Angenommen, man nutzt ETFs, um sich eine Altersrente aufzubauen. Kurz vor Renteneintritt gibt es einen Crash an der Börse und es dauert 8-10 Jahre, bis die Aktien wieder auf dem Stand vor dem Crash sind. In dieser Zeit sollte man möglichst kein Geld aus den ETFs entnehmen, muss es aber tun, da die Sicherheiten „Tagesgeld und Festgeld“ für einen so langen Zeitraum nicht ausreichen.
Man hat weniger Vermögen durch Kursverluste – und zusätzliche Entnahmen aus einem geschrumpften Topf, das kann ein Depot irreversibel schädigen, selbst wenn sich der Markt später erholt.
Wie kann man sich davor schützen, dadurch zu große Verluste zu machen und die ETFs viel zu früh aufgebraucht sind?
Ein Weg ist sicher, in den Jahren vor der Rente, den Aktienanteil zu reduzieren, aber es bleibt das Risiko, dass Crashs oft sehr unvermittelt eintreten und man dann keine Zeit mehr hat zu reagieren.
Wird dieses sog. Sequenzrisiko nicht häufig unterschätzt oder zu wenig darauf hingewiesen - von Akteuren, die die ETF-Rente empfehlen – wie eben auch Finanztip? Oft heißt es eher: auch im hohen Alter kann man noch weiter bis zu 50% in ETFs halten und von den Erträgen leben. ist das nicht viel zu optimistisch?