Private Haftpflichtversicherung

Gut geschützt schon für 5 Euro im Monat

Henriette Neubert
& Co-Autoren
Stand: 10. September 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Die private Haftpflichtversicherung zahlt für Schäden, die Du verursacht hast, bis zur vereinbarten Versicherungssumme.
  • Ohne Versicherungsschutz musst Du für verursachte Schäden selbst aufkommen. Das  kann sehr teuer werden, zum Beispiel wenn Du einen Verkehrsunfall verursachst.
  • Bei einem guten Tarif springt der Versicherer außerdem ein, falls Dir jemand einen Schaden zufügt, diesen aber nicht zahlen kann. Und er wehrt unberechtigte Forderungen gegen Dich ab.
So gehst Du vor
  • Falls Du noch keine hast: Schließ jetzt eine private Haftpflichtversicherung ab. Eine gute bekommst schon ab 55 Euro im Jahr.
  • Wenn Du einen alten Vertrag hast, kann sich ein Wechsel lohnen. Neue Verträge bieten oft bessere Leistungen. Verpass also nicht Deine Kündigungsfrist.
  • Wir haben sehr gute Tarife zu einem günstigen Preis für Dich herausgesucht. In unserem Vergleich am besten abgeschnitten haben der Tarif „Einfach Besser Plus“ der Haftpflichtkasse und der Tarif „Prestige“ der Bayerischen. Ebenfalls umfassende Leistungen bietet der Tarif „Klassik-Garant Exklusiv“ der VHV.

Es ist so schnell passiert: Dein Kind spielt im Garten Fußball und kickt das Leder aus Versehen in die Scheibe des Nachbarn. Oder Du rennst bei Rot über die Straße, um den Bus noch zu erwischen. Ein Auto muss bremsen und verursacht einen Auffahrunfall. Für die entstandenen Schäden musst Du zahlen. Im schlimmsten Fall kann Dich das ruinieren – es sei denn, Du hast eine Privathaftpflichtversicherung. Wir zeigen Dir, wie Du eine gute findest und warum es sich lohnen kann, ab und an den Vertrag zu wechseln.

Was versichert die private Haftpflichtversicherung?

Da kein Mensch Unfälle voraussehen kann, sollte jeder eine Privathaftpflichtversicherung haben. Sie übernimmt die Kosten, wenn Du versehentlich etwas kaputt machst oder jemanden verletzt und schützt Dich vor den finanziellen Schäden. Trotzdem verfügten laut Statistischem Bundesamt 2018 nur knapp 83 Prozent aller Haushalte in Deutschland über einen solchen Vertrag.

Eine Privathaftpflicht versichert Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Ein Großteil der Sachschäden – wie eine zerbrochene Scheibe – kostet maximal ein paar Tausend Euro. Richtig teuer kann es dagegen werden, wenn Menschen verletzt werden.

Ein Beispiel: Eine Radfahrerin stürzt deinetwegen. Sie muss ins Krankenhaus und anschließend mehrere Wochen in die Reha. Dann zahlst Du nicht nur Schmerzensgeld und die Behandlung, sondern auch den Verdienstausfall der Radlerin – also den Vermögensschaden, der ihr entsteht, weil sie nicht arbeiten kann. Stirbt die Radfahrerin durch Dein Verschulden, können die Forderungen der Hinterbliebenen in die Millionen gehen. Du haftest für den entstandenen Schaden – und zwar bis zu Deiner persönlichen Pfändungsgrenze.

Die private Haftpflicht zahlt nicht für:

  • Verletzungen am eigenen Körper, die Du Dir (versehentlich) selbst zugefügt hast,
  • vorsätzlich verursachte Schäden,
  • Schäden aus strafbaren Vergehen,
  • Geldstrafen und Schäden durch die Verletzung vertraglicher Pflichten,
  • Schäden, die die Kfz-Haftpflichtversicherung abdeckt,
  • Fehler im Beruf.

Welche Haftpflicht-Tarife empfiehlt Finanztip?

