Union Invest Depot geerbt, Vorgehensweise (v.a. mit Immobilienfonds)

  • Höchstwahrscheinlich hast du ein Union Depot bei der Sparda-Bank.

    Korrekt

    Ansonsten kannst du die Fonds aus dem Union Depot in ein Genobroker Depot oder anderswo übertragen lassen, und dann dort verkaufen. Möglicherweise machst du dann aber mehr Verlust, als wenn du das Jahr oder zwei bei der Union aussitzt, denn der Börsenkurs ist meistens schlechter als der offizielle Kurs.

    Verlust ist klar, wurde ja oben beispielhaft genannt: 83 versus 93 Euro am Bsp. vom Deutschland Fonds.

    Sind 10% Verlust- wenn das bei Europa und Global ähnlich ist (und diese weiter so abschmieren wie bislang) wäre das besser als sie 1,5-2 Jahre laufen zu lassen.

    Wie ist der Workaround mit dem dargestellen Verkauf via Genobroker Depot?

    Geht das telefonisch bei der Union oder was muss konkret getan werden?

  • Danke, jetzt hab ichs verstanden.

    Bei Uni ImmoGlobal und Europa sind die Abschläge bei Börsenverkauf krasser als beim Deutschland (grob 41,00 zu 33,00 und 47,50 zu 40,00), da sind wir im Bereich >15% Abschlag.

    Ich werde dann kündigen und die 1,5-2 Jahre warten...

  • Möglicherweise machst du dann aber mehr Verlust, als wenn du das Jahr oder zwei bei der Union aussitzt, denn der Börsenkurs ist meistens schlechter als der offizielle Kurs.

    Um nochmal darauf einzugehen...wenn an der Börse weniger gezahlt wird als der Nennwert, hat das zwei Gründe:

    1. Liquidität. Wer keine 1,5 Jahre warten will, muss sich halt freikaufen. Ist halb so wild

    2. Die Bewertungen der Immofonds. Die werden selbst gemacht und etwas "geglättet". Böse Zungen sagen auch, dass beschönigt wird. Und wenn die Diskrepanz zwischen der eigenen Bewertung und der Realität zu groß wird, sind auch mal große Abwertungen jenseits der 15% drin. Hier liegt das eigentliche Risiko für den TE. Abhängig davon, wie man das einschätzt, kann es sinnvoll sein, 10% Abschlag zu nehmen. Oder man wartet die 1,5 Jahre

  • Erstmal würde ich das gesamte Depot an einen richtigen Broker übertragen.

    Wenn Neos nicht so infrage kommen, würde ich Flatex empfehlen. Bei mir sind da 8 Handelsplätze angegeben.

    Dann mal weitersehen.

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

  • Erstmal würde ich das gesamte Depot an einen richtigen Broker übertragen.

    Warum, gib mir einen guten Grund dafür! (Ist doch nur Zeit und ggf. Geldverschwendung.)

    Danke, jetzt hab ichs verstanden.

    Bei Uni ImmoGlobal und Europa sind die Abschläge bei Börsenverkauf krasser als beim Deutschland (grob 41,00 zu 33,00 und 47,50 zu 40,00), da sind wir im Bereich >15% Abschlag.

    Ich werde dann kündigen und die 1,5-2 Jahre warten...

    Das geht bei der UnionInvest dann kostenfrei.

    Die anderen Fonds kann man bei der UI auch kostenlos verkaufen, wenn man will.

    Warum die Fonds woandershin übertragen und bei einem Neobroker evtl. 6 Monate hinterherlaufen bis die Anteile und die zugehörigen Daten dann auch da wirklich sind.

    Neue Fonds, besser ETFs gleich in einem neuen Depot bei einem neuen Broker anlegen.

  • Das geht bei der UnionInvest dann kostenfrei.

    Was genau geht bei der Union kostenfrei?

    Der sofortige Verkauf von Inmo-Fonds an der Börse?

    Dass das bei Union eben gerade nicht geht (und es dazu den Umweg über Genobroker braucht) wurde doch hier erörtert, oder habe ich das falsch verstanden?

    Falls ich es falsch verstanden habe, dann bitte beschreibe den genauen Workaround wie das bei der Union klappen soll. Im online-Depot geht's jedenfalls nicht.


    Neue Fonds, besser ETFs gleich in einem neuen Depot bei einem neuen Broker anlegen.

    Nochmal zum Vergleich Fonds-ETF:

    Dass die vorhandenen Union Fonds sehr teuer sind wurde ja oben geschrieben.

    Lässt man mal die abgeschmierten Immo-Fonds außen vor, hat die Mehrzahl der anderen Fonds sehr gute Gewinne gemacht.

    Sind die Fonds-Gebühren von etwa 1,5% möglicherweise nicht doch das Management wert, wenn man selbst kein Profi ist?

  • Nein.
    DU hast doch geschrieben, das du mit den Immos die Fristen abwarten willst.
    Und dann braucht du keine Börse.

