Hallo liebe Community,
ich hoffe ihr könnt mir bei folgendem Problem behilflich sein.
Ich bin mit meiner Familie kürzlich in die USA ausgewandert. Habe keinen Zweitwohnsitz mehr in Deutschland und möchte das nach Möglichkeit auch so beibehalten.
Im Zuge der Wirecard Affäre, habe ich einige Aktienverluste im hohen vierstelligen Bereich realisiert. Ich kann keine Ansprüche geltend machen in den laufenden Sammelklagen. Das ist geprüft.
Mein Portfolio setzte sich in der Folge jedoch weitestgehend nur aus ETFs zusammen, sodass ich die Verluste (wegen der sachlichen Verlusttopftrennung Aktien vs. ETFs) nicht mehr glattgestellt bekommen habe. Es ist immer noch ein hoher vierstelliger Betrag vorhanden, dessen Gegenwert (ca. 25%) ich gerne nach Möglichkeit realisieren würde.
Nun kommt das eigentliche Problem. ![]()
Zum damaligen Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich auswandern würde und habe leider unschlauer Weise für das entsprechende Fiskaljahr vom Broker keine Verlustbescheinigung beantragt. Ja, ziemlich dämlich.
Solange ich beim entsprechenden Finanzinstitut bleiben würde oder per Depotübertrag innderdeutsch wechseln würde, dann würde der Verlusttopf ja auch mit transferiert werden.
Das Dilemma ist nun, dass kein mir bekannter Broker mich mit Wohnsitz USA als Kunden nimmt. Noch besteht mein deutsches Depot. Da es leer ist, sollte das auch steuerrechtlich erstmal kein grobes Vergehen darstellen. Ich will/muss/sollte es demnächst kündigen, aber idealerweise nicht bevor ich eine Möglichkeit gefunden habe den Verlusttopf zu retten.
Ich habe das zuständige Finanzamt zum Thema angefragt, aber die haben mich wohl etwas missverstanden und nur mitgeteilt, dass Verluste zeitlich unbegrenzt vortragbar seien, was mir schon bekannt war.
Die Verlustbescheinigung 2025 liegt mir vor, aber die hilft ja nicht weiter in der Sache, da die verluste nicht aus 2025 resultieren, richtig?
Wenn von euch jemand hilfreiche Vorschläge hat wie ich in der Angelegenheit noch zum Erfolg kommen könnte, wäre ich äußerst dankbar.
Beste Grüße!