Wie geht ihr mit fehlenden Börsenkrisen um?

  • Hallo zusammen

    bin ab Herbst 2019 in Einzelaktien gegangen, häppchenweise, zuletzt war ich fünfstellig investiert. Jeden Tag online ins Depot geschaut und mich über jedes kleine grüne %-Zeichen gefreut. Im Januar 2020 kam der erste Dämpfer (irgendwas war mit China&Taiwan). Im Feb wurde es komisch und Mitte März 2020: Corona.

    *rumps*

    mein Depot mit all den Einzelaktien wurde dunkelrot.

    Von "Money Management a la nmh" hatte ich bis dahin nicht gehört, Stopp-Kurse auch nicht gesetzt und mein Depot ging >55% ins Minus. Da hab ich echt geschluckt. Öfter! Alles, komplett dunkelrot.

    (Zu spät) gelernt habe ich: es gibt den VIX

    Es gibt aber ein happy end. Wahrscheinlich weil ich damals so unbedarft war. Ohne VIX und ohne erfahrene Forumsmitglieder, hielt ich mich an den Spruch, den ich mal gehört hatte: „Kaufen, wenn die Kanonen donnern" (heute weiß ich C.M. v. Rothschild) und bin sechsstellig in ETFs eingestiegen.

    Brauche ich den Stress nochmal? Definitiv nicht!

    Würde ich es wieder so machen? ich weiß es nicht.

    Warte ich wieder auf so einen Crash? Oh ja (das ist der Zocker in mir)

    Daher empfehle ich hier in dieser Diskussion wirklich den VIX (mit max. Ansicht), um den Trubel an der Börse besser einzuordnen (ggf auch nur im Nachhinein).

  • Ich habe zwei Depots, weil es mir hilft, zwischen diesen beiden Vermögensanteilen zu trennen. Andere brauchen das vermutlich nicht, jeder wie er meint, ich halt so ;)

    Ja, und ich habe versucht, Dir klar zu machen, dass es keinen Sinn ergibt, das zu trennen, weil es nicht trennbar ist.

    Wenn ich die Ziele "allgemeiner Vermögensaufbau" und "Altersvorsorge" verfolge, wirkt sich jede Entscheidung in dem einen Bereich zwangsläufig auch auf den jeweils anderen Bereich aus.

  • Ich habe mir 1980 eine Goldmünze von meinem Taschengeld gekauft, weil ich dachte so wird man reich. Und nein, es ist nicht mal heute lukrativ, wenn ich die Münze jetzt verkaufen würde, gemessen an der Anzahl der investierten Jahre. Der Einstiegszeitpunkt war eindeutig falsch. Letztlich hat mich diese Erfahrung später an die Börse gebracht.

    Die Golddiskussion kam genau zum richtigen Zeitpunkt. ;)


    Edelmetall: Goldpreis bricht ein – Höchster Tagesverlust seit 2013
    Die Rally am Edelmetallmarkt erlebt ein jähes Ende. Gold und Silber verlieren beide so stark wie seit Jahren nicht mehr an Wert. Ist das die Trendwende oder…
    www.handelsblatt.com
  • Eine Frage an Irving,du hattest mal

    40% Amundi Prime All Country World UCITS ETF Acc: WKN: ETF151 Ticker WEBN

    40% Invesco MSCI World Equal weight WKN: A40G12

    10% iShares MSCI World small cap WKN: A2DWBY

    10% iShares Core MSCI EM WKN: A111X9 , ISIN: IE00BKM4GZ66

    empfohlen. Siehst Du das immer noch so?

    Ich habe mich zwar für den SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF (isin: IE00B3YLTY66) entschieden. Konnte Deine Überlegung aber auch nachvollziehen.

  • Ich denke nicht, dass ich das empfohlen habe. Das muss ein anderer User gewesen sein. Sieht nach dem Portfolio von Taust aus. Ich halte nicht viel von einer Mehr-ETF-Strategie.

  • Ja, und ich habe versucht, Dir klar zu machen, dass es keinen Sinn ergibt, das zu trennen, weil es nicht trennbar ist.

    Wenn ich die Ziele "allgemeiner Vermögensaufbau" und "Altersvorsorge" verfolge, wirkt sich jede Entscheidung in dem einen Bereich zwangsläufig auch auf den jeweils anderen Bereich aus.

    Du bist mir aber nicht böse, wenn ich mit meinen Finanzen so verfahre, wie ich es als für mich richtig ansehe, oder?

  • Oh, Schwachzocker, dein Umgangston läßt zu wünschen übrig.

    Jaja, das kenne ich nun schon, wenn der Gegenseite die Sachargumente ausgehen.


    ...
    T-3485 hat nach Vorschlägen gefragt.

    T-3485 wollte keine Handlungsvorschriften.

    Schwachzocker kennst du den Unterschied zwischen VORSCHLAG und VORSCHRIFT?
    Ist schon schwer den Unterschied zu erkennen, aber ist lernbar.8)

    Und wo habe ich ihm eine Vorschrift gemacht?

    Wenn ich schreibe, dass Menschen nur ein Vermögen haben (und nicht mehrere) und finanzielle Entscheidungen immer Auswirkungen auf die Entwicklung des gesamten Vermögens haben, dann reden wir von Fakten. Keine Vorschläge, keine Vorschriften!

    Zu glauben, man könne das unabhängig voneinander betrachten, ist gefährlich, weil es zu haarsträubenden finanziellen Fehlentscheidungen führen kann.

    Z.B. führt das manchmal dazu dazu, dass Kredite aufgenommen werden, obwohl in dem Topf "Altersvorsorge" noch genug Geld vorhanden wäre.

    Aber ja, man darf es trotzdem so machen. Ich mache ihm keine Vorschriften, ich zwinge ihn zu nichts, auch bedrohe ich ihn nicht mit einer Pistole. Ihr denkt Euch hier einfach irgendwelche absurden Quatsch aus. Das ist alles.

  • Das ist einfach nur großer Quatsch, weiter nichts!

  • @T-3485 Um wieder auf die Sachebene zurückzukommen: Könntest du bitte kurz darlegen, warum du zwischen „allgemeinem Vermögensaufbau“ und „Altersvorsorge“ unterscheidest?

    Gibt es für das Depot „allgemeiner Vermögensaufbau“ ein konkretes Sparziel (z. B. Immobilienkauf, Neuwagen) bzw. ist die Aufteilung eher durch unterschiedliche Anlagehorizonte bzw. Risikoprofile begründet?

    Oder spielen noch andere Überlegungen eine Rolle?

    Ich frage deshalb nach, weil ich tatsächlich jemanden kenne, der mehrere Depots mit unterschiedlichen Strategien führt, die jeweils ein eigenes Ziel verfolgen und, abhängig von der zeitlichen Entfernung zum Ziel, eine unterschiedliche Asset-Allokation haben. Eines davon hat z.B. nur einen Geldmarkt-ETF für den Notgroschen.

    Für mich persönlich wäre ein solcher Ansatz eher zu umständlich. Ich denke auch, dass die Gefahr groß ist, das Gesamtvermögen aus den Augen zu verlieren. Für ihn funktioniert das anscheinend gut, da er ihm hilft, sich selbst diszipliniert zu halten.