Wieviel "Geld" in einem Depot / beim Neobroker

  • Ich hätte die Frage vermutlich etwas genereller stellen sollen: Habt ihr nur ein Depot, weil ihr dem jeweiligen Broker und den Sicherheitsmechanismen vertraut oder teilt ihr eure Depots auf, um das Risiko zu streuen?

    Bei Tagesgeldkonten wird sehr auf das Risiko der Einlagensicherung hingewiesen. Bei Brokern und Depots wird aber nur selten auf die Grenzen der EdW hingewiesen. Aber evtl ist dies auch einfach irrelevant, da die Beaufsichtigung gut genug funktioniert. Ich als Endkunde kann ja nicht nachvollziehen ob ein Broker wirklich die Wertpapiere kauft oder mit nur eine Fantasiezahl im Online Banking anzeigt.

    Warum sollte man einem Broker nicht vertrauen? Wie kommst du auf die kühne Idee, für dein Geld könnten gar keine Aktien gekauft werden? Da müsste schon sehr viel kriminelle Energie wie z.B. bei Wirecard im Spiel sein. Bei Brokern jedoch würden Manipulationen sehr schnell auffallen. Was würden die denn machen, wenn du deine nicht-existenten Aktien verkaufen möchtest? Das könnte echt kompliziert werden. Konsistent lügen ist eine hohe Kunst, die nicht jeder beherrscht.

    Eine Risikostreuung durch Verteilung der Anlage auf mehrere Broker halte ich daher für wenig sinnvoll. Selbst wenn ein Broker pleite ginge, so würdest du nach einer gewissen Zeit wieder Zugriff auf deine Anlagen haben.

  • Habt ihr nur ein Depot, weil ihr dem jeweiligen Broker und den Sicherheitsmechanismen vertraut oder teilt ihr eure Depots auf, um das Risiko zu streuen?

    Ich habe mehrere Depots, aber nicht wegen des Risikos, sondern wegen der Gebühren (Einmalkäufe vs. Sparpläne vs. Geldmarktdonds). Bei der Verwahrung meiner Wertpapiere vertraue ich den Regelungen zum Sondervermögen.

  • Ich habe sogar drei Depots :)

    1) für meinen Aktien ETF mit kostenlosen Sparplänen

    2) für Geldmarkt ETF mit erträglichen Ordergebühren

    3) als Spiel-/Spaßdepot

    1) und 2) könnte man natürlich zusammenfassen, hat auch bisschen historische Gründe, aber ist mir den Aufwand aktuell nicht wert

  • Habt ihr nur ein Depot, weil ihr dem jeweiligen Broker und den Sicherheitsmechanismen vertraut oder teilt ihr eure Depots auf, um das Risiko zu streuen?

    3 Stück , einmal Girokonto bei der Consors, 1x TR und SC.

    Allein nur wegen den Kostengründen und der Einfachheit.
    Klarer Vorteil bei Direktbanken sind sicherlich kostenlose Girokonten und Karten.
    Plus dass man bei filialfremden Banken keine Gebühren für das Geldabheben zahlen muss.


    Nachteil für den ein oder Anderen, bei Direktbanken gibt es oft keine Filialen...
    Gut ich besuche Banken nur zum Geldabheben, sonst gar nicht mehr.
    Vorteil man kann alles "bequem" von zu Hause aus machen.

    Hier bei uns hat man auch die Kontengebühren wieder angepasst bei den Regionalbanken und auch die Transaktionen(Buchungen) teurer gemacht, sprich pro Buchungsposten zahlst du bei unser SPK z.B. 40ct, bei der VR Bank bei uns sind 40 Buchungsposten kostenlos und dann zahlt man ähnliche Kosten.

    Letztendlich sind das alles regulierte Unternehmen in D, da mache ich mir weniger Sorgen.

    Letztendlich liegt die Entscheidung bei dir und ob es wirklich "nur" bei 24€ / Jahr bleibt, da würde ich ggf. auch nochmal nachschauen. Und vorher schauen ob es die ETFs gibt die man besparen möchte und nicht nur diese im Sonderangebot :).

    https://atruvia.scene7.com/is/content/atruvia/10000013_PLVpdf

    panem et circenses

    "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."

  • Ich hätte die Frage vermutlich etwas genereller stellen sollen: Habt ihr nur ein Depot, weil ihr dem jeweiligen Broker und den Sicherheitsmechanismen vertraut oder teilt ihr eure Depots auf, um das Risiko zu streuen?...

    Die Wertpapiere liegen nicht bei Deinem Broker, sondern bei der Verwahrstelle. Der Broker hat auch keinen Zugriff darauf.

  • Beim Girokonto bin ich in einer Filialbank (Genossenschaftsbank) und bin deshalb am Überlegen, ob ich nicht beim Genobroker ein Depot eröffne. Hatte dort zwei telefonische Rückfragen. Mittags. Innerhalb von einer Minute war ein Mitarbeiter am Telefon. Freundlich. Und konnte meine Fragen beantworten.

    Zu denen würde/werde ich persönlich niemals wechseln, nach der unterirdischen Erfahrung, die ich (== Einzelschicksal und damit, wie alle pers. Berichte im Internet, nicht übertagbar) mit ihnen machen musste.

    Meine Mutter war jahrzahntelang bei der PSD-Bank, meine Schwester und ich hatten eine Vollmacht über alle Konten inkl. Depot.

    Anfang 2025 fing die PSD-Bank damit an, zum GENO-Broker zwangszumigrieren.
    Da meine Mutter mittlerweile mit Pflegegrad 5 (wegen Demenz) im Heim lag, war sie nicht in der Lage, irgendein Ident-Verfahren durchzuführen.

