Habt einen guten Start in die kommende Woche

  • Hier die Aussichten für die kommende Woche:

    1)

    Arbeitszeitdebatte: „Eine Stunde mehr Arbeit in der Woche ist wirklich nicht zu viel verlangt“, findet Söder - WELT
    Die Diskussion um die Frage, ob die Deutschen zu wenig arbeiten, ebbt nicht ab. Eine Stunde mehr Arbeit pro Woche würde der Wirtschaft „enorm viel“ helfen,…
    www.welt.de

    Trotz:

    Arbeitslosenzahl so hoch wie seit zwölf Jahren nicht mehr
    In Deutschland steigt die Arbeitslosenzahl im Januar an – das ist allerdings nicht ungewöhnlich. In diesem Jahr wurde eine wichtige Schwelle überschritten.
    www.stern.de

    2)

    CDU-Wirtschaftsrat: Zahnarzt selbst zahlen? Diese Forderung trifft einen Nerv
    Kritik an der „Lifestyle-Teilzeit“ war gestern, jetzt geht es um Zahnbehandlungen auf Kassenkosten: nicht leicht, bei den Forderungen unionsnaher…
    www.handelsblatt.com

    "... trifft einen Nerv. Haha..."

  • Mehr Effizienz bei der Arbeit wäre ein Ziel für die Wirtschaft. Wie oft sehe ich Menschen bei der Arbeit rumhängen (jetzt nicht nur im öffentlichen Dienst, sondern auch bei großen Konzernen und Banken) die scheinbar Ihre Arbeit gut einteilen müssen um sich dort nicht zu "langweilen".

    CDU will jetzt an die faulen Arbeitnehmer ran, nachdem die Bürgergeldis die gerechte Prügel kassiert haben .... diese Partei ist echt der Wahnsinn, da muss man ja fast link-grün-versifft werden :)

  • Spar dir bitte das versifft. Das ist genauso unangebracht wie die Beschimpfungen des Bundeskanzlers. Jede Woche eine andere Bevölkerungsgruppe, die angeblich nicht viel taugt.

    Wie kann einer erwarten, dass von dessen heisser Luft die Wirtschaft wächst? Haushaltstricksereien sind keine Lösung. Wirtschaftsweise, Experten und Expertinnen, Bundesrechnungshof - deren Expertise wird ignoriert. Vielleicht mal seine Töchter fragen? ;)

  • Mehr Effizienz bei der Arbeit wäre ein Ziel für die Wirtschaft. Wie oft sehe ich Menschen bei der Arbeit rumhängen (jetzt nicht nur im öffentlichen Dienst, sondern auch bei großen Konzernen und Banken) die scheinbar Ihre Arbeit gut einteilen müssen um sich dort nicht zu "langweilen".

    Daran wird sich auch nichts ändern, wenn diese Leute eine Stunde länger anwesend sind.

    Das bekommt man nur weg, wenn nicht mehr die abgesessene Zeit zählt, sondern die erzielten Ergebnisse. Das ändert sich aber nicht durch Gequake aus Berlin oder München, sondern nur innerhalb der Unternehmen.

  • Spar dir bitte das versifft. Das ist genauso unangebracht wie die Beschimpfungen des Bundeskanzlers.

    Ich zähle mich selbst zu links-grün und stelle mich mittlerweile als links-grün-versifft vor, da man aus Kreisen der Afd sowieso schon so hingestellt wird. Aber ich habe es humorvoll gemeint, keines Wegs beleidigend.

    Daran wird sich auch nichts ändern, wenn diese Leute eine Stunde länger anwesend sind.

    Ja, die meisten Versuche zur 4 Tage Woche zeigen wohl, dass genauso viel gearbeitet wird wie zuvor in 4,5 Tagen (wenn man Freitag nur einen halben Tag hatte), bei 5 Tagen war es wohl ähnlich. Aber das "faule" Wahlvolk kommt vielleicht nur auf doofe Ideen, wenn sie einen Tag mehr mit der Familie oder Freizeit haben.

    Was ich seltsam finde an der CDU/CSU, ist die Forderung "Lifestyle"Teilzeit abzuschaffen, mehr Stunden in der Woche zu arbeiten, aber an das Renteneintrittsdatum will man nicht ran ... das passt für mich nicht zusammen.

