Private Haftpflichtversicherung

Bei der privaten Haftpflicht zählt die Leistung

Das Wichtigste in Kürze

  • Jeder Bürger sollte eine leistungsstarke private Haftpflichtversicherung haben.
  • Die Versicherung ist immer dann wichtig, wenn Sie oder Ihre Kinder Dritten einen Schaden zufügen. Ihr Ehe- oder Lebenspartner ist ebenfalls mitversichert.
  • Der Versicherer prüft, ob Sie für den Schaden verantwortlich sind. Unberechtigte Forderungen wehrt er ab.
  • Geht der Schaden auf Ihr Konto, übernimmt die Privathaftpflichtversicherung die Kosten bis zur Höhe der Versicherungssumme.
  • Bei einem guten Tarif springt der Versicherer außerdem ein, wenn jemand Ihnen einen Schaden zufügt, diesen aber nicht bezahlen kann (Forderungsausfall).

So gehen Sie vor

  • Falls Sie noch keine haben: Schließen Sie jetzt eine leistungsstarke und günstige private Haftpflichtversicherung ab. Sie kostet etwa 50 bis 100 Euro im Jahr.
  • Wenn Sie einen alten und teuren Vertrag haben, können Sie diesen jährlich kündigen und dann zu einer günstigen Haftpflichtversicherung wechseln.
  • Achten Sie darauf, dass die pauschale Versicherungssumme bei mindestens 50 Millionen Euro liegt, je geschädigter Person bei mindestens 10 Millionen Euro.
  • Außerdem sollte die Privathaftpflicht eine Best-Leistungs-Garantie enthalten. Damit sind Leistungen, die andere Versicherer bieten, automatisch auch in Ihrem Vertrag enthalten.
  • Unsere Hauptempfehlung ist der Tarif „Einfach Besser Plus“ der Haftpflichtkasse. Singles sparen bei dem Tarif „Prestige“ der Bayerischen nochmal zwei Euro.
  • Etwas höhere Versicherungssummen zu einem etwas höheren Preis bietet die ebenfalls empfehlenswerte „Klassik-Garant Exklusiv“ der VHV.
  • Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Haftpflichtversicherung immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

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Wenn Sie Informationen zur Privathaftpflicht brauchen, sind Sie hier genau richtig. Aber auch zu anderen Arten von Haftpflichtversicherungen haben wir umfassende Ratgeber erstellt: Klicken Sie jeweils auf das Wort, wenn Sie Informationen zur Kfz-Haftpflicht, zur Hundehaftpflicht, zur Pferdehaftpflicht, oder Bauherrenhaftpflicht lesen möchten.

Es ist so schnell passiert: Ihr Kind spielt im Garten Fußball und kickt das Leder aus Versehen in die Scheibe des Nachbarn. Oder Sie selbst rennen bei Rot über die Straße, um den Bus noch zu erreichen. Ein Auto muss bremsen und verursacht einen Auffahrunfall.

In solchen Fällen haften Sie für den entstandenen Schaden – und zwar bis zu Ihrer persönlichen Pfändungsgrenze. Da kein Mensch Unfälle voraussehen kann, sollte jeder eine Privathaftpflichtversicherung haben, die die entstandenen Kosten übernimmt. Allerdings verfügen laut Angaben des Versicherungsverbands GDV nur 85 Prozent aller Haushalte in Deutschland über eine entsprechende Police.

Was versichert die private Haftpflichtversicherung?

Eine Privathaftpflicht versichert Personen-, Sach- und Vermögensschäden. 99 Prozent aller Sachschäden – wie eine zerbrochene Scheibe – kosten weniger als 5.000 Euro. Richtig teuer kann es dagegen werden, wenn Menschen verletzt werden.

Ein Beispiel: Ein Radfahrer stürzt Ihretwegen und muss ins Krankenhaus sowie mehrere Wochen in die Reha. Dann zahlen Sie nicht nur Schmerzensgeld und die Behandlung, sondern auch den Verdienstausfall des Radlers. Stirbt jemand, können die Forderungen der Hinterbliebenen in die Millionen gehen.

