Private Haftpflichtversicherung: Goldesel der Versicherungswirtschaft?

  • Kleines reales Beispiel: In unserer WEG in der ich Verwaltungsbeirat bin gab es letzte Woche einen Wasserschaden. Die Leckortung ergab schließlich einen undichten Schlauch an einer Waschmaschine im Sondereigentum. Der Hausmeister, der bereits einige Tage zuvor in den in Frage kommenden Wohnungen nachsehen wollte wurde in diese Wohnung nicht hereingelassen. Die WEG wird ALLE entstehenden Kosten in diesem Fall beim Eigentümer regressieren. Das wird mit allen Trocknungs- und Wiederherstellungsarbeiten eine schöne vierstellige Summe. Zugegeben, ohne Haftpflicht ist hier das learning deutlich höher als mit, aber eine Haftpflicht kann hier definitiv helfen ;-)!

  • Bei mir hat sie bezahlt:

    bei einem Kumpel übernachtet und abends im Bad meine Zähne geputzt. Daraufhin fällt mir das Zahnpaste/Bürstenglas aus der Hand und schlägt ein Loch in die nahe stehende Badewanne. den Schaden der Versicherung gemeldet, die wollten nur ein paar Bilder und der Schade wurde beglichen.

  • Konkrete Schadenereignisse, die die eigene wirtschaftliche Existenz hätten zerstören können und dank einer PHV reguliert werden konnten, sind nach der bisherigen Diskussion nicht bekannt.

    Ich kenne auch niemanden, der bei einem Autounfall gestorben oder verletzt worden ist, trotzdem schnall ich mich an bevor ich losfahre.

    Dann spar dir halt die paar Kröten für die Haftpflicht, wenn du dich damit besser fühlst.
    Meine Haftpflicht hat eine Forderungsausfalldeckung. insofern ist es mir egal, wenn andere zu blauäugig sind.

  • Liebe Finanztip-Community,


    .....


    Ansonsten sind mir aus meinem sozialen Umfeld keine konkreten Schadenereignisse bekannt, bei denen jemals eine PHV bezahlt hat.


    ....

    Das liegt an Deinem nicht repräsentativen Umfeld.

    Ich kenne persönlich zwei Fälle, die beträchtlich waren. Einer davon sogar existenzbedrohend,

    dort hat die Haftpflicht nach einem Verkehrsunfall (Verursacher war Radfahrer) Behandlungskosten von deutlich über 100 k€ ersetzt.

    Aber ich ich bin bei Dir: Bei einem Depot im mittleren 7-stelligem Bereich, kann man durchaus darüber nachdenken, ob man sich die 30,- Euro pro Jahr nicht besser sparen kann und investiert.

  • Aber ich ich bin bei Dir: Bei einem Depot im mittleren 7-stelligem Bereich, kann man durchaus darüber nachdenken, ob man sich die 30,- Euro pro Jahr nicht besser sparen kann und investiert.

    Auf alle Fälle. 2-stellig an der einen Stelle zu sparen, macht das Depot automatisch 9-stellig. 💪😅

  • Aber ich ich bin bei Dir: Bei einem Depot im mittleren 7-stelligem Bereich, kann man durchaus darüber nachdenken, ob man sich die 30,- Euro pro Jahr nicht besser sparen kann und investiert.

    Andersherum gesehen, kann man sich in der komfortablen Lage auch überlegen, ob man dann die 30 Euros nicht auch einfach ausgeben kann …

  • Den Thread muss ich einfach nochmal ausgraben, weil er die falscheste (falls es das Wort gibt) Idee bezüglich Versicherungen darstellt, die man nur haben kann.


    Versicherungen sollten NUR dafür da sein, extrem seltene aber dafür teure Risiken abzudecken.
    Versicherungen sind für den Versicherten ein Verlustgeschäft. Daher macht es überhaupt keinen Sinn, häufige Kosten durch dieses Verlustgeschäft laufen zu lassen.


    Es gibt wirklich wenige Versicherungen, die unter diesem Gesichtspunkt überhaupt Sinn ergeben. Die Haftpflichtversicherung hingegen ist ein Paradebeispiel einer sinnvollen Versicherung.

    Selbst Krankenversicherungen sind in ihrer aktuellen Form eher suboptimal konstruiert, wenn man ihre Umverteilungsfunktion im Mantel der GKV mal nicht beachtet. Wobei die Zwangsspar-Funktion für viele Leute vermutlich doch wichtig ist 🤓

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