Privathaftpflichtversicherungen kosten etwa zwischen 50 und 100 Euro pro Jahr. Die absoluten Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Tarifen sind überschaubar. Bei den Leistungen gibt es dagegen große Unterschiede. Sie reichen von den Beträgen, für die die Versicherung im Schadensfall aufkommt (Versicherungssumme), über die versicherten Lebensbereiche bis zum Umgang mit der Frage, ob Du Geld bekommst, wenn Dir jemand einen Schaden zufügt, diesen aber nicht bezahlen kann (Forderungsausfall).

Jahresbeiträge hervorragender Tarife in Euro

Anbieter / TarifnameBayerische / Prestige

Haftpflichtkasse / Einfach Besser Plus

VHV / Klassik-Garant Exklusiv

Single5861 (55¹)55
Familien7861 (55¹)78 (62²)

Beträge gerundet. Tarife beinhalten die Best-Leistungs-Garantie und eine Selbstbeteiligung (Bayerischen und VHV: je 150 Euro, Haftpflichtkasse: 125 Euro). 
¹ Preis mit 10 Prozent Papierlos-Nachlass für Versand aller Schriftstücke per E-Mail
² Preis bei Abschlussalter 55 Jahre oder älter 
Quelle: Finanztip-Abfrage auf den Websites der Anbieter (Stand: 28. September 2020)

Wir haben im Juni 2018 sehr gute Tarife von privaten Haftpflichtversicherungen untersucht und halten drei Tarife für besonders empfehlenswert. Der Tarif „Einfach Besser Plus“ der Haftpflichtkasse bot in unserem Vergleich sehr gute Leistungen für kleines Geld für Familien. Du zahlst 61 Euro im Jahr (55 Euro bei digitaler Vertragsführung), wenn Du 125 Euro Selbstbeteiligung auswählst.

Die Haftpflichtkasse bietet für etwa 9 Euro Aufpreis im Jahr auch noch den Tarif „Einfach Komplett“ mit zusätzlichen Leistungsbausteinen. Wir halten den Tarif „Einfach Besser Plus“ der Haftpflichtkasse jedoch für ausreichend.

Alleinstehende kommen mit den Tarifen „Prestige“ der Bayerischen und „Klassik-Garant Exklusiv“ der VHV noch etwas günstiger weg als bei der Haftpflichtkasse. Diese Tarife kosten für Singles bei 150 Euro Selbstbeteiligung weniger als 60 Euro im Jahr. Bei der VHV darfst Du dafür allerdings in den vergangenen fünf Jahren Deiner bisherigen Haftpflicht keinen Schaden gemeldet haben.

Für Familien sind die Tarife der Bayerischen und VHV teurer als die der Haftpflichtkasse. Beim VHV-Angebot bekommst Du aber auch eine etwas umfangreichere Best-Leistungs-Garantie. Was es mit der Best-Leistungs-Garantie auf sich hat, erklären wir Dir im nächsten Abschnitt.

Einzelheiten zu unserer Untersuchung findest Du unten im Abschnitt So haben wir getestet.

Die Haftpflichtkasse
Tarif Einfach Besser Plus
  • günstiger Preis für Familien
  • sehr guter Tarif (Stiftung Warentest: Note 1,0)
  • Best-Leistungs-Garantie („Erweiterte Vorsorge“)
  • Deckungssumme: 50 Mio. € pauschal, je geschädigter Person 10 Mio. €
Die Bayerische
Tarif Prestige
  • attraktiver Preis für Singles
  • sehr guter Tarif (Stiftung Warentest: Note 0,9)
  • Best-Leistungs-Garantie ist mitversichert
  • Deckungssumme: 50 Mio. € pauschal, je geschädigter Person 15 Mio. €
VHV
Tarif Klassik-Garant Exklusiv
  • sehr guter Tarif (Stiftung Warentest: Note 0,8)
  • Best-Leistungs-Garantie beinhaltet Neuwertentschädigung bis 10.000 € und verbesserten Opferschutz
  • Deckungssumme: 50 Mio. € pauschal, je geschädigter Person 15 Mio. €
  • Neuwerterstattung bis 10.000 €
  • bei zwei Schäden beim vorherigen Versicherer Selbstbeteiligung in Höhe von 150 € verpflichtend
Nur beim Anbieter abschließbar

Worauf solltest Du bei einer Haftpflichtversicherung achten?

