung?), lebst also "mietfrei", wie man das gemeinhin nennt. Du kommst mit Deinem Einkommen aus, so daß Du offensichtlich noch nicht einmal einen Notgroschen hast oder brauchst. Das Aktiendepot ist erheblich. Du kannst es Dir leisten, das ererbte Grundstück liegenzulassen. An sich ist das totes Kapital.

    Aus welchem Grund wollte man in dieser Situation eine weitere Immobilie erwerben?

    Aus welchem Grund wollte man in dieser Situation als Einzelstehender ein Haus bauen (vermutlich ein freistehendes Einfamilienhaus auf dem vermutlich recht geäumigen Grundstück)?

    Für mich paßt das nicht so recht zusammen, aber vielleicht erzählst Du noch etwas mehr über Dich und Deine Pläne.

    :)

  • Mir persönlich würden die 800k in Einzelaktien die meisten Bauchschmerzen bereiten. Das einzig liquide Vermögen steht aus meiner Sicht auf sehr unsicheren Füßen. Wenn es sich um steuerliche Altbestände handeln würde, würde ich mir von nem Steuerberater kalkulieren lassen, was mich das an Steuer kosten würde (wenn ich es mir nicht selbst zutraue) und dann in einen weltweiten Aktien-ETF umschichten. Wie man sich ein Vermögen von 800k in Einzelaktien und eine Immobilie im Wert von 450.000 € selbst erarbeiten kann mit 3k netto, bleibt für mich weiter nebulös bis fragwürdig. Oder arbeitest du in Teilzeit oder Jobwechsel nach gewissem Vermögensstand?

  • Den Gedanken halte ich für gut nachvollziehbar. Ging mir damals (70er Jahre) ganz ähnlich.

    Damals warst Du ja auch schon 50. :)

    Für meinen Teil standen damals meine eigenen Vorstellungen und Vorgaben zum Thema Wohnen absolut im Vordergrund (Garten, Terrasse, Doppelgarage, offener Kamin, Sauna, Fitnessraum usw.). Eine solche Bleibe war auf dem Mietmarkt nicht zu finden.

    Dabei sind diese Anforderungen im gehobenen Segment einigermaßen Standard.

    Warum soll ich abweichend von meinem eigenen Vorstellungen über Jahrzehnte wohnen?

    Man muß es sich auch leisten können. Du konntest es Dir offensichtlich leisten.

    Der TE hat ja bereits eine Immobilie (die wohl so einigermaßen seinen Vorstellungen entspricht, sonst hätte er sie wohl nicht gekauft). Soll er sich doch seinen Traum erfüllen, wenn er das will und er das Geld dazu hat!

    Ich würde mir für mich allein mit Anfang 50 kein eigenes Haus mehr bauen.

    Mir ist schleierhaft, woher der TE die Sache mit der Million hat. Was will er davon bauen? Eine Traumvilla auf seinem geerbten Grundstück? Das kann er doch machen. Sein Aktiendepot bringt er als Eigenkapital ein (800 T€), die restlichen 200 T€ gibt ihm die Bank. Sobald die Traumvilla fertig ist, verkauft er die jetzige Eigentumswohnung und hat damit einen Gegenpart zu seinem Kredit, löst ihn vielleicht sogar gleich ab und hat (hoffentlich) noch 200 T€ übrig.

    Damit wäre dann fast ein ganzes Vermögen in seiner Traumvilla gebunden. Das kann er doch machen! Was stünde dagegen?

    Das Aktiendepot bringt bei 6% Rendite etwa 50 T€ im Jahr, sein Einkommen aus Erwerbstätigkeit beträgt um die 40 T€. Er würde mit seinem Traumhaus also mehr als sein Erwerbseinkommen ins Wohnen stecken. Kann man machen, ich würde das aber nicht.


    Wenn es die Bedingungen erfordern kann ich im Alter mein Haus jederzeit verkaufen (oder vermieten) und mir dann eine Bleibe nach den dann (veränderten) aktuellen eigenen Vorstellungen suchen (mieten oder kaufen).