Ein Vermögensschaden kann entstehen, wenn Sie fahrlässig handeln und dadurch einer Person oder einem Unternehmen Gewinne entgehen.

Die private Haftpflicht zahlt nicht für:

  • Verletzungen am eigenen Körper, die Sie sich (versehentlich) selbst zugefügt haben,
  • vorsätzlich verursachte Schäden,
  • Schäden aus strafbaren Vergehen,
  • Geldstrafen und Schäden durch Vertragspflichtverletzungen,
  • Schäden, die die Kfz-Haftpflichtversicherung abdeckt,
  • Fehler im Beruf.

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Wo bekommen Sie eine sehr gute Haftpflichtversicherung?

Privathaftpflichtversicherungen kosten etwa zwischen 50 und 100 Euro pro Jahr. Die absoluten Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Tarifen sind überschaubar. Große Unterschiede gibt es dagegen bei den Leistungen. Diese Unterschiede reichen von den Beträgen, für die die Versicherungen im Schadensfall aufkommen (Versicherungssummen), über die versicherten Lebensbereiche bis zum Umgang mit der Frage, ob Sie Geld bekommen, wenn Ihnen jemand einen Schaden zufügt, diesen aber nicht bezahlen kann (Forderungsausfall).

Jahresbeiträge hervorragender Tarife

Anbieter und Tarif Bayerische/Prestige Haftpflichtkasse/Einfach Besser Plus Haftpflichtkasse/Einfach Komplett VHV/Klassik-Garant Exklusiv
Single 58 61 (55¹) 70 (63¹) 68
Familien 78 61 (55¹) 70 (63¹) 86 (76²)

Alle Beträge gerundet und in Euro: Tarife beinhalten die Best-Leistungs-Garantie und eine Selbstbeteiligung (Bayerischen und VHV: je 150 Euro, Haftpflichtkasse: 125 Euro).
¹ Preis mit 10 Prozent Papierlos-Nachlass
² Preis für Paare ab 55 Jahren
Quelle: Finanztip-Untersuchung (Stand: 19. Juni 2018)

Wir haben sehr gute Tarife von privaten Haftpflichtversicherungen untersucht und empfehlen die Haftpflichtkasse, Tarif „Einfach Besser Plus“. Er bietet eine sehr gute Leistung für kleines Geld. Sowohl Familien als auch Singles zahlen 61 Euro im Jahr.

Für etwas mehr Geld bekommen Sie im Tarif „Einfach Komplett“ noch drei Bausteine zusätzlich. Dann erhöht die Haftpflichtkasse die Leistungen des Opferentschädigungsgesetzes, zahlt in bestimmten Fällen den Neu- anstelle des Zeitwertes und trägt die Kosten der Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse, wenn jemand mit Ihrem Auto einen Unfall verschuldet.

Alleinstehende kommen mit dem Tarif „Prestige“ der Bayerischen noch günstiger weg als bei der Haftpflichtkasse. Er kostet für Singles bei 150 Euro Selbstbeteiligung rund 58 Euro im Jahr, sofern sie in den vergangenen fünf Jahren keinen Schaden gemeldet haben.

Etwas höhere Versicherungssummen zu einem etwas höheren Preis bekommen Familien im ebenfalls empfehlenswerten Tarif „Klassik-Garant Exklusiv“ der VHV. Einzelheiten zu unserer Untersuchung finden Sie unten im Abschnitt So haben wir getestet.