Es sind nur wenige, aber dafür wichtige Punkte, in denen sich die von uns empfohlenen Tarife von den vielen guten Tarifen im Markt unterscheiden. Hier die wichtigsten Punkte, auf die Du bei der Auswahl Deiner Versicherung achten solltest:

Deckungssummen müssen hoch genug sein

Die oberste Regel bei der Privathaftpflichtversicherung ist: Wähle eine möglichst hohe Versicherungssumme. Eine höhere Deckungssumme kostet nur wenig mehr und zahlt sich besonders bei teuren Personenschäden aus. Weil die gesetzliche Haftung unbegrenzt ist, sollte auch die Deckung Deines Vertrages sehr hoch sein, denn den Rest musst Du sonst aus Deinem Privatvermögen tragen.

Mit 50 Millionen Euro Deckungssumme bist Du sehr gut abgesichert. Achte darauf, dass außerdem je geschädigter Person mindestens 10 Millionen Deckungssumme zur Verfügung stehen. Das ist bei allen von uns empfohlenen Tarifen gegeben.

Die Best-Leistungs-Garantie füllt den Schutz auf

Mit einer Best-Leistungs-Garantie verspricht der Versicherer Dir, sich im Schadensfall so zu verhalten wie der beste Versicherer im deutschen Markt. Wichtig wird das, wenn Du einen Schaden verursacht hast, Dein Versicherer sich aber auf den Standpunkt stellt, dieser Lebensbereich sei nicht abgesichert oder die Entschädigungsgrenze reiche nicht aus.

Wenn Du nachweisen kannst, dass ein anderer Versicherer in diesem Fall zahlt, gelten die Leistungen des anderen Versicherers auch für Deinen Vertrag. Die Best-Leistungs-Garantie hebt also den Versicherungsschutz auf das höchste in Deutschland erhältliche Niveau.

Ein Tarif, der eine umfassende Best-Leistungs-Garantie beinhaltet, ist im Grundsatz besser als ein Tarif, der alle denkbaren Leistungen aufführt, aber auf eine Best-Leistungs-Garantie verzichtet oder diese einschränkt. Unsere drei Empfehlungen HaftpflichtkasseBayerische und VHV enthalten alle eine Best-Leistungs-Garantie. Die Haftpflichtkasse bezeichnet die Garantie in ihren Vertragsunterlagen übrigens als „Erweiterte Vorsorge“.

Die Best-Leistungs-Garantie hat aber trotzdem Grenzen. Sie gilt nur für deutsche Versicherer und nur für Leistungen auf derselben Tarifstufe. Wenn Du einen Basisschutz hast, kannst Du also nicht den Exklusivtarif eines anderen Versicherers heranziehen. Die Best-Leistungs-Garantie füllt also nur Lücken auf, die ein anderer Versicherer im Rahmen der Privathaftpflicht mit einem vergleichbaren Tarifangebot absichert.

Gut versichert, wenn andere Dich schädigen

Genauso wichtig wie eine hohe Versicherungssumme ist die Deckung bei Forderungsausfall. Sie funktioniert wie eine umgekehrte Haftpflichtpolice: Du hast einen Schaden erlitten, für den der Verursacher nicht aufkommen kann – dann übernimmt Deine eigene Versicherung die Kosten, einige Versicherer aber erst für Schäden ab 2.500 Euro.

Achte bei Deinem Vertrag auf diese Klausel. Da 15 Prozent aller Haushalte in Deutschland nicht haftpflichtversichert sind, ist es wichtig, diese Lücke im Versicherungsschutz zu schließen.

Einige Tarife fordern, dass Du gegen den Schädiger ein rechtskräftiges Urteil erwirkt hast. Anderen Anbietern genügt, dass Du Dich nachweislich bemüht hast, Dein Geld zu bekommen. Je nach Schadenshöhe lohnt sich die Mühe einer Klage durchaus, wenn Du so Deine Schäden ersetzt bekommst. Unsere drei Empfehlungen decken auch Forderungsausfälle ab.

Familien brauchen nur einen Vertrag

Wenn Du verheiratet bist oder in einer Lebenspartnerschaft lebst, reicht eine Haftpflichtversicherung pro Haushalt. Kinder sind bis zum Ende ihrer ersten Berufsausbildung immer über die Eltern in einem Familienvertrag mitversichert.