  • RentnerInnen machen den Großteil der CDU Wählerschaft aus, der Bundeskanzler weist unverfroren darauf hin. Die Wählerschaft ist vernünftiger als er denkt solange Reformen sozialverträglich sind.

    Weiss auch nicht, was das mit dem Teilzeitbashing soll. Fakt ist, dass zwei halbe Stellen (Mütter/Väter meist) oft einen größeren Output haben als eine Ganztagsstelle, auch in Leitungspositionen. Da wird sich gut abgesprochen und Dienste, Aufgaben getauscht. Flexibel.

  • Ja, die meisten Versuche zur 4 Tage Woche zeigen wohl, dass genauso viel gearbeitet wird wie zuvor in 4,5 Tagen (wenn man Freitag nur einen halben Tag hatte), bei 5 Tagen war es wohl ähnlich.

    Von welcher 4-Tage-Woche redest du jetzt? 4x9h oder von 4x8h. Bei ersteren wird natürlich so viel gearbeitet wie bei 4x8h + 1x4h (ist meiner Ansicht nach trotzdem sinniger, da man nicht für einen halben Tag pendeln muss). Bei letzteren werden die Effizienzgewinne fast immer durch die Einsparung unnötiger Meetings erreicht. Das lässt sich aber grundsätzlich auch ohne Reduktion der Arbeitszeit machen. Zudem geht keines der mir bekannten Experimente so lange, dass klar wird, ob sich die ganzen Zeitverschwender nicht doch wieder einschleichen. Es hat sich ja niemand hingestellt und gesagt "wir verplempern jetzt jede Woche 8h".


    Zitat

    Was ich seltsam finde an der CDU/CSU, ist die Forderung "Lifestyle"Teilzeit abzuschaffen, mehr Stunden in der Woche zu arbeiten

    Die CDU will nicht Teilzeit abschaffen, lediglich den Anspruch darauf. Wenn ein Arbeitgeber das für sinnig hält, kann er ja weiterhin Teilzeit anbieten. In Bereichen mit starken Gewerkschaften wird ja ohnehin nur Teilzeit gearbeitet, entsprechend glaube ich kaum, dass eine Abschaffung des Anspruchs in der Praxis viel ändern würde.

    Persönlich fände ich ja dringend nötig, dass Sozialabgaben immer auf eine 40h Woche gerechnet werden. Aktuell haben wir hier einige Trittbrettfahrer. Wer "für mehr Freizeit" nur noch 30h arbeitet, bekommt für weniger Geld die gleichen Leistungen der Krankenversicherung. Und wenn deshalb später die Rente nicht reicht, wird auch aufgestockt. Meiner Ansicht nach soll jeder die Freiheit haben, so viel oder wenig zu arbeiten wie gewünscht. Aber dann eben ohne die Folgen auf andere abzuwälzen.

  • Weiss auch nicht, was das mit dem Teilzeitbashing soll. Fakt ist, dass zwei halbe Stellen (Mütter/Väter meist) oft einen größeren Output haben als eine Ganztagsstelle, auch in Leitungspositionen. Da wird sich gut abgesprochen und Dienste, Aufgaben getauscht. Flexibel.

    Bist du dir da sicher? Ich hatte 2 Monate Teilzeit-Elternzeit. Gehört zur stressigsten Zeit meines Arbeitslebens und gleichzeitig mit zur unproduktivsten. Der Rest des Teams arbeitet ja weiter, also war ich ständig damit beschäftigt, das aufzuholen, was ich verpasst habe. Und die restliche Zeit hatte jede Menge Meetings...meinen Input wollte man ja auch noch für viele Dinge haben.

    Das mag anders aussehen, wenn es vor allem um die Anwesenheit geht. Der Verkäufer morgens und der abends ergänzen sich sicherlich gut. Aber in komplexeren Aufgaben und Teamarbeit ist Teilzeit echt eine Bremse. Merke ich auch jetzt bei einem Kollegen, der kurz vor der Rente steht und nur noch Dienstag bis Donnerstag da ist. Da bleibt auch häufiger was liegen, wenn man Freitag Vormittag feststellt, dass man seine Hilfe bräuchte...