Riester - Zurich Versicherung

  • Grüße in die Runde,

    ihr habt es bestimmt schon öfters gelesen und mich beschäftigt das Thema schon seit längerer Zeit.
    Lohnt sich meine Riesterabsicherung „dB Förderrente Premium“ über die Zurich Versicherung? :/

    Die Fondsentwicklung eher negativ und es fallen immer Gebühren an. X/ Dazu hatte ich von Zurich mal die Auskunft erhalten, da ich in der Vergangenheit immer mal den Beitrag geändert habe. Diese sollen aber nach einer Zeit (ich glaube 5 Jahre) entfallen. Andererseits gibt es ja auch die Beitragsgarantie.

    Ich würde mich wirklich freuen, wenn mir jemand - unabhängig - etwas Licht ins Dunkel bringen könnte. Weiter zahlen, stilllegen, lieber anders anlegen? Kündigen wäre keine Option wegen Rückabwicklung der Zulagen usw.

    Ich füge mal ein Bild an vom letzten Stand (März 2025) und bedanke im schon mal im Voraus.8)

  • Kater.Ka 25. Februar 2026 um 10:35

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Mal wieder ein 'trauriger' Riestervertrag. :rolleyes:


    Die Fondsentwicklung eher negativ und es fallen immer Gebühren an. X/ Dazu hatte ich von Zurich mal die Auskunft erhalten, da ich in der Vergangenheit immer mal den Beitrag geändert habe. Diese sollen aber nach einer Zeit (ich glaube 5 Jahre) entfallen. Andererseits gibt es ja auch die Beitragsgarantie.

    Wenn Du einen unabhängige Beratung willst, dann wende Dich an die Verbraucherzentrale oder den Bund der Versicherten. Gegen eine geringe Gebühr bekommst Du dort eine unabhängige Beratung zu Deinen Verträgen.

    Hier meine Meinung zu Deinem Riester. Grundsätzlich sollte eine Geldanlage mindestens einen langfristigen Inflationsausgleich bieten. So eine nominale Beitragsgarantie bringt nix, weil die Inflation während der Vertragslaufzeit Deines Riesters an der Kaufkraft der nominalen Beitragsgarantie frisst.
    Die EZB geht langfristig von einer Inflation des Euros von 2% p.a. aus. Eine Geldanlage, die zumindest Deine Kaufkraft erhält sollte also langfristig wenigestens diese 2% p.a. an Rendite nach allen Kosten erzielen.
    Ansonsten gilt die alte Regel: Wenn Du schon bis zu den Hüften in einem Loch stehst, höre wenigstens auf noch tiefer zu graben!
    Also erstmal den Riester-Vertrag beitragsfrei stellen und darauf hoffen, dass es ab 2027 einen Nachfolger zu Riester geben wird. Aktuell wird ja daran seitens der Politik gearbeitet.

  • Hallo erzr-35 und willkommen im Forum,

    meine Gedanken dazu:

    a) der Fonds ist eine Rentenfond und damit eine Anlage, die auf Sicherheit und nicht auf Wertsteigerung/Rendite getrimmt ist.

    b) die Kosten deines Vertrages fressen die Zulagen komplett auf (was hier allerdings nicht ersichtlich ist, sind die Steuerermäßigungen, die du aufgrund des Sonderausgabenabzugs bekommen hast)

    Ergo: du verlierst hier viel Geld.

    Zu den Optionen: meine Empfehlung wäre Beitragsfrei stellen und die Entwicklung und Gesetzgebung zum neuen Altersvorsorgedepot abwarten. Sobald hier Klarheit herrscht und die Produkte auf dem Markt sind (ist für den 01.01.2027 avisiert) neu entscheiden. ggf. kannst du dann dein Kapital in ein neues Produkt überführen.

  • ggf. kannst du dann dein Kapital in ein neues Produkt überführen.

    Aktuell steht im Vertrag ein aktuelle Guthaben von 8.565€ zu Buche. Die Beitragsgarantie, die auch bei einer Beitragsfreistellung bestehen bleibt, verspricht 15.301€
    Die Frage an erzr-35 wäre nun, wie lange der Riester noch läuft? Bei 20 Jahren Restlaufzeit des beitragsfreien Vertrags läge die garantierte Rendite bei knapp 3% p.a.