Die Haftpflichtkasse
Tarif Einfach Besser Plus

  • günstiger Preis für Singles und Familien
  • sehr guter Tarif (Stiftung Warentest: Note 1,0)
  • Best-Leistungs-Garantie heißt „Erweiterte Vorsorge“
  • Deckungssumme: 50 Mio. € pauschal, je geschädigter Person 10 Mio. €


Die Haftpflichtkasse

Die Bayerische
Tarif Prestige

  • attraktiver Preis für Singles
  • sehr guter Tarif (Stiftung Warentest: Note 0,9)
  • Best-Leistungs-Garantie ist mitversichert
  • Deckungssumme: 50 Mio. € pauschal, je geschädigter Person 15 Mio. €


VHV
Tarif Klassik-Garant Exklusiv

  • geeignet für Familien, die noch bessere Absicherung wollen
  • sehr guter Tarif (Stiftung Warentest: Note 0,8)
  • Best-Leistungs-Garantie beinhaltet Neuwertentschädigung und verbesserten Opferschutz
  • Deckungssumme: 50 Mio. € pauschal, je geschädigter Person 15 Mio. €
  • bei zwei Schäden beim vorherigen Versicherer Selbstbeteiligung in Höhe von 150 € verpflichtend

VHV

Worauf sollten Sie bei Ihrer Haftpflichtversicherung achten?

Es sind nur wenige, aber dafür wichtige Punkte, in denen sich die von uns empfohlenen Tarife von den vielen guten Tarifen im Markt unterscheiden.

Deckungssummen müssen hoch genug sein

Die oberste Regel bei der Privathaftpflichtversicherung ist: Setzen Sie die Versicherungssumme möglichst hoch an. Eine höhere Deckungssumme kostet nur wenig mehr und zahlt sich besonders bei teuren Personenschäden aus. Weil die gesetzliche Haftung unbegrenzt ist, sollte auch die Deckung Ihres Vertrages sehr hoch sein, denn den Rest müssen Sie sonst aus Ihrem Privatvermögen tragen.

Mit 50 Millionen Euro Deckungssumme sind Sie sehr gut abgesichert. Achten Sie darauf, dass außerdem je geschädigter Person mindestens 10 Millionen Deckungssumme zur Verfügung stehen. Das ist bei allen unseren Empfehlungen gegeben.

Die Best-Leistungs-Garantie füllt den Schutz auf

Bei einer Best-Leistungs-Garantie sagt der Versicherer seinen Kunden zu, sich im Schadensfall so zu verhalten wie der beste Versicherer im deutschen Markt. Wichtig wird das, wenn Sie einen Schaden verursacht haben, Ihr Versicherer sich aber auf den Standpunkt stellt, dieser Lebensbereich sei nicht abgesichert oder die Entschädigungsgrenze reiche nicht aus.

Können Sie nachweisen, dass ein anderer Versicherer in diesem Fall zahlt, gelten die Leistungen des anderen Versicherers auch für Ihren Vertrag. Die Best-Leistungs-Garantie hebt also den Versicherungsschutz auf das höchste in Deutschland erhältliche Niveau.

Ein Tarif, der eine umfassende Best-Leistungs-Garantie beinhaltet, ist im Grundsatz besser als ein Tarif, der alle denkbaren Leistungen aufführt, aber auf eine Best-Leistungs-Garantie verzichtet oder diese einschränkt. Unsere drei Empfehlungen Haftpflichtkasse, Bayerische und VHV enthalten alle eine Best-Leistungs-Garantie. Die Haftpflichtkasse bezeichnet die Garantie in ihren Vertragsunterlagen übrigens als „Erweiterte Vorsorge“.

Die Best-Leistungs-Garantie hat aber trotzdem Grenzen. Sie füllt nur Lücken auf, die ein anderer Versicherer im Rahmen der Privathaftpflicht absichert. Bei deliktunfähigen Kindern oder demenzkranken Angehörigen, bei denen Sie (und damit auch ein anderer Versicherer) nach dem Gesetz gar nichts zahlen müssen, hilft auch die Best-Leistungs-Garantie nicht. Um für solche Fälle abgesichert zu sein, muss Ihr Vertrag die Klausel „Kein Einwand bei Deliktunfähigkeit“ enthalten.

