Frage zur Abrechnung eines ETF-Kaufs bei der ING

  • Hi zusammen,

    ich bin neu bei der ING und die folgenden Handelsplätze werden angeboten:

    Testweise habe ich den folgenden Kauf über Tradegate (ohne Zusatzkosten) abgewickelt und ein Limit von 16,10 € pro Anteil gesetzt:

    Fragen dazu:

    Warum unterscheidet die ING bei den Umsätzen den Kurs beim Kauf (15,986 €) vom Einstandskurs (16,57 €)? Vom Limit her passt ja eigentlich nur der Kurs beim Kauf (da unter 16,10 €), wurden daher beim höheren Kurs Kaufgebühren verrechnet?

    Für welche Art des Kaufs hättet ihr euch entschieden? Xetra trotz Zusatzkosten?

    Danke und Gruß

    FT_User

  • Anscheinend hat die Bank irgendwie 6,44€ Gebühren kassiert ohne diese auszuweisen.

    Ich wäre da sowas von schnell weg...

    Wie überall gilt: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
    Die angezeigten Zusatzkosten sind, wie der Name schon impliziert, die Handelsplatzgebühren, die zusätzlich anfallen.

    Klickt man auf das Symbol "i", dann erhält man folgende Erläuterung:
    "Diese Kosten fallen für Sie zusätzlich zur Orderprovision der ING-DiBa AG an."

    Die Details zur Orderprovision bei der ING findet man ziemlich transparent in der Preisliste, in der Hilfe, auf der Website etc.

    Zudem befindet sich auf der Seite wo man die Ordner final freigeben muss, ein aufklappbare Auflistung "Kosteninformation". Dort ist alles haargenau aufgeführt: Orderprovisionen, Handelsplatzgebühren, Haltekosten, Verkaufskosten. Wer das nicht anschaut, ist selber schuld.

    fuchsen hat in diesem Sinne die korrekte Antwort schon genannt.

  • Du hast € 4,90 plus 0,25 % vom Kaufpreis gezahlt. Normalerweise wird das aber auch entsprechend angezeigt.

    Mit der Gebühr hatte ich gerechnet, aber die Begrifflichkeiten und Kursfestlegung finde ich unklar...


    Oder per Sparplan. FinanztipUser Du bist doch erfahren, warum tust du das? Um Bruchstücke zu vermeiden?

    Testweise und ganz praktisch weil es meine beiden benötigten ETFs bei der ING leider nicht im Sparplan gibt. ;) Und ja, wenn ich schon per Einzelorder kaufe, dann vermeide ich die Bruchstücke...


    Das sehe ich auch so.

    Die gezeigten Screenshots sind aber nicht so transparent.

    Meine Rede: Warum so unklare Begrifflichkeiten, wenn man schon die Gebühr auf die Stück umlegt? Egal, ist vielleicht auch ein Missverständnis und/oder Haarspalterei.

    Nochmal zu meiner letzten Frage:

    Würdet ihr bei höheren Summen beim genannten Handelsplatz (Tradegate) bleiben oder einen der anderen auswählen in der Hoffnung auf einen besseren Kurs?

    Da es die beiden benötigten ETF nicht als Sparplan gibt, komme ich um die € 4,90 plus 0,25 % vom Kaufpreis ohnehin nicht herum. Und der Kurs war dann ja offensichtlich unter Berücksichtigung des Limits in Ordnung, so wie ich die Dinge aktuell sehe...

  • Da es die beiden benötigten ETF nicht als Sparplan gibt, komme ich um die € 4,90 plus 0,25 % vom Kaufpreis ohnehin nicht herum.

    Du „benötigst“ ETF im Wert von 149 Euro ?

    Dann hättest du dir das Zeug für ein Euro bei einem Neo- Broker geholt und dann übertragen lassen sollen zu seiner „endgültigen Wirkungsstätte“.

  • Du „benötigst“ ETF im Wert von 149 Euro ?

    Ich benötige einen ETF (hier EM), der mir das US-Gewicht des MSCI-World (beide SRI) wie gewünscht reduziert.

    Dann hättest du dir das Zeug für ein Euro bei einem Neo- Broker geholt und dann übertragen lassen sollen zu seiner „endgültigen Wirkungsstätte“.

    Genau das hatte ich mir kurz überlegt, dann aber dank des Aufwands ganz bewusst gelassen. Wie lange hätte es gedauert, bei einem Neo-Broker ein (Junior-) Depot aufzumachen? Was ist mit dem leidigen Problem der fehlerhaft übertragenen Daten? Das war mir dann testweise runde 5 Euro x 2 wert... ;)

    Aber nochmal zurück zur Frage für absehbar höhere Volumina:

    Welche Handelsplätze (ggf. auch mit Orderkonfigurationen) nutzt ihr bei der ING, wenn Sparpläne leider nicht möglich sind?

    So wie ich die Sache gerade sehe, müssten die Ordervolumen schon größer sein, um mit Glück und einem besseren Kurs die Zusatzgebühren überzukompensieren. Macht das jemand gezielt z.B. mit Xetra?

  • Ich benötige einen ETF (hier EM), der mir das US-Gewicht des MSCI-World (beide SRI) wie gewünscht reduziert.