    Wenn man das Kapital in einen anderen Vertrag überführt erlischt die Beitragsgarantie. Man muss halt schauen was konkret die besten Optionen sind, wenn die genauen Konditionen und Modalitäten für das neue Altersvorsorgedepot bekannt sind.

  • Ich lese das ein wenig anders. Ich verstehe es so, dass die 15.301 € nur dann garantiert sind, wenn bis zum Auszahlungsbeginn alle fälligen Zahlungen (also auch die zukünftigen bis zum Auszahlungsbeginn) geleistet wurden.

    Zumindest funktioniert mein Vertrag so (und dort wird auch immer das Garantiekapital mit dem Datum des Auszahlungsbeginns verknüpft) und es gibt größere Sprünge in diesem Garantiekapital immer dann, wenn die Eigenbeitragshöhe angepasst wurde.

    Wenn das hier auch so ist, wären die 15.301 € nur dann garantiert, wenn bis Auszahlungsbeginn jeden Monat weiter 160 € eingezahlt würden. Wenn der Vertrag beitragsfrei gestellt würde, sinkt das Garantiekapital entsprechend.

  • Aktuelle Riester-Verträge bieten eine Beitragsgarantie auf Einzahlungen und Zulagen. Und die gilt selbstverständlich auch bei einem beitragsfrei gestellten Riester-Vertrag. Und zwar auf alle bis zur Beitragsfreistellung geleisteten Beiträge und Zulagen.
    Steht auch so im obigen Vertragstext zur Beitragsgarantie.

    Ich gehe jede Wette ein, dass ab 2027 Scharen von Finanzproduktverkäufern versuchen werden Kunden aus alten, für die Anbieter unrentablen Riester-Verträgen, 'herauszureden'. Einfach um die Beitragsgarantie loszuwerden. Ist natürlich Alles zum Wohle des Kunden.:rolleyes:

  • Genauso ist es. Wenn man in dem Vertrag gar nichts mehr einzahlt. Muss bei Rentenbeginn das Kapital der Zulagen und der Einzahlungen da sein.

    Eventuell könnte es bis dahin auch so sein, dass man die Summe in einem Betrag bekommt, weil die monatliche Rente viel zu niedrig wäre.

  • Steht auch so im obigen Vertragstext zur Beitragsgarantie.

    Da steht "Die Beitragsgarantie bildet alle fälligen Zahlungen ab." (Damit sind auch die zukünftigen Zahlungen gemeint, die aktuell vereinbart sind, also auf Basis des aktuell vereinbarten Eigenbeitrags). Sinngemäß steht da weiter: Wenn die Zahlungen nicht gleistet werden, dann passen wir das Garantiekapital an.

    Das passt wie gesagt auch zu meinem Vertrag:

    Dort wird das Garantiekapital immer zum beginn des (spätesten) Auszahlungsbeginns in 2041 angegeben. Beim Vertragsbeginn 2003 stand dort 28.200 €. Der basierte auf einem monatlichen Eigenbeitrag von 30 €. Über die Jahre stieg das Garantiekapital (für den Auszahlungsbeginn) immer dann, wenn

    a) der monatliche Eigenbeitrag erhöht wurde

    b) wenn Sonderzahlungen getätigt wurden

    c) wenn dem Vertrag staatliche Zulagen zugeflossen sind.

    Aktuell stehen da in meinem Vertrag 70.000 €. Bei bisher geleisteten Zahlungen (Eigenbeiträge und Zulagen) von 42.000 €. Bei den 70.000 € sind also die zukünftigen Eigenbeiträge mit berücksichtigt.

    Aktuelle Riester-Verträge bieten eine Beitragsgarantie auf Einzahlungen und Zulagen. Und die gilt selbstverständlich auch bei einem beitragsfrei gestellten Riester-Vertrag.

    Das ist richtig und dem widerspreche ich ja auch nicht. Ich sage nur, dass die genannten 15.301 € nur dann garantiert sind, wenn bis Auszahlungsbeginn weiter der aktuell vereinbarte Eigenbeitrag eingezahlt wird, weil dieser Betrag so kalkuliert ist. Bei einer Beitragsfreistellung werden keine weiteren Eigenbeiträge geleistet und der (zum Auszahlungsbeginn) garantierte Betrag wird in der nächsten Standmitteilung massiv sinken, nämlich auf die bis dahin tatsächlich geleisteten Eigenbeiträge plus Zulagen.

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