Ein Beispiel: Wenn Sie Ihrem Nachbarn die Scheibe ersetzen möchten, die Ihre fünfjährige Tochter mit einem Ball zerschossen hat, stellt sich die Frage, ob Sie Ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie grundsätzlich auch nicht für den Schaden aufkommen. Wollen Sie den Schaden trotzdem begleichen, müssen Sie dies entweder aus eigener Tasche tun oder darauf achten, dass Ihre private Haftpflicht die Klausel zu Deliktunfähigkeit enthält.

Versicherungsschutz bei Forderungsausfall ist Pflicht

Genauso wichtig wie eine hohe Versicherungssumme ist die Deckung bei Forderungsausfall. Sie funktioniert wie eine umgekehrte Haftpflichtpolice: Sie haben einen Schaden erlitten, für den der Verursacher nicht aufkommen kann – dann übernimmt Ihre eigene Versicherung die Kosten, einige Versicherer aber erst für Schäden ab 2.500 Euro.

Achten Sie bei Ihrem Vertrag auf diese Klausel. Da 15 Prozent aller Haushalte in Deutschland nicht haftpflichtversichert sind, ist es wichtig, diese Lücke im Versicherungsschutz zu schließen.

Einige Tarife fordern, dass Sie gegen den Schädiger ein rechtskräftiges Urteil erwirkt haben. Anderen Anbietern genügt, dass Sie sich nachweislich bemüht haben, an Ihr Geld zu kommen. Je nach Schadenhöhe lohnt die Mühe durchaus, wenn Sie dafür Ihre Schäden ersetzt bekommen. Unsere drei Empfehlungen decken auch Forderungsausfälle ab.

Familien brauchen nur einen Vertrag

Falls Sie verheiratet sind oder in einer Lebenspartnerschaft leben, reicht eine Haftpflichtpolice pro Haushalt. Kinder sind bis zum Ende ihrer ersten Berufsausbildung immer über die Eltern in der Familienpolice mitversichert.

Unverheiratete Paare, die eine Familienpolice abschließen, sollten allerdings beachten, dass Schadenersatzansprüche gegen mitversicherte oder im Haushalt lebende Angehörige oft ausgeschlossen sind. Das kann vor allem bei Personenschäden zum Problem werden, etwa falls ein Partner den anderen versehentlich anfährt und verletzt. Denn dann fordert die Krankenkasse des Geschädigten vom Unfallverursacher die entstandenen Behandlungskosten zurück – und das kann bei schweren Verletzungen schnell teuer werden.

Achten Sie deshalb darauf, dass Ihre Versicherung Regressansprüche von Sozialversicherungsträgern explizit mitabdeckt, ebenso wie gegenseitige Ansprüche der Versicherten untereinander, falls einer von ihnen zu Schaden kommt. Unsere drei Empfehlungen Haftpflichtkasse, Bayerische und VHV tun das.

Vereinbaren Sie eine Selbstbeteiligung

Mit einer Selbstbeteiligung können Sie den Beitrag senken. Sinnvoll sind etwa 150 Euro im Jahr. Ohne Selbstbehalt können Sie zwar auch kleinere Schäden bei der Versicherung melden. Allerdings kann es sein, dass der Versicherer Ihnen kündigt, sobald der Schaden beglichen hat. Nach einem Versicherungsfall hat er ein Sonderkündigungsrecht. Achtung: Bei der VHV müssen Sie immer eine Selbstbeteilung zahlen, wenn Sie beim vorherigen Versicherer zwei oder mehr Schäden gemeldet haben.