Unverheiratete Paare, die einen Familienvertrag abschließen, sollten allerdings beachten, dass Schadensersatzansprüche gegen mitversicherte oder im Haushalt lebende Angehörige oft ausgeschlossen sind. Das kann vor allem zum Problem werden, falls ein Partner den anderen versehentlich verletzt. Denn dann fordert die Krankenkasse des Geschädigten vom Unfallverursacher die entstandenen Behandlungskosten zurück – und das kann bei schweren Verletzungen schnell teuer werden.

Wenn Du unverheiratet mit Deinem Partner oder Deiner Partnerin zusammenlebst, solltest Du deshalb darauf achten, dass Deine Versicherung Regressansprüche von Sozialversicherungsträgern explizit mitabdeckt. Dasselbe gilt für gegenseitige Ansprüche der Versicherten untereinander. Unsere drei Empfehlungen Haftpflichtkasse, Bayerische und VHV tun das.

Vereinbare eine Selbstbeteiligung

Mit einer Selbstbeteiligung kannst Du den Versicherungsbeitrag senken. Sinnvoll sind etwa 150 Euro im Jahr. Ohne Selbstbehalt kannst Du zwar auch kleinere Schäden bei der Versicherung melden. Allerdings kann es sein, dass der Versicherer Dir kündigt, sobald der Schaden beglichen ist. Nach einem Versicherungsfall hat er ein Sonderkündigungsrecht. Achtung: Bei der VHV musst Du immer eine Selbstbeteiligung zahlen, wenn Du beim vorherigen Versicherer zwei oder mehr Schäden gemeldet hast.

Manchmal wichtig: Schlüsselverlust

Diese Klausel ist kein Muss, aber sie spart eine Menge Geld, falls Du den Schlüssel zu Deiner Mietwohnung oder zum Büro verlierst. Denn oft muss anschließend die gesamte Schließanlage im Haus ausgetauscht werden. Die Schlüsselversicherung übernimmt in so einem Fall die Kosten. Wenn Du in einem Mehrfamilienhaus mit vielen Nachbarn und Schließanlage wohnst, empfehlen wir Dir diese Klausel.

Viele Zutrittssysteme zu Bürogebäuden sind anonymisiert, man sieht dem Schlüssel oder der Karte oft nicht an, zu welchem Komplex sie gehören. In diesen Fällen brauchst Du eine solche Klausel für berufliche Schlüssel eher nicht. Sobald aber eine exakte Zuordnung zwischen Schlüssel und Bürohaus möglich ist, empfiehlt sich die Klausel. Das gilt vor allem für Lehrer, weil in Schulen auch praktisch jeder Schlüssel ein Generalschlüssel ist.

Unsere Empfehlungen HaftpflichtkasseBayerische und VHV beinhalten auch eine Schlüsselversicherung. 

Wann ist der Wechsel in einen neuen Vertrag sinnvoll?

In den vergangenen Jahren haben sich die Tarife stark verbessert: Anbieter haben ihre Versicherungssummen erhöht und neue Leistungen aufgenommen. So zahlen viele Versicherungen anders als noch vor wenigen Jahren für Schäden, die Computerviren oder kleine Kinder verursacht haben. Ebenso sind Gefälligkeitsschäden fester Bestandteil der Tarife geworden.

Falls Dein Vertrag schon mehrere Jahre alt ist, lohnt es sich deshalb oft, in einen Tarif zu wechseln, der auf dem neuesten Stand ist. Um den Vertrag zu wechseln, musst Du den alten Vertrag drei Monate vor der Hauptfälligkeit kündigen. Danach kannst Du Dir in Ruhe bis zum Vertragsablauf eine neue, leistungsstarke und günstige Haftpflichtversicherung suchen.

Seit einigen Jahren sind auch Drohnen in Mode. Wenn Du eine Drohne privat nutzt, erkundige Dich bei Deiner Privathaftpflichtversicherung, ob ein Drohnenschutz enthalten ist. Bewahre die schriftliche Bestätigung auf. Andernfalls erweitere Deine Versicherung entsprechend oder schau nach einem neuen, passenderen Vertrag. Wenn Du die Drohne gewerblich nutzt, musst Du eine spezielle Drohnen-Haftpflichtversicherung abschließen.

In welchen Fällen brauchst Du einen besonderen Vertrag?