    Warum sind Emerging MArkets immer noch emerging? Und werden die noch im EM sein, wenn sie mal erwachsen sind? Und warum hat der MSCI World ein US Übergewicht? Weil die US Aktien so schlecht performen? Also, wenn Du überhaupt Fein-Tuning betreiben willst, dann würde ich das mit EU und nicht EM machen. Gründe: kein Währunsgrisiko, entwickelter Markt, tendenziell unterbewertet

    Ich habe auch mit 4,90 oder teilw. sogar 8,90 Transaktionsgebühren angefangen. Das versaut nur die Rendite. Meine Lösung war dann mind. 1000€ pro Transaktion, damit es nicht so ins Gewicht fällt. Neobrocker ist aber die bessere Lösung.

  • Die ING ist eine von den Banken, die das sehr übersichtlich und verständlich auflisten.

    Meine Meinung: Übersichtlich in den entsprechenden Tabellen ja, aber verständlich hinsichtlich der Begriffe im o.g. Screenshot eher nein. Aber Leute: Mir geht's nicht um die 4,99 € Gebühr, sondern um die Spreads und die Abwicklung vor dem Hintergrund der zusätzlichen Gebühren an den jeweiligen Handelsplätzen...


    Warum sind Emerging MArkets immer noch emerging? Und werden die noch im EM sein, wenn sie mal erwachsen sind? Und warum hat der MSCI World ein US Übergewicht?

    Glaube die Fragen kannst du selbst zur Not mit Hilfe von Google beantworten.

    Also, wenn Du überhaupt Fein-Tuning betreiben willst, dann würde ich das mit EU und nicht EM machen. Gründe: kein Währunsgrisiko, entwickelter Markt, tendenziell unterbewertet

    Bei dem Gedankengang mal an die politischen Europa-Risiken aktuell gedacht? Und die Tatsache, dass vermutlich dein gesamtes sonstiges Vermögen einen massiven Europa-Bezug hat? :/

    Ich habe auch mit 4,90 oder teilw. sogar 8,90 Transaktionsgebühren angefangen. Das versaut nur die Rendite.

    Nö, auf lange sicht absolut nicht! Da fällt der Unterschied immer weniger ins Gewicht! Aber klar: Ich peil beim Kauf eine Kostenquote von unter 1% an, was bei der DKB mit den Sparplänen relativ gut geht, bei der ING aktuell leider auf Grund der fehlenden Sparplanoption nicht. Und Neobroker sind für mich wie geschrieben aus unterschiedlichen Gründen raus.


    Kommt drauf an. Die Kombination aus Kurs/Spread und (Zusatz-)Gebühren muss halt günstig sein.

    Genau, nur wie gehst du dabei konkret vor? Ab welchem Spread bzw. welchen Kursabständen würdest du darauf vertrauen, dass der Kaufkurs dann tatsächlich ausreichend viel günstiger ist? Die Zusatzkosten sind klar, überschlagen kann man das natürlich. Aber welche Erfahrungen habt ihr an genau der Stelle (Auswahl der Handelsplätze) bei der ING konkret gemacht?

  • Genau, nur wie gehst du dabei konkret vor? Ab welchem Spread bzw. welchen Kursabständen würdest du darauf vertrauen, dass der Kaufkurs dann tatsächlich ausreichend viel günstiger ist? Die Zusatzkosten sind klar, überschlagen kann man das natürlich. Aber welche Erfahrungen habt ihr an genau der Stelle (Auswahl der Handelsplätze) bei der ING konkret gemacht?

    Bei so einem 08/15-Papier, das überall gehandelt wird und während normaler Handelszeiten, dürfte vermutlich der Direkthandel am günstigsten sein. Zudem ist dann meist auch die Ausführung sehr schnell zu sehen.

  • Bei so einem 08/15-Papier, das überall gehandelt wird und während normaler Handelszeiten, dürfte vermutlich der Direkthandel am günstigsten sein. Zudem ist dann meist auch die Ausführung sehr schnell zu sehen.

    Genau das war auch meine Überlegung. Setzt du Limits? Hab ich mal so gelernt und das propagiert z.B. auch die Finanztest. Hartmut Walz hält es bei Beträgen unter 100k für nicht sinnvoll. Wie seht ihr das vor dem Hintergrund der von der ING angebotenen Handelsplätze? An manchen Handelsplätzen sinnvoller/nötiger als an anderen?

  • Genau das war auch meine Überlegung. Setzt du Limits? Hab ich mal so gelernt und das propagiert z.B. auch die Finanztest. Hartmut Walz hält es bei Beträgen unter 100k für nicht sinnvoll.

    Ich mache schon lange keine Einzelkäufe mehr.
    Ohne Limit würde ich persönlich nie kaufen und habe ich auch nicht. Sparpläne sind natürlich was anderes.

  • Glaube die Fragen kannst du selbst zur Not mit Hilfe von Google beantworten.

    Du kennst das Stilmittel der rhetorischen Frage? Nun, du hast es soeben kennengelernt.

    Bei dem Gedankengang mal an die politischen Europa-Risiken aktuell gedacht? Und die Tatsache, dass vermutlich dein gesamtes sonstiges Vermögen einen massiven Europa-Bezug hat?

    mmmh, würdest Du das auch einem US-Bürger sagen? Vermutlich nicht. Ein Home-BIAS sehen immer nur wie Europäer/Deutschen. Und selbst wenn: Ich LEBE hier und brauche nun mal EURO.

    Und die EM haben keine Risiken? Insgesamt verstehe ich deinen Gedankengang nicht.
    Aber gut, das soll ja hier auch nicht das Thema sein.