Weitere wichtige Klauseln

Selbst die besten Verträge decken nicht jeden Schaden ab. Auch sind nicht alle Klauseln gleich wichtig für jeden Kunden. Wir halten je nach Lebenssituation die folgenden beiden Klauseln für sinnvoll:

Kinder - Kinder sind in der Privathaftpflicht mitversichert, bis sie eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen haben. Bis zum Alter von sieben Jahren sind sie nicht schuldfähig. Eltern müssen daher für entstandene Schäden nicht haften. Viele wollen aber lieber doch den Schaden ersetzen und so den Frieden in der Nachbarschaft oder im Freundeskreis wahren. Damit das dann der Haftpflichtversicherer zahlt, brauchen Sie die Klausel „Schäden durch deliktunfähige Kinder“.

Achten Sie darauf, dass diese Klausel in Ihrem Tarif enthalten ist, wenn Sie Kinder haben. Fehlt sie, hilft auch die beste Best-Leistungs-Garantie nicht. Denn dort wird eine Haftung über das gesetzliche Muss hinaus ausgeschlossen.

Schlüsselverlust - Diese Klausel ist kein Muss, aber sie spart eine Menge Geld, falls Sie einmal den Schlüssel zu Ihrer Mietwohnung oder zum Büro verlieren. Denn oft muss anschließend die gesamte Schließanlage im Haus ausgetauscht werden. Die Schlüsselversicherung übernimmt in so einem Fall die Kosten. Wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus mit vielen Nachbarn wohnen, empfehlen wir Ihnen diese Klausel.

Viele Zutrittssysteme zu Bürogebäuden sind anonymisiert, man sieht dem Schlüssel oder der Karte oft nicht an, zu welchem Komplex er gehört. In diesen Fällen brauchen Sie eine solche Klausel für berufliche Schlüssel eher nicht. Sobald aber eine exakte Zuordnung zwischen Schlüssel und Bürohaus möglich ist, empfiehlt sich die Klausel. Das gilt vor allem für Lehrer, weil in Schulen auch praktisch jeder Schlüssel ein Generalschlüssel ist.

Unsere Empfehlungen Haftpflichtkasse, Bayerische und VHV umfasst auch diese beiden Kriterien.

Warum der Wechsel in einen neuen Vertrag sinnvoll ist

In den vergangenen Jahren haben sich die Tarife stark verbessert: Anbieter haben ihre Versicherungssummen erhöht und neue Leistungen aufgenommen. So zahlen viele Versicherungen anders als noch vor wenigen Jahren für Schäden, die Computerviren oder kleine Kinder verursacht haben. Ebenso sind Gefälligkeitsschäden fester Bestandteil der Tarife geworden.

Falls Ihr Vertrag schon mehrere Jahre alt ist, lohnt es sich deshalb oft, in einen Tarif zu wechseln, der auf dem neuesten Stand ist. Um den Vertrag zu wechseln, müssen Sie den alten Vertrag drei Monate vor der Hauptfälligkeit kündigen. Danach können Sie sich in Ruhe bis zum Vertragsablauf eine neue, leistungsstarke und günstige Haftpflichtversicherung suchen.

Seit einigen Jahren sind auch Drohnen in Mode. Wenn Sie eine Drohne privat nutzen, erkundigen Sie sich bei Ihrer Privathaftpflichtversicherung, ob ein Drohnenschutz enthalten ist. Bewahren Sie die schriftliche Bestätigung auf. Andernfalls erweitern Sie Ihre Versicherung entsprechend oder schauen Sie nach einer neuen, passenderen Police. Wenn Sie die Drohne gewerblich nutzen, müssen Sie eine spezielle Drohnen-Haftpflichtversicherung abschließen.

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Andere wichtige Haftpflichtversicherungen

Tierhalterhaftpflicht - In sechs Bundesländern ist eine spezielle Tierhalterhaftpflicht für Hunde Pflicht. Erkundigen Sie sich, was für Ihre Region gilt. Pferdehaltern empfehlen wir den Abschluss einer Pferdehaftpflichtversicherung.