    Passt, dann wars ein Missverständnis.

    Von Fristen abwarten WOLLEN kann nicht wirklich die Rede sein. Ist halt eine Wahl zwischen Pest und Cholera, ob Börse oder abwarten.

    Warum soll der Depotübetrag zum Neobroker denn überhaupt solange dauern? 6 Monate wären ja jenseits von gut und böse.

  • Lässt man mal die abgeschmierten Immo-Fonds außen vor, hat die Mehrzahl der anderen Fonds sehr gute Gewinne gemacht.

    Sind die Fonds-Gebühren von etwa 1,5% möglicherweise nicht doch das Management wert, wenn man selbst kein Profi ist?

    Woanders ACWI oder MSCI-world ETFs hätten bessere Gewinne gemacht. (waren gute Jahre....)

    Zu 98% sind die Managementgebühren ihr Geld nicht wert.
    Buy and Hold mit ACWI oder MSCIworld bringt zumeist wesentlich bessere Resultate, da geringere Kosten.

    Ich habe auch noch alte UI-Fonds, von denen ich mich nach und nach trenne. Über die Jahrzehnte haben die einiges eingefahren, aber breit diversifizierte ETFs können das besser.
    Laufen tun bei mir noch UniGlobal und Unidynamic-global. die ich z.T. auch noch steuerfrei (von vor 2009) da habe.

    Vergleiche doch einmal unter "fondsweb" oder "justetf" deine UI Fonds mit hier im Forum propagierten ACWI oder world.MSCI ETFs und du wirst die Unterschiede sehen.

  • Von Fristen abwarten WOLLEN kann nicht wirklich die Rede sein. Ist halt eine Wahl zwischen Pest und Cholera, ob Börse oder abwarten.

    Dann wähle das mit dem du klar kommst.
    Wenn ich das Geld nicht direkt bräuchte, würde ICH (du musst selbst entscheiden) die Fristen abwarten.
    (Ist etwa so wie im Lotto: "vielleicht kommt ja doch noch etwas mehr raus,..."

  • ...

    Falls ich es falsch verstanden habe, dann bitte beschreibe den genauen Workaround wie das bei der Union klappen soll. Im online-Depot geht's jedenfalls nicht.

    In die Filiale gehen:

    Kunde: "Guten Tag, ich möchte das und jenes verkaufen."

    Bankberater: "Sind sie sicher?!

    Kunde: "Ja!"

    Bankberater: "Ich empfehle ihnen, nochmal eine Nacht darüber zu schlafen und sich von unserem Experten beraten zu lassen."

    Kunde: "Ich will aber verkaufen!"

    Bankberater: "Das machen wir aber generell nur nach einer Beratung."

    Kunde: "Warum das?"

    Bankberater: "Weil wir gehalten sind, unsere liebgewonnen Kunden vor Schaden durch sie selbst zu bewahren."

    Kunde: "Ich will jetzt verkaufen, sofort... sonst..."

    Bankberater: "Aber nur auf ihre Verantwortung."

    Kunde: "Auf wessen denn sonst!"


    ...usw.

  • Ich würde Neos nicht ausschließen; spräche demnach was gegen einen Übertrag des ganzen Depots an Traders Place (Testsieger bei finanztip) anstatt an flatex?

    Neobroker neigen dazu, vorzugsweise ETF vorzugsweise an beschränkten Marktplätzen zu handeln. Für den Verkauf von Immofonds mit einem ebenfalls beschränkten Interessentenkreis würde ich da schon eine "richtige" Börse bevorzugen, sonst gibt es u.U. keine Kaufinteressenten oder nur gegen nochmals höhere Abschläge.

    Möglicherweise kann man auch nur ganze Anteile an der Börse verkaufen, dann muß man die Bruchteile im UnionDepot belassen.

  • Warum, gib mir einen guten Grund dafür! (Ist doch nur Zeit und ggf. Geldverschwendung.)

    Weil ein "richtiger" Broker mehrere Börsenplätze hat. Das kann in diesem Falle ein großer Vorteil sein.

    Kein Baader-Dödelreseller.

    Wer glaubt denn, dass diese Immo-Fonds in einem Jahr höher stehen? Ich nicht, wenn man die Presse aufmerksam liest.

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    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

  • Wer glaubt denn, dass diese Immo-Fonds in einem Jahr höher stehen?...

    Diejenigen, die die Dinger kaufen, die glauben das. Andernfalls würde ja kein Börsenhandel mehr stattfinden. Der findet aber sehr rege statt.

    Kapitalgewichtet glauben also die eine Hälfte, dass diese Immo-Fonds in einem Jahr höher stehen und die andere Hälfte glaubt das nicht.

    ... Ich nicht, wenn man die Presse aufmerksam liest.

    Du glaubst also, dass die Presse weiß, wo Börsenkurse in einem Jahr stehen?