    Niemand beim Geno-Borker wollte uns "ermöglichen", mit der vorhandenen Bankvollmacht die Zwangsmigration zum GENO-Broker durchzuführen. Egal, ob per Mail, Brief (inkl. Einschreiben) oder Telefon, es hat schlicht niemand geantwortet.Schlimmr kann der Support bei SC oder TR auch nicht sein.

    Nach über 6 Monaten hat sich doch irgedwer dort erbarmt und mit meiner Schwester irgendwas zwecks Zwangsmigration angestoßen. Uns ist bis heute nicht klar, was daraus geworden ist. Nach Vermögensaufstellung der PSD-Bank zum Todestag unserer Mutter scheinen die Aktien noch für die PSD-Bank verwaltet zu werden.

    Ich bin heilfroh, wenn wir dort dieses Jahr weg sind. Einen Erbschein werden sie hoffentlich auch ohne Klage bis hoch zum BGH akzeptieren müssen.

    Ich hatte bei Scalable ehrlicherweise noch nie Probleme. Aber was, wenn das Depot aus unerfindlichen Gründen gesperrt ist und niemand ist erreichbar?

    Genau aus dem Grund überlege ich, mir neben SC bei einem zweiten NeoBroker ein Depot zu eröffnen. Das führt dann auch gleich zu einer abgewandelten 2*10 Strategie mit identischen ETFs bei beiden Brokern.

    Bei Tagesgeldkonten wird sehr auf das Risiko der Einlagensicherung hingewiesen.

    Mein TG liegt in Frankreich und bei SC. Das sind aber insg. nur <10% des zeitnah ohne Kündigung zugreifbaren Vermögens.

    Warum sollte man einem Broker nicht vertrauen?

    Zwischen "nicht vertrauen" und "temporär gesperrt" gibt es für mich einen großen Unterschied. Ich vertraue darauf, dass ich sowohl bei SC wie auch bei der Renault-Bank an mein Vermögen komme. Mit welcher Verzögerung, wenn bei einem Institut etwas geschieht, werde ich hoffentlich nie erfahren.

    Mir reicht schon der Blikc in die jnunge Vergangenheit von SC. Da brauchte man nur seine Barreserve in Geldmarkt-Fonds bei SC (Baader-Bank) zu haben und es war während der Broker-Umstellung (mit sehr kurzfristiger Ankündigung zur Verschiebung) ein paar Tage nicht verfügbar. Wer weiss, aus welchen Gründen mich ein Broker mal temporär sperren könten, nur weil ich z.B. mit einer unerwarteten Höhe einer Einmalanlage in den Verdacht der Geldwäche gerate?

  • Habt ihr nur ein Depot

    Ne 3.
    Eins mit dem ich im letzten Jahrtausend angefangen bin und das bis in die nächsten 15+ Jahre entspart wird. (sind auch noch Altanteile von vor 2009 drin.)
    No 2 ING mit ETFs (in den letzten Jahren eingezahlt und basta)
    No 3 Finanzen.net für Geldmarkt und weiteres.

    Die Wertpapiere liegen nicht bei Deinem Broker, sondern bei der Verwahrstelle.

    Junge, dat war mal.
    Da liegt nix mehr.
    Das ist nur eine Datei, du weißt schon, so was elektronisches, Papier gibt es da schon lange nicht mehr.

    Der Broker hat auch keinen Zugriff darauf.

    Das wäre aber nicht gut. Dann kannst du sie ja nie verkaufen, wenn keiner ´ran darf. Oder wie machst du das?

  • mir neben SC bei einem zweiten NeoBroker ein Depot zu eröffnen

    Okay... 2. Neobroker...

    Da brauchte man nur seine Barreserve in Geldmarkt-Fonds bei SC (Baader-Bank) zu haben und es war während der Broker-Umstellung (mit sehr kurzfristiger Ankündigung zur Verschiebung) ein paar Tage nicht verfügbar. Wer weiss, aus welchen Gründen mich ein Broker mal temporär sperren könten, nur weil ich z.B. mit einer unerwarteten Höhe einer Einmalanlage in den Verdacht der Geldwäche gerate?

    ... weil die häufiger sperren als andere Depotanbieter? Sehe ich hier im Forum nicht so.
    Übrigens muss ein Depotanbieter nicht zwingend ein Broker sein.

    Habe 2025 mehrmals 5-stellige Beträge (Erbschaft) zu SC überwiesen und noch keine Rückfrage zur Herkunft des Geldes bekommen.

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Mir reicht schon der Blikc in die jnunge Vergangenheit von SC. Da brauchte man nur seine Barreserve in Geldmarkt-Fonds bei SC (Baader-Bank) zu haben und es war während der Broker-Umstellung (mit sehr kurzfristiger Ankündigung zur Verschiebung) ein paar Tage nicht verfügbar. Wer weiss, aus welchen Gründen mich ein Broker mal temporär sperren könten, nur weil ich z.B. mit einer unerwarteten Höhe einer Einmalanlage in den Verdacht der Geldwäche gerate?

    Wer keine Probleme hat, macht sich welche.

  • Wie ist eigentlich der Stand der Chili , hat diese sich schon einmal Gedanken gemacht ? :)

    Hat die Chili. Aber noch nicht ganz abschließend.

    Aktuell werde ich einige Altbestände bei der Allianz los. Das dort freiwerdende Geld wird zur Comdirect gehen. Und auch meinen Geldmarktfonds werde ich von SC zur Codi umziehen.

    Den aktuellen ETF Bestand werde ich aber wohl bei SC lassen und erst mal nicht zum Genobroker o.ä. umziehen. War tatsächlich von der Geschwindigkeit des Supports von SC beeindruckt. Und da ich mich mit meiner Paranoia ziemlich alleine da stehe, werde ich diese wohl ablegen :D