Bargeldeinzahlung über 10000,- EURO

  • Darum geht es mir. Wer aus der Runde hatte schon ähnliche Erahrungen mit derartigen Bargeldeinzahlungen.

    Ich habe nur einmal in meinem Leben einen fünfstelligen Betrag bar eingezahlt und da hätte ich die Herkunft lückenlos erklären können. Aber vor 35 Jahren hat da kein Hahn danach gekräht.

    Ansonsten. Erst ist es nur ein wenig mehr als 10k und später hat man das Gefühl es könnte eher um einen sechsstelligen Betrag gehen wenn nicht mehr. Genau für die Kontrolle solcher Beträge ist das GWG da. Wenn es wirklich nur wenig über den 10k sind (vielleicht 12 oder so), dann zahl Deine 9,5k ein und verlebe den Rest. Das kann doch kein großes Problem sein? Wenn doch hast Du das Problem im Ausgangspost schlicht falsch geschildert. Was soll man dann sagen? Ne ich werde mein Gehirn nicht dafür verrenken dann noch Auswege zu konstruieren.

  • Tja, da kannst Du Dich bei den Steuerhinterziehern bedanken. Trifft dann leider alle anderen auch.

  • Hallo 9A,

    da brauchen Sie sich keinerlei Verrenkungen hinzugeben. Wenn Sie meine Ausführungen sorgsam gelesen hätten wüßten Sie, worum es mir geht. Ganz einfach und ohne Umschweife: Ich will ein wenig mehr als 10000,- EURO Bargeld auf mein Konto bei der PB einzahlen. Schluß aus und fertig. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

  • Im Worst Case macht die Bank eine Meldung, sperrt das Konto, es kommt zu einer Ermittlung, du musst dich einmal vor der Behörde nackig machen. Wenn die Staatsanwaltschaft keine Straftat nachweisen kann, muss das Konto bzw. das Geld wieder freigegeben werden. Ohne nachgewiesene Straftat keine Enteignung, aber wochenlange Aktion. Fraglich ob man darauf Bock hat / dieses Risiko eingehen will. Scheint nach kurzer Recherche nicht so selten vorzukommen.

    Vielleicht hast du ja ein paar Vertrauenswürdige Freunde / Angehörige, die sollen das Geld in kleinen Tranchen bei sich einzahlen und dir dann nach und nach auf die PB überweisen.

  • Hallo GR,

    natürlich, auch das wäre eine Lösung, aber nicht in meinem Sinne. Es darf einfach nicht sein, daß ich als Einzahler von Bargeld - einer über eine wie auch immer festgesetzten Grenze - auf mein Konto sofort unter Generalverdacht gestellt werde und dann zu solchen Möglichkeiten greifen muß. Aber das zu ändern, erfordert mehr als ein Forum dieser Art mit theoretischen Diskussionen. Im Übrgen stimme ich Ihren Ausführungen zu möglichen negativen Konsequenzen vollumfänglich zu.

  • Hallo GR,

    natürlich, auch das wäre eine Lösung, aber nicht in meinem Sinne. Es darf einfach nicht sein, daß ich als Einzahler von Bargeld - einer über eine wie auch immer festgesetzten Grenze - auf mein Konto sofort unter Generalverdacht gestellt werde

    Vielleicht ist das einfach auch nur eine Einstellungssache, für den einen ist es Generalverdacht, für den anderen geht der Staat seiner Aufgabe nach illegale Geschäfte aufzudecken. Welche gute Alternative gibt es denn sonst gegen schwarzgeld vorzugehen?

    Ich rege mich ja auch nicht bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle darüber auf, dass ich unter Generalverdacht gestellt werde sondern hoffe, dass sie damit vielleicht den nächsten volltrunkenen Fahrer erwischen der das Leben anderer Verkehrsteilnehmer aufs Spiel setzt.

  • Das Ganze ergibt einen weiteren Sinn, wenn man das GWG nicht nur unter die Prämisse der Geldwäschekontrolle, sondern auch vor allen Dingen unter die Absicht der Finanzkontrolle stellen würde. So schlägt man zwei Fliegen (angeblich) mit einer Klappe.

  • Hallo SM,

    das Stichwort haben Sie selbst geliefert. "Kontrolle"! Eine solche steht immer außerhalb eines jeglichen Generalverdachtes. Und genau daran hapert es. Statt mehr Kontrollen, die personal- und somit kostenintensiv sind, wird jeder Einzahler einer Bargeldsumme von mehr als 10000,- EURO erstmal unter Generalverdacht gestellt und muß sich erklären. Dieses Procedere setzt sich leider in vielen Bereichen unseres öffentlichen Lebens weiter fort.

  • Aber davon ab, besteht die Möglichkeit der Bank u. a. auch mein Konto zu sperren. Also ist bei diesem Procedere Vorsicht angeraten. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, für eine Bareinzahlung meines eigenen Geldes auf mein Bankkonto jemals solche Stolpersteine überwinden zu müssen und kann daher den Ausführungen von SO nur vollumfänglich zustimmen. Wohin sind wir geraten?

    Sollte mit SO meine Wenigkeit gemeint sein ...

    Wohin sind wir geraten?

    Die Frage stelle ich mir bezüglich der EU spätestens seit dem Jahr 2010 und bezüglich Deutschlands spätestens seit dem Jahr 2015.

    Mit zunehmender Dringlichkeit und Brisanz.


    Nur am Rande aber in dem Kontext:

    Tja, da kannst Du Dich bei den Steuerhinterziehern bedanken.

    Siehe hier in ganz ähnlichem Zusammenhang ("Einzahlung bei Sparkasse")

    Zum Realitätsbezug: Wirklich "interessant im Sinne von Geldwäsche" (nur um Deine Formulierung aufzugreifen) sind ganz andere Fälle und Konstellationen.