Abgesichert auf dem Bau - Als Bauherr sind Sie für das verantwortlich, was auf der Baustelle passiert. Die Bauherrenhaftpflichtversicherung springt ein, falls es zu Personen- oder Sachschäden auf dem Bau kommt. Die Bauleistungsversicherung schützt Sie bei Schäden durch Sturm oder Vandalismus am Rohbau. Brennt das Haus während der Bauphase ab, bezahlt eine Feuerrohbauversicherung den entstandenen Schaden.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung - Sofern Sie ein Mietshaus besitzen oder in einer Wohneigentumsgemeinschaft wohnen, brauchen Sie unbedingt eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung. Diese springt ein, wenn Sie Ihre sogenannten Verkehrssicherungspflichten verletzt haben. Rutscht beispielsweise ein Fußgänger im Winter auf dem vereisten Gehweg aus und bricht sich ein Bein, weil Sie nicht gestreut haben, zahlt die Grundbesitzerhaftpflicht Schadensersatz. Gehört Ihnen dagegen ein Einfamilienhaus, in dem Sie selbst wohnen, reicht in solchen Fällen die normale Privathaftpflichtversicherung.

So haben wir getestet

Test Privathaftpflicht 2018
Finanztip hat im Juni 2018 auf Grundlage des Tests der Stiftung Warentest (Ausgabe 10/2017) die besten Tarife herausgesucht und einer eigenen Bewertung unterzogen. Den Fokus haben wir dabei auf die Höhe der Deckungssummen und das Bestehen einer Best-Leistungs-Garantie gelegt. Auf dieser Grundlage haben wir aus der Vielzahl der Angebote diejenigen Tarife herausgefiltert, die sehr gute Leistungen und die beste Best-Leistungs-Garantie bieten und zudem noch günstig sind.

Die Stiftung Warentest hat 90 Tarife mit der Note „sehr gut“ bewertet. Im ersten Schritt haben wir die Tarife aus der weiteren Betrachtung ausgeschlossen, die zu geringe Deckungssummen boten. Wir erachten Deckungssummen von 50 Millionen Euro als empfehlenswert. Immerhin bieten 43 Tarife eine Deckung von mindestens 50 Millionen an. Diese Tarife bieten außerdem je geschädigter Person mindestens 10 Millionen Euro an.

Den nächsten Schnitt haben wir beim Preis gemacht: Bei 23 Tarifen mit den empfohlenen Deckungssummen liegt er unter dem Mittelwert, der in diesem Fall 122 Euro beträgt.

Hinter diesen 23 Tarifen stehen insgesamt 18 Versicherer, von denen wir die Versicherungsbedingungen sowie Erklärungen zur Best-Leistungs-Garantie angefordert haben. Außerdem musste unbedingt die Möglichkeit bestehen, die Versicherung online abzuschließen oder zumindest online zu beantragen. Aussortiert haben wir diejenigen Versicherer, die gar keine oder keine unserer Einschätzung nach gute Best-Leistungs-Garantie anbieten oder weder Online-Abschluss noch Online-Antrag ermöglichen. Trotz mehrfacher Erinnerung haben drei Versicherer nicht auf unsere Anfrage reagiert.

Übrig blieben drei Versicherer: die Haftpflichtkasse mit den Tarifen „Einfach Besser Plus“ und „Einfach Komplett“, die Bayerische mit ihrem Tarif „Prestige“ sowie die VHV mit dem Tarif „Klassik-Garant Exklusiv“.

Lesen Sie gern auch unseren Testartikel dazu.

Empfehlungen aus dem Ratgeber

  • die Haftpflichtkasse Einfach Besser Plus
  • VHV Klassik Garant Exklusiv
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Artikel verfasst von

Silke Kursawe

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Silke Kursawe ist bei Finanztip Expertin für Versicherungen. Sie ist Versicherungsbetriebswirtin und hat einen Master im Versicherungsrecht. Silke verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Branche und im Bereich der Sach- und Haftpflichtversicherungen. Außerdem absolvierte sie erfolgreich ein Studium der Wirtschaftspädagogik in Göttingen.