Auch wenn Du einen sehr guten Tarif gewählt hast, sind nicht unbedingt alle Risiken versichert. Es gibt einige Bereiche, für die Du eine spezielle Haftpflichtversicherung abschließen musst.

Tierhalterhaftpflicht

In sechs Bundesländern ist eine spezielle Hundehaftpflicht vorgeschrieben. Erkundige Dich, was in Deiner Region gilt. Pferdehaltern empfehlen wir den Abschluss einer Pferdehaftpflichtversicherung.

Abgesichert auf dem Bau

Als Bauherr bist Du für das verantwortlich, was auf der Baustelle passiert. Die Bauherrenhaftpflichtversicherung springt ein, falls auf dem Bau Personen verletzt oder Gegenstände beschädigt werden. Die Bauleistungsversicherung schützt Dich bei Schäden durch Sturm oder Vandalismus am Rohbau. Brennt das Haus während der Bauphase ab, begleicht eine Feuerrohbauversicherung den entstandenen Schaden.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

Sofern Du ein Mietshaus besitzt oder in einer Wohneigentumsgemeinschaft wohnst, brauchst Du unbedingt eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung. Diese springt ein, wenn Du Deine sogenannten Verkehrssicherungspflichten verletzt hast. Rutscht beispielsweise ein Fußgänger im Winter auf dem vereisten Gehweg aus und bricht sich ein Bein, weil Du nicht gestreut hast, zahlt die Grundbesitzerhaftpflicht Schadensersatz. Gehört Dir ein Einfamilienhaus, in dem Du selbst wohnst, reicht in solchen Fällen die normale Privathaftpflichtversicherung.

So haben wir getestet

Test Privathaftpflicht 2018

Finanztip hat im Juni 2018 auf Grundlage des Tests der Stiftung Warentest (Ausgabe 10/2017) die besten Tarife herausgesucht und einer eigenen Bewertung unterzogen. Den Fokus haben wir dabei auf die Höhe der Deckungssummen und das Bestehen einer Best-Leistungs-Garantie gelegt. Auf dieser Grundlage haben wir aus der Vielzahl der Angebote diejenigen Tarife herausgefiltert, die sehr gute Leistungen und die umfassendste Best-Leistungs-Garantie bieten und zudem noch günstig sind.

Die Stiftung Warentest hat 90 Tarife mit der Note „sehr gut“ bewertet. Im ersten Schritt haben wir die Tarife aus der weiteren Betrachtung ausgeschlossen, die zu geringe Deckungssummen boten. Wir erachten Deckungssummen von 50 Millionen Euro als empfehlenswert. Immerhin 43 Tarife bieten eine Deckung von mindestens 50 Millionen an. Diese Tarife bieten außerdem je geschädigter Person mindestens 10 Millionen Euro an.

Den nächsten Schnitt haben wir beim Preis gemacht: Bei 23 Tarifen mit den empfohlenen Deckungssummen lag er unter dem Mittelwert in unserem Vergleich, der 122 Euro betrug.

Hinter diesen 23 Tarifen stehen insgesamt 18 Versicherer, von denen wir die Versicherungsbedingungen sowie Erklärungen zur Best-Leistungs-Garantie angefordert haben. Außerdem musste unbedingt die Möglichkeit bestehen, die Versicherung online abzuschließen oder zumindest online zu beantragen. Aussortiert haben wir diejenigen Versicherer, die gar keine oder keine unserer Einschätzung nach gute Best-Leistungs-Garantie anbieten, sowie solche, die weder Online-Abschluss noch Online-Antrag ermöglichen. Trotz mehrfacher Erinnerung haben drei Versicherer nicht auf unsere Anfrage reagiert.

Übrig blieben drei Versicherer: die Haftpflichtkasse mit den Tarifen „Einfach Besser Plus“ und „Einfach Komplett“, die Bayerische mit ihrem Tarif „Prestige“ sowie die VHV mit dem Tarif „Klassik-Garant Exklusiv“. Ausführlich informieren wir über unser Vorgehen in unserem Testartikel.

Empfehlungen aus dem Ratgeber

Autor
Henriette Neubert
& Co-Autoren
Silke Kursawe , Dirk Eilinghoff

Stand: 10. September 2020


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