    Binnen 48 max. 72 Stunden kann heutzutage und hierzulande und auch innerhalb der EU ein winziges aber diesbezüglich kompetentes und mit notariellen Vollmachten ausgestattetes Team ein Geflecht von Firmen (im In- und Ausland) gründen und ein komplettes Räderwerk zwecks Geldwäsche implementieren inkl. Trusts, Vermögensverwaltungsgesellschaften, Treuhand-, Schein- und Briefkastenfirmen (u. a. auch solche mit Sitz an Off-Shore-Finanzplätzen).

    Daneben gab es lange (und gibt es immer noch ?) diverse andere Besonderheiten innerhalb der real existierenden EU - "Citizenship by Investment" (sprich Pass gegen Kohle) etwa zu Schleuderpreisen und damit Freizügigkeit in der gesamten EU für Nicht-EU-Bürger mit nur etwas Geld - um nur ein Beispiel aus diversen zu nennen.

    Das Alles scheint aber für die Obrigkeit samt EU-Institutionen kein Problem zu sein - der völlig unbescholtene Bürger dagegen aber schon so, wie dieser mit Verdachtsmomenten, Ein- und Beschränkungen, Obergrenzen, Barzahlungsverboten, Herkunftsnachweisen, Identifikationspflichten mit immer weiter abgesenkten Grenzen etc. pp. überzogen wird ...

  • Mhhh ich merke schon, es ging garnicht darum hier Hilfe zu einem Thema zu bekommen sondern darum die „bösen Machenschaften“ unseres Staats anzuprangern, warum dann nicht gleich direkt am Anfang so geschrieben und zur Diskussion stellen?

    So hätte der ein oder andere vielleicht seine Zeit dafür nutzen können jemanden zu helfen der wirklich ein Problem hat.

  • Mhhh ich merke schon, es ging garnicht darum hier Hilfe zu einem Thema zu bekommen sondern darum die „bösen Machenschaften“ unseres Staats anzuprangern, warum dann nicht gleich direkt am Anfang so geschrieben und zur Diskussion stellen?

    Beitrag Nr. 1 könnte demnach vielleicht sogar nur gestartet worden sein, um eine "verfassungsschutzrelevante Delegitimierung unseres Staates" zu befördern ... ? =O:D

    Wobei diese Regulatorik ja eher nicht von unserem Staat ausgeht sondern über den Umweg EU dann auch hierzulande implementiert wird.

  • Hallo SM,

    nein, das war nicht meine Absicht. Aber bei allem was heute in diesem Land passiert, stößt man unweigerlich auf Politik bzw. bleiben Beobachtungen in diesem Sinne nicht mehr aus. Es wird immer schwerer und letztlich unausweichlich, sich bei allen Erledigungen im öffentlichen Raum politischer Konsequenzen zu entziehen. Dafür ist mein - eigentlich belangloses - Problem leider ein gutes Beispiel.

  • Das Gefühl kenne ich. Ich nenne es „Altern“.

    Ich habe hier schon so einiges vernommen - das kann aber fraglos, meines Erachtens, unter die absoluten Top Ten der Absurditäten, des Bizarren und des Kafkaesken subsumiert werden.

    Zum Realitätsbezug:

    Der Vorteil meines Alters ist die Möglichkeit des Vergleichs zu anderen Zeiten in diesem Land und der Vorteil meiner Vita die Möglichkeit des Vergleichs auch mit anderen Ländern.

    In dem Themenzusammenhang im Speziellen:

    Mir dagegen - als völlig unbescholtenem Bürger (habe nicht mal einen Punkt in der Flensburger Kartei der Verkehrssünder) - scheint der Staat so wenig zu vertrauen, daß schon ab 10.000 € Bareinzahlung auf mein eigenes Konto eine Art "General-Anfangsverdacht" besteht und sozusagen die "Beweislast umgedreht" wird: Der Staat muß nicht mehr mir die Geldwäsche beweisen - sondern ich als unbescholtener Bürger muß beweisen, daß es sich bei mir nicht um "Geldwäsche" handelt ...

    Und im Allgemeinen:

    Nach meiner Erfahrung besteht da nämlich eine signifikante Unwucht: Der Staat verlangt von mir als Bürger sehr großes bis unbegrenztes Vertrauen (Stichwort: Experiment einer Einheitswährung in der EU samt Einhaltung der diesbezüglichen EU-Verträge - um nur ein Beispiel von sehr vielen zu nennen) - begegnet mir aber als Bürger (als Bürge wiederum für die Euro-Rettungsschirme tauge ich dagegen prima ...) eher mit einem generellen und permanenten Mißtrauen um nicht von Generalverdacht zu sprechen (das scheinen insbesondere Finanzämter so an sich zu haben).

    Gleiches gilt für diverse andere wichtige Themen hierzulande wie die innere Sicherheit, die äußere Sicherheit (inkl. der Verteidigungsfähigkeit), der internationale Wettbewerbsfähigkeit, der Infrastruktur, der Wohnraumversorgung etc. pp.

  • <10.000 € einzahlen und mit dem Rest die nächsten 3 Monate Alle Einkäufe, Tanken & Co bar zahlen.

    Dass wäre auch meine Lösung für dieses Problem.

    Einfach kein neues Bargeld abheben sondern das vorhandene ausgeben.

    Einige Unterkünfte wie hostels, Camping Plätze und ein paar Hotels können ebenfalls auch bar bezahlt werden…

    Alles andere wäre mir bei dem Problem „wenig mehr“ gar nicht wert. So viel kann „wenig“ ja nicht sein.